Autor Thema: Rennpferdebesitzer  (Gelesen 75721 mal)

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Offline JazzDancer

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #300 am: 22.10.04, 20:12 »
Hi !
Und welche von den Dreien bist Du ?
Können wir die Box noch übers WE lassen und Mo. dann eine Neue aufmachen ??
Liebe Grüsse
Angelika

Offline Beagle-Petra

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #301 am: 22.10.04, 20:20 »
Ich bin immer die auf der anderen Seite der Kamera.

Klar kann die neue Box bis Montag warten, noch ist es nicht so, daß jeder, der einen Beitrag über der 300-Grenze schreibt den elektronischen Tastatur-Tod erleidet *ggg*
Nur echt mit dem Beagle!

Offline ghost

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #302 am: 22.10.04, 22:07 »
Uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii der Beagelator
Koenige und Koenigen werden als Koenige oder Koeniginen geboren, aber es bedarfs eines Koenigs oder Koenigin um sie zu dem zu machen zu dem sie geboren sind.
I got a Princess and I will make her Queen

Offline Schnett

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #303 am: 23.10.04, 02:04 »
elektronischer Tastaturtod! Genial... Das sollten wir doch noch erfinden... also nicht fürs Forum, aber so im Job kenne ich einige, die zumindest so was wie Ministromstöße gebrauchen könnten *pläneschmiedet*

Hab Freutag Fotos gemacht... So sieht ein Traber aus, wenn er ein Jahr auf einer Mordsweide steht und minimalst zugefüttert wird, damit er seine Mineralien nimmt...  :o

http://www.agrar.de/pferde/forum/index.php?topic=247.30
Gönnen können ist eine Kunst denn neiden kann jeder

Offline Beagle-Petra

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #304 am: 23.10.04, 10:33 »
Sieht richtig prima, aus der Bursche.

Vor etlichen Jahren hab ich mal ne ganze Zeitlang mit einem Pferd auf einem Trabergestüt gestanden. Ein kleiner Hof, 2 bis 3 Zuchtstuten, ein paar Jungpferde, ein paar Rennpferde, ein paar Trainingspferde, bißken "Ausschuß", so 20 Pferde insgesamt. War ne ganz interessante Zeit. Im Wald gab (und gibt es noch) ein langes, gerades Stück weg, auf dem die Traber gearbeitet wurden. Ein- bis zweimal in der Woche fuhr der Besitzer / Trainer / Fahrer zum Bahntraining, meist Dinslaken, ab und an Recklinghausen.

Die Pferde hatten es ziemlich gut da. Auch die Rennpferde kamen meist halbtags auf die Weide (mittags war Wechsel, Einzelweiden für die Hengste, Gruppenweide für Stuten und Wallache). Sie sahen auch alle von der Konstitution her gut aus, Rennform ohne wirklich mager zu sein.

Der Ausschúß wurde irgendwie mitgezogen, bis die Pferde als Freizis verkauft werden konnten.

Alles in allem liefen die Pferde gut genug, um den Betrieb und 3 Leute am Leben zu erhalten.

Der Trainer erzählte viele fiese Sachen von dem, was auf Bahnen so ablief bei manchen Trainern, und es kamen immer mal wieder total verstörte Pferde auf den Hof, um einige Monate Urlaub zu machen und dann wieder antrainiert zu werden. Vor allem erzählte er, daß Füchse bei vielen Trainern nicht  nur unbeliebt waren, sondern geradezu verhaßt, es gäbe manche, die die Pferde einfach bloß deswegen verprügelten, weil sie am Leben waren und sie sich mit ihnen abgeben mußten. Ein Traber habe braun zu sein mit so wenig weiß wie möglich. Ich konnte das erst gar nicht glauben, aber später haben mir auch andere bestätigt, dass manche Traberleute in Bezug auf Füchse nen richtigen Dachschaden hätten. Tztztzzzzzz
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Offline JazzDancer

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #305 am: 23.10.04, 18:29 »
Petra, Füchse sind deshalb nicht gerne gesehen, weil sie einen eigenen Schädel haben und als schierig gelten, vor allem die Stuten. Ausserdem haben viele Füchse mit weißen Füßen Probleme mit ebendiesen (gelten als zu weich und gesundheitsanfällig). Prinzipiell sind weiße Füße auch visuell ein Problem, weil sie einen unreinen Gang machen (das Pferd trabt einwandfrei, aber durch den Farbunterschied sieht es lahm aus). Ich hätte statt Jazzi gerne einen Fuchs gehabt, aber bin damals überstimmt geworden, ich liebe nämlich Füchse mit breiter Blesse und weißen Haxerl  ;) Hab so einige Füchse gekannt, die alle ein bisserl daneben waren, da war einer dabei, der hat massig Kohle gemacht, ist dann in Pension als Fiakerpferd gegangen, war aber immer schwierig zu handhaben. Allerdings hat da wahrscheinlich schon die Grundeinstellung beim Trainer nicht gepaßt.
Liebe Grüsse
Angelika

Offline Beagle-Petra

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #306 am: 24.10.04, 16:22 »
Da denke ich aber, dass da eine ganze Menge an Vorurteilen und Märchen mit reinspielen. Warum soll ein Pferd einfach aufgrund seiner Farbe einen anderen Charakter haben? Oder noch anders formuliert: Eine der zahlenmässig stärksten Rassen der Welt (wenn nicht sogar die stärkste Rasse der Welt), das Quarter Horse, gilt als eine besonders umgängliche und unproblematische Rasse. Und gerade hier sind Füchse ganz besonders häufig, die meisten der erfolgreichsten Pferde sind Füchse, also kann es an der Farbe wohl nicht wirklich liegen.

