Autor Thema: Hengsthaltung mit Hindernissen - Amtstierartzt - vermeindliche Tierfreunde  (Gelesen 11097 mal)

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hallo!

Ich bitte alle die den beitrag lesen mir nicht vorzuschlagen meinen hengst legen zu lassen oder irendwo in einem pensionsstall unterzubringen, weiters bitte ich darum wohlgemeinte meldungen von wegen wie kann man nur auch bleiben zu lassen! für alle erfahrungsberichte und meinungen bin ich jedoch dankbar!

ich halte meine pferde seit gut 6jahren offenstall (wallach+stute), die pferdehaltung interessiert mich und ich reite auch kaum da das drumherum mich auch oft zu viel beschäftigt!

meine wunschvorstellung war immer den pferden einen raum zu schafften wo sie "frei" und ohne menschliche beeinflussung (boxenzeiten,weidezeiten,fütterungszeiten ect.) leben können, ich wolle immer das sie den kontakt zum menschen suchen dürfen ohne oder nur mit geringen einflüssen von mir und das ist mir soweit auch gelungen! herausgekommen sind zwei selbstbewußte, kugelrunde und freche vierbeiner!

ende sept. 06 hab ich mich dann in einen weiteren vierbeiner verguckt-verliebt, wie immer mans auch beschreiben mag es hat sowas von gefunkt und naja der herr war und ist noch ein richtiger mann! - und solls auch bleiben - irgendwie will ich ihm einfach das nicht nehmen! wie die anderen beiden ein  aussortierter traber und vermutlich zwischen 15 und 18 - angelbich als probierhengst eingesetzt und soweit ich es beurteilen kann kennt er keine guppenhaltung oder pferdekontakte außer wenns ums erkennen der rosse bei stuten geht. angeblich hat er 1 mal gedeckt. - das alles sind jedoch vermutungen!!


zu meinen beiden konnt er nicht dazu - es sind viele reitställe und vor allem reiter unterwegs und ich wollt keinen ärger - da meine kleine anlage genau am reitweg liegt ect. ect. - est ist sowiso schon kompliziert genug und daher will ich ihn nicht dort hinstellen!

somit stand er kurzfristig 30km entfernt wo ich ihn jeden tag besuchte was auf dauer nicht geht! ich bin kein boxenfan, somit hab ich darauf bestanden das er tag nacht draußen bleibt und er bekam eine 24std. heurraufe auf die weide wo er allein stand - ich weis umstellung im sept. von box auf freilandhaltung ist hardcor, aber das wetter war und ist noch immer gott sei dank nicht wircklich winterlich! auch die anderen pferde waren wegen des tollen wetters oft noch tag und nacht auf der weide! und er hat dann auch wircklich noch ein halbwegs passables winterfell angesetzt!

er hatte sichtkontakt zu der wallachenherde und ziemlich weit weg auch noch zur stutenherde! die ersten tage ist er ziemlich auf und abgerannt, dann hat er sich soweit beruhigt das er ruhiger und etwas ausgeglichener wurde - abgenommen hatte er jeoch schon vom vielen herumrennen und auch von der umstellung natürlich! obwohl er mit der zeit ruhiger wurde hat er sich einen trampelpfad entlang der koppel getreten die gegenüber der wallacheherde war und sich auch mit abkoten und kopschlagen mit dem herdenchef gemessen!

anfang november hatte ich dann endlich eine lösung in meine nähe gefunden! eine weide mit einem containerunterstand und ich kann sogar zu den anderen beiden spazieren - somit wurde er mal überstellt und er steht ALLEINE.

im fürjahr 07 ist dann eine größere weide im gespräch wo ich dann auch einen richtigen offenstall für ihn erreichten darf! und natürlich war für mich von anfang an klar das ich ihn nicht auf dauer alleine stehen lassen möchte - jedoch ist das eben nicht so einfach!!
 
