Autor Thema: Pferd zu pullig  (Gelesen 22214 mal)

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Offline diana m.

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #15 am: 25.04.07, 10:39 »
Die Sache mit den verkürzten Zugsträngen will mir nicht ganz klar werden.
Eigentlich müssten die bei beiden Pferden gleich geschnallt sein, sonst klappt es ja mit dem Achenbach-System bei der Leine nicht.

Denn bei 3 cm Größenunterschied sind die Pferde ja gar nicht so unterschiedlich.

Wie sieht es denn mit den Kopfstücken aus?
Fährst Du mit Scheuklappen?
Liegen die Gebisse richtig, also hoch genug?
Ist die Kinnkette gut ausgedreht und in der richtigen Länge eingehakt?
Ev. Fotos?

Wie treibst Du das langsamere Pferd an - Peitsche, Stimme oder beides?
Ich nehme an, dass das heißere Pferd auch auf das Treiben des langsameren reagiert.
Also dezenter Treiben.

Kannst Du am Futter etwas ändern?
Dem langsameren Pferd etwas Pep anfüttern und dem Hibbel weniger Energie zufüttern.

Offline ginger2571Topic starter

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #16 am: 26.04.07, 10:23 »
Wir haben bei der Kleinen die Zugstränge ein Loch kürzer gemacht um sie eher im Zug zu haben.

Wir fahren mit Scheuklappen, die Gebisse passen und liegen richtig, Ketten sind ausgedreht und die Länge sollte auch stimmen.

Ich treibe die Kleine nicht mit Stimme an, weil die Große dann mit drauf reagiert. Mit der Peitsche muß ich allerdings aufpasssen, daß die Kleine mir nicht auch noch heiß wird.

Am Futter kann ich nichts ändern, da sie sowieso wenig Kraftfutter bekommen.

Die Kleine ist ja auch nicht schlapp oder lustos, sondern nur langsamer, also wäre mehr Futter für sie keine Lösung.

Wir werden sie nochmal zu unserem Ausbilder geben. Leider sind unsere Pferde noch nicht auf der Sommerwiese und bei unserem Ausbilder kämen sie 8 Stunden raus. Also müssen wir noch ein paar Wochen warten bis die beiden wieder "grasfest" sind  ;).

LG
ginger2571
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Offline christi281

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #17 am: 26.04.07, 11:28 »
Man kann mit der Peitsche ja ständige leichte Impulse geben und immer dran bleiben damit man den Schritt etwas verstärkt. Leichte Aufforderungen helfen manchmal schon.
Nur die Flanken ankitzeln.

Aber das mit dem Ausbilder ist gut. Jemand mit viel Erfahrung schafft es meist das Problem mit wenigen Handgriffen in den Griff zu bekommen.
Nur wer seine Schwächen kennt kann seine Stärken zeigen!

Offline silence

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #18 am: 29.04.07, 13:36 »
Hallo,
für diese Fahrpferde gibt es auch (als Ergänzung zu alle andere Ratschläge) einen besonderen Reittraining.
Für das pulliges Pferd wäre eine Arbeit in ein autokadenzierter Trab sehr hilfreich.
Als Grundprinzip zu erst, soll man offen genug sein um einsehen dass Reiter oder Fahrerhilfen sind da um Pferdereaktionen zu herstellen, umwandeln aber nie aufrechterhalten (sonst stumpfen die Pferde sehr schnell ab).
Zweitens ist die Trennung des Hilfgebungen (Schenkeln ohne Hand(einwirkung), Hand ohne Schenkeln) ein wichtige Ausbildungprinzip (auch) für ein Fahrpferd:sie sollen eine Leistung in Sicherheit bringen ohne ständigt getrieben und zusammen (noch dazu!) gebremst zu sein.
Ein Reiter, welcher ein Fahrpferd trainiert, muß seinen Reiterhilfen enorm reduziert, besonders die Schenkeleinwirkung.Ist das nicht logisch,mal so pferdig gedacht?

