Autor Thema: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht  (Gelesen 53152 mal)

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #15 am: 18.10.05, 14:40 »
Das ich dabei bin und die Kinder festhalte und einen Überblick habe was ich wem zutrauen kann dürfte wohl klar sein und das er nicht wild durch die Gegend rennt während er Kinder auf dem Rücken hat. Es geht mehr um Ponyreiten ohne sichtbare Leine, aber sowas gehört wohl für dich ins Märchenland. Für mich reicht das aus um mir ein Bild darüber zu machen, wie sehr du dich mit jedem einzelnen Individuum das du dein Eigen nennst befasst. Oder glaubst du wirklich das du auch nur eins deiner Pferde am Strick halten könntest wenn es wirklich weg wollte? Aber das ist nun wieder ein ganz anderes Thema und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Ich kann mit den Antworten leben, dafür ist es ja ein Diskussionforum, allerdings musst du dann damit leben, daß es Leute gibt die eine andere Meinung als die Deine vertreten.

@ alle anderen: Falls jemand weitere Infos zu dem Eingriff und Adressen von Tierkliniken die sowas machen braucht, kann er sich gerne bei mir melden, habe mittlerweile einiges zusammengetragen.

Offline Jolie

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #16 am: 18.10.05, 15:04 »
Ich finde du brauchst mich nicht persönlich anzugreifen, ohne dir ein Bild von meinen Tieren und deren Haltung zumachen.
Alle, alle sind ausglichen und leben möglichst artgerecht auf großen Flächen im Herdenverband (das können hier sehr viele Leutchen bestätigen.)
Mach mal halblang.
liebe Grüße und einen schönen Tag
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Offline Billy

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #17 am: 18.10.05, 18:40 »
@major:

Die Mulistute, die ich mal kannte (war Gesellschafterin eines Deckhengstes, da der nur an der Hand decken sollte und sonst aber nicht alleine stehen sollte), wurde gar nicht erst rossig. Darin lag bei mir der gedankliche Unterschied: Der Hengst hatte Gesellschaft (über die er sich sehr freute! er war seit dem er das Mädel hatte deutlich ausgeglichener in seinem Wesen als vorher), deckte er aber nicht ständig das "Gesellschaftstier".

Bei einer Pferdestute und einem sterilen Hengst wäre das ja anders: Die Stute wird regelmäßig rossig und er hätte ja die Hormone und würde decken...

Ansonsten würde ich aber auch gerne wissen, welche geheimnisvollen Selbstreinigungskräfte bzgl. des Schlauches du meinst!
Die Deckstationen die ich so kenne, sind eigentlich was die Deckhygiene beim Hengst angeht sehr pingelig und genau. Aus selben Gründen werden da auch von den Hengsten regelmäßig Tupferproben genommen, die auch ab und an mal positiv sind, so daß der Hengst dann erstmal behandelt wird, erneut getupfert wird, damit er dann "zurück ins Deckgeschäft" darf.

Die Schläuche werden des öfteren gereinigt, etc.

Und da rede ich jetzt nicht nur von Deckhengsten mit ein paar Stuten im Jahr (wie z.B. mein ehemlaiger Paint) sondern auch von Hengsten, die ettliche Stuten zur Bedeckung haben.

Kann es sein, daß das evtl. ein Märchen ist mit den selbstreinigenden Schläuchen beim Hengst? Oder denkst du an die Reinigung, die der Hengstschlauch dadurch erfährt, daß er eben in der Stute gereinigt wird (etwas von dem "Unrat" am Hengstschlauch verbleibt ja schließlich immer auch in der Stute...)??


Wieso willst du den Hengst denn nicht einfach als richtigen Hengst lassen und ihn eben "nur" neben Srtgenossen stellen, wenn er sich nicht mehr mit Wallachen/Hengsten versteht?
In der freien Natur würde er -sofern er keine Herde findet- evtl. auch so Enden, wenn er mit den anderen Junggesellen nicht mehr kann! Was wäre daran so schlimm??


