Autor Thema: Hengste, Zäune und Haltung  (Gelesen 15824 mal)

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Offline Biggi77Topic starter

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Hengste, Zäune und Haltung
« am: 09.06.05, 17:51 »
Hallo Mädels, habe ein Problem, und finde keine Lösung!!

Besitze einen 8-jährigen Lettenhengst, er ist sehr sehr lieb. Habe jetzt mit unserem Vereinsvorstand geklärt, dass er auch auf die Weiden darf. Ich mache das grundsätzlich abends, wenn keine Stuten mehr unten stehen. Er war sogar schon gemainsam mit einem Vereins-Wallach auf einer Weide und das klappt sehr gut! Problem: Es gibt eine wirklich miese Person bei uns im Stall, die statt Kindern zwei Pferde und ein Shetty hat, dreimal am Tag kommt (vor dem Schaffen, in der MiPau und abends) und echt nur für ihre Gäule lebt. Und diese Person macht jetzt Wallung, dass der Hengst nicht raus darf! Die anderen Miteinsteller befürworten auch, dass mein Grindeks rausdarf.

Diese Person hat jetzt gesagt, dass in Ihren Haftpflichtunterlagen steht, dass eine bestimmte Art edr Umzäunung bei Hengsten Vorschrift sei. Mein armes Pferd darf jetzt bis zur KLärung nicht mehr raus. Gaaaanz toll!!!!!! Ich habe mir jetzt von meiner Versicherung schriftlich bestätigen lassen, dass es für die Deckung der Versicherung egal sei, wie hoch die Zäune wären, die zahlen und das steht auch so überall im Internet.

Aber: Es gibt glaube ich tatsächlich solche Vorschriften, irgendwas mit "maximal 10 cm niedriger als Widerrist. Aber meine Versicherung zahlt doch trotzdem. Oder ist dann der Stallbesitzer haftbar zu  machen, wenn der Zaun niht hoch genug ist?

Die ganze Aktion ist eh eine gemeine Farce!!! Grindeks geht nur abends raus und meistens allein. Die Gesamtweidenanlage ist 1,70 hoch eingezäunt, er nur 1,68 groß. o.k., die inneren Abtrennungen der einzelnen Weiden sind nur ca. 1,00 m hohe Bandlitze einreihig. Aber, wenn er doch ganz allein unten ist und ganz außen rum 1´,70????

Würde gern mal hören, was ihr dazu sagt.!!!

Offline Dana

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #1 am: 09.06.05, 19:56 »
Zu diesem Thema recherchiere ich auch schon seit längerem, weil in der Nähe unserer Weiden ein Hengst steht, der leider schonmal ausgebrochen ist und unsere Stuten beglücken wollte. Das konnten wir im letzten Moment noch verhindern. Die Besitzerin hält ihn in einem Zaun, der nicht angemessen sicher ist. Aber weder Mahnungen noch das Ordnungsamt konnten sie dazu bewegen, daran was zu ändern.
Inzwischen habe ich auch Richtlinien gefunden, ich glaube auf der Seite der FN (müßte nochmal nachsehen), aber auch in der einen oder anderen Pferdezeitschrift.
Demnach ist es so, daß bei Hengsthaltung der Zaun mind. Widerristhöhe des größten Pferdes haben sollte, besser noch plus 10 cm und mit mind. 3-fach E-Band gespannt oder eine andere solide Konstruktion. Das dient der Sicherheit, daß er nicht in die offene Landschaft ausbüxen kann und dort möglicherweise einen Unfall verursacht, bei dem Menschen zu Schaden kommen.
Ein Innenzaun mit ca. 1 m Höhe verhindert aber u.U. nicht, daß er auf benachbarte Stücke innerhalb des Außenzauns ausbricht und dort ggf. andere Pferde drangsaliert oder Stuten deckt. Ich glaube, das ist eher die Sorge der anderen Person.
Ich würde an Deiner Stelle mal mit dem SB besprechen, ob Du nicht ein Stück direkt am Außenzaun bekommst und man den Zaun zu anderen Weidestücken hin mit hohen E-Zaun Steckpfählen zusätzlich besser abgrenzt, damit der Hengst in seinem Bereich bleibt.
Gruß, Dana