Gelten lassen kann ich eine größere Hautempfindlichkeit, auch an den weißen Abzeichen.

Das mit dem ungleichmäßig wirkenden Gang: Ist auch ein Argument gegen Schecken, aber nur solange die Färbung asymmetrisch ist. Hier kann man jetzt den Dressursport anführen: Wo wenn nicht dort ist der taktreine Gang die allerwichtigste Grundlage? Und dennoch kommen Pferde mit weißen Abzeichen an den Beinen ganz nach vorn.

Nun ja, die Araber behaupteten ja auch, nur der Braune sei ein leistungsfähiges Pferd, der Fuchs stünde ihm da sehr nach.

Bin wirklich der Überzeugung, daß im Großen und Ganzen hier jahrhundertealte Ammenmärchen immer noch ihre Wirkung zeigen.
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Offline JazzDancer

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #307 am: 24.10.04, 19:31 »
Petra, gsd gibt es unterschiedliche Zuchtlinien und bei Trabern sind halt Füchse nicht so belastbar wie zB. ein Brauner. Der Hauptanteil der Traber sind braun, dann Rappen, dann Füchse und sehr sehr vereinzelt Braunschimmel oder Schimmel. Punkto Gang, selbst bandagieren macht einen riesen Unterschied, ob ich jetzt nur schwarz, oder mal gelb (wie wir früher) , weiß, rot wickle. Gelb ist überhaupt verpönnt  ;) Man hat einfach einen optisch schlechteren Eindruck. Und du darfst ja nicht vergessen, da gehts mit rd. 40 - 50 km/h im Kreis, da ist schon ein anderer optische Eindruck, als in der Dressur.
Liebe Grüsse
Angelika

Offline Beagle-Petra

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #308 am: 24.10.04, 19:42 »
Das ist mir klar, dass es unterschiedliche Zuchtlinien gibt. Aber Fuchs ist eine Farbe und keine Zuchtlinie, und da rezessiv vererbt, in jeder Zucht vorhanden. Selbst bei den Friesen fallen gelegentlich Füchse. Genetisch betrachtet ist es also völliger Unsinn, einen Fuchs als weniger leistungsfähig abzuqualifzieren. Das einzige, was mich da überzeugen könnte, wäre eine Statistik über mehrere Jahre, die die Starter nach Farben und Erfolgen aufdröseln. Oder anders: Wenn von 1000 Startern 10 Füchse sind und die Füchse einen Anteil an 1% hätten am Erfolg, dann lägen sie ja statistisch voll im Rahmen. Wenn es aber 100 Fuchsstarts mit nur 1% Erfolg gäbe, würde ich Deine angeführte These immerhin mal in Betracht ziehen. Aber so ... no can do.
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Offline feuerblitz

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #309 am: 24.10.04, 19:49 »
Feines Beispiel... Farbenfroh von Nadine Capellmann... Bundeschampionatsieger, WM-Sieger usw.....  ;D  ;)


Aber vom küssen wird man schwanger und reiten macht schwul, soviel zum Thema Vorurteile...  8)
Stromberg: » Ich bin ja quasi die perfekte Mischung aus jung, aber sehr erfahren. Gibt's in der Form ja sonst nur auf dem Straßenstrich. «

Offline JazzDancer

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #310 am: 24.10.04, 20:34 »
Ich habe nie gesagt, dass Füchse nicht leistungsfähig und bereit sind, sondern dass sie sehr schwierig sind. Das bestimmte Zuchtlinien schwierige Pferde bringen, ist doch bekannt.
ICH habe kein Problem mit Füchse, im Gegenteil, ich hätte immer gerne einen gehabt  :-\ dafür hatte ich 2 Braune und 1 Rappen, wobei der Rappe das Geld am schnellsten und leichtesten verdiente, weil mit besserem Exterieur ausgestattet.
Feuerblitz, irgendwo habe ich gelesen, dass Farbenfroh kein einfaches Pferd ist  ;) würde wieder dazu passen, Leistungsbereit, aber schwierig 8)
Hier ein kleiner Ausschnitt von N.C.-Homepage: Farbenfroh
Der seinen Namen völlig zu Recht tragende Farbenfroh kam sechsjährig in meinen Stall. Der Freudentänzer-Sohn aus einer Mutter von Aarstein wurde 1990 geboren.
Er brachte viel Talent für Piaffe und Passage mit und zog mich mit seinen mehr als außergewöhnlichen Bewegungen sofort in seinen Bann.
Farbenfroh ist ein ganz besonders Pferd ­ unter dem Reiter, aber auch im Umgang. Er hat eine starke Persönlichkeit und ist sehr Personen bezogen. Er weiß genau, was er will. Im Stall ist er nur auf Sabine und mich fixiert, Fremden gegenüber kann er schon mal unfreundlich werden. Schnuckel liebt es, im Mittelpunkt zu stehen.

