Autor Thema: Monty Roberts  (Gelesen 51940 mal)

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Offline Gina

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Re: Monty Roberts
« Antwort #45 am: 26.03.05, 17:50 »
Hallo,

ich hab mich ja an anderer Stelle auch schon mal zu MR und A. Kutsch geäußert. Und zwar eher kritisch. Allerdings bin ich nicht gegen die Methode im Allgemeinen, sondern hauptsächlich gegen die extreme Komerzialisierung und die damit verbundenen negativen Auswirkungen.

Im Moment mache ich gerade selbst positive Erlebnisse mit der Methode und es ist schon erstaunlich, wie es bei jedem Pferd funktioniert.
Ich fange gerade an, mit dem Hafi unserer SB zu arbeiten. Er ist 15, wurde jetzt 1 1/4 Jahre wegen Krankheit nicht geritten und hatte noch nie eine besondere Ausbildung erhalten. Die SB haben ihn mit ca. 6 Monaten bekommen und können selbst nicht reiten. Er wurde nur kurz angeritten und seither haben Kinder und Jugendliche ihn geritten. Leider ohne korrekte Anleitung.
Jetzt soll ich ihn etwas dressurmäßig arbeiten.
Gestern habe ich dann mal probiert zu longieren. :-X Die ersten Minuten ging alles super, bis er urplötzlich beim dritten antraben stehen blieb und blitzschnell auf mich zugerannt kam. Ich war so überrumpelt, dass ich echte Probleme bekam. Er stand frontal zu mir und ließ mich nicht mehr seitlich zum treiben kommen. Das Ergebnis war dann, dass er nach einem Gertenhieb von mir so losschoß, dass es ihm die Füsse wegzog und er auf der Seite lag. Aber auch danach war an longieren nicht mehr zu denken. Er fing sofort wieder damit an, mich abzudrängen und mich umzurempeln. Ein typisches Dominanzproblem.
Die SB sagte mir dann, dass er dass immer bei neuen Leuten macht und longieren mag er sowieso nicht. :-X Super. Das habe ich dann auch gewußt.
Also habe ich die Longe abgemacht und habe ein Join-UP probiert. Und es hat geklappt. Hat zwar etwas gedauert, aber zum Schluß lief er ganz entspannt hinter mir her.
Heute das gleiche Spiel nochmal, allerdings ohne Longe. Als ich ihn in der Mitte der Halle loslies, drehte er sich sofort wieder frontal zu mir und wollte mich nicht an die Seite kommen lassen. Nach einer halben Minute aber drehte er ab und wir konnten mit dem Join-Up beginnen. Es war schon viel entspannter als gestern.

Es ist schon ein schöner Moment, wenn das Pferd seinen Widerstand aufgibt und einem vertrauensvoll folgt. :D

Ich werde das Ganze jetzt noch ein paar mal machen, bis er jegliche Ablehnung aufgibt.
In der Vorgeschichte hat er bis jetzt wohl einige Prügel bezogen (das höre ich jetzt so nach und nach) und es hat sich noch keiner wirklich mit dem Kleinen befasst.
Ich denke, ich muß nur erstmal sein Vertrauen bekommen und erst dann werde ich mit dem Reiten beginnen.

Also die Methode von MR ist sicher sehr gut, um den ersten Kontakt zu einem Pferd mit Problemen aufzubauen.

Es ersetzt aber sicher nie die korrekte Reitausbildung.

MR hat im Laufe der Zeit leider sein ursprüngliches Ziel etwas aus den Augen verloren. Das, was er eigentlich mal wollte, eine bessere Welt für die Pferde, kann man den Menschen einfach nicht auf Tourneen und Veranstaltungen in großen Hallen näher bringen. Dort ensteht leider der Eindruck, dass Probleme mal eben in einer halben Stunde beseitigt werden können. Und das ist sicher nicht der Fall. Aber durch den enormen Erfolgsdruck unter den die Massen MR stellen, hat er sich so abstruse Dinge wie z.B. den "Buckelstopper" einfallen lassen, der nun mit Sicherheit alles andere als gut für Pferde ist und für mich schon den Tatbestand der Tierquälerei darstellt.

Das meine ich damit, wenn ich sage, dass sich MR selbst untreu geworden ist. Er missbraucht das Vertrauen der Pferde, das sie ihm geschenkt haben.

