Autor Thema: Erfahrungsaustausch bzgl. einäugigen Pferde gesucht!!!  (Gelesen 7251 mal)

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Offline MariaTopic starter

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Hallo!

Wer von euch hat aktiv mit einäugigen Pferden zu tun?
Vielleicht kann ich auf diesem Weg jemanden finden zwecks Erfahrungsaustausch im Umgang, Arbeiten & Reiten mit einäugigen Pferden?

Ehrlich gesagt wußte ich nicht in welcher Box ich meinen Tread eröffnen sollte, irgendwie hats nirgends so richtig hingepasst. Ich hoffe er ist hier willkommen?

Ich besitze eine 9jährige Haflingerstute, die als 3jährige bei einem Unfall ihr rechtes Auge verlor. Ich hab sie einäugig eingeritten und es gibt keinerlei Probleme im Umgang und im Reiten. Im Gegenteil: Sie wird behandelt und geritten wie jedes andere Pferd auch.
.... ABER sie hat immer weider Rückenblockierungen (4 in 2 Jahren). Nun habe ich eine Pferdetherapeutin da, die echt einen guten Eindruck macht. Diese Frau meint nun dass die linke Schulter meines Pferdes muskulär besser ausgeprägt ist als die rechte -> sie vermutet dass meine Stute die rechte Seite zu wenig belastet und daher immer auf die linke Schulter fällt und sich durch diese Art Schonhaltung immer wieder Rückenverspannungen zuzieht. Sie denkt die Ursache für diese Schonhaltung könnte das fehlende rechte Auge sein.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht ob dies wirklich die Ursache sein kann..... vielleicht ist es auch einfach nur die "einfachste Antwort" gewesen????
Das Pferd galoppiert z.B. freiwillig auf der Weide Slalom zwischen Bäumen die 2 Meter auseinander stehen, daher denke ich dass es doch sehr gut mit seiner Einäugigkeit umgehen kann.

Wie geht es euch mit euren Pferden? Gibt es vielleicht ähnliche Beobachtungen oder Erfahrungen?
Habt ihr Einschränkungen, Schwierigkeiten die die Ursache vielleicht in der Einäugigkeit haben?

Würde mich echt freuen "Gleichgesinnte" kennen zu lernen!

Viele Grüße
Maria

Gruß, Maria

Offline chily

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Also.ich hab ne freundin, die seit Jahren einen einäugigen Traber hat, auf der anderen Seite sieht er laut TA wie durch eine milchglasscheibe. Ich durfte den Dicken schon mal reiten, er ist excellent geriten und ich konnte keine Schiefe o.ä. entdecken...Aber vielleicht kommt es auch drauf an, wie das Pferd vor seinem augenverlust drauf war, ob es schon gut gritten war oder so.  Er scheut auch im Gelände nicht oder verwirft sich irgenwie, nichtmal, wenn neben ihm irgendwas kracht oder so...er hat aber auch absolutes vertrauen zu seiner Reiterin, bei Fremden ist er ziemlich unsicher.  Führen lässt er sich gar nicht gut, da ist er schreckhaft und nervös (war er vor seinen Augenproblemen nicht, an mangelnder Erziehung wirds nicht liegen), auch am Putzplatz dreht er sich z.b. immer mit der guten Seite zu unbekannten Geräuschen oder so. auf der Koppel ist er absoluter Herdenchef, allerdings auch immer wachsam und in Bewegung...
Weiß nicht,ob  dir das irgednwas hilft...wenn du noch was wissn willst, frag ich gern die Besitzerin!

Offline Viki

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Ich hatte lange Jahre eine Haflingerstute eingestellt (jetzt 28, lebt auf eigenem Hof), die auf einem Auge blind war und auf dem zweiten später stark sehbehindert.
Sie hatte im Alltag überhaupt keine Probleme, außer einer etwas rumpeligen Art beim Abwenden oder Ausweichen (was sie aber vielleicht auch mit gesunden Augen gehabt hätte).
Wenn sie vor irgednwas Angst hatte, musste man ihr erlauben, mit der sehenden Seite hinzuschauen - das war alles. Ansonsten hat keiner drauf Rücksicht genommen oder nehmen müssen. Als sie am 2. Auge eine Schlagverletzung bekam, ging sie in dei Klinik - die haben unter der Verletzung eine alte Wunde festgestellt und gemeint, dass sie immer schon auch auf diesem vermeintlich gesunden Auge schlecht sah. Das Auge blieb trübe und sie sah nicht sehr hübsch aus - ansonsten hat sie keine Veränderung gezeigt, als sie heimkam.

