Autor Thema: Schlachten oder Vermitteln?  (Gelesen 7724 mal)

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Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #15 am: 22.04.08, 14:17 »
Aber vielleicht kannst du ja auf den Besitzer irgendwie einwirken, das er sich das noch mal überlegt. Was hat sich denn jetzt geändert, das er sie wirklcih los werden will? Vielleicht kannst du ihm ja mehr helfen, so dass er weniger Zeit in die Tiere investiert (aber das scheint er ja jetzt schon nicht wirklich zu machen...).

Ich habe ja schon sehr lange auf ihn eingewirkt, ihn ermutigt. Letztes Jahr war ich aber von März bis September im Ausland und er hat sich in der Zeit komplett um mein Pferd mitgekümmert. Mein Freund und meine RB haben sich zwar auch etwas bemüht, aber die ganze tägliche Arbeit ist an ihm hängen geblieben. Genau in der Zeit ist er halt auch stark krank gewesen. Seit September füttere und miste ich jeden Tag mind. ein Mal, mache die Hufe der Stuten mit, kümmere mich um Wurmkur, Tierarzt und habe ihm auch ständig gesagt, er solle mir sagen, was ich machen könnte. Klar habe ich auch so Sachen gemacht, die ich gesehen habe, zB Tränken putzen, Zaun richten, altes Heu wegräumen. Im März waren wir eine Woche Skifahren, da war er dann auch wieder krank. Er sieht die Zeit und die körperliche Kraft, die mit füttern und misten drauf geht nicht als dass Problem, sondern das Ganze drum herum. Heu, Weide, Mist wegfahren und dann halt auch die Zeit, die er bis jetzt nicht aufbringen konnte für die Erziehung.

@sathi: Die Töchter sind fast 18 und 16. Die alte Stute wurde sogar gefahren, die junge angeblich auch, wobei ich mir das echt lebensgefährlich vorstelle. Beide sind reitbar. Die alte sowieso, die ist treudoof und die junge müsste halt noch auf den richtigen Weg gebracht werden. Sie buckelt und steigt gerne. Ist halt die Frage, ob man damit leben könnte, wenn da jemand blöd runterfällt.  :-\
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens: durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens: durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens: durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius

Offline Viki

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #16 am: 22.04.08, 19:46 »
@Viki
Von einem mir bekannten Fall, als sich ein (in meinen Augen stümperhafter TA) an einem Bolzenschuß versucht hat...
Daher eben, wenn, dann einen kompetenter Metzger auswählen, aber eben nicht ein Jäger, der sich nur mit Jagdwild auskennt oder sonstwer mit Waffe/Waffenschein.
Darauf sollte man achten, wenn man sich zu diesem Weg entschließt.


ja, da hast du sicher Recht.

So klingt die Sache ja auch schon anders mit dem Mann.

Als Beisteller würde ich mir keine Warmblutstuten antun im Doppelpack, aber versuchen kann mans ja. Blöd bleibt die Sache allemal, denn ich kann mir lebhaft vorstellen, was das bedeutet, die Leute zu empfangen, die auf ein Inserat kommen und dann eine Entscheidung zu treffen.

Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #17 am: 23.04.08, 10:48 »
Achso, es handelt sich nicht um Warmblüter. Es sind Welsh, also der mittlere Typ.
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Konfuzius

Offline Redlucy

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #18 am: 23.04.08, 11:21 »
Welche Sektion?
Wenn Du Cs meinst, die sind recht selten in Deutschland, daher könnte evtl. die jüngere Stute für Züchter interessant sein (je nach Qualität).

Evtl. hätte auch ein routinierter Fahrer zumindest an der jüngeren noch Interesse.

Ansonsten, wenn es nicht grade Ds sind, dann ist die Größe doch als Beistellerpony ideal. Da gibt es auch extra Web-Seiten zur Vermittlung.

Inseriere die 2 doch mal hier:

http://www.welsh-pony-forum.de/

(Da kennt man sich auch mit den rassetypischen Macken und Erziehung aus.)

Auch das Steigen würde ich vor dem Hintergrund (Sektion A,B oder C) nicht so kritisch sehen.
Die Größe ist gut zu händeln und man kann gut den Gefahrenradius abschätzen.
Daher braucht man sich nicht groß davon beeindrucken lassen (deshalb wird die tolle Übung vom Pony ja in der Regel so gern wiederholt) und kann es in der Regel ganz gut abgewöhnen.


Offline Viki

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #19 am: 23.04.08, 22:55 »
Find ich auch - Welsh ist sicher einfacher in sinnvolle Hände zu vermitteln als unhandliche Warmblüter.

Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #20 am: 24.04.08, 10:16 »
Mh, mit Sektionen kenne ich mich nicht aus. Auch die Fotos sagen mir nur, dass es kein D ist. Papiere haben sie keine. In der Tochter ist aber viel "edles" Blut, man könnte auch sagen, sie ist einfach nur durchgeknallt.  ;D

Es ist momentan alles schwierig. Gestern hat er dann noch gemeint, ob ich sie nicht doch nehmen will. Als ich dann meinte, dass mir eine Stallsuche mit drei Pferden eigentlich unmöglich erscheint und mein Freund schon mit einem nicht begeistert ist, meinte er ich könne sie ja noch bei ihm stehen lassen. Aber da ändert sich doch dann absolut überhaupt nichts an der Situation!!! Außer vielleicht, dass er ständig mir Vorwürfe machen kann, wenn er das Gefühl hat, ich kümmere mich nicht richtig oder mache etwas, was er nie gemacht hätte. Abends meinte mein Freund dann noch zu mir, dass es ja dann auch keinen Unterschied machen würde, ob ich nun ein oder drei Pferde hätte. Wahhhhh.
So wie ich das sehe ist es, dass er sich nicht trennen will, es aber muss, aber hofft, dass ich sie übernehme, aber auch sieht, dass mir das nicht wirklich möglich ist, solange ich keinen eigenen Stall habe und solange ich alleine für die Versorgung verantwortlich bin.

Leider weiß ich nun echt nicht mehr, was ich machen soll. Wenn ich einen guten Platz für sie finde, kommen sie weg und ich muss mit meinem Pony einen anderen Stall suchen. Übernehme ich die Pferde, kann ich vielleicht vorübergehend in dem Stall bleiben, aber an dem gefühlten Besitz ändert sich nichts und ändern tuts die Situation sowieso nicht. Überrede ich den Besitzer dazu, eine RB an die Pferde zu lassen, so dass die Pferde wenigstens auch einen Nutzen haben, was ja irgendwie das Hauptargument ist, ändert sich auch nichts an der anfallenden Arbeit und in paar Jahren geht das ganze sicher wieder von vorne los.

Auf die Problematik mit dem Schlachten angesprochen war er gestern auch etwas ratlos und meinte, dass das aber halt irgendwann sowieso kommen würde. Früher oder später.  :-\
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Offline Mutzel

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #21 am: 24.04.08, 20:39 »
Hm, und die Kosten sind net sein problem?
Würdest du es denn packen, dich um 3 Pferde zu kümmern?

Wie wäre dann folgende Lösung: die Pferde bleiben, wo sie sind, du übernimmst sie, er übernimmt füre "seine beiden" eine Art patenschaft, die Futter, ta, Schmied abdeckt?

Aber mal ganz ehrlich: gleich zwei, leicht durchgeknallte, und in gewisser Weise völlig unnütze Pferde würde ich mir net ans Bein binden.
Bitte nicht falsch verstehen: Füttere seit zig Jahren meine olle hafistute (27 Jahre) mit durch. Bin mit den pferden selbstständig, also darauf angewiesen, dass ich mit ihnen genug verdiene um davon leben zu können und nicht noch Geld (was ja nirgendwo anders herkommt...  ::) ) reinzustecken. Nutze sie nichtmal zum reiten, dafür hab ich 3 junge gesunde tiere und noch nen zweieinhalb jährigen, der dieses Jahr laaaangsam an die Arbeit soll.
Aber fremde Pferde, die dem eigenen besitzer "im Weg" sind, noch dazu 2, würde ich nicht nehmen...

Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #22 am: 25.04.08, 10:01 »
@Mutzel: Genau das ist ja die Sache. Wozu brauche ich zwei weitere Pferde? Ok, auf meinem kann ich nicht reiten, weil Shetty, aber was brauche ich dann noch zwei weitere, auf dennen ich eigentlich auch nicht (richtig) reiten kann, geschweige denn, dass ich da mal meinen Freund drauf setzten könnte. Klar hänge ich auch an den Stuten, mit gehorchen sie auch zumeist, aber ich kann doch nicht nur dauernd Vieher aufnehmen, die keiner mehr will, nur weil ich gut mit denen kann. Zeitlich und preislich wäre das sicher noch irgendwie machbar, solange ich sie nicht in einstellen müsste. Jetzt schaue ich mal, ob ich nicht einen guten Platz für sie finde, wo sie auf ihre alten Tage vielleicht noch etwas geistige Anregung bekommen.  ::)
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Konfuzius

Offline charona

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #23 am: 25.04.08, 12:46 »
HML aus

Sag mal Fritzi, habe ich das jetzt richtig verstanden, dass es dem Eigentümer hauptsächlich um die viele Arbeit geht? Könnte man da nicht einen Kompromiss finden, dass Du mehr Arbeit einbringst und dass Dir im Gegenzug ein Teil des Stallgeldes erlassen wird??