Er ist eine kleine Diva und weiß genau, dass sich die Welt hier um ihn dreht. Oft wird im Zusammenhang mit Farbenfroh der Begriff Genie genannt, und bekanntlich ist bei diesen der Wahnsinn nicht weit entfernt. Davon konnte man sich zu Beginn unserer Zusammenarbeit immer wieder überzeugen.
« Letzte Änderung: 24.10.04, 20:37 von JazzDancer »
Liebe Grüsse
Angelika

Offline Beagle-Petra

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #311 am: 24.10.04, 20:40 »
Das ist bekannt, dass bestimmte Linien schwierige Pferde hervorbringen. Aber Du tust jetzt so, als wären Füchse ausschließlich in bestimmten Blutlinien zu finden. Das kann ich so pauschal nicht glauben.
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Offline feuerblitz

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #312 am: 24.10.04, 20:44 »
Ja und? Was hat das jetzt mit seiner Farbe zu tun??? Rembrandt war auch kein Fuchs oder WEltall von M. Schaudt....
Hat m.E. was mit der Blutlinie und/oder dem Interieur des Tieres was zu tun...

Ach ich vergass... Blonde sind doof... ;D
Stromberg: » Ich bin ja quasi die perfekte Mischung aus jung, aber sehr erfahren. Gibt's in der Form ja sonst nur auf dem Straßenstrich. «

Offline JazzDancer

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #313 am: 24.10.04, 20:56 »
Petra, kann ich Dir leider nicht nachweisen, ist aber so, dass bei vielen Zuchtlinien kein Fuchs kommt. Weil ja schon nicht mit Füchsen gerne gezüchtet wird.
Bei einer Stute (Fuchs) kann ich allerdings aufzeigen wie sie vererbt hat: 5 Fohlen: 1 Rappe, 2 Braune, 2 Füchse:  Rappe weich auf den Knochen, sehr schwierig, Stute braun, schwierig, weich auf den Knochen, Wallach braun total weich auf den Knochen, nettes Pferd. Wallach Fuchs, weich auf den Knochen, schwierig. Stute weich auf den Knochen und extrem schwierig. Also wurde das Exterieur und Charakter vererbt.
Mir persönlich sind nur zwei Fuchdeckhengste bekannt, der eine hatte gerade mal 1 Nachkommen, Mit dem Anderen wuren die gestütseigenen Stuten bedeckt und hat kaum nennenswerte Nachkommen.
feuerblitz, du hast Farbenfroh genannt, als Beispiel und ich habe aufgezeigt, dass er halt auch nicht einfach ist  ;)
Übrigens bin ich auch blond  ;)
Liebe Grüsse
Angelika

Offline Beagle-Petra

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Re: Rennpferdebesitzer
« Antwort #314 am: 24.10.04, 21:12 »
Jetzt mal ganz ehrlich: Ich würde Dir empfehlen, Dich da mal was schlauer zu machen, was den tatsächlichen oder angeblichen Zusammenhang von Farbe und dem Rest angeht. Das ist ein extrem heikles Kapitel.

Daß Deine Argumentation hinkt, hast du gerade selbst bewiesen: Du sagst Füchse seien schwieriger und anfälliger. Aber die andersfarbigen Nachkommen der Stute waren auch anfällig und schwierig - Nach Deiner Farbtheorie hätte das aber nicht sein dürfen.

Es gibt gegen viele Farben Abneigungen. Nehmen wir mal die Schecken. Im allgemeinen sagt man, dass Schecken nicht viel taugen. Und man wird das auch oft bestätigt finden. Aber warum ist das so? Liegt das an der Farbe? Oder liegt das vielleicht nicht doch eher daran, dass viele Leute, die Schecken züchten, in erster Linie ihre Zuchtauswahl nach der Farbe treffen und die Leistung oder das korrekte Exterieur hintanstellen. Was kommt bei einer solchen Zucht heraus? Richtig: Schlechte Pferde! Kehren wir zu den Quarter Horses zurück. Da gibt es Linien, die eine latente Scheckung mit sich führen. Zu einem Teil sind das bewährte Leistungslinien. Wenn nun bei einem der Pferde aus dieser Linie die Scheckung durchschlägt, was ist das dann für ein Pferd? Richtig: ein gutes Pferd, das obendrein noch gescheckt ist.

Man muss also sehr vorsichtig sein, will man Eigenschaften eines Pferdes an der Farbe festmachen.
Nur echt mit dem Beagle!