Autor Thema: Entwurmungsplan  (Gelesen 90072 mal)

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Offline GilianCo

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #180 am: 10.01.12, 11:57 »
Aber die resistenten vermehren sich ja auch, und wenn man denen dann den Vorteil gibt, das auf einer Weide NUR NOCH resistente sind, macht das nen deutlichen Unterschied.

Hast Du eine Population von 5050 Würmern, und davon sind 50 resistent (um auf Dein Beispiel einzugehen) ist die Wahrscheinlichkeit, einen resistenten Wurm aufzunehmen, deutlich geringer, als wenn man die resistenten sich vermehren läßt. Das bleiben dann ja nicht 50 Würmer, sondern sind irgendwann genauso viele wie auf der anderen Weide, und dann sind ALLE resistent, und eine Bekämpfung kann man sich (mit dem Anthelmintikum auf das die resistent sind) dann komplett sparen.  Damit vergrößert sich das Resistenzproblem schon deutlich. Und wir haben nur meine ich vier Wirkstoffgruppen zur Verfügung... Je mehr da wegfallen aufgrund von Resistenzen desto übler ist das.


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Offline carola

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #181 am: 10.01.12, 14:48 »
Okay, das ist ein Argument. Du meinst resistenter Wurm x resistenter Wurm = restistentes Wurmkind? Und nicht-resistenter-Wurm mal resistenter Wurm ist immerhin 1:3 oder so, wenn man unterstellt, dass es halbresistent eher nicht gibt?
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Offline GilianCo

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #182 am: 10.01.12, 15:09 »
Das muß man zumindest bedenken, wenn die Mutation rezessiv vererbt wird, kann das keinen Unterschied machen, wenn der Erbgang dominant ist, hat man genau das - und da macht es denke ich schon Sinn vom schlechtesten Fall auszugehen.


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Offline donau

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #183 am: 11.01.12, 14:11 »
nach einem "experiment" mit doppelter dosis pyrantel weil "hilft auch gegen bandwürmer" kann ich nur sagen: nie wieder. hat ausser, dass es ponie´s verdauung komplett zusammen gehauen hat, und die kleine 3 wochen bauchweh hatte, genau nix gebracht. also, die spulwürmer war sie wohl los, aber bandwurm bezweifle ich...
weil pensionsstall entwurmen wir eben 2x im jahr, und ich kann den wirkstoff nicht bestimmen, das macht die tä der sb - deswegen kam es eben zu obigem rat. bleibt fraglich, ob ich da mit einem wissenschaftlichen artikel was ändern kann, ich besorge mir meine wurmpasten ohnehin selber, und kann damit beeinflussen, ob und wann ich praziquantel gebe. nur beim mittel gegen die spulwürmer muss ich mich anpassen, aber da kann man sich ja helfen ;)
Wer auf seinem Standpunkt beharrt, darf sich nicht wundern, dass er nicht weiterkommt...

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Offline Cinnamon

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #184 am: 24.04.13, 00:37 »
blöde fragte: gehen nach der wk-gabe nur die (gelähmten/toten) würmer ab oder auch eier, die wiederaufgenommen werden können?
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Offline Monnef0805

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #185 am: 25.04.13, 10:13 »
Ich hatte die Tage mit unserem TA über das Thema gesprochen. Es gehen lt. ihm nur die Würmer ab, Eier und Larven erfasst die WK nicht. Daher sollte man evtl. nach acht Wochen noch mal. Was mir neu war und mich leicht schockiert hat, war die Aussage dat die Viecher 6 Jahre im Boden überleben können. Daher wäre das beste Weiden im Abstand von 3 Jahren von Rindern und Schafen beweiden zu lassen.

Offline carola

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #186 am: 25.04.13, 13:33 »
Ich hätte jetzt auch erwartet, dass die Eier überleben - sonst würden sie ja so schnell keine mehr kriegen können. 6 Jahre im Boden ist allerdings grässlich. :-X
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Offline Cinnamon

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #187 am: 25.04.13, 14:03 »
ja aber die eier im boden sind dann die, die sowieso laufend abgehend, nicht? und nicht jene, die explizit nach dem entwurmen raus kommen (denn das nervengift greift ja nur   lebende würmer an, nicht?).
hab da am we mit einem sb diskutiert, der die pferde drei tage in der box einknastet, weil sie sonst würmer + eier raus kacken und alles "infizieren". nach der wurmkur wohlgemerkt. und das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen und kenne es nur so, dass die würmer tot oder gelähmt abgehen und die gefahr eher in der neuansteckung durch generell schlecht gemistete koppeln und weiden  besteht.  aber versteh einer die sb  ::)

noch ne blöde frage: warum muss der wk-mist gesondert gelagert werden?
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Offline GilianCo

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #188 am: 25.04.13, 14:53 »
Das wüßte ich jetzt auch nicht, das der gesondert lagern müßte. Und ja, das drei Tage einsperren ist an sich echt überholt.

