Autor Thema: Sporen im Reiteralltag  (Gelesen 73611 mal)

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geolina

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #285 am: 11.06.07, 19:51 »
hallo,

warum ist das hannoveranische ein alter zopf? ich find`s genial und meinem pferd gefällt`s viel besser als das kombinierte. nur englisch ist mir zu weich ;). pferd muss sich ja nicht mit dem reithalfter anlegen, wenn es seinen mund nicht aufsperrt - sein problem und mir ne hilfe, wenn es maulig wird.

das soll ja nun keine diskussion reithalfter ja - nein werden, aber dass das hannoveranische ein schlechtes reithalfter sein soll, kann ich nicht nachvollziehen - also, wenn man sich dafür entscheidet eines zu nehmen  ;D, wie gesagt.

außerdem ist das hannoveranische schon so ein alter zopf, dass man sich eher rechtfertigen muss, warum man mit dem alten ding reitet, sieht doch auch so doof aus. da denkt man vorher schon nach, ob das sinnvoll für`s pferd ist, oder nicht.

alex

Offline Janker

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #286 am: 11.06.07, 20:13 »
hallole!

geolina, mit dem reithalfter stimme ich dir auch zu, aber heute sieht es ziemlich ungewohnt+unmodisch aus....
Reiten: ich hab mein Minustier jetzt recht gut ans laufen bekommen mit dem "Einfahren". Da nach vollendetem Arbeitstag fix und foxi nicht mher fähig stundenlang mit Pferdi+schleife durchs Ländle zu pilgern, kam mir der kluge gedanke doch beim reiten die Schleife mitzunehmen. Pferdi fand den Güllereifen sooo schrecklich das es sich mittlerweile zu 1,5 Stunden Schnellschritt ohne treiben bequemt und der Effekt uns auch ohne Reifen dankenswerterweise erhalten bleibt. zZ schleifen wir wenn dann Traktorreifen in beliebigem Gelände......der wird soooooo dankbar sein, wenn er endlich in die Kutsche darf!und da vermutlich auch recht unerschreckbar was geräusche und im Augenwinkel auftauchendes betrifft.....!
Noch bin ich mit dem Anziehen von größerem gewicht  im Hang nicht ganz zufrieden, aber sonst macht sich der Opa fein. Ach so, hafer/gerste gibt es neuerdings auch.
mfg janker

Offline Aleike

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #287 am: 11.06.07, 23:14 »
Lieber ein korrekt verschnalltes Hannoversches als ein gewaltsam mit dem Sperrriemen auf die Nüstern herunter gewürgtes Kombiniertes ...
Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)

Offline Aleike

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #288 am: 11.06.07, 23:32 »
*schauder*
Ich glaub ich geh lieber.
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Offline unki

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #289 am: 11.06.07, 23:48 »
I...Sporen auf- und abrollen  ...   konventioneller Dressurreiter jedoch bewegt den Fuß eher vor- und zurück...

reicht nicht ein einfacher Druck? *naivfrag*
Woher soll ich wissen, was ich denke, wenn ich noch nicht gehört habe, was ich sage?
unki

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Offline Aleike

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #290 am: 12.06.07, 00:03 »
Gelesen habe ich was von einem Anlegen der Sporen.
Gesehen habe ich allerdings schon häufig Sporneinsatz rechtwinklig zum Pferd *rumms* oder an den Enden der Schabracke.
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Offline Viki

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #291 am: 12.06.07, 00:12 »
Ist ein Irrglaube dass Rädchensporen SOOO viel sanfter sind als Sporen ohne Rad.
Dazu muss man schon so reiten wie viele Westernreiter.
Habe aber noch keinen Dressurreiter die Sporen auf- und abrollen sehen, wie man es machen müsste, um zu verhindern dass diese sich "festbohren" - ein konventioneller Dressurreiter jedoch bewegt den Fuß eher vor- und zurück, dazu müsste das Rädchen aber um 90° zur Seite gedreht sein um rollen zu können. So wie es aber angebracht ist, kann man damit nur umso besser die Haut raffen, wie auf einem Messerrücken

das ist wohl der Punkt - müsste man BP fragen... Was ich selbst gesehen hab bei einem Westernkurs war ein sehr gekonntes "Raufrollen" mit dem ganzen Bein und sehr prompter Wirkung - wie die das bei Turnieren unsichtbar machen, weiß ich nicht - ich glaub, da wird nur kurz geklimpert. Jedenfalls wird das Rad nicht gestochen, sondern gerollt. Weil ich das nicht kann, lass ichs lieber.

