Autor Thema: Pferdeweide = Unkrautsammelplatz! Letzte Lösung> Neusaat?  (Gelesen 28101 mal)

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Offline KampfhühnchenTopic starter

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Hallo  :)

Ich habe ein großes Problem mit meiner 1ha Weide. Ich habe sie Jan. 2006 vom Bauern gepachtet. Das Land war immer schon eine Weide. In den letzten ich glaub 5,6 Jahren 2-3x im Jahr von Schafen beweidet und 1x im Jahr mit Hähnchenmist (iiigitigit) gedüngt sowie mit Gülle im Herbst. Sonst wurde nie was damit gemacht. Bis auf Gras Silage. Die Grassamen blieben also nie lange liegen um sich selber auszusäen. Soweit zu den Fakten.
Nun das Problem:
Jede Menge Löwenzahn und Klee!! Wirklich jede Menge! Dazu noch allerlei mehr Zeugs was da glaub ich nicht hingehört wie Ferkelkraut, Und eine Pflanze da weiß ich nicht wie sie heißt. breites zackiges Blatt, langer dünner Stengel, gelbe Blüte mit vier Blütenblätter ??? Pferde lassen sie aber stehen. Gute Kräuter sind glaub ich Mangelware.
Meine Frage:
Muß ich komplet neu einsäen? Wenn ja wie? Kann ich das Parzellen weise machen? Damit die Pferde noch grasen können? Und wie muß ich vorgehen? Alles tot spritzen? Oder kurz abmähen? Fräsen oder pflügen?
Oder kann ich das Problem mit nachsäen in den Griff bekommen? Gibt es Alternativen?
Wegen den Kosten? Könnte Bauern aus der Nähe um maschienelle Mithilfe bitten.
Wie lange muß ich warten bis die Pferde sie wieder nutzen können?

Bin auf eure Meinungen und Tipps gespannt?  :D
Gruß vom Kampfhühnchen
Das Glück der Pferde, liegt der Reiter auf der Erde ;)

Offline tatanka

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Klee, Löwenzahn und Ferkelkraut hast Du en Masse, wenn Du die Wiese (vor allem im Frühjahr) immer wieder kurz fressen läßt. Wenn Du als ersten Schnitt Heu machen läßt, wirst Du auch wieder mehr Gras haben.Löwenzahn zeigt auch einen nährstoffreichen Boden an. Meine Pferde fressen alle drei Kräuter gerne, also ärger ich mich garnicht darüber.Umbrechen und Neueinsaat werden vermutlich langfristig nicht viel bringen, da es ein Problem der Nutzung ist. Die Kräuter brauchen Licht, und das wird ihnen durch hochgewachsenes Gras entzogen. Übrigens Löwenzahn wächst umso besser, je öfter er kurz gefressen wird.

Offline woody

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Alleiniges Umbrechen wird denke ich auch langfristig nicht viel bringen, ich denke um die Weide "kurzfristig" zu normalisieren wird gespritzt werden müssen. Aber vielleicht hat ja noch jemand ne Idee...

Die gelbe Blüte könnte evtl. die hier sein, Deiner Beschreibung nach:
http://www.dr.hauschka.de/qualitaet/pflanzenarchiv/tormentill/beschreibung/
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutwurz


LG Andreas
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Lebe den Tag

Offline KampfhühnchenTopic starter

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Woody, ja das ist die Pflanze  :), hört sich ja nach All Heil Mittel an ;). Dann brauch ich mir um die ja keine Sorgen machen. Danke

Tatanka, meine Pferde sind sehr leichtfuttrig und da kommt ihnen die Masse Klee ganz ungelegen und den Löwenzahn mögen sie gar nicht soooo gerne. Dieses Jahr habe ich 1/4 der Wiese heuen lassen. Mal sehen ob sich da was tut.
ja der Boden ist sehr Nahrhaft, jede Menge Regenwürmer (Paradis für Angler und Maulwürfe ;)) Von letzterem habe ich auch genug :)/ :(.
Gibt es vielleicht auch über die Gabe von Dünger/Pülverchen/etc die Möglichkeit das der Klee u Löwenzahn sich von alleine verkrümelt oder sich zumindestens dezimiert???
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Offline tatanka

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Probieren kannst Du Kalkstickstoff. Klee geht zurück durch Stickstoffdüngung, die die Gräser fördert.Klee braucht keinen Stickstoff. Löwenzahn hingegen liebt Stickstoff.Kalkstickstoff schädigt die Samen. Eventuell dann nach zwei. drei Wochen Grassamen streuen. Am wichtigsten ist, das Gras möglichst hoch werden lassen, denn ohne Licht gedeihen die Kräuter schlecht. 