Offline Dana

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #2 am: 09.06.05, 20:02 »
Noch was: verbindliche Vorschriften gibt es in der Tat nicht. Wenn Du also schriftlich von Deiner Versicherung hast, daß sie im Schadensfall haftet, bist Du eigentlich abgesichert und der SB auch. Trotzdem würde ich Dir raten, um des lieben Friedens willen einen höheren Steckzaun zu den angrenzenden Stücken aufzustellen, mit mind. 2 Reihen E-Band und richtig Suppe auf den Zaun zu geben. Vielleicht bietest Du an, die Pfähle und E-Band selbst zu kaufen, falls der SB zögert. Dem Pferd zuliebe wäre es mir das wert.
Gruß, Dana

Offline Biggi77Topic starter

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #3 am: 09.06.05, 23:54 »
Jo, das Problem ist aber in  der Tat nicht, dass er anderer Leute Stuten bedeckt, verstehe ja durchaus deren Bedenken, aber er kommt ja überhaupt niemals zur gleichen Zeit raus wie die Stuten dieser Person. Er ist entweder ganz alleine draußen, oder mal zusammen auf einer Weide mit dem Volti-Wallach mit dem er sich prima versteht und deren Besitzer (der Verein) das alles ganz toll findet ("oh wie süß die Zwei...")

Es macht mir eben jemand (eine einzige Person) ein Problem, obwohl ich ihn echt nur runter stelle, wenn die Pferde dieser Person gar nicht drauf sind. Bin seit 10 Jahren in diesem Stall, aber das ist reine Drangsalierung!!!

Die Stuten stehen in der Box und mein Pferd alleine auf der Weide, die in ihrer Gesamtheit 1,70 hoch eingezäunt ist.

Verstehe ja, wenn die Leute Angst haben, aber in der Halle ist er das coolste und gelassenste Pferd überhaupt, da hat keiner Schiß, aber er darf nicht alleine auf die Weide, (ALLEINE!!!!!!!!!!) einfach aus Prinzip!!! Das ist totale verarsche!!!! ALLEINE!! Und in der Halle kann er mir net ausbüxen???  Das geht so weit, dass ich bald den Stall wechsel. Habe neimandem was getan, komme extra an meien Pferefreien Tagen (wo meine Mädels ihn morgens reiten) um ihm nochmal ne Stunde Koppel zu geben und werde gier so mies behandelt, das kann doch gar nez sein!!!

Er hat noch nicht mal Hufeisen!!!

Offline Eyreen

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #4 am: 10.06.05, 08:02 »
Da ich selbst Hengshalterin bin hatte ich das Problem im Reitstall ebenfalls und habe mich, nachdem ich im Herbst Stall gebaut habe, auch eingelesen welche Vorschriften es diesbezüglich gibt. Fakt ist, dass ich im Österreichischen Gesetz keine Vorschrift bezüglich Zaunhöhe finden konnte. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Tiere (generell!) ordnungsgemäß zu verwahren sind (also auch die Stuten bitte!!). Bei einem Hengst wird jedenfalls empfohlen dass es sich um 3 Elektrobänder oder Holzzaun in Kombination mit E-Bändern handelt, die Höhe ist dem jeweiligen Pferd anzupassen. Für einen Noriker braucht man wohl nicht wirklich Widerristhöhe, da er kaum drüber springen wird, sondern eher stabiles Holz. Ein Springpferd braucht einen dementsprechend höheren Zaun seinem Springvermögen angepaßt. Mein Hengst ist Stkm. 1,60, meine Zäune sind 1,50 hoch (Fix Holzzaun + E-Bänder). Da sagt im Schadensfall sicher keine Versicherung was dagegen.

