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Nicht bezahlende Einsteller

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katjas_odin:
Bei uns ist auch so ein Fall am Stall. Hat seit letztem Jahr keine Stallmiete mehr fürs Pferd bezahlt (200 € pro Monat), keine Schmiedekosten, Wurmkuren etc. Die SB ging mit Anwalt vor Gericht (der Freund einer Einstellerin ist Anwalt), jetzt ist die Pferdebesitzerin unbekannt verzogen. Unsere SB hat momentan das Pfandrecht (d. h. das Pferd darf nicht durch die Pferdebesitzerin aus em Stall gebracht werden). Die SB wartet momentan darauf, dass das Gericht ihr das Recht gibt, das Pferd zu verkaufen.

Etwas was man in so einem Fall nicht vergessen sollte: Sind die Pferde noch haftpflichtversichert? Wer keine Stallmiete zahlt, hat doch meistens auch keine Versicherung mehr bezahlt, oder? Nur falls das Thema Reitbeteiligungen zur Diskussion stehen sollte oder auch wenn die Pferde was kaputt machen oder jemanden verletzen.

sigrif:
ich werde wohl gerade wegen eines solchen falls vor gericht gehen müssen.
eine reiterin A.B. aus güstrow brachte mir ihre cremellostute zum einreiten. die stute verletzte sich beim toben auf der weide und stand dann noch weitere 5 monate bei mir in pension bevor wir den beritt wieder aufnahmen. die besitzerin ist in dieser zeit kein einiziges mal aufgetaucht und hat nur sehr schleppend gezahlt. schmied, wurmkur, tierarzt, physiotherapeutin alles habe ich ausgelegt...
dann kam sie zweimal, hat das pferd geritten, war sehr begeistert von meiner arbeit und wollte das finanzielle noch regeln bevr sie das pferd im april abholte...sie kam dann unangemeldet an einem wochenende, wo sie wußte daß ich nicht da sein würde, verlud das pferd obwohl meine praktikantin ihr sagte, das pferd dürfe nicht vom hof, bevor nicht ein teil des geldes bezahlt wäre.....sie stiegen ins auto und meine praktikatin stellte sich vors auto und wurde von diesem einfach zur seite geschoben!!!!!

ich habe die besitzerin danach versucht zu erreichen um an mein geld zu kommen, keine reaktion! nun läuft das ganze über nen anwalt und sie weigert sich zu zahlen, behauptet wurmkur und schmied wären im pensionspreis von 80€ enthalten gewesen!!!
sowas freches!
ich persönlich empfinde es als einen schlag ins gesicht, weil ich mit dem recht schwierigen pferd einen echt guten job gemacht habe und wie oben schon geschrieben- was soll man machen, das pferd hungern lassen? keinen schmied?

aber man lernt wohl draus.....

Carlotta67:

Hallo. Die rechtlich korrekt vorgesehenen Wege sind hier ja schon detailliert aufgezeigt worden. Nur mal eben um die Stimmung nicht allzu pessimistisch werden zu lassen:
Bei uns in die Gegend werden jährlich tausende Pferde auf die Sommerweide gebracht. Es kommt häufiger vor, dass die Pferdebesitzer nicht bezahlen oder sich manchmal am Ende der Saison gar nicht melden bzw. die Pferde nicht wieder abholen -ja das gibts!-  ???.

Es scheint nicht fast unmöglich zu sein, dass der Verpächter die Pferde nicht herausgibt bzw. sein Pfandrecht geltend macht und diese dann später weiterveräußert, das ist hier schon öfter vorgekommen.
Eventuell zum Teil einfach durch etwas unorthodoxes Handeln der Verpächter, die den einfachsten, kurzen Weg nehmen und sich nicht erst lange den Kopf zerbrechen, dass sie nun bloss auch selbst den korrektesten Weg gehen und erstmal viel Geld in die juristische Abklärung stecken... ;)

Soweit ich weiß haben einige die Pferde einfach eingestallt, die Herausgabe verweigert und damit die Besitzer unter Zugzwang gesetzt. Einige scheuen dann ihrerseits, den gerichtlichen Weg einzuschlagen und melden sich nie wieder. Bei anderen wurde der "normale juristische Weg" eingeschlagen, aber auch da hatten die Verpächter meist Glück und haben entweder die Pferde oder ihr Geld gekriegt, da den Besitzern oftmals vom Gericht einschlägig erklärt wurde, dass es SO nicht geht!

Ferner soll bei uns in einigen Fällen sogar die Gemeindeverwaltung geholfen haben, da was zu bewirken und nach längerem eine Bescheinigung ausgestellt haben über die Erlaubnis der Weiterveräußerung pp.

Nur als Tipp. Erkundige dich doch vielleicht mal bei diversen Behörden oder wende dich mal an jemanden vom Tierschutz mit der Begründung, du könntest die Pferde auf deine Kosten nun nicht mehr länger beherbergen. Ich weiß nicht, ob die überall so hilfsbereit sind oder ob die das hier schon "gewohnt" sind - aber es ist zumindest der günstigste Weg.

P.S.: Ich habe inzwischen von einigen Pacht-/Einstellerställen gehört, wo man das "Pfandrecht" gleich mitunterschreiben muß, find ich nicht schlecht.



StallW:
hi @ all,

als stallbesitzer läuft man immer gefahr sein geld nicht zu sehen!
mir ist ähnliches passiert - mit 2 pferden - auch von einem "freund" mit sonderpreis...... :o
umso besser man die leute kennt umso dreister werden diese .....
ich mache sowas nie wieder.....spätestens wenn ein monat unbezahlt verstrichen ist wird gemahnt.....im einstellvertrag steht drinnen, dass ich das pferd verkaufen darf um meine kosten zu decken (was ja meist auch nicht so einfach ist....dem fleischhauer will man es nicht geben und einen artgerechten platz zu finden der einem das bezahlt was offen ist ist sowieso illusionär ;D )
ich werde zukünftig einfach 2-3 monatsmieten kaution beim einzug verlangen......andere machen das aus! 8)

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