Autor Thema: Einreiten  (Gelesen 6972 mal)

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Catherine

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Re: Einreiten
« Antwort #15 am: 17.09.04, 09:35 »
Hi du, ich denke das kommt drauf an wie weit du dein Pferd bringen möchtest. Wenn dus weit bringen möchtest und du selbst einreitest (unter Aufsicht von einem RL) wird es um einiges länger dauern als wenn du's in Beritt gibst, schliesslich haben wir nicht die gleiche Erfahrung und es kann schon mal vorkommen das wir vor Problemen stehen, welche für geübte Bereiter gar keins ist!!! Aber ich würde auch sagen, nur Mut, und wenns nicht geht muss man's sich halt eingestehen und jemanden suchen der die begangenen Fehler wieder ausbügelt. Wenn man's jetzt nicht versucht, sondern in 5 oder 10 Jahren hat man dann die selben Bedenken!! Man muss überal Erfahrungen sammeln, und das geht nicht wenn man's nicht praktiziert!!!!!

Ich hebe nun so ca 11 Jahre reiterfahrung gesammelt und traue mich nun das erste mal ans Einreiten eines Pferdes. Tatsache ist, dass dies ein eher ruhiges Pferd ist vom Charakter her (Freiberger), dass es mein eigenes Pferd ist und das es ein Freizeitpferd werden soll, nicht mehr.

Ich würde mir nie zutrauen ein Sportpferd einzureiten. Aber ich traue mich ein Freizeitpferd fürs Gelände und wenig Dressur und springen selbst auzubilden, jedoch dies auch nur unter Aufsicht eines Reitlehrers.

Ich werde diesen Winter beginnen mit dem einreiten meiner Stute und wäre froh wenn ich mit jemandem Erfahrungen austauschen könnte, der etwa gleichzeitig beginnt sein Pferd auszubilden.


jessynordisch79

  • Gast
Re: Einreiten
« Antwort #16 am: 17.09.04, 22:26 »
Hallo!
Habe auch vor 2 Monaten begonnen, meinen 5jhr. Traber einzureiten. Reitergewicht kannte er noch nicht, dafür aber Stimme. Erstmal viel Bodenarbeit, damit er Vertrauen zu mir gewinnen konnte. Lange Spaziergänge, damit er seine neue Umgebung kennenlernt. Er gehört allerdings zur ruhigen Sorte, relativ gelassen für sein Alter und dafür, dass er ein Vollblut ist. Allerdings hat er immer noch angst vor zu raschen Bewegungen. Ich reite seit knapp 13 Jahren, hatte allerdings nie Reitunterricht im klassischen Sinne, habe es auf dem Bauernhof gelernt (Der Bauer basaß eigene Pferde, ritt bis L) und immer dann Unterricht von ihm auf seinem Pferd (mein Pflegepferd für 7 Jahre) wenn er Zeit hatte. Auch bildete er Pferde aus, auch dabei durfte ich helfen. Nun habe ich mir den Traum vom eigenen Pferd und gepachteten Stall erfüllt und versuche jetzt halt das umzusetzen, was ich kann. Er steht still beim Aufsteigen, kennt die wichtigsten Hilfen (links/rechts) und war jetzt 2mal mit mir im Gelände. Allerdings werde ich ab nächsten Monat auch einen RL dazunehmen. Denn ich möchte keine Fehler bei ihm verursachen, die sich später schlecht korrigieren lassen. Stangenarbeit, Trailübungen, GHP- Übungen, dass kann ich ihm selbst beibringen. Aber seitwärts/rückwärts, Vorhand-/Hinterhandwendungen, dafür hätte ich gerne Unterstützung. Und ich bilde mich zusammen mit meinem Pferd aus. Ich denke, etwas schöneres geben kann es nicht. Aber ihn in Beritt zu geben, kann ich mir auch nicht vorstellen. Da habe ich schon zu viel schlechtes bei anderen erlebt. Wir wachsen dabei zusammen und das Vertrauen ebenso, das ist mir wichtig. ICh bin eine reine Freizeitreiterin, möchte viellecht mal nen Distanzritt oder nen Trail mit ihm machen. Klassisch ausbilden möchte ich ihn aber, um Schädigungen zu vermeiden.
Du wirst schon das richtige tun. Du weißt, was du willst  für dich und dein Pfed und das ist das Wichtigste...
Alles Gute dir und deinem Pferd

lucylottelovis

  • Gast
Re: Einreiten
« Antwort #17 am: 23.09.04, 08:34 »
Hi ihr,

ich habe auch eine 3-jährige Stute, die ich selbst im nächsten Jahr einreiten werde. Lucy ist ein Friesenmix mit Vollblutanteil. Ich hab sie als Jährling vom Händler gekauft und von Anfang an eine gute Beziehung zu ihr aufgebaut, aber auch Führen, Hufegeben etc mit ihr trainiert. Diese Übungen klappen mittlerweile bei ihr fast im Schlaf.

Lucy ist vom Wesen her sehr kooperativ, was ihre Menschen (mein Freund, ebenfalls ne Menge Erfahrung mit Pferden und ich) betrifft. Unbekannten Menschen steht sie eher etwas kritisch gegenüber, bis sie überzeugt ist, dass die nur freundlich sind. Gleichzeitig hat Lucy auch ne Menge Temperament, das in die richtige Bahn gelenkt werden will. Ich lasse sie häufig freilaufen, dabei macht sie die unmöglichsten Hüpfer. Ich bestimme bei den Freilaufübungen die Richtung, Tempo und Gangart überlasse ich dem Pferd. Freispringen ist übrigens ihr liebstes Hobby. Mit viel Lob und einem ebenfalls motivierten "Führpferd" (meine 24-j. Gelderländerstute springt auch sehr gerne) hat Lucy gelernt, dass Springen die reine Freude ist. Natürlich übertreibe ich es nicht, weder in der Häufigkeit, noch in der Höhe.

Im Frühsommer hab ich angefangen, Lucy anzulongieren im Roundpen. Ich hatte mir zunächst Sorgen gemacht, dass mein Temperamentsbündel das als "Aufforderung zum Tanz" auffassen könnte - und habe mir selbst fest vorgenommen, ihr deutlich einen Unterschied zwischen Freilauf und Longieren beizubringen. Ergebnis: nach 2-wöchigem Traininig ging Lucy brav und ruhig in die Richtung in die sie sollte und kennt die Kommandos Schritt, Trab und Halt. Ende meiner Bemühung, denn ernsthaft was tun soll sie ja erst nächstes Jahr  :D

Achja, Lucy kennt übrigens auch Spaziergänge an der Hand sowie als Handpferd - sie ist unerschrocken, neugierig und will einfach nur vorwärts (im ruhigen Schritt, aber gern auch im Trab oder Galopp).

Ich freu mich darauf, mit ihr weiter zu machen, sie hat jetzt quasi nochmal Winterpause bevor der ernst des Lebens beginnt.

Würd mich auch über Erfahrungsaustausch freuen.

Liebe Grüße

Corinna