Zu dem Thema der idiotischen Verhaltensweise der Leute kann ich viel beisteuern. Die sind so. Zum einen ist es nicht nur Angst, es ist auch vor allem meist der Neid "Warum darfst/musst DU einen Hengst haben, wir haben ja auch keinen". Mein Hengst war generell das bravste Pferd im Stall und ich hatte fast nur Weiden mit 1 m (!!!!) Zaunhöhe, bestehend aus den niedrigen Plastikstehern + 10mm Elektroband, meist ohne Strom (die Stuten waren auf so desolaten und absolut nicht ernst zu nehmenden Koppeln dass ich in Dauerangst lebte dass die wieder irgendwo ausbrechen.. aber keiner tat was dagegen und machte mal anständige Zäune!!). Aber mein Hengst blieb lammfromm, auch wenn Pferde vorbeigeritten kamen. Die Koppel grenzte sogar direkt an den Sandplatz und dort wurde Unterricht abgehalten mit meinem Hengst daneben. Trotzdem hieß es, er darf nicht raus wenn ich nicht da bin und dabeisitze (weil es könnten irgendwo am Stall Stuten rausbrechen und zu ihm reinrennen und dann wäre ja ich schuld weil er nicht kastriert ist. Wieso sollten denn auch die Stuten schuld sein *kotz* wenn sie ausbrechen. Bald durfte er gar nimmer raus wenn nur irgendwo am Gelände eine Stute war, weil die eben ständig wo auskamen. Aber Zäune machen war nicht...).

Darauf kannst Du Dich ev. einstellen: als Hengsthalter wirst Du gepiesakt und Du und vor allem Dein Pferd werden extrem benachteiligt und eingeschränkt werden um Dich mit allen Mitteln dazu zu kriegen, das liebe Tier kastrieren zu müssen. Man setzt Dich und Dein Pferd damit unter Druck und will Dich zum Kastrieren zwingen. Die Hengste werden so weit eingeschränkt (keine Koppel!! um Gottes willen!! und blos keinen Wallach als Kumpel dazu obwohl sie sich verstehen.. und wenn alle Pferde ausm Stall gehen bleibt Hengst natürlich alleine zurück und muss Tag um Tag die Wände anschauen) dass sie unter fehlenden Sozialkontakten etc. leiden und ev. anfangen zu spinnen (verständlicherweise) und dann wird mit dem Finger auf Dich gezeitg und gesagt "jaja, das geschieht Dir recht, was hast auch einen Hengst zu halten". Und wenn er dann kastriert wird kannst Du Dir tagtäglich die "Ätschibätsch-Blicke" ansehen und das hämische und schadenfrohe Grinsen dass sie es doch endlich geschafft haben.

Wenn es in Deinem Fall nur 1 Person ist und der Rest, bzw. vor allem der SB, hinter Dir steht, hast Du Glück. Schlimm wirds wenn die anderen Einsteller aufgehetzt werden und der SB irgendwann ebenfalls. Das kann Dir spätestens passieren, wenns mal zu einem Koppelunfall kommt, obwohl Dein Hengst oft gar nix dazu kann. Sprich irgendwo kommt eine Stute aus und rennt zu Deinem Hengst rein. Wenn Du dann nicht nen super SB hast der hinter Dir steht, kanns verdammt mies werden. Es ist einfach schwierig Ställe zu finden, wo man mit Hengsten umzugehen weiss und diese Willkommen sind. Ev. schon zeitig genug und immer wieder mal kucken, obs nicht irgendwo einen Stall mit Hengsthaltung gibt (ich hab selber Stall gebaut und mir kommt keine Stute ins Haus!)
« Letzte Änderung: 10.06.05, 08:04 von Eyreen »
Das Glück der Pferde ist de Reiter auf der Erde :D Geh doch mal spazieren...

