Autor Thema: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr  (Gelesen 6569 mal)

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Offline acarychtisTopic starter

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Hallo,
manche kennen mich schon. Ich habe mein Pferd Lina am 13.6.06 wegen Arthrose überall, einem Chip und Hufrollenentzündung einschläfern lassen müssen. Ach ja, Spat hatte sie auch noch. Ich hatte sie 5 Jahre und sie war erst 10. Davor hatte ich auch ein Pferd, Santos, der ist nur 12 Jahre alt geworden, weil er chronische Hufrollenentzündung hatte. Ich bin keiner, der sein Pferd einfach im Stall vergammeln läßt, habe mir immer ziemlich viel Mühe gegeben, habe Maßsättel gekauft, verschiedenste Huforthos nach allen möglichen Lehren drangehabt, Ostheos dagehabt (besonders für Santos, weil der ein schlimmes Rückenproblem hatte), war sogar in der Hannoveraner Klinik wegen einer Augenerkrankung, habe Linas schwere Bronchitis mit Klinikaufenthalt und anschließender COB in den Griff gekriegt, eine Schlundverstopfung mit ihr durchgestanden, ein beginnendes Phlegmon, zu flache Hufe und so weiter und so weiter. Beide Pferde mußte ich nach langem Kämpfen, hohen TA Kosten und vielen Tränen aufgeben. Lina war eigentlich nicht so oft krank, dafür dann einmal richtig. Sie konnte am letzten Tag ihr Bein überhaupt nicht mehr knicken. Wie es so plötzlich so stark schlimm werden konnte, ist mir ein Rätsel. Nun wollte ich mir gleich ein neues Pferd kaufen, doch etwas hält mich zurück - ich habe totale Angst, dass ich wieder so ein Pferd kaufe, von dem ich mich viel zu früh verabschieden muss. Ich habe eine Bekannte, die hat sich ein sehr teures Pferd gekauft (der Preis von meinen mit noch ner Null dran..) der ist nun auch dauernd krank. Ich krieg das ja mit - der hat innerhalb von 1,5 Jahren die vierte Hufgelenksentzündung, dazu kommen zwei nicht passende Sättel (einer davon spezial-speziell von was weiß ich nicht wem für schlappe 2000 Euro), eine Hänger Phobie (durch die dauernden Fahrten zum TA mit Klinikaufenthalt verursacht) und diverse andere nette Dinge wie Biss auf die Zunge, woraufhin diese pervers anschwoll und die Beitzerin schon den Erstickungstod befürchtete), diverse andere Lahmheiten, schiefe Hufe usw. Momentan habe ich nicht mal Lust zu reiten. Ich habe irgendwie eine Aversion dagegen. Für mich bedeuten Pferde irgendwie Streß, Angst und Schmerz. Ich guck mir Pferde an und bin froh, dass sie nicht mir gehören. Es regnet und ich bin froh, dass ich keine Angst mehr haben muss, dass Lina sich erkälten könnte oder jemanden anrufen, dass er die Decke draufmacht. Ich brauch mich nicht mehr über schlechte Böden aufregen oder schimmeliges Heu oder hohe TA Kosten oder mein leeres Konto. Aber irgendwie ist mir bei allem trotzdem zumHeulen zumute. Entschuldigt, dass das so lang geworden ist, aber ich mußte das mal loswerden.
Wehe dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt

Offline Carlotta67

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #1 am: 22.08.06, 07:14 »


Puh! Vollstes Verständnis!  :-\

Entschuldige bitte die blöde Frage, aber es interessiert mich: Was für Pferde/Rasse waren das? Und das deiner Freundin?