Zu deinem Rückenproblem - hätte das Pferd 2 gesunde Augen, würde man fragen, ob sie gleichmäßig gut angaloppiert, rechts so viel gefordert wird wie links...Mein sehr gut sehender haflinger hatte nach gut 1 Jahr Reiten auch eine schief aussehende Schulter mit "Mangel" rechts. Ab da hab ich wirklich am Reschtsgalopp gearbeitet und auf mehr Gymnastik + gleichmäßige Galoppverteilung geachtet und es war bald weg.

Offline Terrier

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Ich glaube auch nict, dass die Schiefe vom Auge kommt. Es sei denn, dass das Pferd unter dem Reiter schief läuft. Aber das müsstest Du ja beurteilen können.
Mein Bekannter vom mir, hatte früher mal ein einäugiges Pferd. Er ist mit dem Rico auch S-Springen gegangen. Und es hatte keine Rückenprobleme.
Auch ein Mensch bekommt dann nicht eine besser bemuskelte Seite.

Die STute müsste ja eigentlich die rechte Seite mehr belasten. Wenn sie re. nichts sieht, müsste sie ihren Kopfnach rechts rüberdrehen. also würde sie dann mehr Gewicht auf die re. Seite bringen

Oder steh ich grade auf dem Schlauch ??
der bissige Terrier schickt Grüsse
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Ich bin zu alt um nur zu spielen und zu jung um ohne Wunsch zu sein

Offline donau

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bin jahrelang eine durch unfall links blinde stute geritten, die ging im schulbetrieb mit anfängern, aber auch mit fortgeschrittenen, ging problemlos l-dressur und a-springen, auch in fremder umgebung, und war im gelände zuverlässig und trittsicher wie nur, hatte mit dem fehlenden auge also  kein problem, bis auf 2 kleinigkeiten- sprünge aus engen links wendungen hat sie verweigert, wenn sie sie nicht sehen konnte, und das abbiegen auf dem recht engen stallgang nach links in die box hat ihr probleme bereitet, hatte sich mehrfach angestossen, ist dann hinein gestürmt, war aber im griff zu behalten..

die schiefe, und das lasten auf der schulter rühren meiner meinung nach nicht von der einäugigkeit her, sondern sind ein ganz normales phänomen, das jedes pferd hat, und das man mit dressur versucht, wegzugymnastizieren.
Wer auf seinem Standpunkt beharrt, darf sich nicht wundern, dass er nicht weiterkommt...

Authorised WEIGUMS Desillusionator

Mondfee

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ich kenne auch ein einäugieges pferd, leider lebt es nicht mehr.
er wurde über 30 damit und ging früher einäugig S springen erfolgreich mit.

man konnte mit ihm alles machen, weimit einem zweiäugiegem pferd. nur fairerweise hat man sich ihm auf der weide von rechtsvorne genähert(linke auge war blind), damit er einen sehen konnte, wenn man kan, denn im alter ließ sein gehör etwas nach.

Lanthana

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Mein Pferd war lange Zeit auf einem Auge blind und das machte gar keine Probleme. Anfangs hat sie sich manchmal noch leicht im Genick verworfen, in Reithallen mit Bande etwas mehr. Könnte mir schon vorstellen dass manche Pferde Probleme haben. Kann sich dann mit der Zeit geben wie bei meiner Stute... aber da deine Haflingerstute schon 6 Jahre blind ist und sich normalerweise dran gewöhnt haben sollte vermute ich das weniger... Bin mit meiner noch kleinere Turniere gegangen und auch im Gelände war es "Einäugig" kein Problem!

Mein Pferd ist heute mit 16 übrigens komplett blind und genießt ihr Gnadenbrot auf der Weide bzw. bei kleinen Ritten und Spaziergängen im Schritt. Man glaubt gar nicht wie schnell sich Pferde anpassen können, man merkt ihr kaum was an und sie führt noch ein recht schönes Pferdeleben!