seit dem er alleine steht ist er wesentlich ruhiger und wirckt auch ausgeglichener auf mich, er wiehert nicht er hat sich keinen trampelfad getreten und er hat auch schon wieder etwas an gewicht zugelegt auch wenn er gegen meine anderen beiden noch immer recht mager wirkt!! - ich gehe mit ihm spazieren sofern meine zeit es zuläßt anfangs war er etwas aufgepuscht als obe er denkt jetzt passiert was - jetzt jedoch ist er ruhig und das spazierengehen macht ihm spaß!

weiters hab ich schon spaziergänge mit hengst und wallach, als auch hengst und stute probiert. anfangs rehgt er sich auf dann beruhigt er sich und dann gehts mit ausreichend abstand hinten nach - zu naher kontakte gehen natüricherweise nicht - und ich hätte mich bis jetzt auch noch nicht getraut ihn mit dem wallach zusammenschnuffeln zu lassen oder sie zaun an zaun zu stellen!

wie gesagt das kennt der herr alles anscheinden überhaupt gar nicht und eine umstellung - geht nicht kurzfristig - sondern braucht viel zeit geduld und dann erst wird man sehen obs möglich ist oder nicht! weiters bin ich also auf der suche nach pferd nr. vier und hab mir überlegt noch eine stute zu nehmen und den wallach dann zu ihm zu stellen oder noch einen hengst der gruppenhaltung gewöhnt und die beiden herren zusammenzustellen - aber das sind alles nur überlegungen und möglichkeiten die ich durchgege und schließlich müßte dann pferd nr. vier auch noch mir zusagen schließlich will ich einen platz auf lebenszeit bieten!


noch bin ich davon überzeugt das es mögich sein wird den hengst einzugliedern wenn man ausreichend zeit und geduld aufbringt - jedoch wird es sehr schwer werden da er eben das alles nicht kennt und ich auch lieber vorsicht walten lasse als nachsicht und ich tausendprozent den schritt erst wagen wede wenn ich ein gutes gefühl dabei habe solange soll er meiner meinung nach ALLEINE bleiben da er für mich und ich halte mich für einen pferdeeinfühlsamen menschen akut nicht darunter leidet (mein wallach ist ne heulsuse wenn der mal ne std. allein sein muß dann ist der echt todunglücklich und wiehert und beschwärt sich gewaltig) , der hengst  kommt sehr gut damit zurecht ! selten hab ich so ein ausgeglichenes pferd gesehen und er stahlt keine unruhe oder unzufreidenheit aus! seine sterotypen kopfschlagenden bewegungen die er im anderen stall zeigte oder auch bei der besichtigung in der box hat er wesentlich seltener nur wenn ihn was ärgert, zb. ich mißte die weide ab er begleitet mich und kriegt kein leckerli dann macht ers manchmal.


heute war ich wie jeden samstag am vormittag zuerst beim hengst versorgen als ich wegfahren will fährt mir ein pkw in den weg und ein gutbeleibter mann der unterhalb der weide wohnt, ist volkommen aufgebracht und fährt mich an ob ich die besitzerin des pfedes bin und das er es als zumutung empfinde das ich das arme tier alleine lasse, pferde sind herdentiere und es sei tierquälerei, weiters haue sich das pferd im container an und schlage gegen die wände, er drohte mir das er falls ich nichts unternehme (pferd dazustelle) sich darum "kümmern" würde - meine frage wo sich das pferd angeschlaen habe und wo es dagegen getreten haben soll wurden gar nicht beantwortet - auch fragte ich ihn was er denn denke was da oben auf der weide los wäre wenn ich einfach ein pferd dazustelle hat er ignoriert. ich war dann auch etwas verärgert und überfahren mit der situation und da er sich auf kein gespräch einlassen wollte und auch nur stur seine vorwürfe wiederholte hab ich dann nichts drauf gesagt und ebenso schnell wie er auftauchte verschwand er dann wieder!