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es wirklich einen riesen Unterschied macht, wenn man allen Tieren gerecht werden will, ob 1 oder 3 Tiere wie auch immer bespasst, versorgt und unterhalten werden müssen... Daher wäre für es für mich persönlich keine Option, die beiden anderen Damen auch noch zu übernehmen.

Gibt es bei Euch denn keine pferdebegeisterten Mädels, die sich zumindest einer der beiden annehmen könnten und als Gegenleistung auch ein wenig Arbeit einbringen könnten? Obwohl wir drei Pferde daheim haben (Selbstversorger), haben sich meine Tochter und ihre Freundin monatelang um ein unreitbares, altes, sehr vernachlässigtes Pony gekümmert, den Stall ausgemistet, wir haben Heu und Futter bezahlt usw. Wenn für die Mädels die Aussicht besteht, dass nach einer Erziehungsperiode das Pony geritten werden könnte??? Oder ist das jetzt zu sehr der "Wendy" Gedanke?

LG Angela

Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #24 am: 25.04.08, 14:35 »
@charona(Angela): Ähm, tja, Stallgeld erlassen gegen Mitarbeit, das machen wir schon dauernd so. Ja, es macht einen Unterschied, ob man nun nur mit dem eigenen Shetty spazieren geht oder ob man zwei weitere Pferde nicht nur putzen und misten sondern auch bespaßen möchte. (Ganz davon abgesehen, dass mein eigener sehr beleidigt mit mir ist, wenn ich mich in seinen Augen zu wenig um ihn und zu viel um die anderen kümmere.) Darum gehts dem Besitzer auch irgendwie. Zum Bespaßen hat er absolut keine Zeit. Für meinen kleinen habe ich ein pferdebegeistertes Mädchen, weil ich letztes Jahr 7 Monate nicht da war ihn zu bespaßen.  Für die beiden, oder zumindest eine der beiden Stuten werde ich versuchen eine RB zu finden, wenn der Besitzer mitspielt. Die muss aber rein von der Gefahr her schon volljährig sein. Dann könnte man vielleicht versuchen zunächst gemeinsam die Pferde zu bewegen, ohne eine zusätzliche Gefahr durch das Kleben zu provozieren.
Aber würdest Du nur Pferde halten und bezahlen, damit andere diese nutzen können? Wohl eher auch nicht, oder?  ::)

Ich habe nun einer Bekannten bescheid gegeben, die kommt durch viele Ställe und will sich umhören, ob nicht jemand zwei nette  ;D Stuten sucht. In wie weit da was rauskommt werden wir ja sehen. Öffentlich Ausschreiben will ich sie nicht. Ich gehe aber davon aus, dass ich den Besitzer zumindest soweit bearbeitet bekomme, dass Schlachten keine wirkliche Alternative mehr sein wird.
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Offline Hexle

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #25 am: 25.04.08, 14:55 »
Zitat
Ich gehe aber davon aus, dass ich den Besitzer zumindest soweit bearbeitet bekomme, dass Schlachten keine wirkliche Alternative mehr sein wird.
ich bin NICHT der Meinung dass den Stuten damit geholfen ist - ganz im Gegenteil .. wenn sie einmal aus der Hand gegeben sind hat man keinen einfluss mehr drauf .. und unerzogene unausgebildete Pferde/ponies in dem Alter .. tut mir leid das ist schon so ziemlcih vorprogrammiert was passiert  :-\ das würde ich denen nicht zumuten wollen
Du wirst sicher nicht jedes Ziel erreichen, dass du dir gesetzt hast. Du wirst aber ganz sicher kein Ziel erreichen, dass du dir nicht gesetzt hast...

Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #26 am: 25.04.08, 17:14 »
@Hexle: Wenn wir dann nicht wirklich komplett mit dem Platz zufrieden sind, bez. der Besitzer, weil ab dem Punkt halte ich mich besser raus, dann bleiben sie beim Besitzer. So war das gemeint. Ich will sie nicht um jeden Preis "retten" und sehe selber die Problematik. Aber ich denke, wenn der Besitzer dann wirklich im Herbst da steht und kein Platz gefunden wurde, ob er dann wirklich noch beim Schlachter anruft und einen Termin macht oder sagt, ein weiteres Jahr macht jetzt auch nichts mehr aus? ??? Die Bekannte hat besonders die junge Stute schon in voller Aktion beim TA gesehen und ich denke nicht, dass sie das den anderen verschweigt, sondern explizit "unerzogene Pferde" sagt.