Und noch ein Hinweis: Es kann auch sein, daß sich dein Hengst, wenn er anfängt "seine Stute" regelmäßig zu bedecken, vom Verhalten her gaaanz anders wird!
Die meisten Hengst verändern sich ein wenig, wenn sie regelmäßig decken dürfen. Selbst wenn das nur an der Hand ist.
Deiner ist ja nun eh eher ein dominanter Typ (sonst käme er mit anderen Wallachen/Hengsten ja auch noch klar). Wenn er dann erstmal so richtig "seine eigene Stute" hat und diese regelmäßig deckt, kann es sein,d aß er sich vom Charakter und vom Verhalten dem Menschen (der ihn dann ja u.a. auch "von seiner Stute trennt") ganz anders wird. Und sowas wird vermutlich bei ständiger deckerei noch stärker ausgepägt sein, als bei einem "einmaligen Bedecken".

Zu dem Thema "Sterilisation" oder "Eier ab" nochmal: Es ist mir ja grundsätzlich egal, was die Leute mit ihren Hengsten/Wallachen machen. Ist ja schließlich nicht mein Pferd! Nachvollziehen kann ich es aber auch nicht so ganz.

Ich habe auch mal einen Hengst von mir kastrieren lassen, obwohl ich ihn als Handpferd neben einer Stute ins Gelände mitnehmen konnte. Besser erzogen geht es wirklich nicht. Und er konnte auch noch mit Wallachen zusammen stehen. Das Problem war damals nur: Ich mußte mit ihm umziehen und es fand sich kein neuer Stall, der ihn als Hengst mit auf die Weiden gelassen hätte (teilweise waren sie nicht bereit reine Wallach/Hengstgruppen zu machen, teilweise wollten sie auch einfach keinen Hengst auf Weide lassen.). Ergebnis: Lieber einen zufriedenen/glücklichen Wallach als einen unzufriedenen/unglücklichen Hengst.
Ich denke nicht, daß eine Sterilisation dazu geführt hätte, das er ruhig und zufrieden in einer gemischten oder in einer Stutengruppe stehen kann. Den die Hormone wären ja da gewesen... (Stute wegtreiben, werben, decken, bewachen, etc. ...).

Und was mich halt echt an deiner Einstellung stört:
Du dnekst zwar darüber nach, wie du deinem Hengst, der unbednigt seine Eier behalten soll, möglichst "artgerecht" halten kannst (was an sich ja ein guter Ansatz ist!!), denkst aber nicht im geringsten an die Stute!
Vielleicht hat diese ja dasselbe Recht auf eine möglichst artgerechte Haltung?! Und die bekommt eine fruchtbare Stute bei einem sterilisierten Hengst bestimmt nicht!
Das finde ich als Stutenhalter einfach nicht fair, dem anderen Lebewesen gegenüber!

Das ist mein Vorwurf (nicht, daß du den Hengst sterilisieren willst.)

Sprich doch mal mit einem TA über diese Seite deines Planes, was der dazu sagt (Stress der Stute?, Risiken?, etc.)
CU ... on GentleHorses  ;)

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #18 am: 18.10.05, 20:39 »
@ Jolie
wenn ich mich recht erinnere hast du mich angegriffen und mir u.a. unterstellt das ich Lüge (Märchenstunde), also wunder dich bitte nicht wenn ich zurückschiesse. Wer austeilt muss auch mal einstecken können. Das war im übrigen mein letzter Kommentar dazu.

@ Billy

danke für einen durchdachten und vernünftigen Kommentar zu dem ich gerne Stellung beziehe.

Also Mulistute bzw. zwei Stuten sind seit einiger Zeit im Gespräch, da diese auch etwas ruppiger sind als Pferdestuten und sich so den Hengst,sollte er zu aufdringlich werden besser vom Hals halten könnten. Das das Muli bei euch nicht rossig wurde kann ich nicht nachvollziehen. Hab mich auch bei den Eselleuten erkundigt, eigentlich werden die auch rossig, sind aber wie fast alle Hybriden unfruchtbar. Das Problem ist eher ein passendes Muli zu kriegen. Die meisten sind recht klein und sollte es dann doch zu einer Bedeckung kommen kann es natürlich zu Problemen bei der Stute kommen. Aber sollte ich an ein passendes Muli kommen hätte es den Vorzug vor allen anderen, zumal ich die vom Wesen her überaus interssant finde.

