Autor Thema: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?  (Gelesen 16937 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Olli

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 7.624
  • Geschlecht: Weiblich
  • Cassi kanns!
    • www.gut-silk.de
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #60 am: 10.07.07, 19:50 »
;)

Da musst Du umsonst gewohnt und womöglich auch noch bei Muttern gegessen haben. Oder Dein gesundes Pferd praktisch umsonst untergestellt. Oder beides. :o
nee,hab damals ne eigene WG bewohnt und pferdchen war im 150€ stall und leider krank..
das war keine schöne zeit,die alternative wäre einschläfern gewesen...
ich sag ja,nochmal würde ich es nicht machen

btw die meisten in die eine ausbildung beginnen wohnen und essennoch bei muttern  ;)
dann wäre es ja locker schaffbar mit 500€ netto!
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline Cäsar

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 274
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #61 am: 10.07.07, 22:01 »
Machbar ist vieles. Ich studiere und arbeite ein bischen nebenher und es klappt. ABER mein Pferd teilt sich eine Box mit einem anderen Pony (ist eine ehemalige Zuchtstutenbox, also Platz genug und die beiden lieben sich), ich hatte Rücklagen (vorher immer sparsam gewesen und kleines Erbe) und ich weiß, wenn es ganz hart kommen würde könnte ich meine Eltern um Hilfe bitten.

Für den Luxus Pferd muss ich lange Bahnfahrt zur Uni und wohnen bei Muttern auf mich nehmen und auf so einiges andere verzichten. Ich hätte es auch nie gemacht, wenn ich damals nicht gewusst hätte, dass entweder ich ihn kriege oder er zu einem Typ kommt, der ein Fahrpony suchte und überhaupt keine Ahnung hatte.

@sasthii Waren das noch schöne Zeiten, als man an die Wendy glaubte. Musste die sich jemals Sorgen um Geld machen? Wahrscheinlich nicht und wenn doch reichte das Geld vom Turniersieg um alle Probleme zu beseitigen

Offline Rigilkent

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 23
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #62 am: 10.07.07, 23:35 »
Mit >500 Euro Azubigehalt etc. ist sowas nicht zu finanzieren, egal wie man es dreht und wendet, und wer es trotzdem macht ist entweder verdammt blauäugig (siehe Wendy) oder er hat verdammt viel Glück...
Du meinst <500 € ?

Ich habe es damals auch geschafft. Ich wohnte bei meinen Eltern und hatte (habe) ja eh keine anderen Hobbys gehabt  ::)
Wohnst du allein?

Offline Aleike

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 3.153
  • Geschlecht: Weiblich
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #63 am: 10.07.07, 23:48 »
Olli, kannst Du das mal grob vorrechnen?

Ich stelle mir vor: 150 € Stall, ~150 € Zimmer, bleiben 200 € für Menschen-Essen, Mobilität, Bücher, Telefon, Kleidung, und fürs Pferd Impfungen/Wurmkuren/Versicherung und Krankheiten ???
Wie geht das? *staun*

Gut, ich habe damals auch von 600 DM netto (nach Abzug des günstigen Wohnheimzimmers) gelebt, und habe sogar noch regelmäßig gepart, aber ich hatte auch kein Pferd. Wenn man bislang Taschengeld gewöhnt war, verbraucht man noch weniger, aber trotzdem ... ?
Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)

Offline Olli

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 7.624
  • Geschlecht: Weiblich
  • Cassi kanns!
    • www.gut-silk.de
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #64 am: 11.07.07, 06:51 »
Olli, kannst Du das mal grob vorrechnen?
Ich stelle mir vor: 150 € Stall, ~150 € Zimmer, bleiben 200 € für Menschen-Essen, Mobilität, Bücher, Telefon, Kleidung, und fürs Pferd Impfungen/Wurmkuren/Versicherung und Krankheiten ???
Wie geht das? *staun*

essen? bei eltern   
bücher?? keine
telefon?? keins
impfen? 30 € im jahr
versicherung?
 über eltern,pony haftpflich waren jährlich 100dm
krankheiten? so gut wie keine
es geht,man muß sich nur wahnsinng einschränken,bin  dann auch z eltern gezogen,was vollkommen ok war!
aber dann hatte ich mit 500DM!! echt ein vermögen
also ich würde sagen es geht,bzw es waren alles DM preise und is tja nun auch bald 18jahre her
handy gabs nicht,das spart doch ne menge,PC auch nicht und schulbücher zaglte der betrieb bzw die schule
nun ich sag ja,ich würde es nicht nochmal machen wollen
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline Schnett

  • die mit den Haffis flüstert
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.460
  • Geschlecht: Weiblich
    • Jeanette und Aueschweins
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #65 am: 11.07.07, 11:37 »
Es geht wirklich.

