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1,74 Stockmaß- beim Therapiepferd ein Problem?

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Mörtel:
Mich interessieren Eure Erfahrungen zum Thema Heilpädagogisches Arbeiten mit einem Pferd von über einem Meter siebzig Stockmaß!?

Was gibt es hierfür für besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen?
Oder kennt ihr dies als normal und problemlos? Ich denke an die Punkte:

Pferd-Mensch-Kontakt vom Boden
Aufsteigehilfe
Transfersituation
Absichern des Klienten (wie in der Höhe?)

Ich persönlich sehe eine Größe von "stabilen 1,40m -1,50 Stm." als ideal für Klient und Therapeut an.
Aus gegebenem Anlass muss ich mich damit auseinandersetzen, ob und wie ein ein sicheres effektives Arbeiten mit geistig behinderten Erwachsenen mit einem solchen Pferd (1,74m)möglich ist. Charakterliche Eignung ist offensichtlich gegeben.

Ich freue mich über eure Erfahrungen, hilfreiche links und persönliche Meinungen!

Grüßle Heidi

Corali Seifert:
 :)Hallo,

ups ganz schön groß würde ich sagen.... ::) unsere Therapiepferde sind von 1,15 cm - 1,58cm und das ist eine sehr gute Größenauswahl... optimal finde ich 1,45 - 1,50cm... da die Sicherrung des Klienten besser machbar ist... ich selber bin 1,80cm und habe mit größeren Pferden die Erfahrung gemacht, dass ich überhaupt keine Chance habe bei der Hebelwirkung jemanden zu stützen...
Große Pferde wirken oft bei behinderten Menschen etwas beängstigend. Aufbau von Vertrauen und Beziehung zum Pferd könnte etwas schwierig sein...
Bei sehr distanzlosen Menschen kann es aber auch eine nützliche Grenze sein...
Unsere Pferde werden zum Aufsteigen an eine Aufstiegshilfe geführt.... bei den "Großen" Pferden und den kleinen Menschen habe ich nochmal ein Podest zur Hilfe.
Ich würde es versuchen wie sich die Klienten auf das Pferd einlassen und es gibt viele Möglichkeiten am Boden mit dem Pferd Erfahrungen zu sammeln...
Hast du schon mal eine Hippotherapeutin angesprochen... wenn sich der Schritt gut für die Hippoth. eignet wäre dort auch ein Einsatzfeld für den Großen...

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen..
Ciao ;)

Mörtel:
Danke Caroli für deine Antwort!

Also, was die Klienten und den Riesen betrifft...die sind sich offenbar sehr zugetan.
Da können auch 2 Personen dran rumbürsten, erzählen und machen, das findet der höchstens gut und kommt dann mit dem Riesenkopf freundlich runter kucken wer da so ist...hm.

Beim Führen hört es aber fast schon auf. Ich habe Respekt was seine Riesenfüße neben meinen Leuten angeht.
Wenn man rechts / links führt, damit der Klient sich selbständiger fühlt und trotzdem sicher ist, sehe ich die Person auf der anderen Seite z.B. nicht, was bei einem kleineren Pferd gegeben ist.

Allerdings kann sich da das Handling ( mein Persönliches mit dem Pferd) noch sehr verändern, da ich ihn selbst nicht soo lange kenne. Das betreffende Pferd ist auch kein Trampeltier, sondern eher höflich und freundlich in seinem Wesen.

Bei der Vorstellung jemanden in der Höhe da drauf sitzen zu haben, werde ich allerdings unsicher. Wie du ja auch bestätigst, sind da recht eingeschränkte Möglichkeiten die Klienten zu sichern. Ich denke mit motorisch nicht ganz so fitten Leuten ist das nicht gut machbar.

__Es würde mich jedoch sehr freuen, wenn sich hier Leute melden, die auch größere Pferde einsetzen und dies argumentieren!
Sowie natürlich auch weitere Meinungen von "Kleinpferdebefürwortern"    :-)

Viele Grüße

Presto:
Ich würde ein so großes Pferd nur fürs voltigieren einsetzen, beim reiten höchstens mit Leuten die schon so sicher sitzen das sie eben nicht gesichert werden müssen. Wirklich sichern ist ja bei 160 cm Stockmaß schon eher schwierig.
Wenn du selber schon unsicher wirst beim Gedanken da wen draufzusetzen wär ich vorsichtig. Das eigene Bauchgefühl ist oft nicht verkehrt.
Mir persönlich wärs fürs meine Arbeit zu groß - ausser ich hab noch genug andere Pferde und ich kann auswählen wer denn gerade zu wem passt. Da gibt es bestimmt Klienten für die so ein Pferd optimal sein kann.

Mörtel:
Hallo presto, danke für dein Posting. Im Moment wird niemand drauf sitzen, der nicht selbständig reiten kann.

@ Corali- Wenn ich von meinem (empfindlichen) Rücken ausgehe, würde ich schon sagen, dass er für die Hippotherapie geeignet wäre, aber die Frage stellt sich so nicht.
Ich werde diese Anregung aber im Hinterkopf behalten.

Rein theoretisch:

Mit was für Aufstiegshilfen arbeitet ihr eigentlich? Habt ihr gute Erfahrungen mit Mobilen gemacht?
Ich persönlich kenne bisher nur Massive.
Außerdem:
Wie hoch sind die Aufstiegshilfen, die ihr für die 1,50m Pferde nutzt?

Grüßle

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