Bei den Gruppen die ich bisher kennengelernt habe und auch bei allen Berichten die ich darüber gelesen habe, war es so das zu Beginn der Herdenzusammenstellung ein vermehrtes Rossen der Stuten und entsprechendem Stress für den Hengst vorhanden war, was sich aber im Laufe der Zeit dem natürlichem Jahresrhytmus angepasst hat. Sprich überwiegende Rossigkeit im Frühjahr und im Herbst/Winter kaum noch Rosse und Deckaktivität. Was mir übrigens von  verschiedenen Tierärzten bestätigt wurde. Ich denke also durchaus an die Stuten, allerdings ging es mir in diesem Thread um die Sterilisation beim Hengst.

Was die Selbstreinigung angeht ist es so, daß der Hengst auch ohne das er eine Stute deckt regelmässig ausschachtet und mit errigiertem Schlauch gegen die Bauchdecke 'klopft' Weiss jetzt grad nicht wie ich das sonst beschreiben soll. Durch diese Regelmässigkeit die mehrfach am Tag auftritt, vorzugsweise wenn der Hengst sehr entspannt ist, (meiner macht das immer beim massieren) bilden sich gar nicht erst diese Dreckkrusten wie man sie von einem Wallach her kennt. Das kann aber ein Tierarzt besser Erklären, denke ich.

Bei den Hengsten die natürlich viele Stuten decken, steigt das Risiko einer Infektion enorm an. Ist doch wohl ähnlich wie beim Menschen, wenn ich immer nur mit demselben poppe brauche ich mir um die Hygiene und Krankeiten wohl wesentlich weniger Gedanken machen, als wenn ich ständig wechselnde Sexualpartner habe.

Um meinen einfach neben Artgenossen zu stellen, ist hier einfach nicht der Platz. Du hast recht in freier Wildbahn müsste er sich entweder Stuten erobern (das mach ich nun für ihn) oder er würde alleine durch die Wildnis ziehen. Ich find die Stutenlösung besser.

Das sich sein Verhalten extrem ändert glaube ich nicht, ist aber durchaus möglich. Sollte er sich in diese Richtung entwickeln, bleibt mir immer noch die Endlösung sprich die Kastration. Das ist eine Möglichkeit die ich immer habe, aber vorher möchte ich doch nichts unversucht lassen um ihm eine Kastration zu ersparen und eine gute Lösung für uns alle zu finden.

Das du deinen Hengst kastrieren lassen musstest um ihn mit anderen zusammen zustellen, ist schade. Und aus genau diesem Grund bin ich vom Pensionsstall weg zum Selbstversorger. Ich will auch keine Einsteller dabei haben, sondern nur meine Tiere um eine möglichst konstante Herde zu bekommen ohne ständige zu- und abgänge, wie man sie in Pensionsställen hat.
Damit fing das übel nähmlich erst an. Er stand schön in der Hengstherde alle friedlich mit festem Rang, als plötzlich der BigBoss und Majors Gegenspieler aus der Herde genommen wurden und kurz darauf ein junger Andalusier reinkam. Seitdem funktionierte nichts mehr und alle versuche Major einzugliedern schlugen fehl und das möchte ich nie wieder erleben.

Ich habe inzwischen mit bestimmt 30 Tierärzten gesprochen und die Meinungen dazu sind so unterschiedlich, daß sich jeder die raussuchen kann, die er am liebsten hat.

Offline Jolie

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #19 am: 18.10.05, 23:28 »
nein Niki,
mit Märchenstunde meine ich: habe deine mal deine letzten Beiträge gelesen und die sind sehr verschieden! - und wenn dann noch deine Kinder (auf einem sehr dominanten hengst - nach deiner Schilderung durch Weide gewiegt werden, na ich weiss nicht. Ich habe dir nie unterstellt das du lügst, das stimmt nicht. Nur du hüpft von einem zum andern, erst kauft du eine Ziege dann eine Stute, dann dies dann das, tut mir leid, kann ich leider nicht mehr ernst nehmen.
liebe Grüße und einen schönen Tag
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Offline Billy

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #20 am: 19.10.05, 17:01 »
@major:

Vielleicht war die Mulistute bei den Bekannten einfach "mehr als unfruchtbar"? Keine Ahnung. Das war dann wohl Zufall und für diese Leute (und die beiden Tiere) einfach optimal...

Daß ich meinen damaligen Hengst kastriert habe, habe ich nie bereut. Er war ein Breedingstock Paint (also ein einfarbiger Paint) und hätte eh nie was zu decken bekommen. Auch wenn später viele gesagt haben, daß man den als Quarter vermutlich nicht kastriert hätte (also er einen netten QH-Hengst abgegeben hätte), war das ja alles "hätte, wäre, etc."

Er ist ein sehr netter Wallach geworden und heute bei seiner neuen Eigentümerin ein echt glückliches Pferd. Als Hengst hätte ich ihn vermutlich anders verkaufen müssen als als Wallach. Da muß man ja immer etwas mehr schauen, wohin man "den Mann" gibt!

Übrigens: Ich kenne auch eine kastrierte Stute. Die wurde wegen ständiger zickereien und der starken Neigung zu Zysten letztlich auf Rat des TAs hin kastriert (also richtig Eierstöcke raus). Der ging es danach super gut!
Wäre für dich ja vielleihct auch eine Lösung, wenn du keine Fohlen haben willst und vorher geklärt wurde, ob Hengst und Stute sich vertragen?!

Andere Seite: Wenn du ja eigentlich nichts dagegen hast, daß er deckt (als sterilisierter Hengst), warum zäumst du das Pferd dann nicht andersrum auf und versuchts ihn kören und Leistungsprüfen zu lassen?
Man findet eigentlich ja immer jemanden, der eine Stute zu einem Hengst stellt, wenn er dann das Fohlen bekommt... Also auch vernünftige Leute! Nicht nur "Vermehrer"!

Ich würde mich auf jeden Fall freuen, zu hören, wie du das ganze dann ma lösen wirst!

Gruß!
Karin

PS: Ich hatte nicht die Wahl mir was eigenes anzuschaffen. Damals weder finanziell noch zeitlich. Auch heute würde ich sowas zeitlich nicht schaffen. Deswegen gibt es für mich nur noch Pensionsställe (mit VP) und auch nur noch Stuten! Da ist die Auswahl der möglichen Ställe einfach größer als bei Hengsten (und Wallache sind ja nett, aber für mich aus züchterischer Sicht doch seeeehr uninteressant ;-) ).
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Offline MajorTopic starter

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #21 am: 19.10.05, 19:25 »
Stute kastrieren hatte ich auch mal überlegt, allerdings hat mir da jeder Tierarzt von abgeraten, da das ein größer Eingriff ist und ohne medizinische Indikation nicht anzuraten wäre.

Das Pferd von hinten Aufzuzäumen und ihn kören,etc. zu lassen... hm ja nach kurzer Überlegung schnell wieder verworfen.
1. ist da der Platz für zwei Stuten mit Fohlen (denn die sollten ja bis zum Absetzen auch altersgemässe Gesellschaft bei mir haben) nicht gegeben und ich möchte es auch keiner Stute zumuten jedes Jahr trächtig zu werden.
2. Der Pferdemarkt ist mMn eh schon sehr übersättigt, da muß ich nicht auch noch vermehren und was mache ich wenn ich die Absetzer nicht ordentlich verkauft kriege? Dann hab ich wohlmöglich ein Hengst und ein Stutfohlen und keine Flächen, geht also auch nicht. Andere Möglichkeit eine Stute dabeistellen wo der Besitzer das Fohlen bekommt. Wäre eine Idee, allerdings sind die Camargues ja nicht so zahlreich vertreten, daß ich jedes Jahr eine Stute dabeistellen kann und Mixe auf Schutzhöfen haben wir auch zu genüge. Ausserdem hab ich dann wieder jedes Jahr unruhe in der Herde mit zu und abgängen.
3. Ist es mir einfach zu teuer ihn kören, leistungsprüfen und jedes Jahr die Abgaben an den Verband zu zahlen. Das Geld investiere ich lieber in meinen Stall.

Ich habe allerdings heute abend einen netten Anruf bekommen, wegen einer Mulistute die zumindest von der Größe 142 cm wunderbar passen würde. Ich warte mal auf die Bilder und auf weitere Details. Evtl. komm ich der Lösung schneller näher als ich dachte. :D Drück mal die Daumen.

