Autor Thema: Tierschutzwidrig ?  (Gelesen 9854 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Lil-the-Dark

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 79
  • Geschlecht: Weiblich
  • Zottelpony
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #15 am: 29.02.08, 11:02 »
Das ist ja die Krux... einerseits soll man die Pferde artgerecht halten (dazu zählt halt auch ein Unterstand/Schutzhütte, in den sie sich zurückziehen können), andererseits kriegt man solches als Nicht-Landwirt im Außenbereich nicht genehmigt... und sowas im Pferdeland NRW.

Offline diana m.

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 414
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #16 am: 04.03.08, 14:56 »
Zitat
die Jungpferde zeigen bereits ausgeprägte Symptome von Parasitenbefall (d.h. aufgedunsene Büche bei deutlich sichtbaren Rippen).

Oben steht zudem, dass bei den Jungpferden bereits Zeichen von hochgradiger Verwurmung zu sehen sind. Das ist Zuständigkeitsbereich des Vets.

Bei Jungpferden, die in erster Linie Raufutter bekommen, kann man schon mal häufiger einen runden Bauch mit sichtbaren Rippen sehen - das muss nicht zwangsläufig auf eine Verwurmung hindeuten (unsere Jungstute hat das auch und die ist regelmäßig gut entwurmt worden).

Offline thyrie

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 923
  • Geschlecht: Weiblich
    • Pferdeschutz
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #17 am: 04.03.08, 18:48 »
 Meine nicht.
"Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus."  (Gabriel Laub)

Offline snörreTopic starter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #18 am: 05.03.08, 11:20 »
Bei Jungpferden, die in erster Linie Raufutter bekommen, kann man schon mal häufiger einen runden Bauch mit sichtbaren Rippen sehen - das muss nicht zwangsläufig auf eine Verwurmung hindeuten (unsere Jungstute hat das auch und die ist regelmäßig gut entwurmt worden).

Liebe Diana, wenn Deine Jungpferde wie beschrieben aussehen, solltest Du vielleicht Deine Entwurmungspraxis kritisch überdenken. Vielfach sind die Pferde trotz regelmäßiger Wurmkurgabe von Arten befallen, die "herkömmliche" Mittel nicht erreichen, so beispielsweise Bandwürmer, die zudem noch sehr schwierig nachweisbar sind.

Im Übrigen werden die von mir geschilderten Jungpferde mit Rauhfutter m.E. eher unterversorgt, sondern bekommen aus Kostengründen größere Mengen an Rübenschnitzeln.

Offline diana m.

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 414
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #19 am: 05.03.08, 23:30 »
Nö, bei uns ist schon alles in Ordnung.  ;)
Ich wollte nur drauf hinweisen, dass ein dicker Bauch mit durchscheinenden Rippen nicht zwangsläufig auf Verwurmung hinweisen muss.

Offline Sylke

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 12
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #20 am: 15.03.08, 23:25 »
snörre, hast Du denn zwischenzeitlich was unternommen?
Genieße jeden Tag! Sorge dich nicht, was kommen könnte, sonst zahlst du im Voraus Zinsen für Schulden, die du vielleicht niemals machen wirst. (Verfasser unbekannt)

Offline snörreTopic starter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #21 am: 19.05.08, 15:51 »
Oh, sorry, dass ich erst jetzt eine Rückmeldung gebe  :-[

Ja, ich habe den Amtsvet informiert und mich so als Denunziant auch ganz fürchterlich gefühlt. Habe meinen Namen genannt und die Zustände geschildert. Man sagte mir zu, dem Herrn einen Besuch abzustatten, da schon allein Stacheldraht nicht zulässig sei.

Das Alles liegt nun einige Wochen zurück und geändert hat sich ... - ihr werdet`s erraten - NICHTS  :-X

Sollte man das Kreisveterinäramt nun erneut behelligen ? Oder kontrollieren die ihre "Fälle" automatisch ?
Mal wieder ratlos ...

Offline zaino

  • Mein Pferd ist als Pferd eine Katastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5.739
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #22 am: 19.05.08, 18:21 »
So gings mir auch mal mit einem ganz ganz armen Rehe-Pony... habs gemeldet, und was ist passiert, NIX.
Der Fall war echt so schlimm, dass einem die Tränen in die Augen kamen... ich weiss auch nicht was man da täte. In meinem Falle hätte man das Pony rigoros sofort erlösen müssen, das lief nur noch auf Knochen und so Rest-Puschen statt Hufen, raupenartig, Rücken gekrümmt, Hinterteil nachgezogen, im Schneckentempo.  :'(

Offline snörreTopic starter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #23 am: 19.05.08, 22:44 »
Bekam im Freundeskreis auch wiederholt die Rückmeldung, dass das Kreisveterinäramt sicherlich wesentlich gravierendere Fälle zu bearbeiten habe.