Online carola

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #5 am: 10.06.05, 08:48 »
Ruf mal bei der LVM an, die haben ganz toll gemachte Broschüren über Weidezaunhöhen. Das sind sicher auch nur Empfehlungen, nur haben die in der Regel schon eine fundierte Grundlage (bereits ergangene Rechtsprechung und ähnliches). Dazu ist alles gut erläutert, so dass auch die SB das verstehen.
Wenn die eigene Haftpflicht zahlt (die immer zahlen muss, auch wenn der Zaun nur 90 Zentimeter hoch ist), heißt das noch lange nicht, dass sie sich das Geld nicht beim SB bzw. dessen Betriebsversicherung zurück holt. Ich habe die LVM-Broschüren meinem SB mal hingelegt, da bei uns die Pferde auf abgegraste Kuhweiden kommen und die Zäune dem Springvermögen der Kühe entsprechen. Wenn die da mal ausbüxen (sind Gott sei Dank alles keine Ausbrecher, aber immerhin sind zwei WB dabei, denen der Zaun nicht einmal bis Brusthöhe geht), dann haftet er wohl mit. Hat zwar zaun-technisch nichts gebracht, aber zumindest hat er voller Panik seine Versicherung befragt, ob die im Falle eines Falles zahlen (tun sie).
Wie ist denn das sonst mit Euren Zäunen, Biggi, sind die denn auch shettygerecht? Nicht, dass das Shetty von dem Meckerpott da drunter durchkommt!! Shettys brauchen auch extra Zäune. Und wenn so ein Shetty vor ein Auto läuft - nicht auszudenken!!!! Ganz zu schweigen davon, dass das Shetty auch zielsicher eine Futterkammer ausräubern könnte und der SB dann für die Kolik-Kosten aufkommen muss. Bring die Trine zum Schweigen!
Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!

Offline Biggi77Topic starter

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #6 am: 10.06.05, 13:46 »
Danke schon mal für Eure ausführlichen Antworten.

Ich habe jetzt einen Brief an den Vorstand geschrieben, in dem ich die Fakten Darstelle und feststelle, dass die Zaunhöhe innerhalb der Gesamtumzäunung für kein Pferd ausreichend ist und dass auch für die Pferde der bösen Meckerfrau daher aus Sicherheitsgründen bis zur Klärung gesperrt werden soll.  >:(

Außerdem habe ich festgestellt, dass die täglichen Weidezeiten von 1,5 Stunden pro Pferd von der Meckertante täglich um mehrere Stunden überschritten wird.

Drittens soll der Vorstand sich mal mit der Frage beschäftigen, wen um Gottes-Willen der Hengst auf der Weideanlage, die insgesamt ja mit 1,70 Holz plus E-Band umzäunt ist, denn verletzten soll, wenn er doch alleine da ist? Geisterpferde???  ???

We will see, wenn die Tussi auf die Barrikaden geht, dann mach ich das halt auch! Sie hat sowieso im Moment allgemein Streit mit dem Vorstand und hat angedroht (uiuiui jetzt haben alle Angst...) zu gehen!!

Offline Eyreen

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Re: Zaunhöhe der Hengstweide
« Antwort #7 am: 13.06.05, 11:29 »
Gut geschrieben :-) soll sie doch in ihr selbst gebuddeltes Loch fallen  ;D
Das Glück der Pferde ist de Reiter auf der Erde :D Geh doch mal spazieren...

