Autor Thema: Jakobskreuzkraut  (Gelesen 120604 mal)

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beachy

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #30 am: 14.08.06, 10:39 »


HalloViki,

komisch warum kannst du die Bilder den nicht sehen ? Ich hab keine Probleme ....

Habe mich seidem ich das Zeug  identifiziert habe genauer damit befaßt - es gibt mehere Kreuzkrautarten , so weit ich weiß alle Giftig und das auch im getrockneten Zustand . Warum sollte die vom Baummarkt weniger Giftig sein ? Vermehren tut sie sich mit Sicherheit genauso wie das wilde JKK über die Blüte und das so weit wie der Wind die Flusensamen bringt .Die die im Garten steht macht da sicherlich nicht vorm Gartentor halt bei der Vermehrung ....
Hier noch mal 2 Bilder





und  2 Informative links

http://www.pasoclubinternational.com/pci-gazette/21_vorsichtgiftig/de.aspx

http://www-vetpharm.unizh.ch/reloader.htm?http://www-vetpharm.unizh.ch/giftdb/pflanzen/0038_vet.htm?inhalt_c.htm

Gruß Beachy

winston

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #31 am: 22.08.06, 15:16 »
Keine Ahnung, ob es Euch auch so geht wie mir. Was waren die  Zeiten doch einfach, als ich JKK sofort und mit einem Blick orten und entfernen konnte. Nur jetzt, nach all dem Regen , da wachsen unsere Weideflächen wieder hübsch nach. Freut mich ja wirklich, aaaber dieses verflixte JKK wächst ja auch fleissig nach. Nun muß ich mit Adleraugen (der alte Karl May hätte seine helle Freude an meinen "Spurenlese-Fähigkeiten" gehabt, Old Shatterhand war nix dagegen) die Weiden abgehen und den zarten JKK-Babys den Garaus machen. Gehe schon total gebückt....
Irgendwie hatte ich vor einigen Jahrzehnten nicht ganz so nervenaufreibende und arbeitsintensive Vorstellungen von Pferdehaltung in Eigenregie... ;)

beachy

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #32 am: 23.08.06, 13:12 »
Hallo,
mir gehts nicht anders ..... wenn nicht sogar noch schlechter , denn  : neben uns ist ne Brachefläche ! Und dort kann es ungehindert wachsen und sich vermehren ! Dieses Jahr wars ein breiter Streifen  JKK , aber
ab Frühling weht aber ein anderer Wind ! Ich werde gnadenlos bei Nacht & Nebel giften wo es hochkommt ....

Gruß Beachy
« Letzte Änderung: 05.04.07, 13:01 von beachy »

Offline Martinaxx

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #33 am: 29.08.06, 07:50 »
Hallöle,
kann es sein, dass man in Ostwestfalen dieses Kraut nicht kennt? Heißt es evtl. anders? Unsere "Bauers" guckten ganz sparsam, als ich ihnen etwas unter die Nase hielt und fragte, ob es denn JKK sein könne ...
Also, "unser" Kraut hat nicht so fleischige Blätter und Stengel, sieht im ganzen wie eine schmächtige Schwester des JKK aus, und wächst, wie "Kraut" eben, mit immer weiterführenden (z.T. unterirdischen) Trieben mehr flächenartig, nicht so sehr dicke Einzelpflanzen. Auch ist die Lila-Färbung nicht so deutilch. Hat jemand eine Idee, was das ist ... die "westfälische" Variante vielleicht? Gibt es irgendwo eine Datenbank mit ganz vielen Bildern usw.. (im bäuerlichen "Unkräterbuch" kennt man das JKK überhaupt nicht).
Ach ja, und wie ist das mit Nachtschatten? Habe den Verdacht, auch diesen auf unserer Weide gefunden zu haben ...  :o

Offline Bueffelchen

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #34 am: 29.08.06, 08:56 »
Nachtschatten wächst bei mir auch....aber weder Rinder noch Pferde fressen davon. Überhaupt sind meine Wiesen die reinsten Giftbanken...Earne in verschiedenen Versionen, JJK, Hahnenfuß (den sie erst nach der Blüte fressen- also unbedenklich), Nachtschatten, Wolfsmilch, Johanniskraut...

Alles was das Herz begehrt.

beachy

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #35 am: 29.08.06, 20:16 »
Hallo

Martinaxx @ vielleicht liegt es an den Nährstofen im Boden das sie bei dir eher stakelig wachsen - oder evtl. sind sie erst einjährig ?
Hatte zum Teil auf einem Weidestück auch kleine Jkks mit sehr wenig Blattwerk . Dort ist der Boden sehr nährstoffarm laut letzter Bodenprobe .Sahen so aus wie ein Stengel mit 2-3 Blatt & kleiner Blüte .

Frag doch mal nach ob die Bauern evtl. das Zeugs unter dem Namen Greiskraut kennen ?

Gruß Beachy

Offline Starling

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #36 am: 05.09.06, 18:35 »
Es gab mittlerweile immer noch nichts deswegen: Gibt es irgendeine Methode außer Rausreißen?!