Ich hatte damals auch nur 400 euro Lehrgeld und habe mir den Traber gekauft.
Ich hatte Kosten für die Bahn, Kostgeld zu Hause, Telefon und mehr nicht. Das Geld fürs Pferd war mühsahm gespart.

Ich habe unter der Woche 2. mal 3 Stunden abends in der Viedeothek gearbeitet, ich hatte eine RB die 50 Euro gezahlt hat, ich habe Freitags und Samstags fast jede Nacht gekellnert.

Das Pferd war sogar beschlagen.

Es geht alles, man braucht nur enorm viel Biss und Selbstbewusstsein!

Aber man muss auch wollen. Und den wirklichen Willen vermisse ich gerade hier. Ratschläge werden nicht angenommen, andere versuchen derart verbissen hier Partei zu ergreifen, ohne weder Sinn, noch Nutzen dran zu streuen und nee.. Geht gar nicht.
Gönnen können ist eine Kunst denn neiden kann jeder

Offline Pum

  • Dosenöffner
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5
  • Geschlecht: Weiblich
  • Si moror, morior.
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #66 am: 11.07.07, 14:10 »
Zitat
ich liebe "meine" 2 über alles und würde ihnen niemald schaden zufügen wollen. ich werde mich auf jeden fall immer um die 2 kümmern auch wenn sie vielleicht nie wieder reitbar sein werden. mir sind die 2 einfach total wichtig!


Die beiden sind bereits jetzt für Dich nicht mehr reitbar. Du bist drei Nummern zu groß, und mit Verlaub, für die Ponys auch zwei zu schwer. >:(


Zitat
für ca 2 monate war ich mitbesitzerin, das hatte ich alles mit der richtigen besitzerin abgeklärt. aber kurz bevor wir die papiere ändern wollten, also mein namen mit hinzufügen, war dann meine nachbarin plötzlich dagegen und meine eltern plötzlich auch wieder. also ich war kurze zeit mitbesitzerin nutr halt nicht in den papieren und so.

Das kommentiere ich jetzt nicht weiter.  ::)


So dein Profil stimmen sollte müsstest Du im nächsten Jahr volljährig werden. Damit kommt auch ein bisschen was an Verantwortung auf Dich zu, und Du wirst Dir über kurz oder lang Deine Naivität ablegen müssen.
Pferde halten bedeutet DIE Verantwortung für das Wohlergehen der Tiere haben. Das geht soweit, dass Du über Leben und Sterben zu entscheiden hast. Bis Du soweit bist wird noch einige Zeit ins Land gehen. Und bis dahin lässt Du es zum Wohl der Tiere und dem Deinen besser sein für selbige die Verantwortung ( und die Kosten ) zu übernehmen.
Auch wenn es dir nicht gefällt: das Beste was Du für die Pferde tun kannst ist die Finger von Ihnen lassen und das Veterinäramt auf die Zustände aufmerksam machen. Wobei ich anzuzweifeln wage, dass das Vetamt in dem geschilderten Fall eine Handhabe hat.
Erzähle mir - und ich vergesse
Zeige mir - und ich erinnere
Lass mich tun - und ich verstehe
(Konfuzius)

Offline sasthi

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 4.523
  • Geschlecht: Weiblich
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #67 am: 11.07.07, 17:04 »
*g* nee, ich wohne nicht alleine.
Aber ich hab auch noch andere Hobbys, die nicht wirklich was mit Pferden zu tun haben. Und diese Hobbys möchte ich nur ungern komplett einschränken.
Klar, wenn der eigene Zampel kommt, wird erstmal nochmal umstrukturiert, dass keiner/s zu kurz kommt, aber aufgeben möchte ich von den anderen zwei Hobbys eigentlich keines.

Oh ja, Wendy... Turniere bin ich nicht geritten (der erste RW war 2004 *glaub*), war mir auch immer worscht. Finde Stoppelfeldjuxen oder Geländedaddeln wesentlich entspannender.
Wenn zwei das Gleiche tun ist das noch lange nicht das Selbe.

