Autor Thema: Muskelerkrankungen/Verschlag (Hohe Leber- und Muskelwerte)  (Gelesen 91973 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Viki

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.844
Yaaba, kann das eine Verwechslung sein? Ich hatte bei meinen Pferden diesbezüglich noch keine Probleme. Meinst du vielleicht Dana?

Offline Dana

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 276
  • Geschlecht: Weiblich
    • www.mk-arabians.de
Nee, ich war das auch nicht. Ich verweise immer nur auf die Hufrehe-Foren, wo es zu all diesen Krankheitenl unheimlich viel an Infos, Fachliteratur und Erfahrungsberichten gibt. Die sind sehr aufschlußreich und helfen einem schon weiter, wenn man mit seinem Latein am Ende ist - oder der Tierarzt..
Gruß, Dana

Offline Mörtel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 28
in welcher Richtung muss man wohl forschen, wenn das Pferd konsequent zu hohe Muskelwerte hat?
Kennt ihr Anhaltspunkte?  ??? Die Werte sind konsequent 1- 4fach erhöht, aber niemals über 1000 oder sowas.
Gruß an alle

Offline Paule

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 80
  • Geschlecht: Weiblich
Schwierige Frage.
Habe bei meinem Zausel im Sommer eher zufällig festgestellt, dass er leichtverdauliche Kohlenhydrate wohl nicht mehr gut verträgt. Er hat auch seit Jahren Porbleme mit Muskelverspannungen. Der CK war auch deutlich erhöht, aber eben nicht so hoch wie bei den Kreuzverschlagsgeschichten.
Die THP meinte, dass die Verdauungsprobleme mit Sicherheit zu Bauchschmerzen führen und diese wahrscheinlich auch einen großen Teil zu seinen Muskelproblemen beitragen, da er sich dann wegen dem Bauchweh ständig verspannt.
Nach der Futterumstellung ist meiner tatsächlich viel lockerer geworden.

Ist also leider ein sehr weites Feld.


Offline Mörtel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 28
von was - auf - was ist er umgestellt worden, Paule? Futtermäßig.

Offline Viki

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.844
Toxine z.B. aus mäßigem Heu, Stroh oder Hafer / Müsli können die Leberwerte erhöhen - was meinst du mit "konsequent zu hoch"?

Offline Paule

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 80
  • Geschlecht: Weiblich
@Mörtel
ich gebe ihm jetzt kein Getreide, Zucker(Melasse), trocken Brot mehr (ok, so 1-2 Scheiben/Brötchen im Monat  ;) ). Fertigfutter ist halt komplett "verboten" für ihn.
Da er als gerittener Senior so ganz allein mit Heu und Mineralfutter nicht auskommt, bekommt er jetzt BW-Hefe (Bierhefe auf Weizenkleie),Mineralfutter, Salz und Öl in aufgeweichten Heucobs. Das ganze mit der Futtertabelle von Kalle aus diesem Forum ausgerechnet, damit ich keinen größeren Mangel produzier.
Das Futter habe ich vor 2 Monaten auf diese Mischung umgestellt, bis jetzt sieht das alles gut aus. Beim nächsten Impftermin will ich dann auch noch mal ein Blutbild machen lassen, ob da alles im grünen Bereich ist.

Offline Mörtel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 28
Viyky ich sprach von erhöhten Muskelwerten , nicht Leber. Und konsequent bedeuted: immer, bei jeder messung etwas, mal mehr, mal weniger aber immer unter 1000. Also nichts akut Verschlagtechnisches.

@Paule, das heißt ähnlich wie PSSM Fütterung?

lg

Offline Paule

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 80
  • Geschlecht: Weiblich
@Mörtel
ja, ganau die Richtung PSSm bzw. EMS (wobei die ja mit mit dem Öl sparsam sein sollen). Wobei seine Werte für PSSM zu niedrig sind. Ist wohl eher ein Zufall, dass seine Verdauungsprobleme auf den gleichen Futterinhaltsstoffen beruhen, bzw. ich habe auch gelesen, dass Pferde im Alter eine Kohlenhydratunverträglichkeit entwickeln können.

Falls ich in die Verlegenheit komme, dass ich sein Futter nicht mehr selber anrühren kann, habe ich immerhin die Chance, auf entsprechende Fertigfutter umzusteigen. Das teste ich im moment aber nicht, da ich sein Futter so oder so vorbereite und dann stört es mich nicht, wenn ich ein paar Sachen zusammen rühre.

Offline Trailcrack

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 182
  • Geschlecht: Weiblich
  • Turnierzicke!!
Was ist für dich entsprechendes Fertigfutter?
Habe ein  Problem mit meinem 20 jähr. Wallach.
Nachdem vor ca. 4 Wochen das diagnostiziert wurde:
Gamma GT 89 U/l
GLDH        35
GOT          370
und es ihm da ziemlich schlecht ging, hatte er nach 14
 Tagen nach THP  Therapie und Futterumstellung auf
Metadiät , Mariendistel und Artischocke, ein ziemliches
Hoch, und ich dachte es geht wieder aufwärts... :-\
Jetzt ist er wieder super matt, ist kaum zum Spaziergang
zu bewegen und auch sonst eher schlapp.
Was mich am meisten iritiert ist, dass er massiv abgenommen
hat. Er ist sonst eher der Typ anschauen und dick werden.
Weiss auch nicht mehr was ich jetzt machen soll.
Vorallem ist er extrem wählerisch. D.h. das Equibol Aufbau-
und Appetitanregerfutter von der THP frisst er nicht.
Sind nur 5 g täglich, Nix zu machen. Verweigert sogar Mash
damit ::)

Offline Paule

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 80
  • Geschlecht: Weiblich
oha, das hört sich ja nicht gut an, verglichen mit meinen Problemchen.

