Autor Thema: Monty Roberts  (Gelesen 52409 mal)

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Offline carola

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Re: Monty Roberts
« Antwort #15 am: 10.08.04, 12:27 »
Er hatte auch ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert zum Thema Showeffekte. Das klang so realistisch, dass ich schon denke, dass er recht hat. Er hat es nicht verurteilt, sagte aber, es sei eben nicht das, was die Leute sehen wollen.
So berichtet er zum Beispiel, dass, wenn das Pferd zu lange außen rumkreist und es den Zuschauer langweilen könnte, MR einen Witz reißt. Nun sitzen die Zuschauer außen rum im Dunkeln und sind still, MR und Pferd sind in der beleuchteten Arena in der Mitte, und wenn nun MR einen Witz macht und die Leute im Dunkeln plötzlich lachen, rennt das Pferd vor Schreck in die Mitte. So, und nun sagt MR, siehste, es klappt doch. Das ist eben Show. Zu Hause funktioniert das SO nicht, aber das weiß MR auch. Darum geht es nicht. ist halt wirklich die Frage, wer das sehen will. Das Fernsehen zum Beispiel und ein Haufen Zuschauer, die von Pferden keine Ahnung haben, aber so beeindruckt sind, dass man spätestens zwei Tage nach Sendetermin von allen Seiten gefragt wird "hast Du das gesehen? War das nicht toll, was der kann?". Naja.
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angi

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Re: Monty Roberts
« Antwort #16 am: 10.08.04, 12:40 »
Mir ist damals bei der Show auch aufgefallen, daß er bei dem Buckler, der halt so garnicht bucklen wollte, getrickst hat. Da hat er das Pferd wie zufällig auf der am Boden liegenden Longe halten lassen und die dann mit einem Ruck zwischen den Beinen rausgezogen, hat aber auch nix geholfen, das gute Tier wollte einfach nicht buckeln ;) Das Hafitier, daß auch nach 3-4 Witzen nicht reinkommen wollte, hat er gleich am Halfter reingezogen und gemeint, ja manchmal muß man das halt so machen, ist eh so gewaltfrei mit dem gewaltfreien Halfter. Also ich hab die Show lustig gefunden und die Karten hab ich ja geschenkt bekommen ;D

Offline Hexenkind17

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Re: Monty Roberts
« Antwort #17 am: 10.08.04, 12:52 »
Ich werde nie vergessen, wie die "Freizeit im Sattel" MR als er das erste Mal in Deutschland war fertig gemacht hat: "Tierquälererei, Cowboymentalität" etc. Ist doch sehr interessant wie man so die Meinung ändern kann.... ;D
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Offline Hexenkind17

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Re: Monty Roberts
« Antwort #18 am: 10.08.04, 14:10 »
@zaino: Stimmt, war wirklich eine uralte fs, war MR. Sollte man mal wieder rauskramen und die fs dran erinnern. ;D
SONJA 
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Offline Hexenkind17

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Re: Monty Roberts
« Antwort #19 am: 10.08.04, 14:56 »
Ich habe es gelesen als ich bei einer Stelle für ein FSJ war, dort hatten die fs von anno dazumal. War sehr lustig!
Jetzt lese ich die fs auch nicht mehr, hat sich meiner Meinung nach sehr zum Nachteil verändert. Schade.
bei uns hatte früher die Bücherhalle (!) die fs, das war klasse!
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Offline Hexenkind17

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Re: Monty Roberts
« Antwort #20 am: 12.08.04, 16:12 »
@zaino: Da kann ich Dir nur zustimmern... Zusätzlich sind sie auch noch sehr in die Esoterik-Ecke abgeglitten. Sehr schade, denn eine wirklich gute Alternative gibt es meiner Meinung nach momentan auf dem Markt nicht.
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Offline sway

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Re: Monty Roberts
« Antwort #21 am: 16.08.04, 14:34 »
Hallo!
Mal eine kleine Frage was ist die "fs"??