ich setzte mich dann gleich mit dem besiter der weide in verbindung und schilderte was vorgefallen war, der hat angeblich gestern schon einen anruf erhalten und war auch beim hangst auf kontrolle konnte jedoch beim pferd keine unruhe feststellen (auch er war von anfang an erstaunt darüber wie ruhig der kerl sich verhält - ist selbst pferdehalter und hat auch eigene pferde) auch ist es mir nie aufgefallen das er gegen den container tritt oder sich dort jemals angekauen hätte (der container hallt sehr wenn er reingeht hört man tok-tok-tok, pferfekten hängertraining, aber er ist auch dabei vollkommen cool und ruhig niemals ist er wieder rausgestrürzt ect. schießlich steht auch seine heurraufe drinn die er oft razeputz leer frist), ich bin oft auch noch am aben nach der arbeit kurz bei ihm so gegen 21h ode 21:30h niemals habe ich ihn verstört oder unruhig aufgefunden!!!


am montang werde ich mich mit dem amtstierarzt in verbindung stetzen damit der informiert ist und falls der gute mann was in die wege leitet zumindest kein all zu großer wirbel entsteht!

der hengst hat den container als winterfesten unterstand, 24std. heu zur freien verfügung, auch die weide ist 24std. offen und wird selbstvertändlich täglich gemißten (ein absolutes muß für mich - die weide ist die erweiterte box für mich und daher sollte sie genauso sauber sein), er hat ausreichend wasser, auf die  hufpflege achte ich natürlich auch wobei der kerl leider als ich ihn übernahm eine ziemliche strahlfeule hatte die mitleirweile bis auf einen huf so gut wie verschunden ist! - ich würde nie eins meiner pferde schlagen oder schlecht behandeln und ich halte es zwar nicht für ideal das er jetzt alleine steht aber eine bessere haltung ist aufgurnd seiner vorgeschichte meines erachtens im moment nicht möglich - außer ich lasse ihn legen was nur dann tun werde wenn es auch nach langen bemühungen und eingewöhnungsphasen sowie allen anderen mögichen mitteln die ich ausschöfpen  kann anders nicht möglich ist!


meine fragen sind jetzt:

wer hat ähnliche problems mit älterem hengst und dessen haltung in offenstall + zweitem pferd schon gemacht!

und ist das argument des beleibten herrn "tierqälerei" da ohne artgenossen ein fall für den amtstierarzt, hab ihr selbst schon so etwas angezeigt?!

lg

Offline ABM

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Ich denke mal, wenn Deine Haltung so eine Übergangssituation sein soll und Du weitere nzeigen befürchtest, schreib einen kleinen Text und bringe ihn gut lesbar an dem Offenstall an.
Je nachdem wie Euer Amtsveterinär reagiert, wirst Du Dir evtl. Auflagen anhören müssen - wobei Dir ja bewusst ist, daß ein Pferd ein Herdentier ist und in Gesellschaft gehört.
Das andere, was ich dazu zu sagen hätte, willst Du nicht hören, dann spar ich mir das.
Du sollst nur edle Pferde reiten. Wähle Dein Pferd wie einen Freund, denn Du sollst es lieben.
Und wie Du einen Freund nur unter den Vornehmsten und Besten wählen wirst,
so wähle Dein Pferd.
R.G. Binding

Offline elena

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Hallo Lexi,
erstmal, so auf die Ferne kann man natürlich keine exakte Ratschläge geben.
Es ist wohl dein 1. Hengst? Und seine Vorgeschichte weißt Du auch nicht genau?
Ich habe selbst einen Hengst und im Grunde genommen sind sehr häufig hengstbedingte Verhalten ähnlich. Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung heraus einiges dazu erzählen.

