Autor Thema: mein erstes selbstgeschriebens Buch...  (Gelesen 9226 mal)

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Offline MutzelTopic starter

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mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« am: 15.01.08, 20:59 »
hallo ihr,
tjaa, geschrieben habe ichs schon vor fast zwei Jahren. Ist die Geschichte meines ehemaligen Pferdes Rosi. Sie war beim vorbesitzer schwerst mißhandelt worden (tiefe eitrige Verletzungen in der Gebißlage bis auf den Unterkiefer, massivste Angst vor Männern, Schmied nur
sediert, blanke Panik vor allem, was man in der Hand hatte....) und hat dann ewig lange gebraucht, bis sie endlich "Pferd geworden" ist. Nachdem mir die ganzen Zuschußverlage zu teuer (und zu blöd!) waren und die richtigen Verlage entweder auf Jahre ausgebucht, das Buch nicht ins Programm passte, oder siese einfach nix von noch unbekannten Autoren veröffentlichten, hab ichs kurzerhand selbst aufm Pc ausgedruckt und binde es in ner kleinen Maschine selber. Einziger Nachteil: ist dann halt DinA4...
Wens nicht stört, ich kopier hier einfach mal das Vorwort hinein. Vlt hat ja jemand Interesse...

Vorwort
Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch wirklich schreiben soll. Und die nächste, mindestens genauso schwere Frage war, aus welchem Blickwinkel ich die Geschichte erzählen soll.
Ja, so unglaublich und befremdlich sie auch an einigen Stellen klingt: diese Sache ist wirklich passiert. Rosi kam im Frühjahr 2005, mit einem geschätzten Alter von cirka 12 Jahren, in meinen Stall (Ich Habe ein kleines Fuhrunternehmen in Brandenburg.).
Sie war zu jener Zeit völlig verstört und hat einige Verhaltensweisen auch heute, fast ein Jahr später, noch immer nicht völlig abgelegt.
Einige Sachen aus ihrer Vergangenheit habe ich über Umwege erfahren, einige sind sehr schlüssig auf Grund der Diagnose meines Tierarztes und das Meiste hat mir Rosi durch ihr Verhalten selbst erzählt. Und an den noch fehlenden Stellen musste dann meine Fantasie aushelfen.
Ich arbeite seit über 10 Jahren beruflich mir Pferden und bin in sehr vielen Ställen gewesen. Als erstes bekommt man dann meist die Pferde zugeteilt, mit denen sonst niemand mehr Arbeiten will.
Auf diese Art und Weise habe ich einiges an Erfahrung im Umgang mit so genannten „Problempferden“ bekommen. Problempferde werden nicht geboren, sondern erzogen, oder -in Ermangelung eines besseren Ausdruckes- ausgebildet.
Diese Geschichte steht stellvertretend für ein von Menschen in falsche Bahnen gelenktes Leben. Sie soll zum Nachdenken anregen, WARUM ein Wesen nicht so reagiert, wie von uns gewünscht.
Trotz meiner langjährigen Erfahrung, ist mir noch nie ein so durchgängig verschüchtertes und verstörtes Pferd wie Rosi untergekommen.
Das was mit ihr passierte, hatte weder etwas mit Erziehung, Ausbildung, noch mit Durchsetzen zu tun.
Ihre Angst vor Gegenständen aller Art (Halfter, Strick, Schaufel, Besen &hellip, mit denen man sich ihr in der Hand näherte war echt grausam anzusehen.
Bei den vereiterten Maulverletzungen in den Laden hat sich mir zunächst buchstäblich der Magen umgedreht. Daran, dass diese Pferd überhaupt jemals wieder ein Gebiss in seinem Maul duldet ohne völlig durchzudrehen, hab ich zeitweise nicht mehr zu hoffen gewagt.
Dass sie es doch tut, zeigt ihren einmalig gutartigen Charakter, und verurteilt das offensichtlich von ihr Erlebte, noch schärfer.
Manche Sachen, wie z.B. Abspritzen nach der Arbeit, war auch zu Anfang bereits das normalste der Welt. Dies und die Tatsache, dass sie im letzten Jahr (wenn das auch erst nach etwa anderthalb Monaten anfing) sehr viel dazu gelernt hat, gerade im Bezug auf das Vertrauen in Menschen, zeigen aber auch, dass sie nicht immer so schlecht behandelt worden sein kann. Andernfalls hätte sie sich nicht so schnell beruhigt.
Ihre ausgeprägte Liebe zu Kindern (je kleiner, desto deutlicher) war/ist dagegen von Anfang an sehr deutlich gewesen, und lässt darauf schließen, das hier eindeutig mehrere positive Erlebnisse gewesen sein müssen.
So, genug zu meinen Beweggründen, ab jetzt erzählt Rosi selbst (ich musste tippen –geht schlecht ohne Daumen )

Offline Kaijsa

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Re: mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« Antwort #1 am: 17.01.08, 09:46 »
Ich habe zwar kein Interesse, aber einen guten Link, wie du dein Buch doch in den Handel bringen könntest:
guck mal unter www.book-on-demand.de !
Viel Erfolg!
Man lernt nie aus....

Offline Hutch

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Re: mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« Antwort #2 am: 07.01.09, 14:42 »
auch wenn es schon lange her ist, dass das "Angebot" inserirt wurde...  ;D
ist es noch zu haben? was soll es  kosten? ???

Offline Pony

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Re: mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« Antwort #3 am: 22.11.13, 16:34 »
Liebe Mutzel,
hast du dich schon von dem Gedanken verabschiedet dein Buch in einem Verlag zu veröffentlichen? Du könntest dir z.B. einen Literaturagenten suchen, die dir dabei helfen den richtigen Verlag zu finden. Wie Kaijsa schon gesagt hat ist Print on Demand natürlich auch eine Alternative. Es gibt aber auch ganz neue Vertriebsmodelle. Buch Talent bietet  Autoren zum Beispiel die Möglichkeit (nach eingehender Prüfung) Manuskripte hochzuladen. Hier können die Verlage bekannt geben, wenn sie an deinem Buch interessiert sind.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
LG

Offline zaino

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Re: mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« Antwort #4 am: 25.11.13, 11:18 »
Hi Mutzel,

grad erst gesehen, und hast Du Dich mal mit dem Thema Ebook beschäftigt? Heisse Sache, geringe Gestehungskosten, oft sogar die Chance, Geld damit zu verdienen (was Deine Rosi Dir sicher von Herzen gönnt, und was ja auch ihre Krippe füllt ;)).
Herzliche Grüße und: Gib nicht auf, es wird so viel Müll verlegt, Deins scheint kein Müll zu sein, also warum nicht? 

Offline Tschaka

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Re: mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« Antwort #5 am: 10.02.14, 14:26 »
Denke auch, dass du es wirklich am besten mal mit einer e-book Veröffentlichung versuchen solltest. Immerhin gab es in einigen Branchen mit über Internet veröffentlichten Texten schon regelrechte Überraschungserfolge. Dann kannst du es ja auch hier im Forum und in anderen Communities mal posten, wenn es gut ist, wird es meist von alleine verbreitet...

Offline sliding_tina

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Re: mein erstes selbstgeschriebens Buch...
« Antwort #6 am: 24.03.14, 23:47 »
Bin neugierig, ob sich irgendwas getan hat in den letzten Monaten? Wäre eventuell interessiert an einer e-Book form