Autor Thema: Hufkrebs-Fotos III  (Gelesen 45513 mal)

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dschin

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #75 am: 18.09.04, 06:53 »
ich wünsche vielen pferden eine solche besitzerin.

als langer HML dieses falles meine persönliche meinung dazu

obwohl ich sehr kritisch den HO gegenüber eingestellt bin (deswegen haben mich JB und CR auch aus deren forum  gebannt) hat die letzte HO-betreuerin gute arbeit geleistet. ihr idee das pferd zu sich zu nehmen war eine gute und faire für alle 3. ich nehme an, dass sie sicherlich auch ein finanzielles akzeptables angebot gelegt hat (sie ist ja nicht JB *g*). mich würde nur der zeitpunkt ihres angebotes interessieren. endphase oder davor??

wenn ich richtig gelesen hab begannen die neuerlichen probleme am kronrand nach der propolis-, der neuerlichen härpfer-behandlung und dem verlust des hufschuhs auf der koppel. wie lange kämpfte georg dort mit dem hufschuh??

was man aus georges bericht entnehmen kann:
1) such dir einen wirklichen spezialisten, der solche hufprobleme nicht nur aus büchern und vorträgen kennt, sondern bei der behandlung auch erfolge nachweisen kann. welche erfahrungen hat der TA bzw der beschlagende hufschmied zuvor zu so einem problemfall???
2) wenn etwas nicht funktioniert aufhören damit und nicht weiter geld reinbuttern (zb härpferöle, diese sind zwar gut, aber helfen auch nicht immer. obwohl die tel beratung ok ist aber ein direkte beobachtung bzw übermittlung von gewebeproben etc wäre mMn besser gewesen, noch dazu, da dieses spezielle mittelchen immer neu und speziell zusammengemischt wird)
3) das zusammenspiel zwischen besitzer, hufbetreuer und pferd ist  wie ein dreibeiniger stuhl. stabil, aber wenn ein bein weg ist fällt er um. mehrere beine(=mitredner) bringen den stuhl zum wackeln
4) hufkrebs ist sch.... mit ungewissem ausgang

dschin

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #76 am: 18.09.04, 08:06 »
noch eine frage:
wurde von ALLEN hufen eine autopsie durchgeführt?


an dich: wenn dein bericht und die erfahrenswerte daraus auch nur einem anderen pferd helfen lebt georg weiter
« Letzte Änderung: 18.09.04, 08:12 von dschin »

Offline GeorgeTopic starter

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #77 am: 18.09.04, 09:54 »
noch eine frage:
wurde von ALLEN hufen eine autopsie durchgeführt?

oh meine güte, ich habe nicht daran g e d a c h t. keine minute, bis zu deinem beitrag. was für ein unverzeihlicher fehler....wie wichtig das doch gewesen wäre!! ich bin wirklich wie vor den kopf geschlagen. es ist einfach nicht zu fassen...

meine HO hatte mir das angebot eindringlichst zu beginn der behandlung gemacht und darauf hingewiesen, wenn ich mich n i c h t  dazu entschliesse, es natürlich trotzdem einen versuch auch am stall wert wäre, aber sie die ganze sache skeptisch beurteilen...

ich hatte mich zu beginn des sommers dazu entschlossen, dass dies nun der letzte versuch sein sollte.
nach dem schrecklichen winter, in dem george nicht einen huf vor die box setzen durfte. ich neben der arbeit mehrmals tgl. zu ihm gefahren bin, um ihm auslauf und kontakt mit anderen pferden trockenen hufes zu ermöglichen, verbände mehrfach zu wechseln etc. pp. war ich nicht nur finanziell angeschlagen, sondern auch gesundheitlich (bandscheibenschaden durch das viele bücken, heben, und kämpfen mit 650 kg, sehenscheidenentzündungen abwechselnd in den handgelenken durch das ständige verbände wickeln, und mein riss im meniskus fand die ständige knierei auch nicht bes. spassig, ich aber auch keine zeit für eine op gehabt hätte, wer hätte sich in der zeit um george gekümmert??). ich mag garnicht zählen wie oft ich heulend vor george gestanden habe, im winter, allein am dunklen stall, mit laterne auf dem kopf, damit ich überhaupt sehe was ich da mache, ich brauchte ja beide hände... weil george einfach nicht mit machen wollte. die eilige suche nach einem neuen stall, in dem es eine halle für die trockene bewegung u n d  k e i n e n matschpaddock gibt und der auch noch in der nähe ist...platz vor preis, ich hätte auch nicht mehrmals tgl. viele kilometer fahren  können...

ich habe mir gewünscht, ich hätte mein HO f r ü h e r kennen gelernt.
lieben Gruss
George
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Nur weil ich nie am Nordpol war, weiß ich doch trotzdem das es dort kalt ist...