Ich wollte hier nicht so die Schleichwerbung machen, aber wenn, dann würde ich wohl das Muscle Protect von der Scharnebecker Mühle ausprobieren. Nach allem, was ich mir so über die Futtermittel angelesen habe, scheint mir das noch am besten zu passen und den niedristen Stärke- und Zuckeranteil zu haben.

Das Futter bringt die Energie über den Fett- bzw. Ölanteil. Allerdings muss ich ja im moment auch schon die Energie über Öl zuführen, und dass kann wohl auch die Leber belasten. Deshalb wollte ich dann beim nächsten Impfen zur Kontrolle ein grosses Blutbild machen. Wenn dann die Leberwerte OK sind, bleibt das als alternatives Fertigfutter auf meiner persönlichen Liste.

Ansonsten gibt es (zumindest in meinen Fall) noch die Möglichkeit mit den unmelassierten Rübenschnitzeln. Die haben unter 5% Zuckeranteil. Und da Pferde die Gerüststoffe der Rüschnis verdauen können, sollen die auch eine erhelbliche Energiemenge liefern. Da erfolgt die Verdauung hauptsächlich im Dickdarm und ist damit wohl ähnlich wie beim Heu. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Rüschnis als Futtermittel die Leber auch nicht so stark beanspruchen.

Offline Viki

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.844
Viyky ich sprach von erhöhten Muskelwerten , nicht Leber. Und konsequent bedeuted: immer, bei jeder messung etwas, mal mehr, mal weniger aber immer unter 1000. Also nichts akut Verschlagtechnisches.

also CK und LDH erhöht?

Hast du irgendwas geändert (Training verschärft oder...)? Und was macht das Pferd?

Hast du schon mal Vit.E+Selen-Kur gemacht? Löst das Problem nicht, aber kann unterstützen....

Offline Mörtel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 28
jo..ck + ldh

Vit E+ Selen Kur letztes Jahr hatte die Werte verschärft..zumindest den Leberwert, der immer weiter stieg.
Der war im Sommer wieder unten, aber ck + Ldh blieben bei jeder Blutentnahmen zumindest einer von beiden über normal.

Überdosis selen führt ratzfatz zu Vergiftungserscheinungen, steht sogar auf jeder Dose drauf, ist also vorsicht geboten, wenn gar kein mangel vorliegt.

Kann es wohl sein, dass die Muskelwerte steigen, wenn das Pferd sich aufregt bei der Blutentnahme und anspannt? Habe dazu schon gegensätzl. Aussagen gehört, mal j mal nein

Stimmt es, dass es ( ständig leicht erhöhte Muskelwerte) ein Anzeichen von einem Schmerz im Körpr sein kann?

Oder es ist ein körpereigener Wert, der so zum "Charakter" des individuellen Pferdes gehört, dass er leicht hochschnellt???

Liebe Grüße

äh...wie war das mit dem Muscle protekt...für EMS Pferde geeignet oder nicht??? Der hersteller empfiehlt es ja speziell auch für Rehepferde - mein TA war diesbezügl. auch ohne Rehe skeptisch wegen dem Öl bei leichtfuttrigen Pferden mit zeitweiser Leberproblematik

« Letzte Änderung: 14.12.06, 22:05 von Mörtel »

Offline Paule

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 80
  • Geschlecht: Weiblich
Also das Muscle Protect würde ich nur als Futter bei PSSM sehen.
Der Kommentar mit dem EMS ist bei mir eigentlich nur mit reingerutscht, weil ich da im Hufrehe-Forum ganz viel gelesen habe, was ich halt so an stärkearmen Futtermittel-Möglichkeiten für meinen Kandidaten habe.
Da meiner nach bisheriger Ermittlung kein EMS oder Cushing hat, nehme ich jetzt erstmal Öl als Energieträger.

Offline Viki

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.844
Kann es wohl sein, dass die Muskelwerte steigen, wenn das Pferd sich aufregt bei der Blutentnahme und anspannt? Habe dazu schon gegensätzl. Aussagen gehört, mal j mal nein

Stimmt es, dass es ( ständig leicht erhöhte Muskelwerte) ein Anzeichen von einem Schmerz im Körpr sein kann?

Oder es ist ein körpereigener Wert, der so zum "Charakter" des individuellen Pferdes gehört, dass er leicht hochschnellt???

CK ist auf jeden Fall (auch) ein Stressindikator - sei es durch Blutentanhme oder auch Dauerstress. Bei Schweinen wird der CK-Wert ganz gezielt als Stressanfälligkeitsindikator angesehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass chronische Schmerzen auch eine Rolle spielen können.

Inwieweit individuelle Unterschiede bestehen, weiß ich nicht. Was sagt denn dein TA dazu?

Hast du am Training was verändert? Hast du mit Eindecken schon mal probiert?

Die Vit.E-Se-Kur würde ich sowieso nur in Absprache mit dem TA (und Abstimmung auf Blutbild) machen - aber wenn du das schon durch hast, muss man wohl anders ansetzen. Hat das Pferd überhaupt irgendwelche auffälligen Symptome oder sind es "nur" die Blutwerte, die dich beunruhigen?