Autor Thema: Pro Contra Pflegepferd vergeben  (Gelesen 19691 mal)

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Offline {Epona}Topic starter

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Pro Contra Pflegepferd vergeben
« am: 03.01.09, 23:36 »
Hey ihr...

Ich bin am überlegen, ob ich mein Pferd als Pflegepferd vergebe...

Er ist zur Zeit recht unausgelastet. Ich mache zwar einmal am Tag was mit ihm, das reicht ihm aber nicht.

Die Person dürfte alles machen, außer reiten... (bin grad am einreiten, daher)

Ich denke grundsätzlich ist es keine schlechte Idee, ich weiß nur nicht ob ich es ertragen kann, wenn jemand anderes mit meinem Pferd etwas macht...

Ich habe halt auch sehr genaue Vorstellungen im Umgang mit dem Pferd... Da muss es schon wirklich passen, damit ich da beruhigt sein kann...

Außerdem würde eine kleine Finanzspritze mir im Moment echt gut tun Obwohl ich da einfach gucke, je nachdem obs passt, ob ich dann was verlang oder nicht...

Was meint ihr?

Jezabel76

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #1 am: 04.01.09, 00:24 »
Hallo Epona,

ich meine, du solltest dir klar werden, was DU eigentlich willst - vorher kann dir keiner einen vernünftigen Rat geben.
Wie alt ist dein Pferd? Du bist es am einreiten und machst jeden Tag was mit dem Pferd? Was soll denn die "Pflegerin" noch machen?
Ich finde es schon ganz schön viel, wenn du jeden Tag was mit dem Pferd machst. Willst du das Pferd zum Unterhaltungsjunkie machen *g?

Ich wollte - obwohl ich selbst lange Reitbeteilgung war- keine RB haben, denn ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich wenn, dann mein Pferd doch lieber selber versaue *g.
Außerdem habe ich nicht das Gefühl, dass ich eine RB brauche. Mein Pferd hat den ganzen Tag genug Auslauf und Unterhaltung, da kann sie es verkraften, wenn ich mal nicht da bin.
Hat Dein Pferd genug Auslauf und Kontakt zu Pferdegesellschaft?

...und gerade beim Einreiten kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Pferd NICHT ausgelastet ist, wenn es jeden Tag was schaffen muss.

Glaubst du denn- darüber hinaus -  ernsthaft, dass du eine Person findest, der du vertrauen kannst, und die sich "nur" um dein Pferd kümmert, ohne es reiten zu wollen?
Da melden sich doch allerhöchstens irgendwelche Teenies, denen ich nie und nimmer mein Pferd anvertrauen würde.

Davon abgesehen, die Sache mit der Finanzspritze - ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt - aber für mich klingt das schon so, als hättest du die Finanzspritze nötig, stimmts?
Denn für so eine Tüddelbeteiligung wie du sie suchst, würde ich ganz sicher kein Geld zahlen.
Auch verstehe ich den letzten Satz in deinem Posting nicht -  Je nachdem obs passt oder nicht verlangst du Geld oder nicht????
Wenns nicht passt, dann nimmst du Geld?????????????????

Wenns nicht passen würde, dann würde ich die Person einfach heimschicken. Sorry, aber das versteh ich nun gar nicht.

LG Isa



Offline Carlotta67

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #2 am: 04.01.09, 00:35 »

Ich hätte eigentlich sehr gern eine RB, es gibt aber hier keine.  :(

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand Geld dafür bezahlt ein Pferd zu "pflegen" sprich für vielleicht spazierengehen und ein bißchen putzen?  ??? ::)
So pferdenarrisch, daß man nur fürs anfassen und tüddeln bezahlt ist wohl kaum einer.

Offline {Epona}Topic starter

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #3 am: 04.01.09, 00:36 »
Danke für deine Antwort!

Der letzte Satz war so gemeint, das ich nicht wirklich sicher bin, ob ich Geld nehmen will. Wenn ich eine Person finde, bei der es passt, würde ich auch auf Geld verzichten, wenn diese es sich z B nicht leisten könnte oder es nicht einsieht, wie auch immer...

Und nein, ich habe das Geld nicht wirklich nötig. Ich denke auch nur an ca 20 Euro pro Monat für vielleicht 4 mal die Woche was machen...

Und er wird im Moment nicht so anstrengend gearbeitet, da wir ungünstige Platzverhältnisse haben auf Grund der Witterung. Weshalb auch das mit dem Einreiten nur sehr zäh voran geht...

Daher denke ich, wäre es nicht verkehrt, wenn er vielleich 3-4 mal die Woche 2 Mal am Tag leicht gearbeitet wird. Früher konnte ich das Selbst machen und habe einfach gemerkt, das mein Pferd zu dieser Zeit viel besser drauf war. Und auch Ausgeglichener.

