Autor Thema: Stuten mit komischen Hormonspiegel - schwankende Arbeitsmoral  (Gelesen 24121 mal)

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Offline Corali SeifertTopic starter

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 :) Moin, Moin,
da gibt es eine super schöne und so ganz nette Stute die mir ducrh Zufall über den Weg gelaufen ist...  :-\soll es geben...

Nach Aussage von den Besitzern hat sie eine Hormonspiegel der total verdreht ist und verfügt über zuviel männliche Hormone...  2 Deckversuche sind fehlgeschlagen... die Dame ist 5 Jahre.
Auf den ersten Blick sieht sie wie ein Wallach aus mit Tendenzen zum Hengst.

Ihr Verhalten gegenüber anderen Pferden ist sehr dominat... schon als Fohlen hat die andern einen mord Respeckt vor der Dame.
Sie steht nach mehreren Versuchen der " Sozialisierung" nun alleine auf der Koppel und scheint sehr zufrieden zu sein.

In der Anfängen der Ausbildung und scheinbar jetzt auch noch ließ sie noch lange nicht jeden auf sich reiten und hat nach Aussage der Besitzer keinen Zug...
Sie verweigert zum größten Teil die Mittarbeit und die Grenze zwischen Überforderung und Verweigerung sind nicht klar ersichtlich. Wenn sie dann mal läuft ist sie super... also Potenzial wäre da... schöne GGA...
Verweigerungstaktik ist stehenbleiben, rückwärts gehen... besonders wenn Pferde in ihre Nähe kommen ???... an die Bande drücken oder Tendenzen zum Hinlegen... :o ups die Dame ist sehr kreativ...
Gelände geht sie gerne ohne große Beanstandung.

Alle "erfahrenen"englisch reitenden Reiter gibt sie ein großes Rätsel auf ...   :o

Die Dame ist komplett durchgescheckt worden um evtl. andere Beeinträchtigungen auszuschließen... da war nix... pflanzliche Mittel wurden probiert, ohne Erfolg... Was nun?

Nun gut, lange Rede kurzer Sinn... für den Metzger finde ich sie zu schade... ich könnte sie halb geschenkt haben... aber hätte das einen Sinn... möchte ja schließlich nicht nur Gelände sondern auch ein wenig Dressur und so... allerdings nicht in Richtung Leistungsport....

Was würdet ihr machen?  :P Finger weg oder ihne das Angebot unterbreiten, das ich über Bodenarbeit Vertrauen aufbaue und schaue wie sie sich weiter entwickelt....

Würde mich riesig über Antworten freuen...
 







Offline Carlotta67

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Da man bekanntlich immer erst hinterher weiß, ob die Entscheidung richtig war, würde ich entscheiden lassen wie groß die Anziehungskraft von ihr auf dich nun war.  ;) (sofern du dafür nicht dein Leben riskieren mußt)
Vielleicht hast du einen besseren Draht zu ihr wie die Vorgänger.

Resignieren kann man noch nach dem Versuch. Und je nachdem wie groß die Liebe nun ist würdest du dich evtl. später noch ewig drüber ärgern, es nicht wenigstens versucht zu haben.
Wenn mich das Pferd wirklich totaaal umgehauen hätte, würde mich die Möglichkeit es zu schaffen mehr reizen als der bequemere Weg gar nicht erst anzufangen.  ::)

Offline Corali SeifertTopic starter

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geht ja nix verloren wenn ich es probiere... da ich nicht Lebensmüde bin... werde ich schon rechtzeitig aufhören :-\.
Ich habe noch in den anderen Rubriken etwas über Stuten gelesen, die Probleme mit ihren Hormonen hatten... war aber nicht sehr überzeugend.
Ich hoffe die jetzigen Besitzer lassen sich darauf ein. Schaden wird es ihr auf keinen Fall.
Vielleicht entwickelt sich was.
Bei Problemen werde ich mal hier weiterfragen...

