Autor Thema: Pferde schlachten: Ja oder nein?  (Gelesen 23971 mal)

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Offline zaino

  • Mein Pferd ist als Pferd eine Katastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #60 am: 23.03.07, 14:33 »
Ja, aber Du MUSST es registieren u. als Nicht-SChlachttier extra bezeichnen, sonst könnte ja wieder einer sich aufregen u. sagen, ei das do ess isch aber nit.... (als ob man ihm je ein Stück davon anbieten täte!!!)

Offline lola²

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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #61 am: 23.03.07, 14:46 »
Wer weiß denn schon, was mit den "Nicht-Schlacht-Pferden" wirklich passiert. Vielleicht läuft es da genauso wie bei unserem "tollen" Recyclingsystem, wo ja nachher auch wieder alles zusammengeworfen wird. Vielleicht wandert das Fleisch ja in irgend so ein Ostland, wo man auf sauberes Fleisch nicht so viel Wert legt.  :-X

Ja ja, die liebe EU, ein Haufen voller Klugscheisser ...  ::) so lange wir nicht alle mit der gleichen Frisur oder EU-Einheitsklamotten rumrennen müssen ... Du bist EU oder wie war das doch gleich?  :P

Offline Viki

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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #62 am: 23.03.07, 15:38 »
Zaino, wenn es nur ums Schlachten ginge, hättest du insofern Recht, als man eigentlich einen "Positiv-Pass" hätte erfinden können - also nur der, der schlachten lassen will, braucht einen Pass, der "Heimtierbesitzer" ohne Schlachtabsichten nicht (wie sind da übrigens die Prozente verteilt, weiß das jemand?). Aber es geht bei der Grundidee eben um mehr: Um das jederzeit mögliche Identifizieren des Tieres, z.B. bei einem Transport.
Wenn z.B. eine bisher uninteressante Seuche (z.B. Rotz) wieder interessant würde (z.B. durch den Beitritt Rumäniens oder Kroatiens) und ein Händler würde mit erkrankten Pferden rumfahren, könnte das schon wichtig sein. Und das Geschrei wäre groß, wenn die Bürokraten dann nichts Sinnvolles unternehmen.

Die EU-Kritik hier wird mir zu pauschal - es gibt, wie in jeder größeren Verwaltung Bürokratie und Bürokraten, also auch unsinnige Verordnungen, das wird keiner leugnen. Es gibt auch politische Tendenzen, die ich nicht teile. Aber das ist kein Grund, die gesamte EU im Grundsatz in Frage zu stellen. Es gibt genügend wirtschaftliche und politische Gründe, weiter an einer funktionierenden EU zu arbeiten. Ihr müsst euch mal genau vorstellen, was ohne EU wäre und dann die Vor- und Nachteile sorgfältig abwiegen. Es geht ja wohl nicht nur um Tiere oder Lebensmittel bei dem Ganzen.

Petra, glaubst du, dass ein ähnlicher Vorgang in D bzw EU möglich wäre - dass Tierschutzlobbys ein so nachhaltig wirkendes Gesetz erzwingen könnten?

Offline zaino

  • Mein Pferd ist als Pferd eine Katastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #63 am: 23.03.07, 15:50 »
Viki, Händler u. Privatleute mit verseuchtem Viehzeug u. dessen Überresten fahren eh schon genug rum - man denke an die wahren Verbreitungswege der Vogelgrippe, zum Bleistift! (s. ARtikel auf der Startseite von huehner-info.de)
Oder die tollen "Tierschützer" die tonnenweise arme Strassenhunde aus dem Süden anschleppen - seither haben wir auch in Bayern schonmal die eklige Leishmaniose gehabt, Mahlzeit!
U. das alles sollte so ein blöder Pass verhindern?
Glaubst Du echt, wirklich zwielichtige Händler sind mit der Pflicht zum Lappen gestoppt?
MITNICHTEN!
Das trifft nur wieder die armen kleinen Einzelpferdebesitzer, die damit getriezt werden, die "Großen" Saubären erwischt man nicht. Die sind vom System geschützt.

Offline Viki

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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #64 am: 23.03.07, 16:32 »
Oder die tollen "Tierschützer" die tonnenweise arme Strassenhunde aus dem Süden anschleppen - seither haben wir auch in Bayern schonmal die eklige Leishmaniose gehabt, Mahlzeit!
U. das alles sollte so ein blöder Pass verhindern?
Glaubst Du echt, wirklich zwielichtige Händler sind mit der Pflicht zum Lappen gestoppt?

Das sind aber auch wieder 2 Paar Stiefel. Zwielichtige Händler sind eins - die Straßenhundgeschichte was anderes. Die beruht ausschließlich auf völlig fehlgeleiteten Emotionen von Privatleuten.

Ich wollte nicht den Pass verteidigen, sondern die Grundidee der EU. Ein Regionalkonzept (Grenzen dicht, jeder macht sein Ding) hätte auch Vorteile - man könnte einen griechischen Straßenhund draußen halten. Für die Länder, denen es gut geht (Schweiz), macht das durchaus Sinn. Auf Dauer gesehen führt Kleinstaaterei in die Sackgasse, das hatten wir ja schon mal. Wir haben die EU und wir können nur schauen, das Beste draus zu machen. Ich hab aber auch Angst vor der ganzen wirtschaftsliberalen Tendenz (weltweit) und weiß keine echte Lösung.

Offline thyrie

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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #65 am: 23.03.07, 20:09 »
Duie Grundidee vom Pass ist nicht verkehrt. Aber die Umsetzung ist in D sowas von mieserabel, das geht auf keine Kuhhaut! Die Pässe z.B. von der FN sind zur Identifizierung nicht wirklich geeignet. Jedenfalls nicht für papierlose Pferde ohne Brand. Hier besteht Nachbesserungspflicht! Ich würde eine Chippflicht einführen und in die Pässe Bilder von vorne und mindestens einer Seite. Dazu eine Messung des Stockmasses im Alter von 5 oder 6 Jahren. Macht zwar Aufwand, aber wenn schon, dann bitte richtig.

Nichtschlachtpferde und alle anderen nicht der Lebensmittelgewinnugn dienenden Tiere weren nach ihrem Ableben verbrannt.
"Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus."  (Gabriel Laub)

Offline Cäsar

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Re: Pferde schlachten: Ja oder nein?
« Antwort #66 am: 16.04.07, 18:12 »
Hm, in meinen (oder vielmehr Ponys) Pass wurde noch nei was eingetragen, nur Impfungen. Dabei hat es schon eine menge Zeugs gekriegt wo auf der Verpackung stand: 6 monate nicht essbar usw.
Mir ist das ja egal, weil das Pony ist von seinem Vorbesitzer als Nicht-essbar eingetragen worden (was man so wet ich weiß auch nicht mehr rückgängig machen kann, zumindest offiziell nicht). Der Witz ist aber, dass der TA den Pass noch nie gesehen hat, ergo gar nicht weiß, dass ds Vieh nicht essbar ist. Er hat auch nie danach gefragt.
Ich bin echt froh, dass ich eh kein Pferdefleisch esse, was meint ihr, bei wie vielen da mit den Medikamenten Murks gemacht wird. Ich esse übrigens keins, weil ich es für mich nicht vereinbaren kann, den eigenen Haflinger zu putzen und zu versorgen und einen anderen zu essen. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Prinzipiell habe ichweder was gegen Pferdeschlachtung noch gegen den Verzehr. Würde mein Pferd eher schlachten lassen, als irgendwohin weiter zu verkaufen wo ich nichthundertprozentig wüsste, da hat er es gut.