Das ist vermutlich richtig, in dem geschilderten Fall besteht ja zumindest keine akute Gefahr für das Leben der Tiere und Schmerzen leiden sie wohl auch nicht.

Also bleibt wohl alles wie gehabt  ???

Offline thyrie

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 923
  • Geschlecht: Weiblich
    • Pferdeschutz
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #24 am: 20.05.08, 06:54 »
Nix da, die MÜSSEN handeln bei sichtbaren Verstössen gegen das TSG. Bleib dran und lass Dich nicht abwimmeln! Amts-Vets haben natürlich viel zu tun, das ist aber keine Ausrede. Meine Amts-Vets haben für sowas trotz Stress hoch elf immer ein offenes Ohr, sind allerdings bis auf einen alle selbst PFerdehalter.
"Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus."  (Gabriel Laub)

Mutziemann

  • Gast
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #25 am: 20.05.08, 18:38 »
Leider machen die vom Vet-Amt erst dann was, wenn die Tiere fast Tod am Boden liegen. Hatte letztes Jahr auch so einen Fall. Die müßen aber raus fahren und sich die Sache ansehen.
Wenn da nichts weiter passiert, ruf mal bitte, beim Kölner Pferdeschutzhof an. Die können vielleicht weitere Tips geben oder bei der Pferderettung.

Offline snörreTopic starter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #26 am: 27.05.08, 18:55 »
Habe telefonisch nachgefragt und man hat mir versichert, dass man dem Herrn einen Besuch abgestattet habe und "Auflagen" ausgesprochen worden sind.
In welcher Hinsicht wollte man mir nicht explizit erläutern, es ist jedoch anzunehmen, dass es sich primär um die Umzäunung handelt.

Meine Frage bezieht sich nun eher darauf, welche Handhabe das VetAmt hat, wenn die "Auflagen" durch den Tierhalter nicht erfüllt werden.
Da ja keine akute lebensbedrohliche Situation für die Tiere vorliegt wird man kaum ein Tierhaltungsverbot durchsetzen.

 ???

Offline thyrie

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 923
  • Geschlecht: Weiblich
    • Pferdeschutz
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #27 am: 28.05.08, 17:14 »
Es wird mit Geldstrafen gearbeitet.
"Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus."  (Gabriel Laub)

Offline Quincycody

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 99
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #28 am: 09.06.08, 19:04 »
Würde auch nicht so schnell aufgeben, hin und wieder mal anrufen und sagen dass sich nix geändert hat. Irgendwann müssen Sie ja mal ne Geldbuße auferlegen, und das hilft bei den alten Bauern wohl am schnellsten (zumindest bei uns in BaWü..) Wenn ich sowas richtig schlimmes sehen würde (Rehepony), würde ich jeden Tag mehrmals da anrufen, zur Not persönlich vorbeigehen, richtig penetrant werden. Zeitungsartikel schreiben. Plakate im Dorf aufhängen. (hilft vllt bei so'nem Bauern auch??). Wasauchimmer. So arme Kreaturen, vom Wegsehen wird nichts besser, und leider können Sie nicht schreien. Nicht das jeder Besitzer eines dünnen Pferdes gleich angeklagt werden sollte, und auch bei so'nem Fall muss es nicht sooo übertrieben werden, aber bei wirklich Notleidenden Tieren würde ich schonmal AN die Grenzen des Legalen schreiten. Und damit, einem Rehepony über ein Jahr lang beim Krepieren zugeschaut zu haben, würde ich mich auch nicht rühmen. Wer sieht und nicht einschreitet hat Mitschuld.

Offline RonjasSchimmel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 8
Re: Tierschutzwidrig ?
« Antwort #29 am: 10.06.08, 07:21 »
Zeitungsartikel schreiben. Plakate im Dorf aufhängen. (hilft vllt bei so'nem Bauern auch??).
Wenn man schon mehrfach das persönliche Gespräch hat sollte man so ein öffentliches Denunzieren lieber unterlassen, denn dem Bauern wird ja recht klar sein, wer hinter Artikel und Flyern steckt.