Mag jemand noch Weiteres dazu schreiben? :)


Offline Hexenkind17

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Hallo,
wurde der Hormonspiegel denn nun mal deutlich untersucht? Zysten ausgeschlossen?
Ich kannte auch so eine Stute, die war super dominat und hatte Verhaltensprobleme, deutlich durch ein Hormonproblem. Die Stute hat beim Reiten ein Brett der Hallenbande (!) kaputt getreten...
Sie sollte ein Dressurpferde aber kam dann "weg" zu einem Springreiter, ich weiss leider nicht was aus ihr geworden ist...

"Deine" Stute scheint ja ein eindeutiges medizinisches Proble zu haben, da sollte man doch was dran machen können!

Viel Erfolg, SONJA
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Offline leonida

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Hallo,

kenne solche Hormonwerte, insbesondere wo zu viele männliche Hormone vorhanden sind vor allem im Zusammenhang mit Zysten bzw. Tumoren an den Eierstöcken. Was wurde da in der Richtung an Untersuchungen gemacht? Ich denke mal wenn sie schon gedeckt werden sollte, wurde ja auch ein Ultraschall gemacht. Wenn nicht, würd ich das dann schon mal vorschlagen.

Wie ist es bei ihr mit der Rosse? Eigentlich dürfte sie bei DEM Hormonspiegel ja gar nicht mehr in Rosse kommen, oder?

Ich denke da wie Hexenkind, dass man da doch einen medizinischen Ansatzpunkt finden müsste.


Viele Grüße und viel Glück
Steffi
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Offline Tüpfel

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Meinen Vorschreiber anschließ, auf jeden Fall die Eierstöcke untersuchen lassen. Bei einer Stute die ich mal bereiten sollte war es ein Fußballgroßer Tumor, nach der Entfernung mutierte das Pferd von der ( wirklich lebensgefährlichen !) Bestie zum sanften Lamm.
Wenn es ursächlich nicht feststellbare Hormonstörungen sind, würde ich die Finger von dem Pferd lassen.  Die Behandlung ist sehr schwierig, aufwendig und es kann sein, daß du ein Leben lang Hormonspiegel einstellen mußt. Ist das Pferd vielleicht ein verdeckter Zwitter -das gibt es öfter als man denkt, Würde ich ebenfalls die Finger davon lassen.
Beide , hormongestörte Stuten und  Zwitter sind wirklich hormongeplagt und haben es auch nicht unter Kontrolle. Da hilft weder Bodenarbeit noch Erziehung.  In meinen Augen ist es für das Pferd dann eine Quälerei, geritten zu werden, denn sie können nicht gehorsam und /oder entspannt sein, egal wie sehr sie sich bemühen.
Grüßle vom Tüpfel

Offline AndreaT.

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Als ich vor ein paar Jahren in meinen jetzigen Stall gezogen bin wurde ich mit einer ganz ähnlichen Situation konfrontiert.
Eine Stute, wunderschön, damals allerdings auch schon 11 Jahre alt und hatt NIX gelernt in ihrem Leben weil die Besitzer keine Zeit hatten, der Verkauf nicht klappte und so stand sie herum und war schön.
Mein Pferd hatte ein Griffelbeinproblem und so hatte ich Zeit, mich um die dolle Lore zu kümmern.
Sie kannte nichts ausser ihrem wunderbaren Offenstall und den angrenzenden Koppeln. Alleine der Weg zur Reithalle war (100 m, führend) schon lebensgefährlich. Das Pferd spackte völlig hysterisch in der Gegend herum, auch reiten in der Halle war unmöglich (zu Hause auf dem kleinen Padock eigentlich problemlos). Es dauerte eine Weile bis ich kapierte, dass sie nicht böse, sondern völlig hormongestört war. Durch ruhiges Arbeiten war es nicht in den Griff zu bekommen. Im Gelände ging sie nach relativ kurzer Zeit nett als Handpferd - schwieriger als Führpferd, aber es ging. Reithalle: die reine Hysterie. Sie konnte die Schenkel am Bauch kaum ertragen - hat auch immer beim Putzen gezuckt und mit dem Schweif geschlagen. In mühseliger Kleinarbeit und Magnoquiet hatte ich sie nach eineinhalb Jahren so weit, dass es naja nicht gut, aber nicht mehr lebensgefährlich war. Trotzdem immer wieder hysterische Anfälle.
Den Durchbruch hat dann eine homöopathische Konstitutionstherapie gebracht - schon nach ein paar Tagen war es deutlich besser, nach 4 Wochen war das Pferd kaum wieder zu erkennen.
Sie ist immer noch kein einfaches Pferd, aber es macht Spass mit ihr zu arbeiten und sie hat - ganz eindeutig - keine Schmerzen mehr ! Vielleicht waren es Zysten, vielleicht auch einfach nur Hormonstörungen - die Besitzer hatten kein Interesse daran das untersuchen zu lassen, die Homöopathin habe ich dann bezahlt weil mir das Pferd so leid tat. Aber das war auch gut bezahlbar  :D
Normale Tierärzte können da meistens nicht viel machen, eine Hormonbehandlung ist sehr kostspielig und nicht immer von Erfolg gekrönt.