Und ich suche keine Tüddelpflegerin, sondern jemanden der ernsthaft was mit meinem Pferd macht. Z.B. auch Arbeit am langen Zügel und solche Sachen. Mein Pferd kann diese Dinge...

Das Pferd ist übrigens auch kein Jungspund sondern schon 7 Jahre. Also nicht das du jetzt denkst, ich will ein Jungpferd von 3-4 Jahren mit Arbeit überfordern...

Jezabel76

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #4 am: 04.01.09, 00:42 »
Huhu Epona,

naja, wenn du das Geld nicht nötig hast, dann kannst du ja auf die 20 Euro auch noch verzichten *g
Aber auf der anderen Seite sagtest du ja, dir würde eine Finanzspritze gut tun...

Andererseits- wo sind die Bodenverhältnisse gerade keine Katastrophe? Bei uns ist alles bockelhart gefroren. Ausritte findet nur im Schritt statt, alles andere ist indiskutabel.
Der Auslauf ist eh gefroren und sogar die Halle ist zum Teil eingefroren!!!
Von daher... der nächste Frühling kommt bestimmt.
Was macht das Pferd denn, dass es dir so unausgelastet vorkommt?

LG Isa

« Letzte Änderung: 04.01.09, 13:36 von Jezabel76 »

Offline Eva

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #5 am: 04.01.09, 00:44 »
Entschuldige, aber wie kommst Du auf die Idee, dass jemand dafür zahlt, Dein Pferd zu pflegen? Sicher gibt es da Mädels, die das gern machen - nur haben die wohl eher 20 Euro im Monat Taschengeld und können nix zahlen.

Gut, Arbeit am langen Zügel dürfte man auch machen ... trotzdem, ich seh irgendwie niemanden, der mit einem fremden Pferd arbeitet, dafür zahlt und irgendwie trotzdem nicht zum reiten kommt. :-\
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)

Offline {Epona}Topic starter

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #6 am: 04.01.09, 00:53 »
Ich verstehe immer nicht, warum man nur fürs Reiten zahlen soll... Alles andere ist genauso Umgang mit dem Lebewesen und so viel wichtiger... Aber gut, das ist ein anderes Thema... Davon mal ganz abgesehen habe ich früher auch nur dafür bezahlt, Bodenarbeit machen zu dürfen und das gerne, wenn ich dabei was lernen konnte. Und bei meinem Pferd kann man denke ich was lernen...

Sicher wären paar Euro nicht schlecht um zum Beispiel das Futter mit abzudecken. Aber es ist jetzt nicht so, das ich es dringend bräuchte...

Ich kann nicht wirklich beschreiben, woran ich merke das er unausgelastet ist... Zum einen ist es, das er die anderen Pferde disst, was er immer macht wenn er unausgeglichen ist und zum anderen hat er einfach wahnsinnig viel nicht kompensierte Energie...

Offline terra

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #7 am: 04.01.09, 18:23 »
Geld, ein heisses Ding. Ganz ehrlich? Wenn ich an einem fremden Pferd nur tüddeln dürfte und sinnvoll l! Bodenarbeit machen, würde ich Geld verlangen.
Und noch mal ganz ehrlich? Gerade zur Bodenarbeit würde ich mein eigenes Pferd nur sehr ungern aus der Hand geben...

Dominachen

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #8 am: 04.01.09, 18:32 »
Also ich würde nicht dafür zahlen dürfen, weil ich dem Besi eines Pferdes unter die Arme greife, vielleicht sogar ein paar seiner Aufgaben und Pflichten übernehme.

Ohnehin bin ich der Meinung, dass man mit Reitbeteiligungen oder Pflegemädchen vorsichtig sein sollte, wenn man Wert auf die Ausbildung und Benehmens seines Pferdes legt. Ich habe dazu schon genug negative Beispiele gesehen.  ;)

Offline ahpe

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #9 am: 04.01.09, 18:47 »
Ich sag nur: Viel Spass bei der Suche  ;D

Offline Grittlly

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #10 am: 04.01.09, 21:18 »
So etwas findet man oft nur, wenn es nichts kostet, oder man vorher die RB war und das Pferd wenn es krank ist nicht im Stich lassen will oder auf eine RB spekuliert. Ich würde auch mit einem Pferd Bodenarbeit machen um etwas zu lernen, aber nicht dafür zahlen wollen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass beide Parteien einen Vorteil davon haben. Ich weil ich etwas lerne und der Pferdebesitzer, weil ich dann mit dem Pferd in seinem Sinne arbeiten würde.

Wenn ich mir ein unausgebildetes Pferd kaufen sollte, bin ich froh, wenn ich jemand habe auf den ich mich verlassen kann und der mit mir das Pferd so ausbildet wie ich es mir vorstelle. Verlangen würde ich da nichts. Würde ich es in Beritt geben, würde ich einiges zahlen müssen. Da empfinde ich eine RB die nichts bezahlt und mit mir das Pferd ausbildet als Geschenk  ::)

Offline {Epona}Topic starter

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #11 am: 11.01.09, 18:27 »
Na ja, werde das Geld erstmal außen vor lassen...