Mein Hengst ist in einem Herdenverband groß geworden (mit Leithengst und Leitstute und Fohlen, an die er nicht dran durfte) und als ich ihn 6jährig vor 4 Jahren gekauft habe, hat er mit einem Pony zusammen gelebt. Dieses Pony habe ich mit gekauft und es ging mit den beiden die ersten Jahre sehr gut, sie haben zusammen im Offenstall gelebt. Als allerdings der Hengst zum 1. Mal gedeckt hat und mit 8 Jahren erwachsen wurde, hat er das Pony ziemlich gejagt und ich habe für die Sommerzeit das Pony zu meinen anderen Pferden getan. Inzwischen lebt das Pony komplett bei meinen anderen Pferden.
Mein Hengst steht im Offenstall mit Paddock, der Paddock ist mit einem Gang von 2m Breite geteilt und daneben sind 2 Stuiten und 2 Wallache. Die betrachtet er auch auf "Entfernung" als seine Herde und er ist damit sehr zufrieden und ruhig. Bei der Weide habe ich dieselbe Teilung. Das ist für uns die beste Lösung, der Hengst ist sehr ruhig in seinem Gebiet, selbst wenn die Stuten rossig sind. Im Frühjahr kommen dann andere Stuten zum Decken, die auch in Sichtweite untergebracht sind, so können sich Hengst und Stute erstmal auf die Entfernung sehen und riechen.
Ich denke mit meiner Haltung habe ich für meinen Hengst das Beste für ihn erreicht, denn zusammen mit anderen Pferden geht nicht!! Er ist nicht alleine, bekommt alles mit und hat keinen Stress.
Und ich würde kein Risiko eingehen, Wallache, mit denen er nicht aufgewachsen ist, zum Hengst zu stellen. Das kann gut gehen, aber in den meisten Fällen eben nicht!
Und der arme Wallach wird gejagt und gebissen. Du mußt dir klar sein, daß ein fremder Wallach immer Konkurrenz ist und der Hengst nicht weiß, daß es ein Wallach ist. Also erkennt der Hengst den anderen Wallach nur als Hengst, denn Wallachverhalten gibt es in der Natur nicht. Der Hengst kann den Wallach sehr ernsthaft verletzen.

Die Winterzeit ist IMMER die ruhige Zeit für Hengste, da lassen die Triebe nach. Erst ab März/April und den ganzen Sommer über kommt der Trieb mehr zur Geltung.
Dies ist naturbedingt, also kann es bei deinem Hengst auch so sein.
Ich denke, der große Teil aller Hengste stehen alleine, oft natürlich Boxenhaltung mit anderen Pferden in der Nähe. Oder wenn man es dem Hengst bieten kann im Offenstall, aber in Nähe anderer Pferde. Bei den Ponyrassen ist es eher üblich den Hengst in einer Herde zu halten, allerdings denke ich, muß das schon von klein an praktiziert werden.
Ich schätze die Chancen einen älteren Hengst, und dann noch einen Probierhengst, in eine Herde oder mit einem Wallach zusammen zu bringen, als sehr sehr schwierig ein.
Und kastrieren bei Hengsten über 10 Jahren hilft zwar gegen die Fortpflanzung, aber nicht mehr gegen Hengstverhalten wie Chef sein, Treiben, Beißen und Decken nicht mehr. (gibt natürlich Ausnahmen, aber die sind selten)

Das mit Deinem Nachbar ist natürlich nicht gut, Laien sehen nur das arme einzelne Pferd und wissen oft nicht, daß man Hengste nicht zusammen mit anderen Pferden halten kann. Aber der Amtstierarzt wird das wissen, also würde ich mit ihm reden und ich denke da wird es keine Probleme geben.
Deiner Erzählung nach ist dein Hengst gewöhnt alleine zu sein, sonst würde er nicht an Gewicht zunehmen und ruhiger werden. Tierschutzgedanke hin oder her, Hengste können in unserer Zivilisation selten artgerecht in einer Herde leben.
Bin gespannt wie es bei euch weiter geht
eleni



Offline LexiTopic starter

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Also mal danke für eure nette behandlung mir gegenüber und die akzeptanz das ich den kerl nicht prinzipiell (sondern nur zu not) legen lassen will oder im pensionstall in box halten will!

@abm
bis jetzt war das der erste konflikt! und mit dem amtstierarzt werd ich mich morgen sowiso in verbindung setzten da michs einfach rein prinzipiell interessiert, was fakt ist. wenn ein pferd rein außerlich keinen physichen oder psychischen stress oder schmerz ausgesetzt ist obs da dennoch probleme geben kann! - eben weil in der natur herdentier!

und danke das dir den rest gespart hast;-)

@elena

war wohl nicht schwer zu eraten das mein erster hengst ist! - aber von seinem wesen bin ich einfach begeistert und war ab der ersten sekunde hin und weg - er ist irre inteligent und lernt unglaublich schnell - nicht reiterlich, das interessiert mich nicht aber situationsbedingt ist er einfach wow - ich liebe meine stute und meinen wallach aber er hat einen ganz eigenen charm!