Frau Kutsch dagegen ist einfach eine intelligente, sehr geschäftstüchtige Frau, die gemerkt hat, dass man hier mit einer einfachen Methode viel Geld machen kann.
Erst heute habe ich sie in einer Nebenrolle in einem Fernsehfilm gesehen, als sie als DIE Pferdeflüsterin wieder ein Pferd gerettet hat.
Ob sie bei soviel Medienpräsenz allerdings noch Zeit für ihre eigentliche Arbeit mit Pferden hat, bleibt zu bezweifeln.

Offline mittagssonne

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Re: Monty Roberts
« Antwort #46 am: 29.03.05, 09:53 »

Die SB sagte mir dann, dass er dass immer bei neuen Leuten macht und longieren mag er sowieso nicht. :-X Super. Das habe ich dann auch gewußt.
Also habe ich die Longe abgemacht und habe ein Join-UP probiert. Und es hat geklappt. Hat zwar etwas gedauert, aber zum Schluß lief er ganz entspannt hinter mir her.
Heute das gleiche Spiel nochmal, allerdings ohne Longe. Als ich ihn in der Mitte der Halle loslies, drehte er sich sofort wieder frontal zu mir und wollte mich nicht an die Seite kommen lassen. Nach einer halben Minute aber drehte er ab und wir konnten mit dem Join-Up beginnen. Es war schon viel entspannter als gestern.


gina,
ich würde mal sagen, beim ersten versuch (longieren) bist du zu unaufmerksam gewesen und hast dich vom pferd überrumpeln lassen, beim zweiten versuch ("join up") hast du aufmerksam auf das pferd geachtet und warst vorbereitet.
wenn du genauso aufmerksam longiert hättest, wäre das ergebnis das gleiche gewesen, bzw. besser, denn du hättest gleich noch die möglichkeit gehabt, etwas an der gymnastizierung zu arbeiten.
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Offline SilverRoper

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Re: Monty Roberts
« Antwort #47 am: 29.03.05, 10:08 »
Hi,

es gibt ein schönes Buch von "Alfonso Aguilar...Wie Pferde lernen möchten"

Hier wird auch die Arbeit im RoundPen beschrieben...wo der Sinn liegt, was man machen sollte.

Schauts euch an.

Silver

Offline Gina

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Re: Monty Roberts
« Antwort #48 am: 29.03.05, 11:09 »
@mittagssonne: das kann gut sein. Ich hatte hald damit überhaupt nicht gerechnet, weil ich beim Longieren noch nie Probleme mit einem Pferd hatte. Aber für mich war das schon eine echte Mißachtung meiner Person. Er hatte auch vor der Gerte null Respekt. :-X Aber mit Gewalt kommt man da eh nicht weiter. Da muß erstmal die Basis stimmen.

Offline horsmän

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Re: Monty Roberts
« Antwort #49 am: 29.03.05, 11:51 »
Ich bin kein Freund von Gewalt.

Aber wenn ein Pferd die Longierpeitsche nicht respektiert, muß man ihm m.M. nach einmal
unmißverständlich damit Respekt einflößen. Er muß schon wissen, dass die Longierpeitsche kein
Spielzeug des Longernführers ist. Ein kräftiger Schlag und die Fronten sind geklärt.

Gruß
horsmän

Offline diana m.

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Re: Monty Roberts
« Antwort #50 am: 29.03.05, 21:57 »
horsmän, ich finde, Du hast ganz recht.

Ein 15 j. Haflinger, der einen beim Longieren umrennen möchte, dem fehlt es nicht an Vertrauen sondern an Respekt.
Und einmal kurz und riguros durchgegriffen bringt einen ganz schnell auf eine vernünftige Arbeitsbasis.
Und wenn der gute Bursche schon früher Ärger bekommen hat, dann sicher deshalb, weil er es schon früher an Respekt hat mangeln lassen.
MR hat sein Programm für eingefangene Wildpferde, die ängstlich und verschreckt waren und den Menschen aus der Nähe nicht kannten sondern fürchteten, konzipiert.
Freche, sture Haflinger waren ursprünglich ja auch nicht gemeint.

Also Gina, setze Dich durch und longiere ihn.
Gruß
Diana


 

Offline Herzi

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Re: Monty Roberts
« Antwort #51 am: 29.03.05, 22:29 »
Vielleicht hat es der Sturre Haflinger ja nie gelernt 8) ausserdem kann man das "Dominanzproblem" auch anders lösen als Pferdi oder Hafi im Kreis zu scheuchen (nicht steinigen)

Ich würde die Longenarbeit wie mit einem Youngster aufbauen, und im Vorfeld Führ- und Bodenarbeit machen. So lernt er dich zu respekrieren, und lernt von Grund auf wie an der Longe gearbeitet wird.

