Autor Thema: Entwurmungsplan  (Gelesen 88828 mal)

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Offline marmay

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #30 am: 25.09.06, 13:05 »
Ich hab ja Anfangs schon die Vermutung in den  Raum gestellt, dass ich vermute, 4x im Jahr "durchpusten" u. nach 1 Tag wieder auf die gleiche hoffnungslos versch****ene Fläche stellen wie vorher - da hat das Gewürm im momentan fast leeren Darm ja Reichsparteitag wenns wieder Einzug hält!

Genau, darum sag ich ja, mit Wurmkur allein ist es nicht getan, es gehört noch soviel mehr dazu, meiner Meinung nach ist das "mehr" eben sogar viel wichtiger als die Wurmkur selbst. Aber eben, wer sich keine weiteren Gedanken machen will und sich allein auf Wurmkuren und schulmed. Studien (lustig ist ja immer, dass nur andere Studien anscheinend von vornherein getürkt sind, nur schulmed. sind absolut seriös und zu 100% richtig) verlässt, der wird vielleicht irgendwann einmal aus eigener Erfahrung lernen müssen, weiter zu denken und zu hinterfragen.
« Letzte Änderung: 25.09.06, 13:11 von marmay »
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Offline zaino

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #31 am: 25.09.06, 13:17 »
Stand das nicht mal in irgendeiner Cravallo - dass es jetzt erwiesen wäre dass Homöopathika nur Placebowirkung hätten? Es hätte da eine Studie gegeben... dazu kann ich nur den Kopf schütteln. (wobei, die drucken ja auch alles ab was nicht schnell genug wegläuft  ::))
Gewiss kann man nicht alles damit heilen, mir völlig klar und bestreitet ja auch keiner.
 
Aber wenn sich mehr Leut damit auskennen täten u. Geduld damit hätten... wär das gut.

Schweifen wir grad a bissl ab? Huuuch...

Offline marmay

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #32 am: 25.09.06, 13:27 »
Schweifen wir grad a bissl ab? Huuuch...

Jo und ich sollt jetzt auch nix mehr sagen, sonst krieg ich wieder nen Rüffel. Aber ich konnts nicht einfach so stehen lassen, dass man jemanden, der sich intensiv informiert und SEHR viel Zeit dafür aufwendet und zum Schluss kommt, dass andere Methoden besser sind, als Idioten abstempelt. Es sagt sich vieles so leicht, wenn man nicht in der Situation drinsteckt.
Ich hatte den Eindruck, dass Dich die Erfahrungen der anderen Seite wirklich interessieren im Gegensatz zu den anderen Usern hier, darum hab ich nochmal geantwortet.
« Letzte Änderung: 25.09.06, 13:30 von marmay »
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Offline friesi02

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #33 am: 25.09.06, 13:33 »
..dass es mit Wurmkur alleine getan sei, hat meines Erachtens hier niemand behauptet.
Natürlich muss das ganze Umfeld stimmen, und sicher kann man den kompletten Organismus und das Immunsystem eines Tieres so aufbauen und unterstützen, dass er widerstandsfähiger gegen den Wurmbefall wird. Trotzdem werde ich mich keinesfalls überzeugen lassen (nicht mit diesen "Beweisen"), dass das ganze alternative Gedöns eine Wurmkur ersetzen soll oder kann.

Auch ich @marmay bin teilweise aufgeschlossen gegenüber alternativer Medizin, habe ich doch einen guten HP gefunden, der bei mir mit Akupunktur, Neuraltherapie u.ä. schon einiges bewirkt hat, wo die Schulmedizin absolut versagt hat.

Bei den besagten Krebspatienten bin ich etwas skeptischer. Krebs ist eine mitunter extrem agressive Krankheit, bei der die Schulmedizin nun mal auch agressive Mittel zur Bekämpfung und Heilung verwendet.

Deine Unterstellungen in Bezug auf selber keine Verantwortung übernehmen und nur rumjammern sind eine Unverschämtheit und total aus der Luft gegriffen.
Ich muß mir von Dir Erfahrungen in diversen Lebensbereichen nicht absprechen lassen, Du hast keine Ahnung, wieviel Grund ich zum jammern hätte!

