Autor Thema: Unser Pony starb an einer Vergiftungskolik  (Gelesen 19521 mal)

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Offline zaino

  • Mein Pferd ist als Pferd eine Katastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
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Re: Unser Pony starb an einer Vergiftungskolik
« Antwort #30 am: 07.02.07, 16:54 »
Hm, ich hab ja selber keine Kinder u. kann vielleicht nicht mitreden... andererseits hab ich ja auch 'ne ERinnerung u. erzählterweise die von anderen Leuten...
Also meine Mutter hat als Kind 2 Hunde verloren u. wollte NIE WIEDER ein Tier in ihrem Leben - u. möglichst auch nicht in meinem. Ihr war der Preis zu hoch, das Positive hat sie nie wieder sehen u. gelten lassen wollen.
So eng sind wohl die wenigsten gestrickt.
Vielleicht lags auch am unsensiblen Umgang damals mit Kindern?

Ich denk mal, verzeihen, doll in den Arm nehmen, mit ihr weinen u. die Sache mit dem pferdehimmel u. dem Weiterleben (etwas woran ich schon glaube, wenns auch sicher andere Dimensionen hat als wir uns jetzt grad vorstellen können - was auch wieder gut ist, Ihr erinnert Euch an Hamlet, "das unentdeckte Land von des Gefield kein Wandrer wiederkehrt") ausmalen und erklären - u. dass Euer Pony da nun ohne Schmerzen und unbeschwert mit anderen Ponies über die Immergrünen Wiesen sausen kann.
Sorry wenn das sentimental ist was ich da zusammenschreibe.
Naja, und wenn sie schon wieder um ein anderes Pony guckt, ist das doch auch wieder toll - auch Kummer durchleben und damit fertigwerden ist wohl ein Lernprozess den jeder Mensch durchmachen muss.

Trotzdem, SCHLIMM was da passiert ist, ob Ihr da je mehr herausfindet?
So Übernzaunfütterer  >:( >:( so grenzenlos dumme... da könnt' ich echt platzen! Dumm wenn man Weiden an einer Strasse oder sowas hat... erwischt man die in flagranti gucken sie einen mit großen Augen an: Aber das haben wir doch schon immer... aber das macht doch nichts .... aber das ist doch nur ganz wenig... aber aber aber... *flinteholengeht* .... die sollten alle mal life in einer Klinik zugucken dürfen was ein Pferd mit Kolik/Vergiftung an entsetzlichen Schmerzen durchleidet! Und dann fragen ob sie IMMER noch denken "das macht doch nix" "aber es schmeckt ihm doch so" bläh blah blubber...  >:( :( :'(

Offline maatsch

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Re: Unser Pony starb an einer Vergiftungskolik
« Antwort #31 am: 07.02.07, 17:07 »
meine Mutter  wollte NIE WIEDER ein Tier in ihrem Leben -

mein vater is auch so... der hat schon mit 35 erklärt, dass er keine tiere mehr will, weil das immer so furchtbar ist wenn die sterben. dabei hat er selber als kind alles dahergebracht von kaninchen über wilden hamstern bis eidechsen und katzen...

ich hab ihn dann gefragt ob er denn dann auch nimmer unter leute geht, weil passieren kann immer was und man muss die schönen momente geniessen...  :-\
Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter. - Edita Gruberova

Offline ChopinTopic starter

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Re: Unser Pony starb an einer Vergiftungskolik
« Antwort #32 am: 02.03.07, 18:25 »
Habe letzte Woche einen Mann erwischt der ausgerechnet meinen dicken über den Zaun gefüttert hat. Ich bin fast ausgerastet und habe total überreagiert. Er hatte zwei Kinder dabei und als ich mich etwas beruhigt hatte konnte ich ihm dann auch vernünftig erklären warum ich es nicht will das die Pferde über den Zaun gefüttert werden. Er war sehr erschüttert als ich ihm das mit Susi erzählt habe. Geärgert hat mich dann nur noch folgender Spruch des Mannes: Aber ich hab doch nur ein Brot..... Ich habe dann gefragt ob er mir garantieren könne das das trockene Brot durchgehärtet ist, kein Schimmel dran ist und was er glaubt wie das ist wenn 5 Leute am Tag kommen und sagen aber ich hab doch nur...... Er wurde dann wenigstens etwas nachdenklich!

Chopin

geolina

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Re: Unser Pony starb an einer Vergiftungskolik
« Antwort #33 am: 04.03.07, 11:54 »
hallo chopin,

mach dir mal keine vorwürfe deswegen - die menschen müssen einfach verstehen, dass pferde kein kulturgut sind, das jeder nutzen kann, weil: "die kinder haben soviel spass dran", sondern, dass dies tiere sind, die einem ANDEREN gehören. und dass man selber entscheiden kann, was jemand wann, wie mit dem pferd macht.

jeder hat einen mund und kann fragen, ob er mal füttern oder streicheln darf. bei uns auf dem dorf war das früher auch noch so. und da hatten wir nie was dagegen, die kleinen nachbarskinder durften auch alle mal auf mein shettychen drauf, aber seit eine siedlung, gebaut wurde, gab es schon mehr probleme. die leute haben schlicht nicht mehr den einblick, warum man überhaupt nachfragen muss, wenn das tier doch gut erreichbar ist. (als wäre man selber schuld, wenn die koppel gut erreichbar ist, man soll das pony doch einsperren, wenn es keiner füttern darf....)

mein - dein - was ist erlaubt - was eben nicht - respekt muss man auch vor den dingen/tieren der anderen haben....hm, man sollte mal ne schulung machen.

alex