Autor Thema: OP-Versicherung  (Gelesen 15351 mal)

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Offline Flash Over

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #45 am: 12.02.08, 15:52 »
Ich habe für beide Pferde eine OP Versicherung... bei mir hat sich das schon mehrfach gelohnt, z.B. letztes Jahr Griffelbeinop 1800,00 €, 1400,00 € wurden innerhalb von 4 Tagen übernommen, der Rest ergibt sich daraus, da mein Pferd 10 Tage in der Klinik war...

Offline George

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #46 am: 12.02.08, 16:10 »
Hm. Ich hatte für mein Pferd auch eine OP-Versicherung, die dann natürlich die Hufkrebsgeschichte nicht bezahlt hat - und das waren ein paar Tausend Euro insgesamt das ganze Jahr. Was ja auch immense Kosten verursachen kann, sind die ganzen Nebensächlichkeiten wie Verbandsmaterial, Medikamente.. Was ich ein Geld für Apotheke und Baumarkt (Tape) ausgegeben habe....*öhrgs*
Klar, das bekommt man von niemandem zurück das Geld, aber ich habe mir vorgenommen mein nächstes eigenes Pferd ist unter 11 Jahre alt, damit ich es nicht nur OP- sondern richtig Krankenversichern kann - da erhält man doch soweit ich weiß sogar anteilig die Wurmkuren zuürck? Habe mich aber noch nicht ernsthaft mit den Konditionen hierfür auseinander gesetzt. Irgendwie schwurbelt da was von um die 60 Euro im Monat in meinem Kopf? Die OP Versicherung kostet ja nur einen Bruchteil.
Aber die 60,-- Euro müssten halt lange gespart werden, damit sich da was ansammelt. Und das Risko würde ich nicht nochmal eingehen wollen (gebranntes Kind scheut das Feuer...)
lieben Gruss
George
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Nur weil ich nie am Nordpol war, weiß ich doch trotzdem das es dort kalt ist...

Nearly95

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #47 am: 14.02.08, 11:14 »
Nehmen wir die einfachste Rechnung:

Aufgerundet 10 Euro Monatsbeitrag für OP-Versicherung.

Auf durchschnittlich 20 Jahre umgerechnet macht das eine Gesamtbeitragszahlung von € 2.400,00 aus.

Hat mein Pferd in den 20 Jahren keine OP-Versicherung benötigt, sind € 2.400,00 zzgl. Verzinsung, die auf einem Sparbuch erfolgt wäre, in den Wind geschossen.

Hat mein Pferd in den 20 Jahren eine OP gehabt (beispielsweise die 1.800,00, von denen von der Versicherung 1400 übernommen wurden), so habe ich im Schnitt „nur“ 1000 Euro zzgl. Verzinsung in den Wind geschossen.

Hat mein Pferd mehr als eine OP in den 20 Jahren gehabt, hat sich die OP-Versicherung ausgezahlt, VORAUSGESETZT dies waren alles OP´s, die von der Versicherung bezahlt wurden.

Den Risiko-Faktor von mehreren OP´s an einem Pferd in 20 Jahren halte ich allerdings für eher gering.

Insgesamt betrachtet halte ich persönlich den Risikofaktor von mehreren OP´s für relativ gering, die Wahrscheinlichkeit von Streitereien mit der Versicherung über Eintrittspflicht hingegen relativ hoch.

Mich persönlich hat ein Fall einer Stallkollegin noch dazu abgeschreckt, die eine OP-Versicherung abgeschlossen hatte, ihr Wallach in der Früh eine Kolik bekam und von der TA sofort in die Klinik eingewiesen wurde, dort wurde er sofort in Narkose aufgeschnitten und prompt eingeschläfert, da der Darm schon über mehrere Meter abgestorben war und der Wallach nicht mehr zu retten war. Die OP-Versicherung ist in diesem Fall nicht eingetreten mit der Begründung, die OP sei überflüssig geworden, da das Pferd schon im Stall festlag. Es hätte dort gleich erlöst werden können und man sich somit die OP hätte sparen können.....

Welches Risiko jeder einzelne für sich eingehen mag, ist jedem selbst überlassen. Man kann nur abwägen und sich für irgendwas entscheiden.

Offline McFlower

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #48 am: 14.02.08, 12:40 »
Statistisch gesehen schießt man mit jeder Versicherung Geld in den Wind. Sonst würde das ganze Konzept nicht funktionieren - auch Versicherungen müssen ihre Angestellten bezahlen und möchten auch noch Gewinn machen.

Eine Versicherung abzuschließen, mit der Idee, dabei in irgendeiner Form "günstiger wegzukommen", ist deshalb irgendwie Quatsch. Jede Versicherung kann nur sinnvoll sein, um ein finanzielles Risiko abzudecken, dass man selbst aus eigener Tasche nicht abdecken kann oder will.

Bei Haftpflichtversicherungen ist das irgendwie klar, niemand kann Schäden in Millionenhöhe aus seiner Kasse bezahlen. Aber über OP-Versicherung für´s Pferd, Vollkasko-Versicherung für´s Auto und ähnliches muss man eben im Einzelfall genau drüber nachdenken.
Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird. (Gimli - Die Gefährten)

Offline traber79

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #49 am: 14.02.08, 12:46 »
Stimmt wohl.