Zurück zum autokadenzierter Trab:
Wie? (das Pferd ist in seine Unterkieffergelenk nachgiebig und geht in eine natürliche Aufrichtung) Man Trab an mit schenkeleinwirkung und ohne dabei mit der Hand zu wirken. Dann, ohne Schenkelkontakt, fang man an vorsichtig dieser Trab zu bremsen (also dosierte Handeinwirkung) bis es so langsam wie möglich wird. Sobald aber das Pferd ein Gang geht welcher kein Trab mehr ist, sofort die Handeinwirkung absetzen und deutlich genug mit die Schenkel das Pferd im Trab wieder bringen (also ein gesprungener Gang, kein Jog oder sowas). Wenn der Trab wieder hergestellt ist (also, gerade mit Herrn Pullig, nach sogar 3 Sec...mehr nicht!) :Schenkel weg! Wieder mit der Hand wirken, bis das Pferd versteht was man von Ihm will: ein langsammer, kadenzierter,runder,mit "innerer Schwung" und Selbsthaltungs Trab.
Ab dieser Moment soll der Reiter alle Hilfen absolut absetzen und das Pferd, so, frei auf Ehrenswort gehen lassen.Und bald mit Stimme vorsichtig anhalten und enorm loben.
Nota:sobald aber das Pferd von sich selbst dieser Gang ändern würdet: sofort Hand (halbsecunde Wirkung(en) ) oder Schenkelhilfe (paar Secunden)  wieder einsetzen!

Was bringt das vor der Wagen?
Das bringt uns ein Pferd welches die bremsende Wirkung der Hand besser versteht ohne dabei träge zu werden.Bei dieser Reittraining hat es gelernt sein Gleichgewicht zu ändern um -ohne ziehen- schwungvoll gehen zu können, in selbsthaltung (ohne ständigen Hilfgebungen).
Bitte dabei nicht vergessen: um ziehen zu können, muß man immer mind. 2 sein (damit meine ich nicht hier :der Wagen "ziehen" ;).

Kürioserweise ist dieser Übung auch sehr gut für das anderes Pferd (welches eher träge ist) weil es dabei lernen würdet: wenn ich laufe, werde ich in Ruhe gelassen!
Aber bei ihm sind andere Übungen zu bevorzügen.
Es muß zu erst lernen das die Hand treibende auch sein kann (ist das nicht logisch und praktisch für ein gefahrenes Pferd??Dazu ist sowas auch für alle gerittene / gefahrene Pferde gültig) und dann soll es lernen ohne Schenkelhilfe einer brillanter Schritt zu geben: ein Schritt in der mind. Geschwindigkeit einer Trab.

Ja,wie denn das alles?
Ich bin jetzt ein bissel kurtz in der Zeit aber wenn sowas jemand interessiert würde, bitte bescheid "sagen".
V.G.
Pascale   
« Letzte Änderung: 29.04.07, 18:57 von silence »
"Die Natur ist an glückliche Menschen interessiert" Bärbel Mohr

Offline christi281

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #19 am: 03.05.07, 09:21 »
Habe jetzt ein ähnliches Problem gefunden.
Ein Haflingergespann. Einer träge einer heiß. Die eine ist einfach nur fleißig und motiviert und behindert das Gespann.

Das heiße könnte ab nächste Woche meins sein fürs Einspännerfahren ;D
Dieses Gespann ist einfach nicht zu regulieren und zu dem trägen wird jetzt ein Gegenstück gesucht. Und es wurde mit proffessioneller Hilfe versucht das es funktioniert.
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Offline carola

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #20 am: 03.05.07, 09:36 »
Ich denke, wenn zwei partout vom Temperament und von der Schrittlänge nicht passen, passt es nicht. Da kann man machen, was man will.