Ja, die Eier die zu einer Reinfektion führen können, sind "eh da", daher ist auch die Weidepflege ein nicht unwesentlicher Punkt, um die Belastung zu verringern....


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Offline Aleike

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #189 am: 25.04.13, 15:54 »
noch ne blöde frage: warum muss der wk-mist gesondert gelagert werden?
Das macht schon Sinn (wird aber meines Wissens kaum gemacht), weil die Wurmkur ja zum größten Teil nicht vom Pferd aufgenommen wird und die Wirkstoffe nicht in Boden sollen. Vieles ist ja z. B. giftig in Gewässern. Oder so. Hab jetzt keinen Beipackzettel zur Hand.
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Offline carola

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #190 am: 25.04.13, 16:25 »
Püh, wenn man das drei Tage lang machen möchte, hat man aber ein paar Mülltonnen voll. Wenn ich sehe, was ein Pferd so kackt am Tag... Wenn man da mehrere von hat, und dann mehrere Tage. :P
Bei uns wird auch erst exakt 3 Tage vor dem Almauftrieb entwurmt. ::)
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Offline GilianCo

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #191 am: 25.04.13, 16:39 »
Das ist aber auch nicht so optimal: dann kommen die Pferde schlechtestenfalls entwurmt auf die Weide, und was bleibt, sind die resistenten Würmer, und die haben dann (weil keine Konkurrenz da ist) quasi leichteres Spiel...

Aleike, da hast Du natürlich recht,... Ich denke aber auch, das das vielfach gar nicht realisierbar ist.

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #192 am: 25.04.13, 17:02 »
blöde frage: hat die wk nicht eh eine wartezeit? oder gilt das nur für`s (essbare) gewebe? sprich bauen sich die toxine nicht ab, wenn der mist ein halbes jahr oder jahr auf der mistplatte (betoniert) liegt?  ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der den mist gesondert abführt bzw. wüsste ich auch gar nicht, wohin damit, wenn man mehr als ein paar pferde hat. wir haben hier zwar ein wertstoffsammelzentrum, aber die lachen mich mit sicherheit aus, wenn ich mit pferdemist antanze  :P

die weiden selbst kann man nur durch welchselnde wirte weniger bewurmt machen oder? oder hilft kalken da auch? ein bekannter von mir desinfiziert seine koppeln (!) mit danchlor  :o :-X :P
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Offline carola

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #193 am: 26.04.13, 11:34 »
*gacker* *untermtischlieg*
Das ist nicht wahr, oder? Herrlich! Ich stelle mir das grade vor. Himmel! Was eine Aktion. Was ein Gestank. Und überhaupt. Du musst ihm sagen, dass das nur hilft, wenn man es einbürstet. ;D
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Offline Monnef0805

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Re: Entwurmungsplan
« Antwort #194 am: 26.04.13, 13:46 »
die weiden selbst kann man nur durch welchselnde wirte weniger bewurmt machen oder? oder hilft kalken da auch? ein bekannter von mir desinfiziert seine koppeln (!) mit danchlor  :o :-X :P

Das soll gehen. Pferde sollen demnach nur alle sechs auf eine Weide. Da muss man aber schon ordentlich Fläche haben.
Mit kalken soll man einen großen Teil abtöten können. Angeblich bis 90%. Dafür müssen aber 350-400kg/ha drauf und dann noch mal mit 250-300kg/ha.

Wir haben unseren Zuwachs letzte Woche auf anraten des TA noch mal entwurmt oder viel mehr wegen dem alle. Und gestern abend habe ich beim absammeln Blutwürmer gefunden  :o Ich bin begeistert  >:( Einer lebte sogar noch. Somit gehen ja nicht nur tote oder gelähmte ab der war ziemlich fidel.