Ich denke ich werde einfach mal einen Außhang machen und dann gucken. Entweder meldet sich jemand, bei dem es einfach passt, oder eben nicht...

War jetzt jedenfalls die Woche 2x tägl. draußen und habe so jeden 2 Tag zusätzlich zum normalen Programm noch etwas entspannendes gemacht und siehe da, Pferdi ist viel besser drauf... Also vielleicht wäre es doch von Vorteil...

Mönchen

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #12 am: 12.01.09, 09:13 »
Vielleicht kannst Du etwas an den Haltungsbedingungen ändern damit Dein Pferd sich nicht so langweilt. Viel  Auslauf, Knabberholz , andere Kumpels, e.t.c.

Ein paar mal kam mir der Gedanke mit der RB auch schon aber das hab ich schnell verworfen, ich habe meine Stute seid dem sie 1.5 ist, alles hab ich ihr alllein beigebracht und investiere seid 2 Jahren in richtig guten teuren Unterricht. Ich seh es mittlerweile so wie Branderup es mal sagt "der Reiter ist der Bildhauer seines Pferdes" und ich möchte mein Kunstwerk selber bearbeiten um irgendwann mal stolz auf das zu blicken was ich erreicht habe.
Es sind so viele kleine Bewegungen bei denen wir uns verstehen, da ich sie schon so lange habe, dass die Verständigung bei einer 2. Person echt hacken könnte.
Da will ich mir nicht´s kaputt machen lassen, mein Pferd soll so fein bleiben.

Ich könnte es auch nicht ertagen wenn jemand was in meinen Augen falsch machen würde mit ihr, damit muß man ja erstmal rechnen  und  erst recht nicht wenn dann mal was passieren würde, ich würd wohl immer denken mir wäre das nicht passiert, warscheinlich zu unrecht.
Wenn man das dann so abwägt lohnt sich das Risiko in meinen Augen nicht.

Ich sehe es auch kritisch Überhaupt jemanden zu finden, du müßtest erstmal mehr Zeit investieren zur Einweisung, denn Dein Pferd kann einer RB kaum allein viel beibringen und auch wenn es Dein Pferd jetzt kann, wenn die RB es nicht kann, kann es Dein Pferd vielleicht nachher auch nicht mehr. Jemand der Bodenarbeitsmäßig  erfahren ist der zahlt nicht, der wird bezahlt oder möchte auch reiten .

Simone   

Offline {Epona}Topic starter

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #13 am: 12.01.09, 11:54 »
Danke für deine Gedanken Mönchen!

Na ja, was soll ich an den Haltungsbedingungen ändern? Er hat zwei etwa gleichaltrige Pferde um sich, mit denen er viel spielt, richtig viel. Platz haben sie auch super viel. Zur Zeit, solange es gefroren ist, sind sie auch 24 Std auf Koppel mit freiem Zugang zum Offenstall, also auch sau viel Platz.

Ich habe halt einfach gemerkt, jetzt wo ich ca jeden 2. Tag noch was zusätzlich mit ihm gemacht habe, z B spazieren bummeln oder so, war er viel besser drauf. Energie zum Spielen und so hat er trotzdem noch genug!

Offline Schnett

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #14 am: 16.01.09, 20:42 »
Vielleicht wäre ein Haflinger dankbarer?

*dug*

Das war jetzt nicht bös gemeint, aber was möchtest du?

Du reitest ein erwachsenes Pferd jetzt ein. Er kann sicherlich schon unheimlich viel, was dir das Einreiten auch leichter macht und nun ist er dir zu pfeffrig?

Meine Jungs sind man grad 3,5 Jahre alt. Haflinger. Sie werden von mir 2 mal die Woche bewegt und ja ich habe auch ein Pflegemädchen das einmal die Woche kommt und longiert, frei arbeitet oder spazieren geht.

Sie muss nichts dafür zahlen, denn ich bin dankbar sie gefunden zu haben. Sie arbeitet die Pferde genau wie ich und wenn ich am WE mit ihr zusammen in den Stall fahre, dann darf sie auch mal reiten oder ich zeige ihr wie sie mit dem Reifen den Platz abschleppt.

Sicher sind meine 2 bei dem Wetter auch extrem knackig zumal der 24 Stunden Paddock zugefroren ist. Sie knacken aber nicht los, sobald sie auf besseren Boden kommen. Sie reissen sich so lange zusammen bis ich ihnen die Erlaubnis zum Spacken gebe.

Ich verstehe nicht, warum dich dein Pferd überfordert und wo das Problem ist... Sorry
Gönnen können ist eine Kunst denn neiden kann jeder