Nu ist mein Pferd ja auch keine 5 mehr, ich überlege halt immer noch, tendiere aber schon bald eher dazu einfach wie bisher weiter Geld an die Seite zu legen.

Flower,
gerade bei solchen Versicherungen hast du sicherlich Recht, auf manche kann und soll und will man ja nicht verzichten, siehe Haftpflicht.
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Mönchen

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #50 am: 14.02.08, 14:32 »
Die Rechnung ist ja schön, aber ich gebe mal zu bedenken das so mancher Pferdebesitzer immer am Limit lebt und ob man dann immer so eisern seine Reserven unangetastet läßt? Wenn z.B. der Sattel drückt und ein neuer her muß weil der arme Zossen Rückenschmerzen hat. Auserdem weiß man ja nicht wann was passiert, wenn nächstes Jahr eine OP plötzlich ansteht kann nicht jeder mal so eben vielleicht 2000,- Euro aus dem Ärmel schütteln.
Ich fühl  mich mit meiner OP Versicherung auf der Sicheren Seite, bis jetzt hab ich mit der Uelzener noch keine Probleme gehabt und einen Schaden an einem anderen Pferd mit OP haben sie anstandslos und sofort voll bezahlt. Da sie auch hingegen anderen, Gebiß oder Sattellos nicht ausschließen fühle ich mich dort gut aufgehoben, ich hoffe ich brauch sie nie.
Simone

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #51 am: 14.02.08, 21:33 »
Ich fühle mich auch sicherer mit dem Gedanken, daß wenn was ist, ich nicht alles zahlen muß, ich finde, wenn dann eine OP ansteht, entscheidet man sich eher dafür, weil man ja weiß, finanziell ist alles / zuminderst der gößte Batzen abgedeckt, ich hätte damals das Griffelbein nicht unbedingt operieren lassen müssen, er ging nicht lahm, aber mir war dann wohler als das Stück raus war, vielleicht hätte es dann später Probleme gegeben, wenn ich die Versicherung damals vielleicht noch nicht gehabt hätte, hätte ich evtl. anderes entschieden... ich habe es auf jeden Fall nicht bereut , sie abzuschließen, mein Pferd war beim Abschluß 7 Jahre alt...

Offline traber79

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #52 am: 14.02.08, 21:38 »
Mein Pferd ist jetzt 13.
Hm, evtl sollte ich den Antrag hinschicken und erstmal schauen was sie ausschließen wollen.
Sofern das zuviel ist kann ichs auch lassen...
...oder ???
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Offline donau

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #53 am: 15.02.08, 14:44 »
also, ich habe nun ein montagspferd per definition und KEINE OP-versicherung. weil a) wir bis jetzt ohne op auskamen, maximal mit sedierung behandeln mussten, und die tausenden euro dafür niemals eine versicherung gedeckt hätte und b) ich immer einen eiserne reserve von ca. 1500 euro auf einem sparbuch habe, die ich als op geld für´s pferd nicht antaste, auch wenn´s knapp wird. wird natürlich immer mal wieder was zurückgelegt (wenn einen monat keine 200 euro ta anfallen ::) ), damit der betrag steigt. damit habe ich notfälle abgesichert, die eine versicherung auf jeden fall ausschliessen würde (pferd hatte 4-jährig schon gelenksentzündung, und das bein re vo, dass der möglichste op-kandidat wäre, ist damit nicht in der versicherung, ausserdem mehrere große narben von verletzungen am bein, nur oberflächlich, aber trotzdem....).

ich müsste wohl trotz OP-versicherung auch eigene rücklagen bilden, da spar ich mir doch lieber die 120 euro im jahr gleich zu meinen rücklagen dazu. pferd ist mittlerweile fast 10. wie ist das mit krankenversicherungen? gibts das? und was zahlen die?
Wer auf seinem Standpunkt beharrt, darf sich nicht wundern, dass er nicht weiterkommt...

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Offline Ragnarök

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Re: OP-Versicherung
« Antwort #54 am: 19.02.08, 16:33 »
Die Frage ist halt, was führt zu Ausschluss?
TA war wegen Schlundverstopfung schon mal da, ebenso wegen leichter Kolik.
Schließen die dann sofort Kolik-OP aus??

Denn wenn Ausschluss SO schnell geht, dann kann ich mir das auch schenken. ??? ???

Meine Stute hatte im November 2004 eine Sandkolik mit anschließender KolikOP. Im November 2005 hab ich für Stute und Wallach eine OPVersicherung beantragt und natürlich die Vorerkrankungen angegeben. Bei der Stute kam die Klausel "ohne Bauchhöhlen-OP" und beim Wallach "ohne OP bedingt durch COB" Ich hab angerufen und gefragt, ob die Klausel bei der Stute auch irgendwann wegfallen könnte, wenn sie in der nächsten Zeit keine Kolik haben sollte - man teilte mir mit, dass ich in 2 Jahren den Antrag stellen könnte. Im Dezember letztes Jahr hab ich den Antrag auf Aufhebung der Klausel gestellt, einen Fragebogen für meine TÄin bekommen, den ausgefüllt wieder zurück geschickt und heute war in der Post der neue Versicherungsschein ohne die Klausel bei der Stute  :D
Ich würde nachfragen, wann der Ausschluß wegfällt bzw. wann überhaupt einer eintritt!
Wir lieben die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - falls sie das gleiche denken wie wir.
Mark Twain