Ich würde aufpassen mit der Join-up Methode kann man die Verständigung an der Longe auch erschweren. An der Longe wird gearbeitet und im Kreis herumdüsen dabei noch bocken bis die Luft raus ist liegt nicht drin. ;).

Ach was die Longierbeitsche betrifft, die ist nicht zum Hauen da sondern zur Verständigung. Mein Pferd spielt mit der Peitsche schleppt sie herum, kapiert aber sehr wohl was es beteutet wenn sie mal hinter ihm schnippt. Respekt vor Peitschen und alles andere kann auch übertrieben werden.

Übrigens spreche ich auch der Longe Pferdisch, mein Hotti versteht mich mit kleinsten signalen, läuft mir alles nach und das ohne einmal gejoint zu haben.

Nicht das wir keine problemchen hätten (keinen falschen Eindruck)

Reiten ist erst dann eine wahre Freude, wenn du durch eine lange Schule der Geduld, der Feinfühligkeit und der Energie gegangen bist die dir das Pferd erteilt.

fay

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Re: Monty Roberts
« Antwort #52 am: 30.03.05, 23:28 »
Vor einiger Zeit habe ich als Zuschauerin an einem Join up - Kurs teilgenommen.
Die Leute schauten voller Bewunderung zu, wie der sog. horse gentler, ein teures, 4-jähriges Springpferd ( " Will nicht länger als eine halbe Stunde longiert werden" ) auf einem steinigen Platz herumjagte. Gelegentlich wurde "Monty sagt..." oder "bei Monty steht" geflüstert, ansonsten der für mich nicht sichtbare Fortschritt kommentiert .  ( Mir hatte das Pferd vorher viel besser gefallen, als es friedlich aus dem Hänger stieg und gesittet über den Hof ging. )
Dann kam das gestresst wirkende Tier am Knotenhalfter an die Longe. Sollte es vielleicht nun gezeigt bekommen, wie es ruhig und ohne Schaden zu nehmen die Kreisbahn bewältigen, und seiner Besitzerin damit eine Freude machen könnte?
Keineswegs ! Es wurde zentrifugiert. Innenstellung per Reissen, sonst nach aussen schleudernd.
Der Versuch des Trainers, die Besitzerin einzubeziehen ging schief. Er konnte ihr trotz Mithilfe der Veranstalterin nicht einmal Ansatzweise die nötige Technik und Körpersprache vermitteln. Ich weiss nicht, wie es mit den Beiden weiterging und hoffe, dass Niemand verletzt worden ist.

Offline Gina

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Re: Monty Roberts
« Antwort #53 am: 31.03.05, 07:32 »
@herzi: na klar ist die Longiergerte nicht zum Hauen da, aber wenn mich ein Pferd umrennen will, dann muß ich mich ja irgendwie verteidigen. Hufe zum Schlagen habe ich leider noch nicht. :-X ;)

Ich wollte den Hafi ja auch nur ein-zwei mal anfangs longieren, so zum kennenlernen. Ich bin nicht so ein Fan von einfach gleich draufsetzen.

Jetzt kenn ich ihn ja besser. 8)

Außerdem ist Longiern für mich eine tolle Möglichkeit, das Pferd ohne Reitergewicht zu arbeiten.

Ich fand jedenfalls, dass der Hafi auf das Join-Up gut reagiert hat. Mal sehen, wie es weiter geht. Denn das ist sicherlich die Kunst dabei. Es soll ja nicht beim Join-UP bleiben, sondern dauerhaft eine ordentliche Basis für eine gemeinsame Arbeit geschaffen werden.
Ob ich das alles so richtig mache, werde ich ja noch sehen. ::)

Offline SilverRoper

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Re: Monty Roberts
« Antwort #54 am: 31.03.05, 22:32 »
Hi

Schwierig da ne Antwort zu finden.

Für mich ist der RoundPen ein Ort, wo ich mich dem Pferd bekannt machen kann.
Wo ich die Aufmerksamkeit des Pferdes bekomme, obwohl es "frei" ist.
Wo ich ihm erkläre, in welche Richtung und wie schnell es laufen soll.
Wo eine Art der Verständigung - Kontakt erfolgt.

Ich lehne es ab, dort ein Pferd zu scheuchen..total am Sinn vorbei.
Es ist kein Wunder, wenn dann Leute die Welt nicht mehr verstehen und nur noch den Kopf schütteln.

Wenn man die Verständigung sucht, kann man ein Pferd im RoundPen wie an Schnüren ziehen.
Die Chance sollte man ihm geben oder es lassen.