Bist Du tatsächlich der Meinung, ein Mensch, der mit akuter myeloischer Leukämie in Alternativ-Mediziner-Hände kommt - hat eine reelle Chance?
Wenn Du das mit Ja beantwortest ist für mich alles klar.

Offline Aleike

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #34 am: 25.09.06, 13:44 »
aber lässt jemand die pferde nach dem entwurmen nen tag oder so drinnen v.wg. belastung des organismus, ausscheiden der überreste der wurmpopulation/eier oder dergleichen (box ist ja doch viel leichter zu reinigen)  ???
Nein, warum soll drinnen die Belastung geringer sein?
Und ausgeschieden werden nach meinem Kenntnisstand nur tote oder fast schon tote Wurmstadien. Gründlich reinigen wegen der vorher ausgeschiedenen Eier muss man sowieso.
Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)

Offline marmay

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #35 am: 25.09.06, 13:48 »
Deine Unterstellungen in Bezug auf selber keine Verantwortung übernehmen und nur rumjammern sind eine Unverschämtheit und total aus der Luft gegriffen.

Dann lies Dir mal Deine eigenen Beiträge durch, vielleicht solltest Du Deine Schreibweise überdenken? Ich empfinde nämlich Deine Beiträge als unverschämt und beleidigend.

Bist Du tatsächlich der Meinung, ein Mensch, der mit akuter myeloischer Leukämie in Alternativ-Mediziner-Hände kommt - hat eine reelle Chance?
Wenn Du das mit Ja beantwortest ist für mich alles klar.

Mein Patenjunge hat sehr schwere aplastische Anämie, die schulmed. Therapie hat bisher rein gar nichts geholfen. Wo bleibt da die reelle Chance? Bei Kindern darfst Du nicht mal selbst bestimmen, wie es behandelt wird, da bestimmen die Ärzte. Er ist auf Bluttransfusionen und Blutplättchen angewiesen.
Ich hab zudem nirgends geschrieben, dass mit alternativen Heilmethoden alles geheilt werden kann, ebenso wenig wie mit der Schulmedizin. Ich finde es immer interessant, dass man bei alternativen Heilmethoden den Anspruch auf 100% Heilung für alle Krankheiten stellt, bei der Schulmedizin ist man da weit weniger anspruchsvoll und nimmt auch schwerste, bliebende Schädigungen klaglos in Kauf . . .
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Offline zaino

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #36 am: 25.09.06, 14:48 »
Jetzt streitet Euch doch bittesehr nicht, das sind ganz schlimme Krankheiten u. Tragödien die dranhängen (wem erzähl ich das?), das mindeste was man dabei lernt, wenn schon eins so furchtbar leiden muss, sind Toleranz, u. die Zuversicht behalten so lang es geht.
Gaaaanz ruhig, Mädels.
Das Thema ist zu wichtig u. zu interessant.

Offline marmay

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #37 am: 25.09.06, 15:00 »
Jetzt streitet Euch doch bittesehr nicht, das sind ganz schlimme Krankheiten u. Tragödien die dranhängen (wem erzähl ich das?), das mindeste was man dabei lernt, wenn schon eins so furchtbar leiden muss, sind Toleranz, u. die Zuversicht behalten so lang es geht.

Hast schon recht, mich stört es einfach, wenn man als minderbemittelter Idiot hingestellt wird, nur weil man einen anderen Weg als die Allgemeinheit einschlägt. Wer weiss denn schon mit absoluter Sicherheit, welcher Weg der richtige ist? In der Forschung gibt es ja immer wieder neue Erkenntnisse, die die alten komplett über den Haufen werfen. Ich bin inzwischen sehr vorsichtig geworden, andere so zu betiteln oder deren Weg zu belächeln. . .
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Offline Viki

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #38 am: 25.09.06, 20:22 »
Ich habe einen Vorschlag als Moderator dieser Box: Wir teilen das Thema Entwurmung in 2 Boxen auf - diese Box wird anders betitelt (z.B.: Entwurmen: Alternativmethoden?) und es gibt eine neue Box zum herkömmlichen Entwurmen (wo es dann um Fragen wie Mittelwahl, Einsperren nach der Entwurmung etc. geht).