Offline ghost

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mein Wallach Juan Bob erblindete mit 7 auf dem rechten Auge. Er kann nur noch ganz schwach Schatten sehen.
Mit 10 habe ich ihn angefangen Vielseitigkeit zureiten. In den unteren Klassen ( E und A ) hat man nie etwas gemerkt. Keine Muskelverspannung etc.
Ab L merkte man schon das sein Handicap seinen Koerper zu einseitiger Belastung zwang. Da er immer den Kopf leicht nach rechts haelt um ein besseres Sichtfeld zu haben, war er sehr oft links verspannt. Er gallopierte lieber auf der linken Hand, landete beim Sprung lieber links. Parcourspringen war of nicht einfach besonders wenn die Parcours mehr links herum gingen. Diese permanente, wenn auch nur geringe, rechts Biegung fuehrt zu veraenderungen in der Vorderen Hufstellung. Die Auswirkungen waren sehr dramatisch, weil sie zu kompresions Rissen fuehrte, die bis in den Kronenrand gingen. Zum glueck hatte ich einen sehr verstaendlichen und guten Schmied, der ihn zu seinem speziellen Projekt machte. Nach mehreren Monaten bekamen wir endlich das Problem im Griff, in dem wir ihn nach der Haarlinie der Ballen ausschnitten und stellten. War die paralel zum boden stand er richtig, ganz egal wie der Huf von vorne aussah. Von vorne stand er schief nach rechts.
Fuer mich war es immer das absolut wichtigste, dass ich nie das unglaubliche Vertrauen, dass er in mich hatte entaeuschte. Damit ich verstand wie er sieht, hatte ich mir ein stueck pape auf die nase geklebt, dass verhinderte, dass ich ueber meine Nase sehen konnte. Augenklappe auf das rechte Augen und erst mal kraeftig vor den Tuerrahmen gedonnert. So bin ich zum Vergnuegen meiner Mitmenschen 2 Wochen lang rumgerant und bin so eine Zeitlang auf Tunieren Gelaende und Springen abgegangen. Danach wusste ich aber wie er sieht und verstand sein Handicap. Zusaetzlich bekam er fuer Gelaende und Springen eine Ohrenkappe, linkes Ohr blau, rechtes Ohr gelb, eine stetige Erinnerung mit welchem Auge ihn an den Sprung zu bringen.
Bob ging erfolgreich bis M kurz und lang. Seine letzte M gewann er, obwohl es sehr wahrscheinlich ein Pyrus Sieg war. Im Parcour erschrak er sich beim Absprung vor irgend einem Schatten den er rechts zu sehen meinte. Sprang so weit nach links, dass wir die Sprungstaender der Trippelbar niedermaehten. Irgendwie blieb er auf den Beinen und wir beendeten den Parcour. Er hatte einen soliden Schnitt im Bizep, 10 mal genaeht. Aber danach wer nie mehr der Alte.
2 Monate spaeter, einen Tag vor Abreise zum 2 Sterne Tunier in Texas, rutschte er beim rumtoben in ein Tor im Korall und riss die Sehne vorne links. 1,5 Jahre spaeter hatte ich ihn wieder hergestellt. Eine sehr lange, frustrierende Zeit fuer ihn und mich.
Ich erinnere noch wie ich zum erstenmal ohne ihn zum Tunier fuhr. Er stand wie immer am Tor und wartete darauf das Halfter drauf zu bekommen und zum Haenger zu gehen. Brauchte ihn nie fuehren. Tansportgamaschen drauf und Tor auf und er lud selber, stellte sich an seinen Platz und wartete darauf das der Rest geladen wurde. Werde nie die Entaeuschung vergessen, als ich an ihm vorbei ging. Von da an wurde die Ecke am Tor sein Platz, musste sogar einen Futtertrog fuer ihn dort instalieren, weil er stur wie ein Panzer alle anderen Troege verweigerte oder den Rest der Tunierpferde gnadenlos terrorisierte.
Nach 1 3/4 Jahren bekam er dann das Halfter drauf, die Trapogamaschen an, Tor auf und er duesste ab in den Haenger. Er belegte sofort den 5. Platz.
Aber seine Uhr war abgelaufen, 3 Wochen spaeter macht er nen Fliegende Gallopwechsel von rechts nach links und wir gingen sofort zu Boden. Sehne wieder durch. Er war nun 19. Das wars. Wir gingen fuer 1,5 Jahre durch die Heilung und Rehabilitation, aber nach dem ich ihn wieder vollstaendig hergestellt hatte ging er in Rente.
Es dauerte 3 Jahre ihn aus seiner Ecke zu loesen. Jetzt ist er ein gesunder und zufriedener Rentner, der seine Tage auf der Weide mit seiner lieblings Stute verbringt.
Koenige und Koenigen werden als Koenige oder Koeniginen geboren, aber es bedarfs eines Koenigs oder Koenigin um sie zu dem zu machen zu dem sie geboren sind.
I got a Princess and I will make her Queen

Offline Viki

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Zu der Geschichte passt das Zitat - man müsste nur king für queen einsetzen...