Bei meiner RB wurden vergangene Woche stark erhöhte Leberwerte festgestellt. Ein paar tage lang tappten wir im Dunkeln, bis vorgestern eine Miteinstellerin zufällig auf Kreuzkraut stieß. Wächst bei uns auf der Weide und auch auf den Paddocks. Nun gibt es morgen Abend extra einen Infoabend in unserem stall deswegen. Das Zeug wurde gleich rausgerissen zum Großteil.
Jedoch wurde Anfnag des Sommers bevor die Pferde auf die Weide kamen von dieser Weide Heu gemacht. Was denn nun? Lila Stängle hab ich noch nirgens gesehen, können die auch anders aussehen?!
Wer sein Pferd immer anschreit, kann nicht erwarten, dass es auf ein Flüstern hört.

Offline kari

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #37 am: 05.09.06, 19:37 »
Starling,

die lila Stengel sind nicht durchgehend lila, sondern nur im unteren Drittel etwa, d.h. sie fallen nicht unbedingt auf, wenn
man nicht besonders drauf achtet.... ::)
 
Auf dem Photo der frischen Pflanzen oben sieht man gar kein lila. Schon blöd, daß das Kraut im Heu nicht ohne weiteres
identifiziert werden kann !

Offline Mysli

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #38 am: 08.09.06, 16:17 »
@Starling
Wenn dort Heu gemacht wurde, dann bloß Finger weg davon! Das Risiko einer Vergiftung ist extrem hoch. Und die Vergisftungen enden miestens tödlich!  :-[ :'(

Heu kaufen ist heutzutage eine Sache des Vertrauens...

Offline Starling

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #39 am: 11.09.06, 22:25 »
Wir haben nicht die Möglichkeit Heu auszusuchen, wird direkt am hof gemacht. Da muss man nun einfach drauf vertrauen...In riesigen Mengen wuchs es ja nicht.
Er ist übrigens schon so gut wie vergiftet, nun ja, Symptome und dergleichen für ne Vergiftung hat er nicht, aber ich denke, die erhöhten Leberwerte werden wohl dadurch kommen und dadurch auch eben diese Trägheit.
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Offline Nattrun

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #40 am: 12.09.06, 15:53 »
 :o

Ich würde dem Pferd keinen Halm mehr aus dem Hofheu füttern. Der blanke Leichtsinn!

Jede schleichende Vergiftung kann von jezt auf gleich akut werden, nämlich wenn das Maß voll ist - dann bricht der Stoffwechsel innerhalb von Stunden zusammen und das war's dann.
Grad eben von einem Pony gehört, wo es so verlaufen ist, auch da geht man von einer Vergiftung aus, die plötzlich eskaliert ist, Ursache unbekannt - ans Heu denkt natürlich niemand  ::)

Warum immer warten, bis was passiert?
Wen kein Bangen mehr beschwert,
frei von hinnen reitet.
Heil führt ihn auf seinem Pferd,
Glück die Zügel leitet.
(Bischof Jón Arason, 1550)
 

Offline Starling

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #41 am: 12.09.06, 19:35 »
@ Nattrun
Das ist nicht meine Entscheidung, es ist nicht mein Pferd, sondern meine RB. Ich weiß ja auch nicht, ob die das Heu kontrolliert haben, viel krieg ich davon ja nicht mit.
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Offline Mysli

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #42 am: 16.09.06, 17:18 »
Wenn das Pferd bereits Vergiftungssymptome hat, dann sieht es nicht gut aus. Das Heu würde ich auf gar keinen Fall verfüttern. Du solltest der Besitzerin unbedingt die schwerwiegenden Folgen einer Vergiftung (auch einer schleichenden) klar machen, ansonsten kannst du ziemlich sicher sein, das dieses Pferd nicht überleben wird.  :o

http://www.agff.ch/pdf/Jakobskreuzkraut%20LBL-AGFF%202002-18.10..pdf

Dieser Link enthält eine Zusammenfassung über das JKK. In der Schweiz ist diese Pflanze meldepflichtig. Leider sind wir in Deutschland noch nicht so weit. Bis das durch ist müssen vermutlich noch einige Tiere sterben.  :'(

Bei Google findest du massenhaft Seiten über das JKK. Lies dir das mal durch und drucke es für andere bei euch im Stall aus.

Die Geschichte solltet ihr auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Es reichen schon sehr geringe Mengen (Kleinstmengen) im Heu für eine akute Vergiftung und die ist so gut wie immer tödlich!  :o

Offline Starling

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #43 am: 16.09.06, 19:17 »
Was zählt ihr zu vergiftungssymptomen? Im Übrigen handeln wir den fall nicht heurnter. Die Besitzerin weiß genauestensa über Kreuzkraut Bescheid, die TA weiß auch davon und der ganze Stall hat extra einen Infoabend über Giftpflanzen veranstaltet und den Hof danach nach diesen kontrolliert.

Und den Link den du mir geschickt hast liegt auch ausgedruckt bei uns im Stall.

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Offline Mysli

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Re: Jakobskreuzkraut
« Antwort #44 am: 16.09.06, 21:22 »
Die Vergiftungssymptome einer schleichenden und einer akuten Form kann man überall im Netz nachlesen.

Aber wenn ihr an der Sache dran seit, dann ist ja alles ok. Dann wird sicherlich auch das Heu nicht verfüttert werden.. viel Glück..