Offline Luise

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Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #8 am: 06.04.08, 22:41 »
Hallo zusammen,
bin neu hier und habe direkt schon ein Problem.
Wir haben für unsere beiden Ponystuten vor drei Jahren eine Wiese gepachtet. Den Zaun um die Wiese haben wir selbst gezogen. Vor einigen Wochen haben wir festgestellt das um die Nachbarwiese (anderer Eigentümer) auch ein Zaun gezogen wurde. Um anscheinend Kosten zu sparen hat er den Teil der an unseren Zaun grenzt nicht wirklich eingezäunt. An einem Stück hat er (was ich noch dreister finde) ohne zu fragen die Isolatoren in unsere Zaunpfähle gedreht und eine Litze ca. 15 cm über den Boden gespannt. Nachdem mein Lebensgefährte ihn darauf angesprochen hat wissen wir jetzt das auf der Wiese  zwei Haflingerhengste stehen.
Ich bin der Meinung das es nicht gut gehen wird wenn zwei Hengste auf einer Wiese direkt neben zwei Stuten stehen. Die Natur dürfte stärker sein als jeder Elektrozaun. Wie kriege ich unseren neuen Nachbarn jetzt dazu seine Weide (wenn überhaupt Möglich) sicher einzuzäunen bzw. sich eine andere Wiese zu suchen? Ich bin nicht Streitsüchtig, möchte aber auch nicht das unsere Stuten gedeckt werden.
Wir haben ihm schon gesagt das es nicht gut geht aber die Antwort war das die Hengste ja erst ein Jahr alt wären.
Muß ich erst warten bis etwas passiert? Meiner Meinung nach hat er dafür zu sorgen das da nichts passieren kann.

Ich würde mich freuen wenn mir jemand weiter helfen könnte.

Gruß
Carmen

Offline Billy

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Re: Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #9 am: 07.04.08, 11:04 »
Erstaunlicherweise wird die "Wildheit" der Hengste meistens total überbewertet. Rossige Stuten sind viel schlimmer als Hengste.

Die Fälle, die ich kenne, wo es zu einer unerwünschten Bedeckung kam, lagen sämtlich so, dass die hochrossigen Stuten den zaun (auch stabile Holzzäune!) zerrissen/zertrümmert haben, um zum Hengst zu kommen...

Das mit dem Zaunpfahl mitbenutzen ist in dieser Form eigentlich sogar üblich. Kenne ich eigentlich nur so, dass nur einmal Pfähle gesetzt werden und dieser dann von beiden Seiten genutzt wird. Kommt letztlich aber sicherlich immer auch ein wenig drauf an, wie der Pfahl an sich tatsächlich geschaffen ist (gibt ja auch so dünne Teile, an denen besser nur eine Litze hängt ;-)).

Sprecht mit dem Menschen noch mal. Bittet ihn doch einfach, einen Zaun im Abstand von ca. 1-1,5 m zu ziehen, damit die Pferde keinen direkten Kontakt haben. Außerdem hätte man dann auch gleich zwei Zäune, die den Abstand zwischen den Pferden halten.
Und notfalls könnt ihr so einen Abstandshalter auch auf eurer Seite ziehen. Mir wäre es die Sicherheit im Zweifelsfalle wert...

Vermutlich hat der andere aber recht und es wird mit den Jährlingen nichts passieren.

Bei uns laufen die Jährlingshengste auch mit auf einer Weide, die nur durch einen einfachen e-Zaun von der anderen Gruppe getrennt wird. Bzw. auf der nachbarweide stehen andere Pferde. Da ist noch nie was passiert. Solange der Strom immer kontrolliert wird und halt gut da ist, mache ich mir auch in diesem jahr keine Sorgen um mein Hengstchen...  ;-)
CU ... on GentleHorses  ;)

Offline Lucie

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Re: Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #10 am: 07.04.08, 15:32 »
Ich würde dir auch raten auf deiner Koppel noch einen zusätzlichen Zaun zu ziehen. Vielleicht kann man sich auch mit dem Hengstbesitzer einigen, das jeder einen zusätzlichen Zaun zieht? Dann muss keiner so ganz viel von der Koppelfläche abgeben.

Die Kleinen sind ja erst ein Jahr alt - da dürfte wahrscheinlich wirklich noch nicht viel passieren. Aber wer weiß was nächstes Jahr ist - da sind die dann schon 2.