Alex, lass gut sein  ;D Jedem das Seine - ich hab speziell auf die Islandszene abgehoben. Es nervt mich jedesmal, wenn ich die Zeitung kriege, die zugeschnürten Mäuler mit meiner Meinung nach viel zu tief sitzenden hannoverschen RH. Du kriegst keine normale Islandtrense mit englischem RH - das hannoversche RH ist absolut in und der fehlende Kehlriemen - Kinn ran, Hals raus, Maul zu und ab gehts. Die zähnebleckenden Gesichter dazu  :P
Ging also nicht grundsätzlich um RH und wenn ja, welches. Ich hätte gern eine rundgenähte Trense gekauft in VB-Größe, ohne RH und Zügel und hab deswegen nochmal den Islandmarkt studiert. Man könnte auch englische Trensen im Baukastensystem verkaufen wie die Westerntrensen - also Kopfstück, RH und Zügel extra. Aber jetzt wirds richtig ot...

Offline unki

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #292 am: 12.06.07, 01:57 »
Tja, vorbei die Zeiten, als Ursula Bruns die hann. Reithalfter in Acht und Bann schlug - und die Isi-Szene, mit von ihr ins Leben gerufen - das waren doch die, die mit wallendem Haar (kam damals auf), freiheitsliebend ohne RH, im Islandpulli auf geretteten isländischen Schlachtpferde durch die Natur tölteten... *wehmütighinterhertrauer* naja, irgendwie hab ich ja nie zur Isiszene gehört - meine zwei Ritte auf solchen Tieren zählen wohl kaum.

Aber zurück zu den Sporen: Bein anlegen sollte doch als Hilfe ausreichern. Wenn das Bein dann sozusagen mit dem Sporn "verfeinert" wird, sollte doch ein bloßes Anlegen des Sporns auch reichen? Wer da rollt und reibt, ob auf und ab oder hin und her, hat imho irgendwas falsch gemacht bei der Ausbildung seines Zossen.
Woher soll ich wissen, was ich denke, wenn ich noch nicht gehört habe, was ich sage?
unki

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Offline Olli

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #293 am: 12.06.07, 07:36 »
Eben. Deswegen sollte man ja nicht alles unkritisch aus anderen Reitweisen übernehmen, nur weil es da so superobermegatoll ist - leider lässt sich nicht alles übertragen.  :-\
das habe ich für MEINEN teil nicht gesagt!
ich sehe nur den unterschied und sie rollen,glaub mir  mal!
sie können ja nicht anders,es sind ja rollen,und die fläche mit der sie aufkommen ist entscheiden kleiner und kurzer vom druckpunkt.
lieber ein pferd auf radsporen reiten und vorsichtig sein,also ein stumpfes und kahles pferd,was ständig
einen klopfenden schenkel am leib hat
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Offline Eva

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #294 am: 12.06.07, 08:33 »
sie können ja nicht anders,es sind ja rollen,
Das hat EEK doch genau erklärt, bei welcher Bewegung die Rädchen rollen und bei welcher nicht - wenn man brav den Sporn anlegt und dann von unten nach oben (oder umgekehrt) "piekt", ist alles super. Wer aber von vorn nach hinten piekt - wie soll da bitte was abrollen? Das geht einfach nicht - das Rädchen dreht sich nunmal nur in einer Ebene.
lieber ein pferd auf radsporen reiten und vorsichtig sein,also ein stumpfes und kahles pferd,was ständig
einen klopfenden schenkel am leib hat
Darum ging es bei EEK aber nicht, sondern um die falsche Verwendung und dass Radsporen nicht "automatisch" sanfter sind. Im übrigen kenne ich von den "Alten" wie Udo Bürger usw. durchaus den Spruch, wenn Sporen, dann scharfe - ich reite ja nicht mit Sporen, um mein Pferd zu streicheln. Insofern hast Du schon Recht.
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Offline Viki