Christie - deines? :D
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Offline christi281

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #21 am: 04.05.07, 08:46 »
NOCH nicht!  ;)
Bin schon ziemlich angetan von ihr. Habe jetzt sehr lange gesucht. Ich wollte unbedingt ein Warmblut bzw Schweres Warmblut.
Und woran bleib ich wieder hängen? An einem Hafi. Obwohl ich mich vehement dagegen gesträubt hab. Aber wo die Liebe hinfällt.... ;)
Es ist eine sehr temperamentvolle Stute die einfach nicht zu dem anderen passt. Aber als Einspänner total gut und sicher.
Allerdings nicht geritten aber das wird bei einem 5jährigen Pferd kein Problem sein.

Montag fahre ich sie nochmal und dann entscheide ich mich. Ist ein ganz andérer Schlag als meine alte. Aber am wichtigsten ist mir das sie mir nicht auf der Nase rumtanzt im Umgang. Ein von Anfang an schlecht erzogenes Pferd ist für mich die Hölle.
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Offline ginger2571Topic starter

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #22 am: 04.05.07, 09:10 »
Hey Christi,

ich drück Dir die Daumen. Muß schon große Liebe sein, denn Haflinger und (schweres) Warmblut haben ja nicht soooo viel gemeinsam, aber als Einspänner hört sie sich doch super an. Berichte Montag doch mal was geworden ist.

Wir haben kutschmässig noch nichts wieder gemacht. Unsere Pferde sind erst seit Dienstag auf der Sommerwiese und müssen sich erst mal ans Gras gewöhnen bevor ich überhaupt dran denken kann sie zum Ausbilder zu geben (da wären sie auch den ganzen Tag auf der Wiese).
Beim Reiten hat die große Sommerweide schon Wunder gewirkt. Die Große ist ruhiger geworden.

Bei uns ist die Priorität eindeutig bei den Pferden. Wenn sie patout nicht zusammen laufen können (oder wollen), dann haben wir eben Reitpferde und sind wieder "nur" Reiter. Verkaufen ist für uns keine Option.

LG
Ginger
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Offline christi281

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #23 am: 04.05.07, 09:14 »
Das ist eine vernünfige Einstellung.
Bei denen geht es nur nicht anders weil die halt nur Fahrer sind und nichts mit Reiten am Hut haben und auch keinen Platz für ein drittes Pferd haben.
Für mich ist das ja nur gut und da ich eh nur Einspännig fahre da ich nur Zeit für ein Pferd habe ;)
Könnt ihr das andere Pferd denn Einspännig fahren? Oder kleben die beide?
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Offline silence

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #24 am: 09.05.07, 10:14 »
Hi,
die Chinesen sagen dass in jede Frage liegt die Antwort (I Ging-Prinziepien).
Für manche bedeute dass "man" sollte bei sich zu erst arbeiten um der Kern der Sache zu verstehen.
Für die Anderen bedeute dass "man" wird NIE eine Antwort akeptiert welche NIE was "man" schon weißt (also oft nichts!) entspricht.
Dabei sollte aber dieser letzter Kategorie von Menschen vielleicht ein bissel mehr Mut zu ihrer gewollte Ignoranz zeigen und nicht schreiben: "Da kann man machen, was man will" sondern "Da kann ICH machen, was ICH will".
Die Welt den Reitern ist schon eine Messe für sich aber hier ist noch..hmm.."interessanter".
Schöööönnnn weiter unter euch bleiben.
(Oder habe ich was falsch aufgefasst ;) )
Ciao!
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Offline friesi02

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #25 am: 09.05.07, 11:57 »
silence, Du legst hier wieder mal eine derartige  Arroganz an den Tag,  für meinen Geschmack echt unakzeptabel ...
(den Smilie spar ich mir, der wäre genauso unangebracht wie der, den du an Deinen Text gehängt hast)

Hier suchen Leute Hilfe, jeder kann seinen Senf dazu abgeben, sollte aber nicht im gleichen Atemzug verlangen, dass er von allen Seiten dafür beweihräuchert wird.
*kopfschüttel*
das war wieder mal voll daneben.

