Rund ums Reiten > Distanzreiten

Wann Pferd überlastet

(1/4) > >>

Sky:
Ist jetzt viell. eine blöde frage, aber wie merkt Ihr bei Euren Pferden, wenn sie überlastet sind. Wahrscheinlich Atmung, Schweiß, langsameres gehen/laufen. Ich denke mir nur, es gibt sicher Pferde die so übereifrig sind und die man deshalb ungewollt überfordern könnte. Wenn man mit dem selbst trainierten Pferd reitet kennt man ja die Kondition so in etwa. Aber wenn es, rein theoretisch, ein anderes Pferd wäre, von einem Bekannten z.B., wonach würdet Ihr Euch bezüglich Tempo und Länge des Rittes richten? Auf welche Anzeichen des Pferdes würdet Ihr achten?

Orie:
Komme zwar nicht aus der Distanzecke, aber dennoch: Zeichen für Überbelastung, wenn sie körperlich ist, sind z.B. auch ein stark erhöhter Puls, der nicht in einer bestimmten Zeit wieder beim Ruhewert liegt (Tabellen hierüber haben sicher die Distanzler hier parat!?  ;)). Ebenso Symptome wie ständiges/ häufiges Stolpern, "gestresster" Gesichtsausdruck.
Die Atmung / zu starkes Schwitzen ect. hast Du ja schon erwähnt.

Psychische Überbelastung kann sich ebenso in mehreren Symptomen äußern, z.B. plötzliches Bocken, stehen bleiben und nicht weiterwollen bis hin zum Steigen. Aber auch hier können Symptome wie starkes Schwitzen, "ängstlicher" oder "gestresster" Gesichtsausdruck und auch erhöhter Pulsschlag hinzukommen.

Grüßle!


Waddington:
Entscheidend dafür, ob ein Pferd überlastet war ist ob es in einer bestimmten Zeit wieder zum Ruhepuls zurückkehrt oder nicht. Man sollte also den Ruhepuls seines Pferdes kennen. Da die Ruhepulse bei Pferden individuell unterschiedlich sind, geht man bei Distanzen von einem oberen Ruhepulswert aus. Das sind 60 bpm (beats per minute), d.h. innerhalb von 20 min. sollte der Puls auf 60 runtergehen. Tut er das nicht, hast du ein sicheres Zeichen von Überlastung.

Atmung und Schweißentwicklung sind keine sicheren Kennzeichen. gut trainierte Pferde schwitzen schneller, weil die Kühlung früher einsetzt. Bei Aufregung schwitzen Pferde mitunter sogar stärker als bei Belastung.

Gemessen wird der Puls mit Pulsuhr oder mit Stethoskop.

Muriel:
Als ich vor langen Jahren mal einen TREC-Ritt zum Geburtstag bekam (dh die Organsiation, Anmeldung und Leihpferd) kannte ich das Pony (NewForest) ja auch gar nicht. Allerdings wusste ich, daß die Stute eine gute Grundkondition hatte.

Ich habs dann so gemacht, daß ich einfach immer solange getrabt bin, wie das Pferdle Lust hatte. Dann bin ich wieder Schritt geritten oder hab bergauf geführt, bis sie wieder leicht lief und ein nettes Gesicht machte. Wenn sie auf leichtes Anfragen wieder traben wollte, bin ich wieder getrabt. Mir kam es eh nicht auf die Zeit an, mehr darauf die Strecke überhaupt zu finden.

Fängt das Pferd an zu stolpern, ist es schon deutlich müde. Bis zu dem Punkt sollte man eigentlich nicht kommen und allerspätestens da absteigen und führen.

Sky:
Ja klar Orie stolpern hab ich noch vergessen.
Genau stimmt Waddington "Atmung und Schweißentwicklung sind keine sicheren Kennzeichen. gut trainierte Pferde schwitzen schneller, weil die Kühlung früher einsetzt" vergißt man aber manchmal das es so ist. Aber dazu muß man das Pferd natürlich gut kennen. Wenn nicht geht man ja wahrscheinlich erstmal davon aus, daß es evtl. bald zu viele werden könnte für's Pferd.
Ne Uhr sollte man dann wohl immer dabei haben, aber momentan mache ich (noch?) keine Distanzritte.
Muriel ist sicher besser erstmal die Sache relaxter anzugehen, wenn man das Pferd nicht kennt.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln