Autor Thema: IRAP-Therapie  (Gelesen 76726 mal)

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Flashlight

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #45 am: 26.06.06, 17:29 »
Hi Socke,

normalerweise bekommen die Pferde 3 Injektionen. Meine hat aber 4 bekommen, weil bei ihr das Krongelenk betroffen ist und da das so klein ist hat sie 4 bekommen.

Soviel ich weiß ist IRAP entzündungshemmend und bildet wenn alles klappt so ne Schicht um den Knorpel die dann 1-3 Jahre hält. (Hoffe ich hab das jetzt alles richtig wiedergegeben).

Gruß Flashlight

Offline Socke

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #46 am: 26.06.06, 18:13 »
Hi Flashlight,

danke für die Aufklärung...  :)

Ich kenne zwar dieses Bild, auf dem gezeigt wird, wie das Anti-Interleukin diese Rezeptoren auf dem Knorpel besetzt, ich hatte aber keine Ahnung, wie lange dieser Zustand anhalten soll.

Dann hilft diese Therapie also bei Arthrose vornehmlich, wenn der Schmerz von der Entzündung kommt?
Wird durch die Spritze auch die Bildung von dem Entzündungsstoff Interleukin behindert?

Sorry für die ganzen dummen Fragen... ??? Aber als ich beim TA stand, hatte ich noch so viel anderes im Kopf.

Gruß
Birgit

Offline ginger2571

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #47 am: 26.06.06, 23:10 »
Hallo Zusammen,

war bei mir genauso. Man bekommt in der Klinik 'ne Diagnose und ist erst mal geschockt und dann eine Therapiemöglichkeit, die einem zwar erklärt wird, aber die Fragen kommen erst später.

Ich hab dann erstmal gesucht und gelesen. Zu IRAP gibt es ja nicht soooo viel (zumindest nicht auf deutsch), aber für Menschen über Orthokin. Auch wenn's nicht so sehr in die Tiefe geht fand ich diese 2 Seiten hilfreich:

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/1046077-hintergrund-1041334.html
http://www.neue-orthopaedie.de/pages/index.html

@Socke: Wo bekommt man Cortaflex in den USA? Beim TA?

Lotte hat übrigens auch 3 Injektionen bekommen.

Viele Grüße,

Ginger
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Flashlight

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #48 am: 27.06.06, 08:14 »
Guten morgen zusammen  ;)

Ronja lief gestern abend auf einmal schlechter als vor der Behandlung  :-[. Ich war aber die letzten Tage nicht so oft mit ihr spazieren (wegen Gewitter u.s.w.). Meint ihr das kann damit zusammenhängen?

LG Flashlight

Offline Socke

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #49 am: 27.06.06, 08:41 »
Guten Morgen,

Flashlight, Du weißt doch wie das bei Arthrosepferdchen ist, dass es mal einen Tag wieder schlechter ist, dann aber wieder bergauf geht. Würde mal noch ein paar Tage abwarten.
Kommt sie denn nicht sowieso auf die Koppel? Oder jetzt wegen Gewitter nicht? Weniger Bewegung als die Tage davor, könnte man sich da natürlich schon als Ursache sehen.

Ich kenne das ja auch, dass man die Pferde und jeden Schritt den sie tun, mit Argusaugen verfolgt... Werde manchmal fast verrückt dabei.

Wie alt sind Eure Pferde eigentlich?
Habt Ihr vor IRAP mit Kortison behandelt?

LG Socke

P.S.: Ginger, das Cortaflex habe ich in einem Shop in den USA bestellt und an eine Bekannte in den USA schicken lassen. Mein Bruder hat es mir diese Woche von einer Reise zu dieser Bekannten mitgebracht. Ich hab aber auch gesehen, dass man es bei Ebay USA kaufen kann, und die schicken es sogar nach D. Ich habe mir direkt einige Kilo mitbringen lassen, das Zeug kostet in den USA ca. 25% des hiesigen Preises. Und es gibt sogar eine Placebounterstützte Doppelblindstudie (heißt doch so, oder?) über das Zusatzfutter. Es enthält Glucosamine, Chondroitin, MSM und Hyaluoronsäure (Himmel, wie schreibt man das???).

Flashlight

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #50 am: 27.06.06, 08:52 »
Hi Socke,

klar ist das so bei Arthrosepferdchen  ;). Ich mache mir nur Sorgen, weil sie zuvor noch nie so schlecht gelaufen ist.  :-\

Sie kommt mit ihrer Freundin zusammen auf den Paddock und 3 - 4 Stunden auf die Wiese. Aber ich denke nicht, dass sie sich da großartig bewegt.