Offline Ronja

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Hallo Maria,

wir haben seit etwas über einer Woche eine argentinisches Polo-Pony, dem das rechte Auge mit einem Ball rausgeschlagen wurde. Die Stute wird eigentlich behandelt wie jedes andere Pferd auch. Man muss sie halt ansprechen, wenn man von rechts rangeht und bischen aufpassen, dass sie beim Führen nirgendwo vorläuft un dihr wenns eng wird erlauben etwas dichter an den Menschen ranzurücken. Ansonsten kommt sie primal klar damit, beim Reiten geht sie allerdings lieber rechtsrum, ist aber nicht besonders schief oder so. Sie kann halt noch nicht sooo viel (ist nach dem Unfall vor 2 Jahren auf Western umgestellt worden und wenig geritten worden), mal sehen wie sich das entwickelt... Im Gelände soll sie wohl extrem glotzig sein, haben wir aber noch nicht ausprobiert...und wenn sie behauptet, da hätte sich auf dem Weg zur Wiese von rechts ein Monster angeschlichen, glaub ichs eh nicht und es gibt für Spinnreien genauso einen Rüffel wie bei den 2-äugigen  ;)

Offline Marun

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Re: Erfahrungsaustausch bzgl. einäugigen Pferde gesucht!!!
« Antwort #10 am: 04.01.11, 14:52 »
Hallo,
die vielen doch positiven Beiträge trösten mich ein wenig. Mein 3,5-jähriger Hengst hat sich vor einer Woche so sehr an seinem rechten Auge verletzt, daß es rausoperiert werden mußte. Er ist noch in der Klinik und ich überlege, ob ich ihn kastrieren lassen soll, um ihm Sress zu ersparen und eventuell die Verletzungsgefahr zu minimieren. Er ist im Umgang sehr brav und,obwohl er schon gedeckt hat, läßt er sich in Gegenwart von Stuten gut händeln. Allerdings ist er ein Spätentwickler und braucht glaube ich noch Zeit, um Muskulatur aufzubauen. Ich bin wirklich unsicher, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Das wäre toll.
Vielen Dank
Marun

Offline Figonero

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Re: Erfahrungsaustausch bzgl. einäugigen Pferde gesucht!!!
« Antwort #11 am: 06.01.11, 13:58 »
Hm, ich hatte ein zeitlang ein einaeugiges Pferd. Es war das Rechte Auge, so dass das handling kein Problem war, Satteln, fuehren, etc. Er war sogar der unbestrittene Boss seiner Herde, beim Ausritt musste er immer vorne sein, war gangfreudig und trittsicher, unerschrocken und selbstbewusst.
Lediglich longieren rechte Hand war nicht so der Knaller, weil er ja den Menschen und die Peitsche auf der Seite nicht sah. Das haette man sicher ueber Uebung, Vertrauensaufbau und Stimmkommandos auch in den Griff bekommen koennen, wenn man sich die Muehe gemacht haette. Ein ganz normales Pferd also, das auch ganz normal behandelt wurde. Netterweise habe ich ihn angesprochen, wenn ich mich von der blinden Seite angenaehert habe, sonst gabs keine "Sonderbehandlung".
Marun, kastrieren oder nicht, ist immer ein beliebtes Streitthema, da wirst Du vermutlich selbst gucken muessen, was Du machst, das hat aber sehr wenig mit der das Auge gerade erst verloren, hatte also noch keine Zeit, sich drauf einzustellen und zu lernen, sich so zu orientieren. Er ist noch nicht geritten, das muss er auch noch lernen, er ist Hengst, muss also lernen, sich auch als solcher unterzuordnen. Einaeugigkeit zu tun. Lediglich die zeitliche Sequenz ist etwas ungluecklich. Er hat bissl viel auf einmal. Die unvermeidlichen Probleme des Anreitens werden durch das Hengst-Sein potenziert und die unvermeidliche Unsicherheit des Jungpferdes durch die Sehbehinderung.....ich taet ihn kastrieren, dann ist schon mal ein Faktor beseitigt.
Kerstin

Offline MariaTopic starter

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Re: Erfahrungsaustausch bzgl. einäugigen Pferde gesucht!!!
« Antwort #12 am: 06.01.11, 20:37 »
Hallo Marun,

solch Unfälle sind immer dramatisch und bescheiden..... Ich wünsch euch ganz viel Kraft für die nächste Zeit!
Bei meiner Stute war es auch ein Unfall mit gravierender Augenverletzung und letztendlich OP bei der das Auge entfernt wurde.