Offline carola

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #26 am: 09.05.07, 12:25 »
Friesi, du Held! Du hast das verstanden, was Silence schreibt? Ich nicht. Schon beim letzten Mal nicht. Allerdings hatte ich auch nicht das Gefühl, was zu verpassen. ???
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Offline ginger2571Topic starter

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #27 am: 09.05.07, 12:53 »
Irgendwie bin ich wohl wieder zu blöd.

Silence, ich versteh nicht was Du meinst.

Zu Deinem ersten Eintrag. Hört sich erstmal logisch an. Die Umsetzung ist für mich (mit meinem beschränkten reiterlichen Können und Umsetzungsvermögen) schwierig. Deshalb (auch wenn Du Dich irgendwie unbeachtet fühlst) noch keine Rückmeldung.

2. Das kleine Pferd läuft ganz normal und ist nicht das Problem. Die Große ist nunmal zu schnell. Da muß ich was dran gearbeitet werden. (Halt so, wie wenn ein normaler Eisläufer versucht neben Anni Friesinger herzulaufen. Hier müßte sich auch Anni Friesinger anpassen damit es klappt).

3. Deinen 2. Eintrag verstehe ich nicht. Klar kann ICH machen was ICH will und es klappt nicht. Deshalb brauchen wir ja Hilfe vom Profi.

4. Bei dem Rest mit "Reitern" und "interessanter" habe ich nicht den Ansatz einer Ahnung was genau Du sagen willst.

Falls Dein Eintrag eine Hilfe für mich sein soll, dann drück Dich bitte so deutlich aus, daß auch ich (und wie ich gerade gelesen habe) auch andere dann verstehen können, was genau Du sagen willst.

Ginger2571
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Offline silence

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #28 am: 09.05.07, 13:31 »
Interessanterweise antwortet ihr immer rasch über meine "Tratsch-Arroganz-und-sosnst-was-noch-Kommentare".DAS scheint euch wirklich wichtich und wesentlich zu sein.

Etwas nicht zu verstehen ist völlig in Ordnung. Warum schreibt ihr aber in einem Forum wenn ihr sichtbar NICHT verstehen,d.h. austauschen, WOLLEN?
Egal in welchem Ton die Dinge geschrieben sein werden: was NICHT die aktuelle Vorstellungen entspricht wird nicht GEDULDET. Es gibt sogar fuchtbare Storys über diese Abneigung-Kraft welche viel weit hinüber eine "Arroganz" gehen: Nicht-konventionellen RL werden z.B. absichtlich mit gerritene Pferde regelrecht gestoßen um sie aus der Halle einer eher konventionelle Reitanlage endlich mal los zu werden.
Was? Wer ist daneben?
Schluß damit.

@ Ginger
Hallo,habe gerade deine Beitrag gelesen.
wg 3. :es war nicht für Dich geschrieben und Carola hat sich schon erkannt.

Das Problem ist, wenn man ein schnelleres Pferd an eine weniger schnell anpassen möchte, wird rasch das ausdruckvoller Pferd eben sein Ausdruck verlieren.
Wenn aber du schaffst das normales Pferd ein brillanter Schritt zu trainiert (z.B.), kannst Du damit ein vorteilhaft Ausgleich erreichen.
Dafür mußte das langsammeres Pferd ein Schritt in der Geschwindigkeit eines Trabes erreichen (natürlich nicht ein starker Trab oder sowas..). Es ist relativ einfach zu trainiert und wenn es Dich interessiert, sag bescheid. Beim nächste Gelegenheit am PC, schreibe ich drüber.
V.G.P.
« Letzte Änderung: 09.05.07, 17:58 von silence »
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Offline diana m.

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Re: Pferd zu pullig
« Antwort #29 am: 09.05.07, 14:48 »
silence,
wenn ich das richtig lese, bist Du keine Deutsche.

Daher sind viele Rechtschreib- und wahrscheinlich auch Ausdrucksfehler in Deinen Texten.

Ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht, was Du eigentlich sagen willst.

Vielleicht baust Du etwas einfachere Sätze und versuchst, etwas genauer zu übersetzen.

Vielleicht liegt das Problem des aggressiven Tonfalls ja auch nur an einem Formulierungsproblem?