Ich würde in so einem Fall auf jeden Fall einen klassisch arbeitenden Homöopathen zu Rate ziehen, bei Dolores hat es super geklappt.
« Letzte Änderung: 07.08.07, 12:45 von AndreaK. »
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Offline carola

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Ich kenne das von einer Stute einer Bekannten. Die hat sich ähnlich verhalten und hatte ebenfalls einen riesigen Tumor an den Eierstöcken. Leider hat sie die OP nicht überlebt, aber das ist was anderes. :( Wenn das Tier wirklich Probleme hat mit Hormonen und damit Dauerstress, macht die beste Arbeit damit nichts wett. Das Tier hat sicher andere Sorgen.
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Offline diana m.

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Ist die Sache mit den Hormonen medizinisch belegt oder nur eine Vermutung der Besitzer wegen des hengstigen Verhaltens?

Wenn das Pferd nur in der Bahn die Arbeit verweigert, im Gelände aber durchgehend anständig zu reiten ist, würde ich eher nicht auf ein Hormonproblem tippen.

Offline carola

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Wenn das Pferd nur in der Bahn die Arbeit verweigert, im Gelände aber durchgehend anständig zu reiten ist, würde ich eher nicht auf ein Hormonproblem tippen.

Kommt drauf an, wenn sie alleine im Gelände ist, kann es schon sein. Die Stute der Bekannten war gegenüber anderen Pferden höchst aggressiv, gegenüber Menschen und beim Alleine-Reiten aber wohl absolut okay. Nur mit anderen Pferden zusammen ganz schlimm.
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Offline AndreaT.

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Genau so war es beim dollen Lörchen auch. Alleine ging es ganz gut, sobald andere Pferde da waren war es die Hölle.
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Offline ginger2571

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Hallo,

kann mir jemand sagen, wie so eine Hormonspiegeluntersuchung aussieht? Blutabnahme oder noch was anderes?

LG

ginger2571
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Offline leonida

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Bei meiner Stute wurde das per Blutabnahme gemacht.

Sie hatte damals eine zystische Veränderung am Eierstock, die sich zum Glück von alleine wieder reguliert hat. Allerdings spielen die Hormone momentan wieder ein bisschen verrückt, zum Glück lang nicht so wie bei der Eierstock-Geschichte.
Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist.

Offline carola

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leonida, für meine Karnickeldame hat man mir Metrovetsan als homöopathisches Mittel empfohlen. Da steht eigentlich drauf für "Pferde, Rinder, Schweine". Bei meinen Karnickeln funktioniert es. Maul auf, Zeug rein, kurze Zeit später ist Ruhe. Da es nicht teuer ist, wäre es vielleicht bei solchen kurzzeitigen Störungen eine Lösung.
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Offline leonida

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Danke für den Tipp Carola. Wir haben es bisher mit Radionik immer gut in den Griff bekommen. Beim ersten mal war ich wirklich sehr erstaunt wie sich das von einem Tag auf den anderen schlagartig geändert hat. Hatte Radionik eigentlich als esoterisches "ichweißnichtwas" abgetan, aber sie war wie ausgewechselt. Als ob ich ein anderes Pferd hätte.
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