leider steht er jetzt eben auch ohne sichtkontakte!! also wircklich ganz allein aber interessanter weise kommt er damit wesentlich besser zurecht als in den pensionstall in dem er kurzfristig untergebracht war - das er auf den wallach wesentlich hengstiger reagiert als auf die stute ist mir natürlich auch schon aufgefallen und daher würd ich mich nicht traun den dazuzustellen, zumindest nicht jetzt wenn überhaupt.

auch dürfte er einiges an prügel bezogen haben steigen tut der kerl so gut wie gar nicht, dafür fetzt er gern hinten aus - kommt mir vor wie eine überschlagshandlung (steigen prügel dann eben ausfetzen). als ich ihn im trabergestüt besichtigte war er natürlich auf hundert und in der erwartungshaltung wenn er aus der box kommt dann is was los - jetzt ist er beim spazierengehen bis auf wenige augenblicke (melden mit wiehern, imponieren wenn pferde zu nahe vorbeikommen) echt kaum als wircklicher herr zu bemerken. 

angelblich stand er dort den ganzen tag über in der box und am abend wenn die stuten in den trakt kamen, ging er aufs paddock wo gegenüber andere hengste genauso koppelgang hatten - ob das auch wirklich stimmt weis ich nicht, aber ich besuchte in des öfteren als ich ihn besuchen war stand er drinn und einmal hab ich mir dann angesehen wie er aufs paddock kam, der hengst gegenüber ignorierte ihn komplett er aber ist immer wieder in dessen richtung getrabt und hat sein programm mit dem kopfschlagen absolviert.

was ich jetzt schon zweimal mit etwas verblüffung beobachtet habe ist das wir mit ihm und stute spazieren waren und beim ersten spaziergang trennten wir sie und ihn auf der halben strecke anfangs fand er das gar nicht gut dann aber als er merkte das is nix drinn ist, stellte er sich schnell darauf ein und auf dem heimweg schien er reichtig nachhause zu drängen und er war irre entspannt und ausgeglichen fast heiter (wenn man das sagen darf), gestern warn wir dann wieder mit beiden spazieren und wir führten den hengst bis zum offenstall von wallach und stute und als ob er sich denken würde; "ah gut da steht meine stute, soll mir recht sein!" gings ohne probleme nachhause, wo er sich wieder pudelwohl zu fühlen schien!

das verunsichert mich jetzt alles gewaltig!!!!!!!!!!!!!! im pensionsstall war er wesentlich unglücklicher vermutlich wegen der vermeintlichen konkurenten die er immer sehen mußte?!

natürlich wär ich auch bereit zwei seperate offenstallboxen mit getrenntem zaun für ihn und koppelnachbarn zu planen, wobei ich am liebsten eben noch einen hengst oder eine stute nehmen würde, vorteil wäre das eben keine pferde drumherum sind also müßte es doch ok sein und auch ohne große spannung abgehen wenn zwei hengste durch ausreichend abstand zueinander wohnen?!

aber vermutlich muß ich einfach noch sehr viel beobachen und ausprobieren damit ich einschätzen kann in welche richtung der herr schlägt!! seine veränderung ist in der kurzen zeit schon gewaltig, wobei er natürlich seiner natur immer folgen wird!!

ich berichte euch dann von dem amtstierarztgespräch und in die veterinärmedizin fahre ich auch noch pferde ansehen und leute ausfragen;-) bezüglich hengst und hengstgerechter haltung wobei ich bezweifle das es dafür eine richtlinie gibt - jedes pferd hat eine andere lebensgeschichte und auch drauf muß man sich einstellen wenn man dem individuellen bedürfnissen und eigenheiten des pferdes entgegenkommen möchte!!


lg und nochmals dickes danke!!!!!!!!!!