Silver

fay

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Re: Monty Roberts
« Antwort #55 am: 01.04.05, 22:56 »
@ Silver Roper, das mit dem Schnüre ziehen hast Du schön gesagt!  Das ist dann nämlich eine positive Arbeit, die wirklich Spass macht und vom herumjagen (lassen) meilenweit entfernt ist.

@zaino, es wird anscheinend gegen so Manches roundgepennt.....

Fortuna-Diamant

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Re: Monty Roberts
« Antwort #56 am: 22.04.05, 15:55 »
Also als mein Problem mit meinem ersten Pferd auftauchte (habe dies schon in ner anderen Box erleutert), habe ich mir auch ein Buch über Join up gekauft, ich muss sagen es hat mir mit Midnight damals sehr geholfen, da es uns beide näher gebracht hat. Aber mir fällt auf das es immer mehr gibt die dem Roberts-Hype nacheifern und es FALSCH machen! Eine Bekannte meiner besten Freundin macht auch einen auf Roberts-Jünger. Die hat sich ein mal meinen Midnight geschnappt -OHNE mein Wissen! und hat ihn fast ne Stunde im Longierzirkel rumgescheucht! Zum Glück kam ich an diesem Tag früher in den Stall und konnte weiteres verhindern, Midnight stand klatschnass! (sogar im Gesicht lief ihm der Schweiss runter) und total verängstigt im Zirkel. Das einzige was sie dazu sagte war : "Hätte der Gaul den Kopf runtergenommen hätte es auch nicht solang gedauert!" Ja Hallo gehts noch! Danach brauchte ich erst mal ne Zeit bis er wieder so war wie vor dem tollen Training!

Meine Meinung ist, dass all diese Gurus irgendwo den richtigen Weg machen, aber man sollte für sich und sein Pferd SEINEN eigenen Weg wählen.

MrMurphy

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Re: Monty Roberts
« Antwort #57 am: 25.04.05, 18:11 »
Ich hab mir hier nur sporadisch Beiträge durchgelesen und bemerkt, das die meißten nicht so viel von Monty Roberts halten.

Ich habe ein Buch von ihm gelesen, "Die Sprache der Pferde" und finde seine Methoden gut. Beim Join-up geht es ja nicht darum, das das Pferd wer-weiß-wie gehetzt wird, bis es keinen Bock mehr hat, sondern es soll ihm nur gezeigt werden, und zwar ohne Gewalt, dass es mit dem Menschen besser dran ist, als ohne. Ihm wird das zum-Menschen-zuwenden nicht aufgezwungen, sondern es sucht es sich aus. Ihc weiß nicht, wie Pferde sonst eigneritten werden, aber ich hab gehört, das sie da ab und zu mit Gewalt den Willen gebrochen bekommen.

Und wenn er Leuten zeigt, wie sie ihr Pfed auf den Hänger bekommen, dann macht er es auch ohne Gewalt, und bei einer Dokumentation die ich mal gesehen habe, da ist das Pferd nacher total freiwillig draufgegangen und hatte Spaß daran. Als seine Besitzerin es nachher vercuht hat, ging es nicht, weil sie es falsch gemacht hat, also hat er es ihr nochmal gezeigt.
Ich habe Freitag au dem Hof auf dem mein Pflegepferd steht gesehen, wie ein Pferd verladen wurde. Sie heitß Ruth, ist drei Jahre alt und stand seit einige Zeit auf dem Hof, seit sechs Monaten hab ich sie zwei mal die Woche geputzt. Nun, Ruth wollte nicht in den Hänger, sie stand mit den Vorderbeinen auf der Rame und riss die ganze Zeit den Kopf hoch. Was macht jetzt der zukünftige Pferdebesitzer und die Noch-besitzerin? Einen Resigbesen nehmen und mit der Fege-seite immer rauf auf den Hintern! Nach ne Zeit sind sie dann drauf gekommen, ein Pony mit in den Hänger zusteelen und dann sogar auf die brillante Idee, mit Futter zu locken. Es ging.
Ich denke, es ist besser, einem Pferd mit Join-up und ähnlichen Methoden beizubringen, etwas zu tun, wovor es Angst hat, als draufzuhauen.

Ich habe mit meinem Pferd schon oft Join-up gemacht, am Anfang hat es noch nicht so gut geklappt, aber jetzt läuft er mir hinterher u.s.w.