Ich kenne das ja auch, dass man die Pferde und jeden Schritt den sie tun, mit Argusaugen verfolgt... Werde manchmal fast verrückt dabei. Das stimmt leider  ::)

Gruß Flashlight

Offline ginger2571

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #51 am: 27.06.06, 12:37 »
Hallo Flashlight,

beobachte erst mal. Vielleicht hatte sie sich gerade vorher blöd gedreht, oder so. Kennt man doch von sich selber auch. Wenn man krank war und sich nicht so gut bewegen konnte oder durfte, dann bringen einen schon kleinste Fehlbewegungen aus dem Konzept.
Berichte mal wie's Ronja heute geht. "GanzfestDaumendrück"

"Ich kenne das ja auch, dass man die Pferde und jeden Schritt den sie tun, mit Argusaugen verfolgt... Werde manchmal fast verrückt dabei. Das stimmt leider."
Ich sehe mittlerweile immer und überall nur noch lahmende Pferde. Wenn die Herde reinkommt, wenn im Fernsehen Berichte sind... Man wird total kirre.

@Socke: Danke für die Info. Z.Z. füttern wir ja das Pferdereformhaus-Pulver und wir wollen nicht alles durcheinander machen / geben, damit man abschätzen kann, was wirkt und was nicht. Aber für später mal ist das ein super Tip.
Lotte ist übrigens so ca. 14 Jahre alt (keine Papiere). Wir sind nach der Diagnose direkt mit IRAP eingestiegen und haben somit gar keine Vorbehandlung.

LG

Ginger



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Offline Lilie742

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #52 am: 27.06.06, 13:51 »
Hi Flashlight... und ihr anderen!

Mein "Tiger" bekam auch drei Injektionen pro Gelenk (beide vorderen Hufgelenke). Seit einer Woche darf er wieder eine Stunde Schritt geritten werden.  :) Aber immer noch keine Koppel. :-\ Er macht einen munteren Eindruck. Anfangs wollte er gar nicht wirklich laufen, was bei ihm schon sehr suspekt ist! Jetzt macht er seine alten Blödeleien wieder. Etwas dezenter wäre mir lieber, aber schein ja ein gutes Zeichen zu sein... Amitian wird im Juli 15 Jahre alt. Die viele Stolperei fing aber schon vor 3 oder 4 Jahren an und wurde dann immer schlimmer, bis er auch noch anfing zu lahmen. Rö-aufnahmen zeigten keine besorgniserregenden Veränderungen. Da er mal rechts und mal links lahmte und das auch noch so undeutlich, dass die TÄ ihn nicht abspritzen konnte, musste ich mit ihm halt zur Szintigraphie in die Klinik fahren. Um möglichst viele Infos über IRAP zu bekommen habe ich gegooglet und mir alles halbwegs brauchbare ausgedruckt und in Ruhe gelesen.  ;D
Am Donnerstag haben wir Schmied. Danach wird sich rausstellen wie gut die Sache nun wirklich geworden ist. Nach dem letzten Schmiedtermin war klar, dass wir um Klinik nicht drum rum kommen. Nach dem Beschlagen tun ihm immer die Füße weh.  :(

Viele Grüße,
Lilie

Offline Socke

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #53 am: 28.06.06, 18:02 »
So, hab jetzt nochmal ein wenig Recherche betrieben. Die interessantesten Artikel finden sich unter www.orthogen.de und unter www.irap.de (u.a. eine Doppelblindstudie aus den USA).

Das Cortaflex ist gestern auch gekommen. Und siehe da: mein mäkeliges Pferd frisst das Pulver sogar pur! Ist wohl irgendwie geschmacklich verändert.

Meinem Ross geht es erstaunlich gut, gestern ist er dermassen an der Hand losgebockt, das macht er eigentlich nicht, wenn er Schmerzen hat.  ;D Wenigstens für seine Koppelzukunft sehe ich alles jetzt etwas positiver. Man wird ja genügsam...

Wie geht es Euren so? Müssen Eure Pferde nach den Injektionen stehen? Ich soll Schritt gehen nach der ersten Injektion, die für morgen angesetzt ist.

Viele Grüße
Socke

Offline ginger2571

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #54 am: 29.06.06, 08:42 »
Hallo Socke,

Lotte sollte nach jeder Injektion 2 Tage ganz fest stehen und durfte danach geführt werden. O-Ton TA: "Wir versuchen ein zartes Pflänzchen zu züchten. Da muß erst mal Ruhe rein."
Im Nachhinein muß ich auch sagen, daß die 4 Wochen Boxenhaft bei Lotte den Durchbruch geschafft haben. Die ersten 3 Wochen Paddock (wo sie zwar relativ ruhig, aber anscheinend nicht ruhig genug waren) waren nicht so toll.