Ich bin auf jeden Fall froh das man doch noch eine vernünftige Diskussion zustande gebracht hat. Schön

Offline Richard

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #22 am: 19.10.05, 21:48 »
Hallo Nicole,
ohne Dich zu nah treten zu wollen, und nachdem ich sehr genau und mehrmals dieser thema durchgelesen habe, kann ich dich nur raten endlich Major legen zu lassen.  Hengst Sterilisation gibt es schon, aber suche Dir ein TA der sowas macht.
 Du hast nach meiner Meinung zwei Möglichkeiten vor zu gehen:
a). Major legen zu lassen und in eine normale gemischte Herde oder meinetwegen Wallachherde zu intergrieren

.....oder..................

b). Auszuwandern in die unendliche Prairie von Kanada oder Texas und ihn wirklich auf eine unendliche Weide zu stellen.

Deine Ideen mit Artgerechtehaltung von Hengste in alle Ehre, hier in Deutschland ist sowas nicht möglich wie Du es vorstellst.  Ich habe meiner Stute inzwischen in eine gemischte Herde von 14 Wallache und Stuten auf acht Hektar die auch fast 24 stunden draussen sind und die absolute Freiheit genießen seit Mai, aber einer Hengst dazu zu tun, käme ich ich nie in leben.  Und auch wenn die Pferde alle mir gehören würden, auch nicht.

Du machst mit Deine Vorstellung nur Dich selbst Stress, und Major erst recht.

Der ist einer feiner Kerl und bestimmt nicht so ganz wild. Das zeigt sich schon  wen Du eine 2 jährige Kind drauf setzen kannst und er ruhig bleibt. Er hat schon einer Beziehung und Gefühl für Menschen. Wie Du es aber vorstellst mit ihn wird er aber nicht sanfter. Er wird Frust haben und die Stuten auch, ob Pferd oder Muli.

Meiner Meinung ist ehrlich gemeint, und bestimmt nicht Böse.  Ich arbeite  immer noch mit Pferde die aus Menschensicht immer das ideale Leben gehabt haben, aber trotzdem eine Macke zugezogen haben: zur 90% durch die Gutgemeinte Menschenhand.

Schöne Grüße,
Richard




« Letzte Änderung: 22.10.05, 13:52 von Richard »
Du sollste fliegen ohne Flugeln, Du sollst siegen ohne Schwert. Alle Schätze diese Erde leigen zwischen Deinen Augen.

Offline MajorTopic starter

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #23 am: 20.10.05, 01:56 »
Richard, sei mir bitte nicht böse, aber wir kennen uns ja schon ein paar jahre und unsere Vorstellungen wie Tierhaltung auszusehen hat sind so grundverschieden wie nur irgendwas.War wohl auch einer der Gründe warum es damals mit Major und Dir nicht geklappt hat.
Im übrigen würde ich natürlich auch nie auf die Idee kommen einen Hengst in eine gemischte Gruppe zu stellen, wer kommt auf sowas.Davon war auch nie die Rede.


Offline Billy

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #24 am: 20.10.05, 15:51 »
Also ich kenne auch sogar einen Hengst, der mit seinen Stuten und einem Wallach in einer gemeinsamen Herde lebt! Auch sowas geht manchmal (kommt sicherlich noch mehr auf die beiden "Männer" an als sonst).

@Major:

Bei uns Quarter/Paintlern ist das einfacher mit Körung/HLP. Zum einen muß man das ja noch nicht mal machen lassen, da man die Ami-Papiere auch so für's Fohlen bekommt und zum anderen (wenn man es den macht, was ich für sinnvoll halte), muß man wenigstens nur einmal, nähmlich genau dafür zahlen. Jährliche Abgaben gibt es dann nicht mehr!

Viel Glück!
Karin
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Offline Jolie

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #25 am: 20.10.05, 19:08 »
ja bei den Camargue ist es so:  Mitgliedschaft (Rhein. Pferdestammbuch) 40,-€ (man muss zum Zeitpunkt der Körung Mitglied sein, danach nicht mehr) Die Körung selbst kostet ganze 50,- € und geht über 2 Tage. Leistungsprüfung gibt es nicht.
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Camargue-Pferde, Freunde fürs Leben

Offline diana m.