Offline Peggy1

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #2 am: 22.08.06, 07:25 »
@ acarychtis   ohje du Arme  , da hast du ja schon einiges hinter dich bringen müssen . :'(
Und ich kann dich so gut verstehen .... deine ängste und sorgen .
Du brauchst nun einfach erstmal etwas Zeit und Abstand .
Wenn dir wirklich nicht nach Pferden und reiten ist , dann lass es erstmal .
Ich glaube es kommt dann von ganz allein wieder .
Vielleicht nächstes Jahr im Frühjahr ....vielleicht dauert es auch etwas länger . ???
Nimm dir die Zeit und versuch nicht auf Krampf die Nähe zum Pferd zufinden .

LG maksi

*tröst*


moinmoin

Krümel 99

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #3 am: 22.08.06, 11:08 »
Du hast aber wirklich pech gehabt.. allerdings würde mich interessieren ob du beim Kauf deiner Pferde einen ordentlichen Tüv gemacht hast.. grade so Probleme wie hufrolle, Spat und Rückenleiden, sowie Bronchialprobleme lassen sich da vorher feststellen, klar ist das keine garantie, aber besser als ungewissheit..

Ich hatte auch 1,5 jahre kein Pferd weil ich die nase voll hatte, aber ohne Pferd fühle ich mich leer und daher haben wir uns wieder 2 kleinpferde angeschafft..

Mach doch erst eine Reitbeteiligung, um festzustellen, ob du überhaupt wieder Spass am reiten findest.. wenn nicht, such dir ein Pony zum betüdeln, oder lass es ganz bleiben.. mir persönlich ist das Reiten immer unwichtiger geworden, seitdem ich die Pferde am Haus habe und viel Bodenarbeit, Zirkuslektionen usw mache.. so habe ich einen tollen persönlichen Bezug zu meinen Pferden ...

Offline zaino

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #4 am: 22.08.06, 11:16 »
Krümel, manchmal steckt man wirklich nicht drin oder wird besch****, alles möglich.
Oder eben Pech.
 :'( :'( :'(

Wenn ich mir vorstelle, mein Zausel wäre seinen diversen Zipperlein bislang zum Opfer gefallen - hat ja momentan, *kopfaufholz* 2. Frühling, bin dankbar! - ich hätt' am Rad gedreht, u. ich weiss NICHT ob ich nochmal Spass am Reiten fände. Sag ich jetzt mal so. Wir sind ja schon 12 J zusammen, durch Dick u. Dünn, ob ich nochmal zu einem Pferd so eine Beziehung bekäme????

Einfach sich selber keinen Druck machen, bewusst un-pferdige Dinge tun, evt. mal verreisen (plötzlich ist ja mehr Geld da...  :-\) Neue Leut treffen mit anderen Interessen.

Wenn sich nach einer Weile beim Anblick von Reitern u. Rösser wieder so ein inneres Kribbeln einstellt, eine nette RB suchen.
(in welcher Gegend bist Du?  ;D)
Kommt Zeit kommt Rat - u. Du musst das alles erst mal verarbeiten, tu nichts Überstürztes u. erwarte nichts von Dir! Lass es "kommen".
 *tröst* u. hoffe Du findest wieder Spass. Zuerstmal am Draussensein... und vielleicht auch wieder am Reiten.

ganz liebe Grüße!

winston

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #5 am: 22.08.06, 11:31 »
@Zaino, ich bin mit meinem Randy schon seit 22 Jahren quasi "verheiratet", und trotzdem habe ich eine sehr intensive Bindung an unsere anderen Ponys.
@Aca.... da hast Du aber wirklich gewaltiges Pech gehabt. Jedoch kann das grad bei Pferden immer mal passieren. Da braucht es noch nichtmal unbedingt Spat oder sonstewiewas, wovor einen ein Ankaufsuntersuchung warnen könnte. Wir haben ein Pony vor 4 Jahren durch Vergiftung verloren. Kann Dich also voll und ganz verstehen.
Bei mir war es so, ich MUSSTE mich nach Jacks Tod um die anderen Vierbeiner kümmern. Obwohl ich lieber mit den Pferden nichts mehr zu tun gehabt hätte. Heute bin ich dafür dankbar, dass ich ranmusste.
Aber Du hast doch alle Zeit der Welt. Nimm erstmal Abstand, verarbeite das Geschehene (ich weiss, schreibt sich so leicht und klingt dazu noch etwas kitschig). Die Pferde können später immer wieder eine wichtige Rolle in Deinem Leben spielen. Du wirst schon merken, ob und wann es soweit ist.
Fühl Dich gedrückt.
Christina