Ich kann deine Bedenken aber verstehen. Wir hatten letztes Jahr das gleiche Szenario, da zwischen unserer Koppel und unserem Stall noch eine weitere Koppel liegt, auf der zwei (Deck)Hengste standen. Das gab einige schlaflose Nächte, vor allem da der Hengstbesitzer zu Zäunen eine andere Einstellung hat als wir (1-reihig Litze in 1,40 Höhe reicht völlig). Die Hengste haben aber ihren Zaun gut akzeptiert - und wir hatten hauptsächlich mit "Lärmbelästigung" zu kämpfen, da die Kerle ständig los kreischten, wenn eine der Stuten mit nem Ohr zuckte. Meine Stute war da eher schon ein Problem. Die hing bei uns am Stall fast im Holzzaun (obwohl der Hengstbesitzer zu unserem Zaun 1m Abstand hatte) - von daher gebe ich Billy recht. Wir haben dann auch noch einen zusätlichen Zaun mit richtig Strom drauf gezogen und gut wars.

Rechtlich kann man da, denke ich, nix machen. Jeder hat ja das Recht eine Koppel zu pachten und Pferde drauf zu stellen (gleich welchen Geschlechts). Und solange sein Zaun i.O. ist und die Pferde nicht abhauen...

Offline Monnef0805

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Re: Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #11 am: 07.04.08, 15:47 »
Ich weiß nicht wie es bei Euch geregelt ist aber in Rheinland Pfalz ist es meines Wissen nach so das zwischen zwei eingezäunten landwirtschaftlichen Grundstücken jeder 50 cm von der Grenze zurück bleiben muss. Ist nur ein Stück eingezäunt darf der andere bei Ackerbetrieb direkt an die Grenze. Les doch mal nach ob das noch so ist.

Ansonsten schließe ich mich den anderen an. Versuche mit dem Nachbarn zu reden. Vielleicht sieht er auch ein das er seinen Hengsten evtl auch unnötig viel Streß zu mutet, Deinen auch.

Offline Luise

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Re: Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #12 am: 07.04.08, 20:47 »
Wenn man berücksichtigt das er auf seiner Seite nur eine Litze in 20 cm Höhe gezogen hat und sich ansonsten völlig auf unsere Einzäunung verlässt dürfte die Idee, das er einen weiteren Zaun zieht gut sein, aber ich denke nicht das er sie umsetzen würde. Ich werde jetzt erstmal abwarten ob er wenigstens etwas höher noch eine weitere Litze zieht, nachdem mein Freund ihm gesagt hat das auf unserem Zaun nur Strom ist wenn die Pferde draussen sind. Zur Zeit ist diese Seite ohne Strom, da die Weide erst gedüngt wurde und unsere Stuten noch nicht drauf dürfen.
Vielleicht sehe ich das auch so eng weil ich es erlebt hat das bei einer Bekannten ein einjähriger Ponyhengst eine ca. 50 cm größere Stute gedeckt hat. Damals hieß es auch der ist ja noch jung und von der Größe her geht das auch nicht!
Also werde ich wohl erstmal abwarten müssen und im Notfall verbringen unsere Stuten den Sommer halt im Stall >:(
Gruß
Carmen

Offline terra

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Re: Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #13 am: 07.04.08, 22:37 »
Wo ist das Teufelchensmiley? ;D

Wenn ihr eure Stuten im Moment eh nicht raus tut, einfach mal kurzzeitig die Litze abmontieren - ist ja schliesslich Eure.....dann müssten die Hengstleute eigentlich auf Euch zukommen ;)

Wir haben einen PRE-Hengst im Stall, superchices aber auch obermachomässiges und unerzogenes Tier (schachtet sogar unterm Reiter aus ::) - auf seiner Nachbarkoppel stehen ganz problemlos eine Stute und ein Wallach.

Offline Monnef0805

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Re: Hengste auf Nachbarwiese von Stuten
« Antwort #14 am: 08.04.08, 11:40 »
Ladet ihn auf ein Gläschen Wein ein und versucht eine Lösung zu finden die Euch beiden gerecht wird und beide Seiten zufrieden stellt.
Das Eure dann im Stall stehen müssen/sollen kann nicht die Lösung sein.