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #26 am: 20.10.05, 19:31 »
ja bei den Camargue ist es so:  Mitgliedschaft (Rhein. Pferdestammbuch) 40,-€ (man muss zum Zeitpunkt der Körung Mitglied sein, danach nicht mehr) Die Körung selbst kostet ganze 50,- € und geht über 2 Tage. Leistungsprüfung gibt es nicht.
Na, da machst Du es Dir aber ein bisschen einfach.
Erstmal musst Du ins Stammbuch aufgenommen werden - da gibts eine happige Aufnahmegebühr.
Soll der Hengst decken, musst Du weiterhin Mitglied im Stammbuch sein.
Außerdem muß er erstmal gekört werden, das geht ja nicht automatisch.



1. ist da der Platz für zwei Stuten mit Fohlen (denn die sollten ja bis zum Absetzen auch altersgemässe Gesellschaft bei mir haben) nicht gegeben und ich möchte es auch keiner Stute zumuten jedes Jahr trächtig zu werden.
 

Ich bin auf jeden Fall froh das man doch noch eine vernünftige Diskussion zustande gebracht hat. Schön

So, der Hengst soll laufend decken, weil das artgemäß ist, aber die Stuten sollen nicht jedes Jahr ein Fohlen bekommen? Das wäre aber auch artgemäß.

Und als vernünftige Diskussion würde ich das hier auch nicht bezeichnen - ich glaube, dass fast alle, die das hier lesen, genauso den Kopf schütteln wie ich.
Aber jeder wie er mag.


Offline Jolie

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #27 am: 20.10.05, 19:51 »
Diana, ja hatte ich vergessen (bin eh drin), 150,- Aufnahme, klar muss der Hengst erstmal anerkannt werden, ich hab das auch nur geschrieben um darzulegen, das es nicht so teuer ist wie hier geschrieben. Ansonsten schüttel ich natürlich auch den Kopf, hab ich deutlichst dargestellt.
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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #28 am: 20.10.05, 20:08 »
Ich finde es nicht gut eine Stute jedes Jahr ein Fohlen bekommen zu lassen und sie als Gebärmaschine zu gebrauchen. Ich glaube manchmal wird nur wiedersprochen das andere denken man hat eine eigene Meinung. Da schüttel ich den Kopf,sorry.

 
Zitat
um darzulegen, das es nicht so teuer ist wie hier geschrieben
Ich hatte im übrigen nicht geschrieben das ES teuer ist ihn zu kören, sondern das es MIR zu teuer ist und ich das Geld lieber anderweitig ausgebe. Muß doch jeder selber wissen was es ihm wert ist.

Ich habe es langsam satt, das es leute gibt die einem jedes Wort rumdrehen, absichtlich falsch interpretieren und schlecht reden, anstatt richtig zu lesen und eine vernünftige diskussion, mit vernünftigen argumenten aufkommen zu lassen. Wer dazu keine Lust hat der soll doch einfach mal die F*****e halten. Ist schon traurig zu erleben wie viele Menschen es gibt die groß nach toleranz für sich selber schreien, aber nicht in der lage sind mal andere Meinungen gelten zu lassen. Willkommen in Deutschland.  :'(  >:(

Offline diana m.

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Re: Sterilisation von Hengsten Erfahrungen gesucht
« Antwort #29 am: 20.10.05, 21:32 »
Ich finde es nicht gut eine Stute jedes Jahr ein Fohlen bekommen zu lassen und sie als Gebärmaschine zu gebrauchen. Ich glaube manchmal wird nur wiedersprochen das andere denken man hat eine eigene Meinung. Da schüttel ich den Kopf,sorry.
Wenn ein Hengst mit Stuten in der Herde lebt, dann bekommt im Regelfall jede Stute jedes Jahr ein Fohlen.
Das ist nicht gebärmaschinenmäßig, sondern völlig normal. Natur eben.

Die Idee  mit der Sterilisation ist einfach behämmert, zumindest unter dem Argument der natürlichen Lebensweise.

Und meine Meinung war, glaube ich, schon die erste Antwort in diesem Topic.