bai

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hallo ich habe erst ein hengst gehabt der super lieb war und musst ihn legen lassen weil mein stall hinterm haus noch nicht fertig war was ich heute bereue nun habe ich weitere zwei hengste mit dem wallach zusammen stehn und alles ist supeer nur sie stehen auch permanent draussen in offenstall und dürfen auch stuten anschauen was ihnen scheinbar nichts ausmacht denoch halte ich eien abstand von zwei metern der koppel was besser ist wenn die stuten rossen denn ich habe es schon erlebt das mein kleiner 3 jähriger über den strohm zaun hinweg gesprungen ist und die stute war dann schwanger .es gibt aber nichts was mir sagen könnte das du dein hengst legen lassen musst es sei denn du kommst wirklich nicht mit ihm zurecht und bist nicht der chef was ganz wichtig ist ansonsten wünsche ich dir weiterhin viel spass und gelingen  :)

Offline LexiTopic starter

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hi leute!

nochmals danke für eure meinungen!!

der amtstierartz war sehr freundlich am telephon und meinte quasi das eh kalr sei das ein hengst allein stehen müßt, der herr der sich aufgeregt hat hat sich trotdem wir ihn kontaktiert hatten und unsere tel.nr weitergeleitet haben um ein gesrpäch zu suchen nicht mehr gerührt!!

der hengst bleibt bis ich eine bessere lösung gefunden hab mal allein und ist wegen des warmen wetter die letzten tage ganz schön frech und munter;-) - sein leiden hält sich also in grenzen!!

lg

Offline Friesentier

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hallo,

ganz allein "muss" ein hengst meiner erfahrung nach nicht sein. Mein Hengst steht Zaun an Zaun und Box an Box mit einem Wallach. Er hat überhaupt keine Hengstallüren. Allerdings kenn ich seine Vorgeschichte, weil er mir von Fohlen an gehört.
hoffe das alles so geht wie du es dir wünscht!  ;)
Theorie ist wenn man alles weiß aber nichts klappt.
Praxis ist wenn alles klappt aber keiner weiß warum!

Offline Penelope

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Kommt halt auf den Hengst an. Mein fast 19 jähriger Ponyhengst steht im Einzelpaddock, auf der einen Seite "seine" zukünftigen Stuten, auf der anderen Seite ein Wallach. Der Hengst ist trotz seines Alters und seines jahrelangen Deckeinsatzes eher verspielt, da macht der Wallachkumpel eher mit als die "zickigen" Weiber.
Die Beiden vertragen sich auch auf der Weide, kein Problem.
Nun ist zur Zeit ja auch noch keine Decksaison, Hengst mit Stuten laufen lassen und den Wallach dazu, da hätte ich dann doch meine Zweifel.

Offline felis

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Bitte stell keinen Althengst, der schon gedeckt hat, mit nem Wallach zusammen, so lange eine Stute in der Nähe ist. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir flüstern - das geht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in die Hose!
Mein Ex-Deckhengst ist schon seit 10 Jahren gelegt. Das Hengstverhalten hat er aber nie mehr abgelegt. Mit Wallachen kann man ihn bis heute nicht zusammen stellen. Wir haben mehrere Versuche gestartet, die wir stets nach kurzrer Zeit abbrechen mussten um die armen Wallache zu retten. Mit Stuten ist er dagegen super.
Realistisch betrachtet hat man in einem solchen Fall genau 4 Möglichkeiten:

1. Man stellt ihn mit Stuten zusammen und lässt ihn Hengst - das ist nur zu verantworten, wenn er gekört ist und man einen Absatzmarkt für die Fohlen hat.  Alles andere ist Vermehrerei am Markt vorbei.
2. Man lässt ihn legen und stellt ihn zu Stuten. Zumindest meiner ist mit dieser Regel glücklich geworden ;-)
3. Han lässt ihn Hengst und lässt ihn allein stehen. Artgerecht ist das allerdings nicht! Da kann man sich jeden Euphemismus von wegen "er regt sich nicht auf" schenken. Das ist Augenwischerei. Pferde als Herdentiere sollten Sozialkontakt haben.
4. Man sucht sich eine reine "Männer-WG". Das ist aber zumindest in Stadtnahen Ballungsräumen kaum realisierbar. Wie will man verhindern, dass einer mit ner rossigen Stute vorbeikommt?