Dann können mitlesende und neue user selber entscheiden, ob sie über die Technik des Entwurmens mit herkömmlichen Mitteln reden wollen oder über Grundsatzfragen zur Gesundheit.

Zaino, da du diese Box aufgemacht hast: Passt dir die oben vorgeschlagene Titeländerung?

winston

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #39 am: 26.09.06, 08:30 »
Um halt nochmal aufs Entwurmen zurück zu kommen: unser TA erzählte uns mal von einem Vollblutgestüt im Nachbarort. Die Tiere würden regelmässig entwurmt, die Weiden und Ställe wären vorbildlichst gepflegt. Trotzdem waren bei einigen Pferden die Kotproben positiv. Unser TA sagt, das Problem liegt in der zunehmenden Resistenz der Würmer gegen die Wirkstoffe. Leider täte sich die Pharmaindustrie recht schwer mit der Entwicklung eines neuen Wirkstoffes, da es sich finanziell nicht lohnen würde.

Offline Ingrid

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #40 am: 26.09.06, 09:15 »
Wir teilen das Thema Entwurmung in 2 Boxen auf - diese Box wird anders betitelt (z.B.: Entwurmen: Alternativmethoden?) und es gibt eine neue Box zum herkömmlichen Entwurmen (wo es dann um Fragen wie Mittelwahl, Einsperren nach der Entwurmung etc. geht).


Ich finde Vikis Vorschlag sehr gut!
Und da ich hoffe, daß diese Box bald "Entwurmen: Alternativmethoden?" heißt, habe ich hier einen netten kleinen Beitrag, nämlich einen Auszug aus einem Artikel, den ich heute in unserer Tageszeitung gefunden habe. Da ging es um die Roßkastanie und da stand:

...die Kastanie habe das Wort "Ross" als Beinamen, weil sie erkrankten Pferden besonders bei Husten und Wurmerkrankungen Erleichterung verschafften.

Zumindest waren die alten Türken aus Konstantinopel im 16.Jahrhundert davon überzeugt ;D



„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.“

Offline zaino

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #41 am: 26.09.06, 10:39 »
Viki, ich finds aber traurig, dass man noch nichtmal ganzheitlich ein Thema diskutieren kann... wäre aber grad wichtig.
Ich würde mal lieber bitten - hört auf Euch anzugiften u. übelzunehmen, sondern bringt lieber hier sachlich Eure unterschiedlichen aber hochinteressanten Standpunkte hier ein. Mindestens ich will die haben/lesen, nämlich!
Kruzitürken, das muss doch gehen! GRRR.

Tja, u. das mit dem Unterdosieren ist auch noch ein Ding. Ich weiss z. B., dass mein pferd ca. 550 kg wiegt u. dosiere entsprechend bzw. teile das dem Wurmkurverteiler halt mit.
Aber wieviele haben Gelegenheit ihren Gaul mal zu wiegen? (oder halten das für wichtig??? War damals auch hochspannend - ein Hafi der 30 cm weniger Stm hatte als meiner, NICHT fett sondern rel. gut trainiert, wog nur 100 kg weniger als mein Russischer Angloaraber... so viel macht z. B. die Knochensubstanz aus? U. so kann man danebenschätzen).
Oder den Mut mal überzudosieren? Viele Pferde sabbern angewidert leider so viel wieder raus, dass die Gefahr sie zu "vergiften rel. gering sein dürfte.