Offline donau

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #6 am: 22.08.06, 12:31 »
hmm... es ist mühsam, pferde wegen krankheiten zu verlieren, man ist so hilflos, und danach kommt dann erst das schuldgefühl (warum, was hab ich falsch gemacht, was hätt ich anders machen können, hätte ich...) und die angst (alles was ich angreife geht schief, ich bring den viechern nur pech, meine sterben alle), dauert ein paar monate, geht aber vorbei, dann kommt trauer und lust auf einen neubeginn.
am besten nicht jetzt gleich ein pferd kaufen, sondern eventuell reitstunden nehmen, kurse auf fremden pferden machen, sodass man den kontakt nicht verliert, aber auch ein bisschen abstand bekommt, wenn man dann wieder "reif" ist dafür, und offen, kommt das passende pferd von selber ;)

alles platitüden, und nicht wirklich ein trost, aber die zeit heilt alle wunden, man verarbeitet- und wird stärker.
fast jeder, der mit tieren zu tun hat, weiss, wovon du sprichst- wenn es dir MIT neuem pferd besser geht, und dich der gedanke an ein neues fröhlich stimmt, dann ist der zeitpunkt richtig. hat bei mir etwa ein halbes jahr gedauert, damals...
Wer auf seinem Standpunkt beharrt, darf sich nicht wundern, dass er nicht weiterkommt...

Authorised WEIGUMS Desillusionator

geolina

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #7 am: 22.08.06, 14:16 »
hallo,

wenn du dich zur zeit wirklich beim anblick von pferden so fühlst, dass du dir nur denkst - wenigstens können die mir kein kopfzerbrechen  machen, dann nimm dir einfach die auszeit, die du brauchst.

beim reiten hängt so viel herzblut mit drin - da ist es mehr als verständlich, dass gleich 2 tote tiere in relativ kurzer zeit einem erstmal die lust verderben.

leider wieder diese plattitüde - sorry - die zeit heilt aber tatsächlich viele wunden. da mussten leider schon viele von uns durch. als meine stute starb habe ich erst immer geheult, wenn ich im auto an einer galoppstrecke vorbeifuhr. irgendwann dachte ich dann eher an die schönen gefühle, die ich dabei empfungen habe.

ich hoffe dir, dass du das auch irgendwann so siehst und dir dann evtl. auch wieder so richtig lust auf reiten kommt und nicht nur das dumpfe gefühl, dass etwas (was auch immer) fehlt.

viel glück und alles gute,

alex

Offline friesi02

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #8 am: 22.08.06, 14:46 »
Hallo acarychtis,

kann Dich total verstehen - vielleicht hilft Dir ein Auszug meiner Geschichte:

Hatte 5 Jahre einen Friesenwallach - MEIN Pferd- hätte mir damals jemand gesagt, ich würde ihn je verkaufen hätte ich ihm den Vogel gezeigt.
Bilanz war dann 7 Sättel in 5 Jahren (es muß doch möglich sein einen passenden Sattel für ein Pferd zu finden ?!)
Auch ansonsten war das Pferd war ein Dauerpatient, wir haben zwar fast alle Leiden ganz gut in den Griff bekommen, trotzdem macht das mürbe mit der Zeit.
Egal - ich liebte ihn halt. Aber irgendwann war dann doch die Schmerzgrenze erreicht, durch die problematische Sattellage und zusätzlich noch sehr enge Rückenwirbel war das Dressurpotenzial ganz klar begrenzt - nicht nur Dressur - sondern allgemein die Tragfähigkeit seines Rückens (jetzt nich auf mich einhacken - das Pferd hatte eine korrekte klassische Ausbildung - mit viel Schwerpunkt auf VA - eben wegen dem schwachen Rücken.
Da ich ihn aber auch fuhr - und er hier eindeutig mehr Talent und Freude zeigte als beim reiten - habe ich mich irgendwann entschlossen ihn zu verkaufen.
Mir machte das Fahren zwar auch Freude, aber eben nur ab und zu - ich wollte dressurreiten. Das Hobby ist so kostenintensiv - da darf der Spass nicht auf der Strecke bleiben!!
Ich habe eine tolle Familie für ihn gefunden, zwei Mädels (Fliegengewichte - kein Problem für ihn) reiten ihn und der Vater fährt ihn ca. 3 mal die Woche Kutsche.
Merlin ist dort glücklich mit seinen Kiddis und sie wollen ihn auch nie mehr hergeben.
Ich habe mir dann einen jungen Hannoveranerwallach gekauft. (5Jahre) . Im ersten Sommer wurden wir wieder mal ausgebremst wegen unpassendem Sattel - vier Wochen Longenpause wegen Druck. Danach ich Fuß gebrochen - 10 Wochen Pause. Danach Pferd Unterstützungsband angerissen, zuerst Fehldiagnose Sehne, 3 Monate Schritt. Im Frühjahr fingen wir dann langsam wieder mit dem Training an, aber wegen familiärer Probleme (Krankheit) war ich zeitlich arg eigespannt und es ging alles nicht so richtig voran.
Bis zum Winter war alles wieder halbwegs stabil und fing an Spaß zu machen. - und jetzt : Pferd Bein gebrochen (Röhr-/Fesselbein der Länge nach) - musste eingeschläfert werden.
Jetzt hatte ich die Schnauze voll. Nie mehr ein Pferd.....
Ein halbes Jahr lang. Dann sah ich mich nach einer Reitbeteiligung um. Dachte das wäre erst mal besser - nicht ganz so viel Verantwortung.
Oh je  - wenn man jahrelang nen eigenen gehabt hat - das geht gar nicht (vielleicht mit viiiiiel Grück findet man das passende )
Ich hatte zuerst ein Pferd das ne suupi Ausbildung hatte, allerdings nur selten als "Wochenendaushilfe"  - das ist doof - da kommt man nicht richtig rein....
Außerdem war der Gute sowas von faul, das war ich von meinen Pferden nicht gewohnt und hatte auch keinen Spaß dran...
Zweiter Versuch war einen Katastrophe - auf so etwas steifem, sturen und kaputten  hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesessen; (und einige schwiereige Fälle hatte ich auch schon unterm Hintern ...)  Mein Tip an alle die ne RB suchen: Pferd erst vorreiten lassen. Dann weiß man wenigstens auf was man sich einlässt.

Nach nunmehr 8 Monaten ohne eigenes Hotte (aber mit vollem Konto ;o) - bin ich nun doch wieder Pferdebesitzer. Ein neunjähriger Holsteiner  - ganz lieber Riese- und supermotiviert bei der Arbeit - der macht Laune  :)  - zumindest kam er gut durch den Tüv, was die Zukunft bringt werden wir sehen....

Nur mit der Ruhe - wenn Du reif für einen Neuen bist - wirst dus merken - gib dir die Zeit - auch ohne kanns mal ganz schön sein....!!

ganz liebe Grüsse
sandra


Offline acarychtisTopic starter

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #9 am: 24.08.06, 20:40 »
Hallo,
danke für die lieben, vielen Antworten. Also, ich weiß jetzt gerad nicht, wer gefragt hat, aber Santos war ein Araber/Warmblut Mix, Lina war eine Westfalenstute (Pilot-Enkelin, daher das tolle Springen). Bei Santos habe ich eine kleine Ak Untersuchung gemacht (bei einem Siegburger TA), bei Lina eine große mit Röntgen bei einem aus Gütersloh.