Übrigens bei der pferdezeitung.com gibt es einen sehr interessanten bericht/ meinung über MR muss man sich nur durchklicken..... (im Archiv wenn ich mich recht entsinne, leider komplett absturz gehabt ::)

Liebe GRüße sway

Offline Hexenkind17

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Re: Monty Roberts
« Antwort #22 am: 16.08.04, 22:21 »
Ach Immenhof, seufz... ;D
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SmokysTouch

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Re: Monty Roberts
« Antwort #23 am: 18.03.05, 10:32 »
Hi Leute !

Hab da nur mal ne frage zu diesem Thema Monty Roberts.
Habt ihr eigentlich die Bücher von ihm gelesen ? Oder sich näher mit seiner Biografie und den Pferden mit denen er gearbeitet hat beschäftigt  ?
Hab das gefühl das dem nicht der fall ist.Vielleicht bekehrt sich ja der ein oder andere und tut das mal.Auch wenn ihr keinen wilden Mustang zu hause habt, hilft es bei vielen kleinen teilweise für uns unwichtige und übersehbare probleme,die unser Pferd aber stark belasten.
Will hier niemanden zurecht weisen,aber ihr redet alle immer nur von den reportagen oder berichten in irgendwelchen zeitschriften. Aber wirklich dahinter gucken und sehen was alles so damit zusammen hängt will keiner.
Schade eigentlich, dieser Mann hat etwas geschafft das nie einem Menschen vor ihm gelungen ist und bis jetzt auch nicht einem nach ihm. Ich meine nicht nur die dinge mit den Pferden oder dem Mustang "Shy Boy", sondern auch was er zum Teil für Menschen ob Pferdebesitzer oder nicht getan hat.Die Queen von England zb. ehrt seine Arbeit und sein Lebenswerk. Naja gut nicht jeder mag die Queen oder hält was auf das was sie sagt. Aber sollte auch nur ein beispiel sein , zu den tausenden Pferdebesitzern die inzwischen von Monty Unterstützung im umgang mit ihrem pferd bekommen haben.
Naja bleibt jedem selbst überlassen wie er mit seinem Pferd umgeht, nur denkt dran ihr seit nur Freunde keine besitzer. Oder habt ihr einen Besitzer ??? ???
Und das er es nur noch des geldes wegen tut ist blödsinn wenn man mal drüber nachdenkt. Der Mann ist inzwischen so alt das er sich darüber in keinster weise mehr sorgen machen muss und er hat genug geld als das er sich sorge um seine kinder machen müsste, die inzwischen eh alt genug sind und selbst arbeiten.
Ich möchte hier niemanden belehren oder sowas und auch nicht M Roberts in den schutz nehmen, das hat der nicht nötig. Aber ich glaube das es nicht ganzt fair ist ihn so zu verurteilen nur weil eine seiner methoden nicht human aussieht und vielleicht auch im gegensatz zu dem steht was er sonst verkörpert.Auch er ist nur ein Mensch und wer sich näher mit ihm beschäftigt und so der wird sehen das er für viele Pferden ein Lebensretter war und vieles mehr noch !!!

Lg Smoky
« Letzte Änderung: 18.03.05, 13:21 von SmokysTouch »

Offline Wild_Horse

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Re: Monty Roberts
« Antwort #24 am: 18.03.05, 15:31 »
@SmokysTouch:

Schalte mich jetzt in die Diskussion ein muss zugeben ich hab nicht alles gelesen aber das letze Statement schon....

Monty Roberts hat in meinen Augen den Fehler gemacht alles teuer zu vermarkten. Wem hilft es wenn es dem Pferd und Reiter zwar helfen würde, es sich aber niemand leisten kann/will - ganz zu schweigen von den teuren Lehrgängen bei AK...
Buch hin oder her, ein Pferd zu verladen wenn Pannels ein entweichen verunmöglichen oder gar noch ärgere Hilfsmittel verwendet werden, die der Laie im Fernsehbericht nicht sieht, heisst nicht, dass sie nicht verwendet werden. Bei Monty Roberts habe ich den Eindruck dass er Wasser predigt und Wein trinkt, mehr als bei jedem anderen "Pferdeflüsterer". Für mich ist er nicht mehr ehrlich und das ist auch das, was mich von MR abschreckt.