Offline KampfhühnchenTopic starter

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Danke für den Tipp
Kalk/Stickstoff habe ich im auch gemacht, allerdings gegen die Wurmeier. War dann ja gar nicht so verkehrt von mir ;)
Wahrscheinlich hat die Menge nicht gereicht. Ist ja Wahnsinnig teuer das Zeug  :(, aber was tut man nicht alle für seine Hottis  :D
Das mit dem hochwachsen lassen ist leichter gesagt wie getan  :-\ die Pferde fressen so viel ... und bei nur 1 ha, inklusive Stall und Paddock...
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Offline Dagmar

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@Tatanka, was hilft denn gegen Ferkelkraut? Das Mistzeug breitet sich bei mir immer mehr aus. Ausreissen bringts irgendwie nicht es sind auch zu viele dünne Stengel, man erwischt nicht den gesamten Teil der Pflanze...
Gruß Dagmar

Offline woody

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@Dagmar: vielleicht hilft dir das ja weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliches_Ferkelkraut Demzufolge solle Kalk das Mittel sein...
LG Andreas

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Offline tatanka

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Ja Ferkelkraut ist auch so ein Weidemanagementproblem. Wir lassen ja meist die Pferde zu früh im Jahr auf die Weide und dann fressen die lieben Tiere natürlich das ganze Jahr über zu kurz. Gut wäre es wenigstens ein Stück der Weide pro Jahr überständig werden zu lassen, die kurzgefressenen Teile in der Ruhephase zu mulchen. Kalk lockert die oberste Bodenschicht auf, und ist daher gut geeignet um die Schäden von Überweidung zu verringern.

Offline KampfhühnchenTopic starter

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Also Kalk, das Allheilmittel für gestresste Pferdeweiden und entnervte selbigen Besitzer  ;D ;D ;D
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Offline Dagmar

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Ah vielen Dank! Dann werde ich mich mal ans kalken wagen... 8) Am besten im Frühjahr oder geht auch jetzt nach dem Abweiden?

Ich lass das Gras dort eigentlich immer Überständig werden, wir sind zur Zeit dort am Abweiden. Das Gras steht seit Ende Mai. Schlecht war hier dann wohl die zeitige Beweidung im April/Mai. Nur ist das meine Stallweide, da lass ich immer anweiden im Frühjahr wenn sie Nachts noch im Offenstall sind. Geht leider nicht anders.

Gruß Dagmar

Offline KampfhühnchenTopic starter

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Ah vielen Dank! Dann werde ich mich mal ans kalken wagen... 8) Am besten im Frühjahr oder geht auch jetzt nach dem Abweiden?

als ich Kalk Sickstoff dedüngt habe, sagten die mir beim Raifeisen Markt, ich soll's im Frühjahr machen. Kann dir aber auch nicht sagen warum ??? Das wissen hier vielleicht die Landschaft's Experten  ;D
Eine Frage an dieselbigen: Kann ich eine Wiese die letzten Herbst eingesäet wurde und im Moment nur zur Heu Gewinnung dient, mit Mist düngen, der im April 06 begonnen wurde und bis jetzt angehäuft wurde. 1x wurde er gewendet. Dadurch das die Pferde Of.St. gehalten werden sind vielleicht zu 70% Pferdeäppel (vom absammeln) und der Rest reiner Mist.
Meine Bedenken sind, Würmer weil ja nicht der komplette Mist älter wie 12 Mon. ist. Aber die Pferde kommen zum Grasen vielleicht frühestens im Herbst nächstes Jahr drauf. Müßte man noch Zusätze zum Mist geben???
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Offline woody

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Kalken im Frühjahr weil dann die Triebe die Kalk nicht mögen kaputt gehen.

Mist würde ich höchsten auf den Acker schmeißen aber nie auf ne Weide...

LG Andreas

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Offline KampfhühnchenTopic starter

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So, schlecht ist Pferdemist als Dünger doch eigentlich gar nicht ??? Schreibt auch der I.Bender. Und die Wiese ist ja zum heuen. Bleiben denn die Eier im Heu nachdem sie im Mist waren? Wandern die nicht mal irgendwann aus oder verpuppen sich oder was weiß ich???
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Offline ElShadaar

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Niemals Pferdemist auf eine Pferdeweide, auch nicht für Heuweiden !!
Reiten soll Duett sein, nicht Duell..                         Ein gutes Pferd hat keine Farbe, aber einen Aalstrich..