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #295 am: 12.06.07, 08:52 »
Das hat EEK doch genau erklärt, bei welcher Bewegung die Rädchen rollen und bei welcher nicht - wenn man brav den Sporn anlegt und dann von unten nach oben (oder umgekehrt) "piekt", ist alles super. Wer aber von vorn nach hinten piekt - wie soll da bitte was abrollen? Das geht einfach nicht - das Rädchen dreht sich nunmal nur in einer Ebene.Darum ging es bei EEK aber nicht, sondern um die falsche Verwendung und dass Radsporen nicht "automatisch" sanfter sind. Im übrigen kenne ich von den "Alten" wie Udo Bürger usw. durchaus den Spruch, wenn Sporen, dann scharfe - ich reite ja nicht mit Sporen, um mein Pferd zu streicheln. Insofern hast Du schon Recht.

dann aber bitte an Beinen, die damit umgehen können. Leute, deren Beine bei jedem Trabschritt automatisch an den Bauch pendeln bzw. im Knöchel schlackern, sind dann halt nicht "sporenfähig".
Ich glaube, dass die Radsporen ein Bein verlangen, das im Knöchel sehr beweglich und unabhängig ist - dann geht ein kleines unsichtbares Auf-Ab auch. Das "Rums"-Gerolle, das ich gesehen habe, war für ein junges Pferd, das lernen sollte, auf dem Zirkel zu bleiben und es hat es sofort gelernt, verblüffend.

Offline Olli

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #296 am: 12.06.07, 15:41 »
Olli, glaub mir doch einfach - oder führ einen Selbstversuch durch  ;)
aber pferds haare sind nun immernoch dran und er hat seitdem nie wieder autsch gehabt ;)
aber sonst glaub ich dir alles  :-*
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Offline Viki

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #297 am: 12.06.07, 15:42 »
außer, dass beim Rädchen ein Teil des Sporns ins PFerd gedrückt wird, der Messerrücken-dick ist und beim Dornsporen ein breiterer, abgerundeter Teil.

sofern man abgerundete Sporen benützt - ich hab auch schon öfter spitze Dinger gesehen.

geolina

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Re: Sporen im Reiteralltag
« Antwort #298 am: 12.06.07, 15:52 »
hallo,

wobei das ja auch stark auf die "pferdepersönlichkeit" ankommt ;) sag ich mal so vorsichtig.

ich hab mir auch mal knubbelsporen gekauft - pferd hat reagiert wie ohne sporen.  ;D rl hat mich ausgelacht.

jetzt hab ich sporen (von ihr empfohlen) die ich mir früher nie angezogen hätte, da war ich auch lieber die, die etwas weniger angeschnallt hat. und schwupps, etwas länger und abgeschrägt hinten, so dass wirklich nie eine große auflagefläche am pferd ist - pferd reagiert.

und aufgestochen oder fell weg kenn ich auch nicht und ich habe beileibe KEIN perfektes bein. würde mich sogar eher als stümper bezeichnen.

(und ja, das pferd läuft prinzipiell auch ohne, immer wenn ich meine vergesse probiere ich das wieder aus  ::))

ich glaube, dass man zwar grundsätzlich dinge wie sporen anfängern nicht geben sollte, dass dies unter aufsicht passieren sollte (um kontrolle beim erlernen zu haben) und dass man sich schon bewusst machen sollte ab wann wie sporen wirken, aber immer dieses gewarte auf perfektion  ;D.

(bitte nicht entsetzt aufschrei(b)en, aber immer dieses unglaubliche ehrfurcht vor allem, das ist doch irgendwie auch übertrieben.)

alex