Aber es stimmt natürlich schon - es ist ein allgemeines Schulmedizin-Problem: Resistenz züchten u. eine SChraube ohne ende in Gang setzen.
Zusammen mit den "modernen Tierhaltungsformen" - viele Viecher auf rel. begrenztem Raum, mangelnde Hygiene, unpassende Fütterung vielleicht und und und...

winston

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #42 am: 26.09.06, 11:28 »
Hallo Zaino, kann nur meine Erfahrungen mit der Überdosierung schildern. Wenn unsere wilden Jungs aus dem Exmoor rüberkommen, dann sind die verwurmt bis über beide Ohrspitzen, soviel ist mal klar. Wiegen? Ha, da ist nicht dran zu denken, ich komm ja nicht mal ansatzweise an die Ponys ran. Unser TA meinte bei unserem ersten Wilding zu mir, ich solle die ganze Dosis geben. Und das bitte nicht nur einmal, sondern 5 mal hintereinander, sobald das Pony den Futtereimer zu schätzen wissen. Auf meinen entsetzten Blick und schüchternen Hinweis auf Nebenwirkungen hin meinte er nur, die Wurmkuren könne man überdosiert verabreichen. Den größeren Schaden würden die Pferde durch die Würmer erleiden, aber nicht durch die Chemie. Na, wir haben uns dann brav an die Anweisung gehalten. Bislang hat es bei keinem der 5 Wallache irgendwelche Probleme mit der nun wirklich deutlichen Überdosierung gegeben. Geschadet hat es den Würmern, und mit denen hab ich ja nun kein Mitleid.
Ich bin keine fanatische Anhängerin der Pharmaindustrie. Weiss die Vorteile der Naturheilkunde (icl. Homöopathie etc.) durchaus zu schätzen (mein Vater war damals in den frühen Achtzigern einer der ersten Mistel-Patienten...leider kams zu spät). Aber irgendwo endet halt die Kraft der Natur und dann muß Chemie ran. Soviel aber auch nicht mehr als nötig, das ist unsere Devise. Auch wenns vielleicht OT ist: Tetanus-Impfung ist doch auch selbstverständlich.

Offline zaino

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #43 am: 26.09.06, 11:51 »
Ja, winston, das hab ich mal auf einem Isländerhof so mitgekriegt, die hatten auch importierte - es hiess, die müssten die ersten 3 Wochen radikal durchgepustet werden.
(auch komisch, die hätten doch eigentlich Weide ohne Ende???? Genau wie Eure Ponies???? Oder doch nicht? wie mag es im Merfelder Bruch wohl aussehen???? Wieviel Fläche bräuchten die Pferde wirklich um sauber u. wurmfrei zu leben?)
1 ganz wundervoller kleiner "Vollblut"-Isi (ich schreib das so, weil bildschöner feuriger feingliedriger 5Gänger Fuchs, in Festanstellung als Allround-Familienross verkauft) krepierte dann 1,5 J später elendiglich wg. Verwurmung - der Importeuer hatte wohl a bissl sparen wollen.  >:( :'(

winston

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Re: Entwurmen - wie macht das Sinn?
« Antwort #44 am: 26.09.06, 13:16 »
Tja, Zaino, mit dem "Weide ohne Ende" ist das zumindest auf dem Exmoor so eine Sache (bei den Isis kenn ich mich nicht aus, hab es noch nicht auf die Insel aus Feuer und Eis geschafft).Die Flächen, auf denen die Herden leben, werden immer kleiner, auch wenns noch so riesig im Vergleich zu good old Germany und anderswo erscheint. Jedoch können die Ponys nicht mehr so umherziehn wie in vergangenen Zeiten, weil immer mehr Land "kulitviert" wird. Mittlerweile ist das Exmoor ja mittlerweile Nationalpark, aber trotzdem. Es gab oder gibt ja die Theorie, die Ponys würden da irgendwelche wurmvernichtenden Pflanzen verspeisen, fragt mich aber nicht, welche. Damit kann es nicht sehr weit her sein, denn wie gesagt, die Ponys sind verwurmt bis obenhin.
Zum Merfelder Bruch kann ich nur sagen: die den Ponys deutlich anzusehende Verwurmung liess uns vor 12 Jahren Abstand vom Kauf eines Hengstjährlings nehmen.