Haflinger sind nicht stur, sie geben ihrem Menschen nur mehr Zeit, über seine Fehler nachzudenken

Offline Thunderbolt

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 21
    • speedsgag - das freundliche Pferdeforum
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #68 am: 21.07.07, 17:13 »
Ach ja, kaum schaut man mal längere Zeit hier nicht vorbei landet man prompt bei ersten Beitrag in einem jener unsäglichen ich-will-Tieren-HELFEN-Threads.

Sorry, aber wenn ich Tieren WIRKLICH helfen möchte, ist es mir völlig egal, wo sie hinkommen. Hauptsache, es geht ihnen gut.
Irgendwelche wendyesken Rettungsszenarien (ich hab zwar keinen Job, aber will zwei Ponies stemmen), sind bar jeglicher Diskussion. Man kann sicher - wenn man viel Zeit investiert, dementsprechend viel selber macht und sich SEHR einschränkt - die Grundversorgung eines Pferdes finanzieren. Nur wird man die Zeit nicht mehr in dem Maße haben, wenn man eine Ausbildung macht und zum Zweiten (selbst wenn man eine drei-Stunden-Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich oder so hat) wird es spätestens bei einer Erkrankung oder Verletzung des Pferdes kritisch. Mich würde mal interessieren, wie so unbedeutende Dinge wie die Behandlung einer etwas heftigeren Kolik finanziert werden sollen, wenn man noch nicht mal nen Job hat (klar: Man marschiert zur Bank und sagt "Hallo, ich habe keinen Job, verdiene kein Geld, kann keine Sicherheiten bieten, aber ich brauch mal eben einen Kredit für die Kolikbehandlung meines halbtoten Pferds" - wird sicher in die Annalen der Bank eingehen).

Abgesehen davon habe ich grundlegend meine Zweifel an den Schilderungen von Leuten, die offensichtlich derart realitätsfremd sind, daß sie ernsthaft auch nur einen Gedanken an ich-schaffe-das-auch-ohne-Geld-Szenarien verschwenden.

Die Weide, auf der mein Pferd steht, sieht teilweise auch ziemlich wüst aus, wenn sie mal wieder kurz vorm Umweiden stahen. Und ich möchte wetten, daß es den in oder anderen unbedarften Charakter gibt, der das als "schlechte Haltung" ansehen wird - was mich allerdings ziemlich kalt läßt.

Bleibt eigentlich nur noch zu erwähnen, daß jemand der vornerum auf meinem Hof rumstrolcht und hintenrum solche Threads mit solchen Darstellungen und Behauptungen im Internet generiert, das letztemal auf mein Grundstück gekommen wäre.
...Aber dann könnte man ja einen neuen Thread über die Ungerechtigkeiten dieser Welt aufmachen.

Offline Signorina_del_Monte

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 12
Re: schlechte pferdebesitzer...was kann ich tun?
« Antwort #69 am: 29.08.07, 12:11 »
Also finde das echt auch grass, aber wenn du den Pferden wirklich helfen möchtest
dann denk nicht an dich und wie gern du die zwei Ponys haben möchtest sondern
denk an die Ponys das es ihnen endlich gut geht.
Die haben auch was besseres verdient.
Und ein Pferd/Pony kannst du dir auch kaufen wenn du ne Ausbildung fertig hast und
nen festes gehalt bekommst.

Ich habe selber ein Pferd und es ist echt eine riesen Verantwortung, und dann wird
es halt doch mal Krank oder trit in nen Nagel und der steckt im Huf fest. Da muss dann
doch gleich wieder der TA kommen, dann zwei mal im Jahr Impfen sind auch gleich
mal 80€ weg. Schmied geht ja noch aber den brauchst je nach Hufwachstum alle
2-3Monate. Ich brauch ihn noch öfter da mein Pferd einen bockhuf hat.
Dann rechne mal noch Futter (Heu, Stroh) ist echt ein Haufen geld. Die Ponys
müssen ja dazu noch auch wo unter gestellt werden, oder nicht?

DENK MAL NICHT AN DICH SONDERN AN DIE PONYS UND HÖR AUF SO NAIV
ZU SEIN, HABE MIR DAS ECHT ALLES DURCHGELESEN UND WAS DU VON DIR
GIBST IST ECHT DER HAMMER, DENK DU WILLST DEN PONYS HELFEN DANN
TU DAS AUCH ODER HÖR AUF RUMZU JAMMERN!!!!!!!!!!!