Hier sind mal Fotos von den beiden: (Tochter  Mutter)

     
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Offline Viki

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #27 am: 25.04.08, 19:42 »
Fritzi, da ist wirklich schwer zu raten  ::) wenn man sie so sieht, ist es nicht mehr so leicht mit Bolzenschuß etc.

Aber ganz bestimmt würde ich die Pferde nicht in Besitz nehmen. Wie auch immer das geregelt würde mit "Patenschaft" etc. durch den jetzigen Besitzer, du hast sie an der Backe. Und da der Mann selber unschlüssig zu sein scheint, riecht das nach endlosem Theater.

Noch eine neue, vielleicht blöde Idee: was wäre, wenn man eines der beiden Pferde im Ernstfall töten ließe und das andere als Beisteller mit versorgt? Wenn eines weg wäre, müsste und würde sich die andere wohl daran gewöhnen.

Offline FritziTopic starter

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #28 am: 25.04.08, 19:58 »
@Viki: Die Idee bin ich auch schon durchgegangen. Aber wem gebe ich den Vortritt? Der lieben alten dickköpfigen Stute, die vielleicht noch 5 Jahre hat, oder der jungen, die sicher Potential hat, aber dafür einen nicht geringen Vollschuss? Und dann weiter, könnte ich dann mit der Entscheidung leben? Also vor mir und dem Besitzer. (Ein unverdorbenes Fohlen von der jungen würde mich aber wieder reizen  8) )
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Konfuzius

Offline Mutzel

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Re: Schlachten oder Vermitteln?
« Antwort #29 am: 25.04.08, 20:18 »
Dann behalt die alte Stute. Meine ist mit ihren 27 jahren abgesehen von etwas Arthrose VOLL fit. Und die "junge" ist doch auch schon 17 oder so, oder hab ich das falsch verstanden? In dem Alter macht der Unterschied keinen Braten mehr fett...
Und in dem Alter aus der nochn vernünftiges Pferd zu machen, ist mehr als schwer. unmöglich will ich nicht sagen.

Und zu nem unverdorbenen Fohlen aus so ner Mutter: VERGIß ES!!!!! Hab ich selbst grad festgestellt. Ich habe einen zweieinhalb jährigen, bei mir gebornen Wallach. Nur beste Erfahrungen, da so gut wie nie ein  anderer die Pferde macht. Total lieb, anhänglich und treudoof. 10000 % verkehrssicher schon als Jährling (ab und an Handpferd im gelände/Verkehr) Seine Mutter war extrem schwer zu händeln, man stelle sich ein gut 850 kg schweres, SCHWER mißhandeltes KB mit einem Sehfehler vor. Massivste Angst vor Männern, mit ner Kette kaputt gerissenes Maul usw. Wenn die hochgedrehtr hat, dann brauchte die net immer nen Grund. Runter gekommen ist sie manchmal daqnn fast garnicht mehr. Gab Situationen, da ist die grundlos in ihrer Padockbox rumgedrehrert. Einmal, ganz schlimm, mit dem erst 2 Tage alten Fohlen. Der lütte war dermassen alle, wenn sie nur irgendwo eine Sekunde stand zum Gucken, dann knickte er die Beine ein und wollte sich niederlegen, hat sie garnicht interessiert -sie ist weiter gekreist. war so schlimm, dass ich sie entnervt bereits am zweiten Tag in meine dann (also mit Fohlen) 6köpfige Herde getan hab, damit sie zur Ruhe kam.
Kann dir sagen, der Lütte hat das voll mitbekommen. Hab ihn beizeiten von der Mutter getrennt, aber wenn er sich über irgendwas hochgeschaukelt hat, sehe ich bei ihm dieselben Grundtendentzen, wie bei seiner Mutter.
ehe das bei dem Fohlen so ersichtlich wurde, habe ich die Macken der Mutter auf ihre Mißhandlungen geschoben. Mittlerweile weiß ich, dass es net NUR daran lag.

Bei deiner Tochter kannst wenn möglich mal Ahnenforschung betreiben: vlt war der vater im Umgang ähnlic`h? Erziehung macht sehr viel, aber lange nicht alles.