NH ist eine tolle Sache. Auch ich mache mit meinem Pferd im Roundpen J-Ups (Trau mich den Begriff nicht auszuschreiben, ist ja ein MR geschützer Begriff ;)), nur frage ich mich - muss ich das Geld Monty Roberts und wie sie alle heissen nachwerfen, nur weil sie bekannt sind? Es gibt viele, zumindest gleich gute (wenn nicht bessere) Trainer, die das selbe auf etwas andere Art vermitteln und für mich auch greifbar sind, wenn das Problem auftaucht. In einem Buch zu einem expliziten Problem eine Hilfestellung zu finden ist sehr schwierig, denn viele Hintergründe warum etwas so ist, kann das Buch nicht beschreiben (ist auch nicht der Sinn eines Buches). Ein Ansprechpartner der da ist und greifbar ist - ist in meinen Augen wichtiger...

LG WH
« Letzte Änderung: 18.03.05, 15:34 von Wild_Horse »
LG WH

Offline horsmän

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Re: Monty Roberts
« Antwort #25 am: 18.03.05, 16:05 »
Hallöchen,

ich habs Monty-Roberts 2. Buch abrupt zugeklappt und nie wieder geöffnet,
als in irgendwo in der Mitte auf das Bild gestoßen bin, was auch vorne als
Titelbild abgebildet ist (Shy Boy).
Auf dem Foro in der Buchmitte allerdings hat das Pferd ein lasso um den Hals und
steigt, weil es sich anscheinend ängstlich dem Lasso entrinnen will.
Auf demselben Foto auf dem Buchdeckel ist das Lasso anscheinend wegretouchiert.

Das war für mich ein Aha-Eerlebnis, dass nämlich der ach so ehrliche und alles verstehende MR
Foto verfälscht um einen guten Buchtitel aufzumachen. Da war die Ehrlichkeit für mich passé.

Übrigens: Mag sein, dass man seine Methoden in USA braucht, im kultivierteren Europa kamm
man allerdings auch seit Jahrhunderten ohne "Join-up"  aus und es wird auch sowieso wesentlich
schonender angeritten.
Auch für alle anderen Probleme wie Kopfscheu, Buckeln, usw. gibts schon immer "europäische" Lösungen.

Spätetens beim ersten Reiten hilfts euch MR sowieso nicht mehr weiter.


Gruß
horsmän

kiwi2004

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Re: Monty Roberts
« Antwort #26 am: 19.03.05, 01:46 »
MR hat weltweit einen recht grossen Markt und das zeit fuer mich schon, dass dieletzte Aussage Bloedsinn ist. Die Leute zahlen fuer das, was sie haben wollen. Man kann die beste Idee der Welt haben. Ohne gutes Marketing ist sie wertlos. MR kennt sich natuerlich extrem gut mit Pferden aus und das - zusammen mit seinem Erfolg - erzeugt natuerlich Neid.

Offline perdita

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Re: Monty Roberts
« Antwort #27 am: 19.03.05, 07:59 »
neid ? nicht wirklich, ich denke das problem liegt woanders manche menschen verstehen pferde und können mit ihnen umgehen, nicht nur mr, andere wiederum nicht und diese gruppe erhofft sich mit geld kaufen zu können was anderen in die wiege gelegt wurde (wie mein großvater immer sagte : talent kann man nicht kaufen) und genau da setzt für mr das geldverdienen ein.
vor jahren hab ich mal einen bericht über mr gelesen, in dem er auch das verhalten von pferden erläutert hat, waren richtig gute tipps dabei nur irgendwann ist alles ins kommerzielle abgedriftet und letztentlich liegt nun der haupttenor im geldverdienen, schade eigentlich.
klar gibt es glühende verteidiger der mr methode aber die sollten sich mal in eine ecke setzten und einfach mal nachdenken warum sie ihn verteidigen müssen wenn sie doch so von ihm überzeugt sind und die andere gruppe sollte auch mal nachdenken und zwar darüber warum sie auf angriff geht und den sch.. nicht einfach ignoriert.
joint up hab ich nie wirklich verstanden, meine pferde auch nicht warum soll ich jemanden verjagen der alles dransetzt bei mir zu sein und versuch mir alles rech zu machen?
ich hatte meinen eigenen guru in form eines alten pferdemanns und die meisten dinge die mr als seins preist hatte dieser mir schon vermittelt als noch niemand nur ansatzweise von mr gehört hatte. fazit einfach mal umschaun pferdemenschen gibt es mehr als man denkt und die stillen, ruhigen sind die die man fragen muß, das schöne daran sie verlangen keine großes honorar sondern sind mit einem danke zufrieden, das sind für mich die wahren pferdeflüsterer.
The art of horsemanship is                 If Horses were Wishes,
keeping the horse between                 Baggers would ride.
you and the ground !!