Offline GeorgeTopic starter

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #78 am: 19.09.04, 11:34 »
ja, ist tatsächlich so escy, nicht e i n m a l  habe ich dran gedacht, mag vielleicht nicht jeder verstehen, aber ich war wahrscheinlich nicht wirklich klar im kopf. ich glaube mal, dass die meisten so gedacht haben wie du und sich pietätvoll zurückgehalten haben, aber dass TA und HO nichts gesagt haben wundert mich doch. aber schlussletztendlich sind es auch nur menschen und der termin stand ja von einem auf den anderen tag fest, also nicht viel zeit um nachzudenken. ich habe zwar das gefühl einen fehler gemacht zu haben, aber auf der anderen seite weiss ich auch, dass es nichts gibt - das nicht für irgendwas gut wäre....vielleicht hätte ich auch erfahren, wenn ich noch zwei monate durchgezogen hätte wäre alles gut geworden?? weil sich tief im inneren der huf begonnen hätte zu regenerieren?? wer weiss....
wahrscheinlich war es auch einfach nur nicht wichtig genug.
Was i c h ganz klar sagen kann ist, dass bei diagnose hufkrebs es nur einen vernünftigen weg geben kann: ab in die klinik - und meiner meinung nach  in die biernat-klinik.   weil es für mich eine gesunde zusammensetzung aus schulmedizinischer versorgung und gesamtheitlicher betrachtung des hufes ist.(es sei denn: wolfgang, vielleicht solltest du auch eine klinik aufmachen?? ;)) aus diesem grund glaube ich, dass man sich nirgendwo anders bessere chancen zur heilung "einkaufen" kann. es wäre ein zu grosser glücksfall, ausgerechnet solch einen TA oder schmied an der hand zu haben - und schon ist ein weg voller irrungen vorprogrammiert, der eine menge, menge geld kostet.

viel stress ist sicherlich auch auf meinem ganz persönlichen mist gewachsen, weil ich einfach tagtäglich diesen druck in mir hatte, georges bedürfnissen als lauf-/bewegungtier gerecht werden zu wollen. er  k o n n t e  ja laufen und bewegung ganz auf seine bedürfnisse zugeschnitten war meines erachtens nach wichtig. viele denken da nunmal sichtlich anders und schon fällt ein gewaltig arbeitsaufwendiger faktor weg, weil das pferd in der box bleibt.
lieben Gruss
George
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Nur weil ich nie am Nordpol war, weiß ich doch trotzdem das es dort kalt ist...

Kyra1704

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #79 am: 20.09.04, 09:10 »
noch eine frage:
wurde von ALLEN hufen eine autopsie durchgeführt?
dschin, was glaubst Du wäre dabei herausgekommen? Ich denke, Du fragst das nicht ohne eine Meinung dazu zu haben. Die Diagnose Hufkrebs ist ja ziemlich eindeutig gewesen.

Gruß Kyra1704

dschin

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #80 am: 20.09.04, 11:23 »
kyra:
auch menschen werden nach ihrem ableben seziert, eben um erfahrenswerte für die zukunft gewinnen zu können.

warum sollte das nicht auch für unsere pferde sinnvoll sein, damit ihnen in uU ein solcher leidensweg erspart bleibt, wenn zeitgerecht richtig eingegriffen werden kann.

ich denke auch, dass es zB f härpfer sehr interessant sein könnte, warum ihre öle in DIESEM fall nicht die erwartete wirkung zeigten.
genauso für hufbearbeiter,
* warum der neuerliche ausbruch im bereich des kronrandes erfolgte
* ob eine strukturänderung an den anderen hufen erfolgte

Inky

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #81 am: 20.09.04, 13:01 »
zum Thema "Warum erneuter Ausbruch am Kronrand?" fällt mir nur eins ein: Das ist die weichste und somit nachgiebigste Stelle in der Region; durch die Behandlung sind andere Weichteile wie Sohle und Strahl stark verhornt gewesen (so sah es zumindest auf den Fotos aus) - Geschwüre suchen sich immer den einfachsten Weg  :-[

Mein Pferd hatte seinerzeit Hufkrebs auf 4 Füßen; auch alles versucht - endlose Tränen und monatelanges Hoffen und Bangen...Selbst eine OP hätte kaum Chancen gehabt; wie hätte er denn danach stehen sollen? Also hätten es mindestens 2 OP's sein müssen - ohne Garantie und Hoffnung auf Heilung; eben "nur" ein Versuch, verbunden mit monatelangen endlosen Schmerzen für meinen Wallach  :'(
Glücklicherweise ist auch eine Freundin von mit TA, mit besten Beziehungen zur Landeshochschule für Hufschmiede (Ausland-gibt es hier glaube ich nicht). Ich habe mir von 3 TA's sowie den Fachleuten der Landeshochschule nach Begutachtung der Hufe in den verschiedensten Stadien Prognosen geben lassen: Nach einem Jahr unterschiedlichster Behandlungen stand nur eins fest: Es kann nur schlimmer werden. Und dann mußte ich eine Entscheidung treffen.

Die Erkenntnis, nichts mehr tun zu können, war wohl die bitterste....

Offline KimT

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Re: Hufkrebs-Fotos III
« Antwort #82 am: 20.10.04, 11:52 »
george - ich hab die Nachricht erst gradeeben erst gelesen und bin heulend vorm PC gesessen. Ich hab hier auch immer nur so mehr oder weniger still mitgelesen und mitgehofft, mitgebangt

ich finde is wirklich bewundernswert, wie du dich um dein Pferd gekümmert hast - und George muss ein ganz besonderer Kerl gewesen sein, dass er dich verdient hatte ---

LG Kim  :'(
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