Lotte ist jetzt wieder jeden Tag von morgens bis abends auf der Wiese. Abends ist sie fix und foxy, weil das nach der langen Boxenhaft wohl doch ganz schön anstrengend ist (Unsere Wiesen sind riesig und gehen berauf und bergab). Ab Sonntag fangen wir langsam wieder an Schritt zu reiten.

Bis dann,

Ginger
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Offline Socke

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #55 am: 03.07.06, 09:20 »
Guten Morgen liebe Fraktion der Gelenkgeschädigten,

habt Ihr denn anch der ersten Injektion schon eine Besserung bemerkt? Ich kann leider keine Besserung sehen...  :(
In dieser"Irap-Anleitung" (der Link steht ja irgendwo weiter vorne) steht ja, dass der TA möglichst viel Synovia rausziehen soll vor der Injektion. Wurde das bei Euren Pferden gemacht?

Bin etwas desillousioniert.  :-\

LG
Socke

Offline ginger2571

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #56 am: 03.07.06, 09:58 »
Hi Socke uns alle anderen,

Hey Socke, nicht frustriert sein. Lotte hat vor der 3. Spritze immer noch gelahmt. Man hat kaum eine Besserung gesehen. Nach der 3. Spritze ging es bergauf. Ich weiß nicht ob es die dritte Spritze an sich war, die geholfen hat oder die 4 Wochen Boxenhaft. Ich denke eigentlich, daß es die Ruhe war, die ihr geholfen hat. (Vorher der Paddock war halt nicht so die beste Idee. Hinterher ist man meistens schlauer.) 
 ;D Lotte ist jetzt lahmfrei und wir sind gestern zum ersten mal geritten  ;D.
Ob's wirklich so gut ist wie ich zur Zeit denke werden wir Anfang August bei der Nachuntersuchung erfahren.

Bei Lotte wurde vorher Gelenkschmiere aus dem Gelenk rausgezogen, aber ich hatte bis zu Deinem Thread gedacht, daß es darum ging die Konsistenz zu prüfen. Bei Lotte war die Gelenkschmiere nämlich noch zu flüssig. Sie sollte aber etwas zähfüssig sein und Fäden ziehen (ähnlich wie Spucke).

Deswegen: Kopf hoch und abwarten und Tee trinken. Es wird bestimmt besser.

@ Flashlight: Wie geht's Ronja?

Viele Grüße,

Ginger
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Flashlight

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #57 am: 03.07.06, 14:01 »
Hey Ginger,

Ronja ist im Schritt Gott sei dank wieder lahmfrei  :) Ich gehe jeden Tag 30 - 30 Minuten spazieren. Glaube das tut ihr richtig gut  ;)

LG Flashlight

Offline Socke

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #58 am: 03.07.06, 16:48 »
Hei,

die Synovia wurde sicher auch rausgezogen, um die Zusammensetzung und Konsistenz zu prüfen, aber in dieser Anleitung von Dr. Weinberger steht auch drin, dass man so viel wie möglich rausziehen soll, damit die Entzündungssubstanzen, die ja drin sind, schon so gut wie möglich entfernt sind.

Das hat mein Tierarzt allerdings nicht gemacht. Werde ihn aber nächstes Mal darauf hinweisen (wenn ich das irgendwie diplomatisch hinbekomme).

Freut mich, dass es Euren Pferden so gut geht! Das macht ja wirklich Mut.
Bei meinem ist ja nur die Hoffnung, dass er noch ein paar gute Jährchen auf der Koppel hat...

LG
Socke

Offline Lilie742

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Re: IRAP-Therapie
« Antwort #59 am: 04.07.06, 13:54 »
Hallo zusammen!

Nun habe ich die nächste Frustphase!  :( Amitian lahmt immer noch... es sind schon 4 Wochen rum. Alle Injektionen sind erledigt. Trotzdem läuft er nicht klar.  :'(  Jetzt müssen wir noch mal 4 Wochen langsam machen. Noch mal 4 Wochen nur an der Hand grasen. Und das bei  d e r  Hitze!   :P  So ein Frust! Außerdem wird der Kerl immer ungenießbarer.  >:(  Jetzt ist es auch mit den gemütlichen Schritt-Ausritten vorbei, weil er ständig anzackelt vor lauter Anspannung. 4 Wochen nur auf dem Platz /in der Halle rumeiern!  F  R U S T !!!  Hoffentlich bringt`s wenigstens was, dass er danach wieder ok ist!

Habt ihr eine Idee, was man dem Tier noch Gutes tun kann?  ???
Lilie