Ja, ich habe alles richtig machen wollen bei Lina, habe auch auf gute Papiere geachtet (sollte nicht so ein Kraut-und Rübenpferd sein). Das Pferd von meiner Bekannten ist ein Contender Enkel, is´glaub ich, ein Holsteiner, oder? Also auch net grad ein Wurstlgaul. Ich glaub, es ist völlig egal, welcher Rasse ein Pferd angehört oder ob es überhaupt eine solche hat. Man sollte vielleicht auf die Eltern und Großeltern schauen - sind die alle alt geworden, können sie zumindest nichts schlimmes vererben.

Ich werde mich jetzt erst mal meiner zweiten großen Leidenschaft widmen: der Aquaristik. Das habe ich 13 Jahre gemacht und dann hatte ich während meiner Pferdebsitzerphase eben halt die 10 Jahre Fisch- Pause. Nun habe ich erst mal mit einem 300 Liter Becken angefangen, das nächste, zusätzliche 600 Liter Becken ist schon in Planung. Jetzt gibt´s den acarychtis (ist übrigens ein Schreibfehler drin - richtig heißt es Acarichthys heckelii) wieder in Aquaristik-Foren (vom Namen her, es handelt sich um eine südamerikanische Buntbarsch-Art, gehört er ja auch da hin.... ;)


Ich wünsche Euch und Euren Pferden jedenfalls alles alles gute und hoffe für alle, dass sie mehr Glück haben als ich.
So
Wehe dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt

Offline friesi02

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #10 am: 25.08.06, 10:04 »
hihihi... das is ja witzig!!
Hab in meinem halben Jahr Pferdepause auch mit den Fischies angefangen!!
Hab von meinem Schatzi zu Weihnachten ein Aquarium gekriegt und bin somit auch unter die Aquarianer gegangen! (sind abba nur 110 Liter  :)

und jetzt, ...hab ich wieder ein Pferd und die Fischies sind auch noch alle da  :D

Ich bin mit meinen Neuen Hotte nun supiglücklich, sieht aus als hätt ich nen ganz guten Schnapp gemacht. *freu*
Er ist ein ganz netter, immer bei der Sache und megabrav aber net langweilig dabei.

Das ist nach meinen wilden Jahren -meist mit jungen Pferden- echt ma ganz enspannend ggg*  (er ist neun)

Offline Shari

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #11 am: 28.08.06, 15:25 »
Hm, was soll man dazu sagen? Es ist einfach immer traurig und ich drück dich einfach einmal.

Ich (also ich und mein Partner) habe im Januar auch zwei Pferde verloren - es war total schrecklich. Wir hatten beide hier am Haus, sind extra hierher gezogen (zu meiner 96j. Oma ins Haus ... ohne die Pferde hätte ich das NIE gemacht!), haben hier alles ausgebaut, um in ziemlicher Enge halbwegs normal leben zu können - und dann sowas. Gerade ein halbes Jahr konnten wir es genießen, direkt bei den Pferden zu wohnen. Vorher sind wir halt 7 Jahre lang früh und abends rausgefahren bzw. haben den ganzen Tag am Stall verbracht. Bei uns war es Botulismus - im Heuschober lag ein toter Fuchs und gammelte vor sich hin, dann kam durch einen Schneesturm Schnee darauf, taute und die ganze Suppe lief ins Heu. Leider haben wir das erst später gemerkt - zu spät eben.

Es war wirklich das Schlimmste, was ich jemals erlebt habe. Meine Stute haben wir am nächsten Tag einschläfern lassen und den Wallach meines Freundes gleich in die Klinik gefahren, er zeigte nur ganz geringe Symptome und kam trotz 2 h Hängerfahrt gut dort an - nachts ist er dann auch gestorben. Es ging alles rasend schnell.