Auch Dinge, wei das man einem Pferd immer die Wahl lassen sollte, damit es sich nicht zu etwas gezwungen fühlt, helfen. Mein Pferd hat sich früher oft geweigert, vom Stall, ca. 100 meter vom eigentlichen Hof entfernt, auf den Hof mitzukommen.
Als ich dann nach Monty Roberts Prinzipien handelte, kam er gerne mit.
Ich habe den Strick ganz locker gelassen und schon trottete er brav neben mi9r her.

arisco

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Re: Monty Roberts
« Antwort #58 am: 25.04.05, 22:36 »
ich verwend das roundpen zum laufen lassen (ned pferd hetzen), zur freiarbeit oder zum frei longieren ...

MrMurphy

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Re: Monty Roberts
« Antwort #59 am: 03.05.05, 18:37 »
Ich habe grade die Dokumentation 'Shy Boy' gesehen und mich daran erinnert, wie hier jemand schrieb, dass er das Buch kaufte, auf dem Umschlag war der steigende 'Shy Boy', der ohne Lasso um den Hals, im Buch allerdings mit.
Im Prinzip war das kein Lasso, sie haben es dem Pferd nicht umgeworfen, sondern ganz vorsichtig umgeleget, nachdem sie ihn einen Tag lang verfolgt hatten, und ihm gezeigt haben, das íhm keine Gefahr droht. Dann wurde ihm das Lasso umgelegt, und ein Halfter. Am nächsten Tag brachte Monty Roberts ihm bei, einen Gurt zu tragen, natürlich war 'Shy Boy' nicht so begeistert, und wenn er vesuchte ein paar Schritte wegzugehen, dann wurde er darfür nicht geschlagen.
Als dann der Sattel draufkam und nach und nach der Reiter, hat 'Shy Boy' sich erschrocken, wegen dem Gewicht, und stieg. Die Longe (Lasso) war noch um seinem Hals, aber es wurde nicht daran herumgezerrt. Dieser Mustang wurde an den Menschen gewöhnt, ohne, das ihm der Wille gebrochen wurde. Er konnte sich alles frei aussuchen, wurde nicht verletzt und nicht angeschrien, sondern es wurde mit ihm in seiner Sprache gesprochen.


Und dann dazu:
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Von sway


Dann er ist ja so stolz darauf dass er mit seiner methode einen Mustang der noch nie was mit Menschen zu tuen hatte gezähmt hat.

Tolle Leistung ein 2 Jähriges Pferd über Tage zu scheuchen es nicht zum schlafen kommen zu lassen (selbst natürlich immer wieder frische Pferde) es dann wenn es auf gibt solange es müde ist mit sattel und Halfter und co. zu Beladen und dann auch noch einen guten Reiter draufzusetzten und zu sagen der ist jetzt eingeritten............... 

Sorry in meinen Augen ist das Tierquälerei.

Auf der anderen Seite hat er natürlich auch viele Erfolge gerade mit Rennpferde etc. nachzuweisen. bzw. die methode schwierige Pferde an den Hänger zu gewöhnen ist natürlich auch nicht gerade verkehrt.

Ich könnte will jetzt aber keinen Roman zu diesem Thema schreiben, ich will nur anregen mal etwas genauer hinzu gucken, denn nicht alles was ein erfolgreicher Entertainer mit den Pferden tut ist auch wirklich gut für das Tier.

Liebe Grüße sway



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Das Pferd wurde einen Tag gejagt, ja. Es hätte das ganze auch abkürzen können. Als sie es dann hatten, wurde es erst am nächsten Tag an Gurt, dann an einen kleinen Sattel und danach an einen Westernsattel oder so, gewöhnt. Wenn das Pferd gewollt hätte, wirklich gewollt hätte, hätte es Monty Roberts und seine Helfer mit wenigen Schlägen töten können.
Das Pferd wurde nicht dazu gezwungen, und wie werden Pferde sonst eingeritten? Ihr Wille wird gebrochen, sie werden geschlagen, verletzt. Monty Rpberts Strafe ist die Isolation, und das, ist die Sprache, die Erziehung, der Pferde. Wie kann es Tierqälerei sein, wenn die Tiere es selbst so machen?
Guck dir die Dokumentation an, und sieh, wie Monty Roberts Vater seine Pferde an den Sattel gewöhnte. Wenn Monty Roberts Methoden Tierqälerei seinen, dann weiß ich nicht, was die des Vaters wären. Als Monty Roberts seinem Vater zeigte, wie er Pferde dazu brachte, ihm zu vertrauen, wurde er von ihm mit einer Eisenkette geschlagen, bis er ins Krankenhaus musste.


« Letzte Änderung: 03.05.05, 18:48 von MrMurphy »