Offline Mondi

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Re: Monty Roberts
« Antwort #28 am: 19.03.05, 12:04 »
Ich denke, das nicht die Pferde das eigentliche Problem sind, sondern die Menschen. Die Meißten, die sich hilfesuchend an Leute wie MR oder AK wenden, sind mit ihren Pferden total überfordert und sehen nun dort ihre letzte Chance den "ungezogenen Bock" (Sorry, wenn es etwas übertrieben ist) wieder "gerade" zu biegen. Gerade wenn ich an den kürzlich im Fernsehen gesendeten Bericht über AK denke, rollen sich mir die Fußnägel hoch, beim Anblick dieser völlig überforderten Besitzer. Bei AK klappt es dann plötzlich, was m. M. nach aber nichts mit JU oder ähnlichem zu tun hat, sondern einfach einem konsequenten Umgang mit dem Pferd. Pferde sind schlau und wissen genau, wen sie verar...... können und wen nicht, und sie sind auch froh, wenn sie bei einer Person Schutz und Vertrauen bekommen und nicht ständig Angst und Unsicherheit spüren. Mich würde mal interessieren, wie es den dort gezeigten "Problempferden und-Besitzern" jetzt geht. Natürlich gibt es auch "echte" Problemfälle", aber auch die können m. M. nach von einem Menschen mit Pferdeverstand und Wissen ohne JU wieder zu normalen Pferden werden.
Viele Menschen schaffen sich Pferde an, obwohl sie mit einem Hamster besser bedient wären und das kann nur in einer Katastrophe enden.

kiwi2004

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Re: Monty Roberts
« Antwort #29 am: 19.03.05, 23:23 »
Ein unseriöser echter Guru nutzt die dann aus, verblödet sie weiterhin u. saugt viel Geld ab.
Ein seriöser Ausbilder trennt irgendwann mal die Böcke von den Schafen, obwohl - wieso sollte er zahlende Kunden wegschicken?
Kurzum, es gibt keinen Guru ohne die entsprechenden Mitläuferfiguren.
Was der MR in letzter Zeit so als Marketing-gags auswirft, finde ich schon etwas grenzwertig... etwas über-geschäftstüchtig. Aber man muss es ihm ja nicht abkaufen. Das steht jedem frei.
MR macht wirtschaftlich das beste aus seinem Talent. Daran ist aus meiner Sicht nichts verwerflich. Sein Seminar in Westaustralien war sehr gut besucht. Auch von Leuten, die sich sehr gut mit Pferden auskennen. Auch denen hat er noch etwas geboten.

Die Equitana ist eine grosse Verbrauchermesse und da kann man nur ein gute Show sehen. Das wurde auch vom Veranstalter so erwartet. Wichtig ist, dass viele Leute zur Messe gehen und moeglichst viel Geld dort lassen.

Den Begriff "über-geschäftstüchtig" gibt es als Negativum nur in Deutsch. Was denkst Du denn warum immer mehr Jobs aus deutschsprachigen Laendern abwandern und keine neuen Jobs geschaffen werden? Vielleicht weil dort jeder fuerchtet "über-geschäftstüchtig" zu sein.