Die Frage ob man einen Hengst kastrieren lassen sollte oder nicht ist ja immer irgendwie ein Streitthema.
Ob nun das fehlende Auge das "Hengst sein" zusätzlich verkompliziert hängt doch auch sehr vom Charakter des Pferdes ab. Da ich deinen Hengst nicht kenne, kann ich das natürlich nicht beurteilen.
Hattest du denn vor ernsthaft mit ihm zu züchten, hat er die Qualitäten für eine gute Zucht?
Oder wäre es nur so ein kleines Hobby nebenher geworden?
Ich würd das alles zusammen in die Entscheidung mit einfließen lassen.

Bei meiner Stute war es so dass sie die ersten Tage nach der OP sehr unsicher war. Sie hat sich z.B. beim Putzen der re. Körperseite (re. Auge fehlt) gerne nach mir umgedreht, sie wollte quasie immer beobachten was ich mache. Aber das hat sich bereits nach wenigen Tagen gegeben. Ich habe speziell darauf geachten dass sie lernt dass trotz dem fehlenden re. Auge möglichst viel von beiden Seiten gemacht wird, z.B. führen von beiden Seiten, aufsteigen von re., etc., damit sie lernt damit zurecht zukommen. Beim Einreiten und auch heute gab es nie ernste Probleme.
Aber vielleicht hab ich einfach nur großes Glück gehabt solch ein wunderbares Pferd zu haben!

Alles Gute für euch!
Maria


Offline Marun

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Re: Erfahrungsaustausch bzgl. einäugigen Pferde gesucht!!!
« Antwort #13 am: 13.01.11, 19:14 »
Hallo Marun,

solch Unfälle sind immer dramatisch und bescheiden..... Ich wünsch euch ganz viel Kraft für die nächste Zeit!
Bei meiner Stute war es auch ein Unfall mit gravierender Augenverletzung und letztendlich OP bei der das Auge entfernt wurde.

Die Frage ob man einen Hengst kastrieren lassen sollte oder nicht ist ja immer irgendwie ein Streitthema.
Ob nun das fehlende Auge das "Hengst sein" zusätzlich verkompliziert hängt doch auch sehr vom Charakter des Pferdes ab. Da ich deinen Hengst nicht kenne, kann ich das natürlich nicht beurteilen.
Hattest du denn vor ernsthaft mit ihm zu züchten, hat er die Qualitäten für eine gute Zucht?
Oder wäre es nur so ein kleines Hobby nebenher geworden?
Ich würd das alles zusammen in die Entscheidung mit einfließen lassen.

Bei meiner Stute war es so dass sie die ersten Tage nach der OP sehr unsicher war. Sie hat sich z.B. beim Putzen der re. Körperseite (re. Auge fehlt) gerne nach mir umgedreht, sie wollte quasie immer beobachten was ich mache. Aber das hat sich bereits nach wenigen Tagen gegeben. Ich habe speziell darauf geachten dass sie lernt dass trotz dem fehlenden re. Auge möglichst viel von beiden Seiten gemacht wird, z.B. führen von beiden Seiten, aufsteigen von re., etc., damit sie lernt damit zurecht zukommen. Beim Einreiten und auch heute gab es nie ernste Probleme.
Aber vielleicht hab ich einfach nur großes Glück gehabt solch ein wunderbares Pferd zu haben!

Alles Gute für euch!
Maria



Offline Marun

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Re: Erfahrungsaustausch bzgl. einäugigen Pferde gesucht!!!
« Antwort #14 am: 13.01.11, 19:21 »
Liebe Maria, liebe Figonero,
vielen Dank fuer Eure Antworten. Das Auge ist gut verheilt und ich habe ihn vorgestern kastrieren lassen. Es war aber doch ein bisschen viel fuer ihn, denn jetzt ist er sehr scheu geworden.
Alles Gute Euch und Euren Pferden
Carola