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Offline Penelope

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Bei meinem kleinen Knopf geht es auch anders, er steht (wie ich schon geschrieben habe), nur durch einen, zu den Stuten hin allerdings doppelten (damit die Mädels nicht durchtreten), E-Zaun getrennt, zwischen rossenden Stuten und einem Wallach...kein Problem. Er krault Mähne mit dem Wallach und blubbert die Stuten gaaanz dezent an. Natürlich imponieren die Beiden voreinander, aber gar nicht agressiv, mehr spielerisch.
Komischer Hengst, das ist sicher eher ungewöhnlich. Er zeigt auch sonst keine negativen Hengstmanieren, obwohl er viel gedeckt hat (er hat 4 gekörte Söhne) und dieses Jahr 9 Fohlen von ihm geboren werden sollen.
Ich hatte allerdings auch größte Bedenken, als ich im Winter gezwungen war, den Wallach meiner Freundin aufzunehmen und ihn nur neben den Hengst stellen konnte. Erstaunlich, dass es geklappt hat. Würde es aber so ohne Weiteres niemandem empfehlen.....

Offline felis

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@Penelope - mit nem soliden Zaun dazwischen ist das was anderes. Meiner hat auch mal n ganzen Winter rechts neben dran n Wallach in ner Paddockbox und links ne Stute. Die Jungs haben übern Zaun miteinanderr gespielt. Was meinen im Frühjahr nicht im geringsten davon abgehalten hat, den anderen bei nem Zusammenstellversuch auf der Weide fast durch den Zaun zu jagen.  >:(
Was für n Ponyhengst hast Du denn? Mit 4 gekörten Söhnen? Reitpony? Erzähl doch mal
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Offline Penelope

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@Felis: Nö, kein Reitpony, ist ein Welsh A, kleiner Knopf mit 1,20 Stockmaß, aber das heißt ja nicht viel....die sind manchmal nicht ohne.
Sein Name ist Napoli, ist knapp 19 Jahre alt, in Westfalen gekört. Ich hab ihn erst seit letzem September, er war ziemlich runter nach einem Kieferbruch, eine zickige Stute hatte ihn getreten. Jetzt ist er aber wieder fit. Er ist ein sehr freundlicher Bursche, immer gut zu händeln und gut erzogen. Eigentlich wollte ich keinen Hengst, aber wie es manchmal so kommt...Ich kannte seinen Ruf als Charakterpony und eine meiner Stuten hatte schon mal ein nettes Stutfohlen von ihm.
Wir hatten ihn und den Wallach Bronco, der etwa 1,35 groß ist, schon mal zusammen auf der Weide, Napoli wollte spielen, Bronco fressen und wir die Ponys laufen lassen...klappte ohne Probleme ;) Aber mit Stute dabei würde ich das eher nicht versuchen.

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so jetzt mal wieder was neues von der hengstfrong*g*

der herr steht zwar immer noch allein aber er hat super zugenommen, bis jetzt hat sich auch kein tierschützer mehr gemeldet.

der hengst ist ausgeglichen und hat bereits einige seiner ticks abgelegt bzw. kommen sie sehr viel seltener vor.

mitlerweile konnten wir schon ein par ausritte machen und sein hengstgehabe vermessert sich von einem mal zum anderen immer mehr. und wir haben einen guten zugang zueinander gefunden.

vergangenes wochenende bin ich dann zum offenstall geritten wo meine zwei süßen stehen und hab den hengst mit ca. 4 m abstand zwischen den pferden aufs paddock gesperrt kein muh kein mäh einfach gar nix!!!!!


bin einfach hin und weg, denn sobald er anfangen will aufzudrehen sprech ich ihn an und er ragiert sofort!!!!!!!!! kein vergleich gegen den anfang wo er wie ein irrer auf der koppel hin und hergefezt ist damit er zu den anderen pferden kann. also war ich am nächsten tag gleich wieder mit ihm bei meinen anderen beiden.

ich bin gegeistert und fasziniert von den fortschritten die er gemacht hat.

und ich sehe keinen grund ihm das hengstsein zu nehmen. jetzt erst recht nicht.

lg

ps. im moment macht mir eher die stute sorgen die war sogar mehr aus dem häuschen als der hengst.