Autor Thema: Häcksel-Humus auf die Weiden?  (Gelesen 1673 mal)

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Offline liesaTopic starter

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Häcksel-Humus auf die Weiden?
« am: 28.01.08, 14:11 »
Hi,
hoffentlich gibts die Frage nicht schon - habe allerdings nix gefunden :
also, mein Reitplatzboden bestand aus (hauptsächlich) Hartholzhäcksel, mehrmals nachgefüllt, nun bis 12 Jahre alt, sehr matschig, tief  und ziemlich verrottet = unbereitbar :-(
Ich muss also irgendwas Neues auf den Platz kippen und dachte, vielleicht ist dieser Holzhumus mit kleineren Holzstücken drin gut als "Dünger" für die Pferdeweiden??
Ich würde dann die alte Schicht abtragen (viel Arbeit) und dann ein Vlies mit einer neuen Tretschicht aufbringen.

Ist es schädlich, neutral oder sinnvoll, die alten  Holzhäckselreste auf die Weiden zu kippen??
Ich freue mich auf Antworten

Offline Walle

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Re: Häcksel-Humus auf die Weiden?
« Antwort #1 am: 29.01.08, 18:55 »
Hallo,
die frage ist WAS für Holz verarbeitet wurde! Die meisten Gehöze sind giftig für Pferde und das Risiko das da aus so einem Holzstück doch noch mal was wächst oder das Pferde es aufmehmen wäre mir zu groß.
zu allen anderen Fragen kann ich leider nix beitragen.
Lasst mich gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!
(Special Olympics Eid)

Offline cosimolly

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Re: Häcksel-Humus auf die Weiden?
« Antwort #2 am: 29.01.08, 19:31 »
Hallo,
es gibt einige giftige Hölzer wie zum Beispiel Tanne, Rotbuche etc....
Wenn die darin sind, auf jeden Fall WEG DAMIT !!!
muß ja nochnicht mal was daraus wachsen, aber meine sind echte Nagetiere... :)
Auch denke ich das es nicht wirklich "düngt" denn was ist darin das düngen soll ?? NICHTS !!!
dazu kommt das es ewig braucht bis es wirklich verrottet ist  :(
Grüße
Julia
« Letzte Änderung: 30.01.08, 17:42 von cosimolly »

Offline Irina

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Re: Häcksel-Humus auf die Weiden?
« Antwort #3 am: 01.03.08, 08:16 »
Also Robinie oder Eibe wären problematischer als Tanne oder Buche. Tanne ist überhaupt nicht giftig und bei der Buche nur die Früchte...

Zu Holz als Dünger:

Die Mikroorganismen benötigen Nahrung um das Lignin im Holz zu spalten und abzubauen. Die Mikroorganismen entziehen somit der Erde den Stickstoff und dieser fehlt den Pflanzen. Sind jedoch diese Verbindungen gespalten, dann werden wieder Nährstoffe freigesetzt, also eben auch Stickstoff. Man muss den Stickstoff eben kurzzeitig ausgleichen, falls Du keine andere Entsorgungsmöglichkeit hast.


Offline Nattrun

  • reiten kann man die auch?
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Re: Häcksel-Humus auf die Weiden?
« Antwort #4 am: 01.03.08, 10:54 »
Ich würde das eher als aufgebrachte Masse denn als Dünger sehen und auch denken, daß es dem Boden chemisch erst mal Probleme bereiten könnte.
Vielleicht auf einer Fläche ausbringen, die sowieso ruhen soll?

Bei Reitplatzhäcksel gehe ich doch davon aus, daß keine giftigen Bestandteile enthalten sind?  ???
Wen kein Bangen mehr beschwert,
frei von hinnen reitet.
Heil führt ihn auf seinem Pferd,
Glück die Zügel leitet.
(Bischof Jón Arason, 1550)