Autor Thema: Inhalieren  (Gelesen 36694 mal)

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Offline taraTopic starter

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Inhalieren
« am: 06.06.07, 12:33 »
Hallo!
Laßt ihr eure Pferde inhalieren?

Wenn ja,
womit? (Gerät, Substanz)
wie lange?
wie oft?

Ich soll mein Pferd jetzt ihnalieren lassen, Ultraschallvernebler, mit Cortison.
stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

"Ausbildung heißt, das zu lernen, von dem du nicht einmal wußtest, dass du es nicht wußtest."
(Ralph Waldo Emerson, (1803 ‐ 1882)

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Re: Inhalieren
« Antwort #1 am: 06.06.07, 13:05 »
Hi Tara, vor vielen Jahren habe ich fürs Hustenpferd die Equine Aeromask von Trudell angeschafft. Man kann an das Teil entweder einen handelsüblichen Ultraschallvernebler (Pari z.B.) anschliessen und entsprechende Medikamente verultraschallen, oder man kann - das ist das besondere daran, handelsübliche Asthmatikersprays (Cortison etc.) inhalieren lassen.
Es funktioniert gut.
Nutzt aber nur wenn - ich wiederhole mich wahrscheinlich zum hunderttausendsten Mal - die Haltungsbedingungen absolut optimiert werden.
Kein Stroh, keine Innenbox, nasses Heu, alle Allergene vermeiden, Staubbelastung vermeiden, dazu Bewegung bis zum abwinken, viel frische Luft, Schleimlöser so lange wie notwendig.
Guck mal auf die Internetseite, da gibt es ganz gute Informationen, leider nur englisch.

http://www.aerokat.com/Animal_Health/ah_aeromask_es.asp
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Offline taraTopic starter

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Re: Inhalieren
« Antwort #2 am: 06.06.07, 14:55 »
interessante Seite. Hast du diese Human-Athmasprays benutzt? Mein TA ist davon nicht so angetan, weil für Pferd nicht erprobt und nicht zugelassen.
stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

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Re: Inhalieren
« Antwort #3 am: 06.06.07, 15:26 »
Ja, hab ich benutzt. Aber da die Schimmelpilzbelastung aus der Umgebung so schlimm war, hat es nur genau so lange genutzt wie ich inhalieren habe lassen. Kaum aufgehört, war das Elend wieder da.
Es ist auch ein immenser Kostenfaktor, das Zeug ist schweineteuer wenn es einem keine Krankenkasse bezahlt.

Den Husten wegbekommen habe ich dann ganz ohne Inhalator durch optimierte Haltung und begleitend Akupunktur.
Mein Fazit: teuer und zu vernachlässigen. Die gesamte Inhaliererei.
Immerhin gibt es einem das Gefühl dass man etwas Gutes getan hat. Das ist aber auch schon fast alles.
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Offline Pandygirl

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Re: Inhalieren
« Antwort #4 am: 06.06.07, 16:33 »
interessante Seite. Hast du diese Human-Athmasprays benutzt? Mein TA ist davon nicht so angetan, weil für Pferd nicht erprobt und nicht zugelassen.

Hey!

Wie verschreiben die Human- Asthmasprays auch für vierbeinige Asthma Sprays. Einige davon werden schon lange bei Pferden angwandt, mit gutem Erfolg. Nur ist es natürlich ziemlich teuer, da so ein Pferd ein paar mehr Stöße aus den Inhalator bekommt.
Wer ruhig leben will, darf nicht sagen, was er weiss, und nicht glauben, was er hört!

Mit dem Herzen kann man Berge versetzten, aber ohne Kopf setzt man sie an die falsche Stelle!

Karin 55

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Re: Inhalieren
« Antwort #5 am: 11.06.07, 15:29 »
Es gibt bei HEILAND, Zulieferer für TÄ ein Inhaliergerät "Equine Haler"

An die Maske kann man direkt die Sprayzerstäuber anschliessen.

Kosten um die 90 € + Mwst. ( Einkauf für TA )

Muss mal nach Bild gogglen ........


Hier zu der Anwendung ein guter Link :

www.aft-online.net/media/download/ohnesorgeabstract.pdf

( Medikamente zur Therapie des Bronchospasmus
          Fenoterol = BEROTEC
          Ipatropiumbromid ATROVENT )

Ich habe jetzt zur Cortikoid Therapie allerdings Tabletten mit bekommen, denke mal billiger und einfacher zu verabreichen ( ausführlicher Klinikbericht folgt in der Hustinnettenbox  ;) )




Karin 55

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Re: Inhalieren
« Antwort #6 am: 11.06.07, 15:31 »
...und Bild gefunden :

www.equinehaler.com

Karin 55

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Re: Inhalieren
« Antwort #8 am: 11.06.07, 16:15 »
Am Freitag war ich mit Pferd in der Pferdeklinik zur Bronchoskopie. Er litt wieder vermehrt unter Atemnot und musste beim Reiten immer sofort husten beim antraben.
Bei der Bronchoskopie kam folgendes heraus:
•   Kein festsitzender Schleim, nur ein paar weißlich-schaumige Schleimfetzen, die so auch bei gesunden Pferden zu finden sind. Von dem Schleim wurde eine Probe genommen um Zellen und eventuelle Bakterien zu bestimmen.
•   Kein Bronchospasmus
•   Chronische Entzündung der gesamten Schleimhaut, beginnend am Kehlkopf.
•   Schleimhaut geschwollen. Durch die lang andauernde chronische Entzündung hat sich  bereits das unter der Schleimhaut liegende Bindegewebe verändert (= verdickt), was irreversibel ist.

