Autor Thema: Urteil im Fall Amy Tyron  (Gelesen 8674 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline feuerblitzTopic starter

  • Futtereimerschubse und Scheisseschepper
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 965
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wer zieht hat Angst
Re: Urteil im Fall Amy Tyron
« Antwort #15 am: 31.07.07, 14:09 »
Ne das glaube ich nicht.
Das Mitdenken ist mindestens gewünscht, wenn nicht sogar überlebenswichtig.
Komm mal aus dem Tempo gegen die Hürden die da stehen. Würde das Pferd nicht mitdenken wäre es nicht mehr lange am Leben.

Stromberg: » Ich bin ja quasi die perfekte Mischung aus jung, aber sehr erfahren. Gibt's in der Form ja sonst nur auf dem Straßenstrich. «

Offline donau

  • pferde-allein-unterhalter
  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 6.356
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Urteil im Fall Amy Tyron
« Antwort #16 am: 31.07.07, 14:15 »
ich kenn eigentlich auch nur "mitdenkende" vs-tiere, allerdings sagen die dann auch schon mal nein, und springen nicht. zumal wenn sie lahm sind/wären, auch wenns nicht mal wirklich sichtbar ist. ich kann mir auch nicht vorstellen, auf einem NICHT denkenden pferd im gelände in dem tempo unterwegs zu sein, ich hätt zuviel angst um meine gesundheit.
umso erstaunlicher find ich, dass das pferd das mitgemacht hat- und vorallem, wenn ich meinem pferd dann ein mitdenk- und mitspracherecht einräume, wie man als reiter so ignorant sein kann, und weiterreiten (aber, wenn man das dann eh darf :P )
Wer auf seinem Standpunkt beharrt, darf sich nicht wundern, dass er nicht weiterkommt...

Authorised WEIGUMS Desillusionator

Offline terra

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.975
Re: Urteil im Fall Amy Tyron
« Antwort #17 am: 31.07.07, 22:22 »
Kann mir das Video leider nicht anschauen >:( (will lieber einen neuen PC und keinen neuen Sattel >:() habe aber selbst schon die Erfahrung gemacht, dass die Pferde weiterlaufen und auch weiterspringen trotz schwerer Verletzung. Beim Galoppieren werden wahrscheinlich wirklich genug Adrenalin und Endorphine ausgeschüttet, dass das Schmerzempfinden deutlich unterdrückt ist. Übrigens auch beim Reiter!
Die Strafe ist aber dennoch lächerlich :-X

Offline Patti

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 103
Re: Urteil im Fall Amy Tyron
« Antwort #18 am: 24.08.07, 10:54 »
Ich hatte das Video vor einigen Wochen gesehen.
Dass das Pferd erstmal weitergaloppiert - wenn auch leicht gehandicapt - ist jetzt erstmal nix Aussergewöhnliches (Adrenalin etc - ich habe einen Bekannten, der nach einem Motorrad-Unfall mit einem Beckenbruch und mehrfachen Beinbruch noch 300 Meter zum nächsten Haus gegangen ist. Eigentlich auch unmöglich (!), aber nach seiner Aussage, hat er sich zwar leicht wackelig gefühlt, aber nicht wirkliche Schmerzen gehabt. Die kamen dann, als er Hilfe bekam.)
Dass die Reiterin allerdings mit diesem Pferd noch den letzten Sprung anreitet, finde ich mehr als merkwürdig.
Die scheint ja auch im Kopf völlig abgeschaltet zu haben. Wenn sie noch ein paar Meter weitergaloppiert wäre um sich zu vergewissern, dass da wirklich was im Argen ist, ok. Aber dann noch nen Sprung anreiten??

Gruß
Patti

Offline ghost

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 211
  • positivly nuts
Re: Urteil im Fall Amy Tyron
« Antwort #19 am: 11.09.07, 05:02 »
Das urteil hat mich auch schokiert, es ist laecherlich.
Zu Le Samur, das war ein echter kracher, ein sehr schwieriges Pferd. AT hatte ihn nur 9 Monate, sie kaufte ihn mit Sponsoren hilfe, von einer sehr sehr erfahrenen und guten Reiterin die mit LS bis 3 Sterne gegangen war. LS wurde einfach zu stark fuer sie und sie hatte Probleme ihn im Gelaende zu kontrollieren.
Ich habe LS mehr fach in 2 und 3 Sterne Pruefungen gesehen und der war ein Dampfhammer.
Diese brutale mentalitaet im Gelaende erklaert wieso er noch den letzten Sprung gegagngen ist und gehen konnte.

Man muss sich aber die Urteilbegruendung der FEI ganz durchlesen und verstehen wer die Personen sind.
David OConners ist President der US-FN, Ihre Anwaelte sitzen im Presidium des US-Vielseitigkeitsverbandes, das ist ganz huebsch viel Power.
Die FEI Tieraerzte und ihre Aussagen waren fuer mich am wichtigstent, sie hatten schon waehrend des Rittes in betracht gezogen AT und LS zu stopen, weil LS erschoepft war, sie wurden von einem FEI Stewart davon abgebracht.
Die Beurteilung der Verletzung, extreme Schmerzen und extreme Lahmheit die jeder Reiter haette merken muessen, wurde zu Gunsten der Aussagen der OConners and Green unterdrueckt.

Wenn man den gesamten ritt gesehen hat und LS schon mal gesehen hat, dann viel auf das er nach ca 1/2 der Strecke flach wirkte. Was fuer mich besonders auffiel und mich mehr als veraergerte, das AT von Sprung 25 an ihre Peitsche nach dem Sprung einsetzte um den erschoepften LS vorwaertz zu treiben und dies nicht von der FEI geahndet wurde.
Die Disqualifikation der FEI Stewarts at the Rolex hiess reiten eines erschoepften und verletztem Pferd. Die offentsichliche Erschoepfung von LS wurde in dem Verfahren rausgeworfen, auch der Regelwiedrige Einsatz der Peitsche. Allein der Einsatz der Peitsche haette fuer eine Disqualifikation und Bestrafung durch die FEI gereicht.
Das Urteil ist ein Witz. Das Verhalten der US-Verbaende ist ein Witz. Amy Tryon hat sich waehrend des Verfahrens mit Poggio fuer die Olympischen Spiele Qualifiziert, mit Unterstuetzung und Erlaubnis der FEI, der USEF, der USEA, irgendwelche Fragen ?
Koenige und Koenigen werden als Koenige oder Koeniginen geboren, aber es bedarfs eines Koenigs oder Koenigin um sie zu dem zu machen zu dem sie geboren sind.
I got a Princess and I will make her Queen

Offline feuerblitzTopic starter

  • Futtereimerschubse und Scheisseschepper
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 965
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wer zieht hat Angst
Re: Urteil im Fall Amy Tyron
« Antwort #20 am: 13.09.07, 18:27 »
Nein keine Fragen mehr  :-X ::)
Stromberg: » Ich bin ja quasi die perfekte Mischung aus jung, aber sehr erfahren. Gibt's in der Form ja sonst nur auf dem Straßenstrich. «