Ich bin da auch jetzt noch nicht darüber weg und werde diese Pferde niemals vergessen. Meine Stute war weißgott nicht einfach und ich habe oft auf sie geschimpft, der Wallach hatte Hufrollenentzündung, Hufknorpelverknöcherung und war nach einer Therapie im letzten Herbst gerade auf dem Wege der Besserung. Ich habe ihn jeden Früh im Dunkeln bewegt, damit er ins Laufen kommt und sein Bewegungsprogramm erhält. Und gerade, als er wieder halbwegs gut ging (Schritt und bissel Trab) - ist er tot.

Es war auch so schlimm, um meine Stute zu kämpfen. Der TA wusste zuerst gar nicht, auf was er sie behandeln soll, er tappte völlig im Dunkeln, hat sich aber sehr bemüht und war den ganzen Tag und auch den nächsten nur bei uns. Es war eine Erlösung für die Stute, als sie dann eingeschläfert wurde, meine Güte, wie sie mich die ganze Zeit angesehen hat ... Mein Freund sagte dann immer, für ihn war das Schlimmste, dass er seinen Wallach quasi zum Sterben in der Klinik gelassen hat. Und erst am Telefon erfuhr, dass er auch tot ist. Sie machten uns dort noch so viele Hoffnungen ...

Ich wollte wirklich kein Pferd mehr. Überhaupt war mein Leben in dieser Zeit ziemlich durcheinander. Die Oma im Haus machte mich wahnsinnig (sie war wirklich sehr schwierig und das hat mich total überfordert). Dazu habe ich einen kleinen Sohn von mittlerweile 15 Monaten, der braucht natürlich auch viel Zeit und mit der verrückten Oma daneben, war das einfach zuviel für mich. Ich habe es immer bereut, mit ins Haus gezogen zu sein, das einzige, was mich da hielt, waren die Pferde. Und dann waren die auch noch weg. Ich kann euch sagen, ich wollte damals wirklich nicht mehr leben, ich war total fertig und habe wochenlang nur noch geheult. Der geringste Anlass war genug, dass ich wirklich stundenlang geheult habe und total hysterisch war. Nur wegen meinem Kind habe ich mich noch zusammengerissen. Habe dann halt ausgehalten und wenn er im Bett war, dann gings bei mir bergab.

Dann sah mein Freund in einer Zeitung einen Jährling, der genau wie sein Wallach aussah, er bettelte mich, dort mal anzurufen, er war aber (wie ich damals fand: zum Glück) schon verkauft. So kamen wir aber wieder auf das Thema Pferde zu sprechen und im April haben wir uns wieder zwei junge Pferde hergeholt. Und was soll ich sagen: In meinem Leben ging wieder die Sonne auf. Und meine Oma ist mittlerweile auch gestorben, das klingt jetzt zwar herzlos für euch, aber da bin ich wirklich froh darüber. Jeden Tag, wo ich zu den Pferden auf die Koppel gehe, freue ich mich so darüber, dass sie da sind.

Hätte aber damals mein Freund nicht wieder angefangen, sich Annoncen anzuschauen, ich hätte als erstes nicht ein Pferd gekauft. Ich wollte definitv keins mehr, vor allem weil ich immer das Gefühl hatte, ich hätte die PFerde umgebracht - wegen dem Heu.

Offline Medanos

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Re: 2 Pferde gestorben - jetzt hab ich keine Lust mehr
« Antwort #12 am: 28.08.06, 15:30 »
Du bist leider nicht die Einzige...

Vor drei Jahren hatte ich solches Pech.(Hier die Kurzfassung - schau mal auf meine HP)

Meiner alten Stute gings nach einem Unfall immer schlechter und ich musste sie erlösen lassen.

1,5 Monate später hatte ich ein neues Pferd - eine junge VA_Stute der drei Wochen später der Fuß zertrümmert wurde  :'(

Dann kaufte ich ein neues Pferd das wieder ca. 1,5 Monate später mit mir einen Unfall hatte den er fast nicht überlebt hat.
Ich hab auch überlegt ob ich das Reiten nicht aufgeben soll.
Mittlerweile hat er sich erholt und ist ein super Reitpferd geworden dem nur einige Narben geblieben sind.
LG Manu