Laut Aussage des Tierarztes kann da nur noch Kortison was bewirken. Tabletten sind besser als Inhalieren, weil so der Wirkstoff garantiert überall hinkommt.
Nun bekommt Pitja also wieder Kortison*), 500 mg pro Tag über 5 Tage, danach reduzieren auf 400 mg (5 Tage), und 250 mg. Es gilt, auszutesten, bei welcher Wirkstoffmenge er beschwerdefrei bleibt, und in wie weit er reitbar sein wird.
Und dann muß ich mir überlegen, wie lange ich (bzw. mein Geldbeutel!) bereit bin, das zu investieren.

So ist der momentane Stand der Dinge.

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Offline Ute69

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Re: Inhalieren
« Antwort #9 am: 11.06.07, 17:37 »
Hallo Tara,

wie sieht es bei Dir mit den Haltungsbedingungen aus? Hast Du die Möglichkeit, diese zu verbessern - wie Andrea schon geschrieben hat?
Wenn nicht, wird es weiterhin eng bleiben. Ich kann Andrea da nur aus Erfahrung beipflichten. Da nützen alle Anwendungen, Medikamente, Kräuter usw usf nicht wirklich etwas. Eben nur das gute Gefühl beim Besitzer, etwas versucht zu haben (und da fasse ich mich auch an die eigene Nase - war lange auf diesem Trip und habe unnötig Geld verlottert).

Weiterhin toi toi toi!

Aber nun doch noch eine Frage: Sind Pferde gesund, bei denen Schleimfetzen vorhanden sind? Bitte nicht aufregen, ist eine ernst gemeinte Frage!

Grüße, Ute

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Re: Inhalieren
« Antwort #10 am: 12.06.07, 07:55 »
Hallo Tara,

wie sieht es bei Dir mit den Haltungsbedingungen aus? Hast Du die Möglichkeit, diese zu verbessern - wie Andrea schon geschrieben hat?

Besser geht es nicht mehr. Tagsüber Paddock oder Wiese, nachts Außenbox, die eigentlich wie draußen ist, nur mit einem Dach über dem Kopf. Späneeinstreu, seit Jahren kein Heu, sondern Heucobs.

Glaubt mit, ich habe schon alles durch. schließlich hat mein Pferd nicht erst seit gestern damit zu schaffen.

übrigens, zur Info: er ist jetzt 22...
« Letzte Änderung: 12.06.07, 07:56 von tara »
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Re: Inhalieren
« Antwort #11 am: 12.06.07, 08:04 »
http://www.pferdefit.de/product_info.php?products_id=21&osCsid=241358ec8b9a7f08987246abf67e2161r

...und hier mit VK-Preis  :-\

hallo Karin, bist du bei Dr. S. mit deinem Pferd in Behandlung? Mit welchen Sprays hast du inhaliert?
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Gruß tara

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Karin 55

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Re: Inhalieren
« Antwort #12 am: 12.06.07, 08:34 »
Zitat
hallo Karin, bist du bei Dr. S. mit deinem Pferd in Behandlung?
  Ich glaube nicht  8) - wer ist Dr. S  ???


Mit den Sprays habe ich noch nicht inhaliert, werde nach dem neuen "Notfallplan" das BEROTEC auf Vorrat legen.

Ich habe bis jetzt mit meinem PARIBOY mit ACC inhaliert. ( mit der Injektionslösung ).

Ich denke auch das eine Cortikoidtheraphie mit Tabletten sinniger ist, da auch einfach besser zu dosieren.

In meinem kranken Hirn schwebt mir schon wieder eine günstiger Lösung als die sauteuere Pferdemaske vor, mit einer Pocket-Beatmungsmakse aus dem Humanbereich - muss aber noch denken  ;D

Also bei Tari bestanden die meisten Schleimanteile in der Trachea ja auch schaumigen Schleimfetzen - normal fanden das die TÄ allerdings nicht, vielleicht "normal" für einen COPD - aber für ein gesundes Pferd  ???

Offline taraTopic starter

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Re: Inhalieren
« Antwort #13 am: 12.06.07, 09:39 »
  Ich glaube nicht  8) - wer ist Dr. S  ???


der, von dem du den link reingesetzt hast, wo man die Maske kaufen kann.
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Karin 55

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Re: Inhalieren
« Antwort #14 am: 12.06.07, 09:43 »
Zitat
der, von dem du den link reingesetzt hast, wo man die Maske kaufen kann

Ne ne  :D - ich wusste nur das ich in unserem Katalog für TÄ-Zubehör so eine ähnliche Maske gesehen habe und habe dann mal gegoogelt  8) um zu sehen ob die acuh auf dem freien Mark angeboten werden und zu was für Preisen.