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Entlastungssitz

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traber79:
Hallo!
Ich bin zwar kein Distanzreiter (naja, was ja nicht ist kann ja noch werden,gelle;-)...), gehöre eher in die Kategorie "Freizeit-Gelände-Gymnastik-Reiter", hab aber trotzden mal eine Frage!

Mein Pferd ist ein Traberwallach, 9 Jahre alt und seit 2 Jahren in meinem Besitz.Kam direkt von der Bahn.
Mittlerweile haben wir uns (bis auf manche kleinere Diskussionen;-)) gut zusammengerauft.
Ich geh mit ihm ins Gelände, reite ab und an am Platz und wir fahren Kutsche.
Er ist im Gegensatz zum Anfang mittlerweile schon wesentlich lockerer beim reiten, aber mit einem "normalen" Reitpferd eben nicht zu vergleichen.
Biegung bereitet ihm halt oftmals noch Schwierigkeiten (was natürlich auch mit meinem Sitz zu tun haben wird, davon will ich mich nicht freisprechen).
Abgesehen davon ist es halt schwierig ihn "über den Rücken" zu reiten, er hält sich sehr fest, da er dort auch recht empfindlich ist (auch wenn er sonst sehr wenig kränkelt...toitoitoi).

Naja, das zur Vorgeschichte, nun zur eigentlichen Frage:-):

Ich habe im Gelände festgestellt, dass er ruhiger trabt und weniger versucht schneller zu werden wenn ich den Rücken entlaste, ähnlich wie beim leichten Sitz im Galopp, aber etwas "gerader".
Es gibt doch den sogenannten Entlastungssitz.Ist der damit gleichzusetzen oder ähnlich?
Wie genau soll der ausschauen?
Und kann es meinem Pferd schaden wenn ich ihm im Gelände den Rücken so zeitweise entlaste??
Hab halt das Gefühl es tut seinem Rücken gut, er ist wie gesagt recht empfindlich, gerade wenns mal wieder kühler/regnerischer ist merk ich das nach dem Reiten.

Würd mich über Tipps freuen!!

LG
Daniela

Renan:
Durch den Entlastungssitz störst du dein Pferd nicht mehr in seinen Bewegungen im Trab. Deshalb kann er schon hilfreich sein.

Für weitergehende Informationen schau mal auf die Seite www.distanzreiten-online.de

Renan

traber79:
@Zaino

Danke für die KM!
Ich hoffe meine Antwort ist angekommen, bin nicht ganz sicher!?

LG
Daniela

samuraij:
Hallo traber79,
auf www.russlands-pferde.de hab ich einen Artikel übers Distanzreiten geschrieben - darin ist auch der Sitz beschrieben und ein paar Fotos zum Angucken.

Einen Nachteil hat der Entlastungssitz allerdings: Wenn der Sattel vorn zu eng ist, merkt man das kolossal. Denn wenn du mit dem Hintern im Sattel sitzt, verteilt sich dein Gewicht über die gesamte Polsterfläche des Sattels (oder zumindest in dem Bereich, den dein Hintern ausfüllt auf jeden Fall). Stehst du aber in den Bügeln, heben sich die meisten Sättel (bei denen die Steigbügelaufhängung relativ weit vorne am Vorderzwiesel angebracht ist) hinten hoch und drücken vermehrt nur vorne über dem Widerrist - wo dein Gewicht halt ausschließlich in den Steigbügeln hängt.
Spezielle Distanzsättel haben die Steigbügelaufhängung deswegen in der Mitte des Sattels um dieses Kippen zu vermeiden, aber gerade englische Sättel klemmen dann nur noch das Kopfeisen über den Widerrist und das gibt ganz fiese Druckstellen.
Also vorsicht!!
Wenn dein Pferd sich durch den Entlastungssitz jedoch besser locker macht, wird es ihm schon nicht schaden (zumindest kurzfristig nicht). Aber behalte sein Gangwerk und die Sattellage immer im Auge, nicht dass ihm das vorne dann doch irgendwann zu eng wird, wenn du immer im Entlastungssitz reitest. (Spätestens wenn er um die Schulter mehr Muskeln aufgebaut hat, wird es ihn dort drücken).

Grüßle!

Ines.

Eberesche:
Also ich fand den Distanz-Entlastungssitz lange ganz schwierig, hatte am Anfang auf meinem Pferd einen normalen Trachtensattel von Sommer. Immer wieder verlor ich das Gleichgewicht. Den leichten Sitz vom Springreiten, das Leichttraben, fand ich alles viel leichter.
Dann habe ich mir den Marathippo gekauft (nicht deswegen) und da ist die Steigbügelaufhängung etwas weiter hinten. Und auf einmal klappte es.
Ich würde es so beschreiben: Du hast mit langem Bein einen großen Teil des Gewichtes auf die Beine verteilt, die Knie udn Fußgelenke federn im Rhytmus, die Hosennaht berührt gerade den Sattel - du stehst also nicht sehr weit auf. Je schneller mein Pferd im Trab wird, desto mehr muss ich den Oberkörper aus der Hüfte raus beugen (Hintern geht dann nach hinten) um das Gefühl zu haben, im Schwerpunkt zu sein.
Ich finde, der gravierendste Unterschied zw. Spring- und Entlastungs-Distanzsitz ist die Länge und Winkelung des Beins und der Knieschluss: beim Springen ist er das A und O, beim Distanzsitz liegt das ganze Bein wie der Schenkel beim Dressurreiten: hat Fühlung, gleitet aber.
All das ohne Gewähr, bin kein Distanzler, aber die Ausbilderin meines Pferdes, die seit Jahr udn Tag TREC und Distanzen reitet, grunzte letzthin zustimmend, als sie mich traben sah und es fühlt sich gut an, auch über lange Strecken.
Ich habe auch irgendwo schonmal Bilder gesehen...weiß nimmer, wo *zuvieleBücherichhab*  ::) ...

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