Autor Thema: Vollwert (k)ein Thema  (Gelesen 8201 mal)

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Offline maryTopic starter

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Vollwert (k)ein Thema
« am: 02.12.03, 19:01 »
Wer von Euch befasst sich mit Vollwerternährung,
mahlt sein Getreide selbst?
Mich würden Erfahrungen interessieren,
bisher war das für mich eher ein Reizthema.
Da Frau nie auslernt, bin ich einfach neugierig.
herzliche Grüsse
maria

Offline maresi1

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #1 am: 02.12.03, 19:39 »
Hallo liebe Namenskollegin,
ich versuche die Vollwertkost wenigstens teilweise in unseren Speiseplan einzubauen.
Ich verwende vorzugsweise Dinkelmehl. Viele Gerichte mach ich nur aus Dinkel, andere zur Hälfte.
Meine Familie hat sich daran gewöhnt. Wir backen unser Brot selbst, auch Nudeln mach ich selber(reine Dinkelnudeln).
Mühle hab ich leider noch keine, aber ich hol mir das Dinkelmehl kiolweise von einem befreundeten Biohof mit Hofladen.
LG Maria

erma

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #2 am: 07.12.03, 05:14 »
Hallo liebe Namenskolleginnen! ;)
Wow, gleich drei Maria's auf einmal an demselben Thema interessiert!

Fuer mich ist Vollwertkost wahrhaftig ein Thema, den ich habe vor laengerer Zeit fast ausschliesslich nach den Grundregeln der Vollwertkueche gekocht. Heute ist es wohl so wie bei maresi1, ich bringe es in unseren Speiseplan wenigestens teilweise mit hinein.
Vollwertkost bedeutet naturbelassene Ernaehrung, neben den unverfaelschten Grundnahrungsstoffen bekommt unser Koerper die fuer in so wichtigen Vitamine, Enzyme Spurenelemente, ungesaettigten Fettsaeuren und Ballaststoffe im ausreichenden Masse.
Die heutige Ernaehrung und Umwelteinfluesse bringen unter anderem wahrhaftige Mangelerscheinungen der fuer unseren Koerper so wichtigen Vitalstoffen mit sich. Die massenhaften Angebote derselben in den Geschaeften, in Pillen und Pulverform bestaetigen das sicherlich.
Vollwertkost ist bestimmt nicht die einfachere unkomplizierte Weise sich vor sogenannten Zivilsationskrankheiten zu schuetzen, ich finde es jedoch sinnvoll sich darueber Gedanken zu machen.

Die Ernaehrung ist nicht das Hoechste im Leben,
aber sie ist der Naehrboden,
auf dem das Hoechste gedeihen oder verderben kann.
Dr. M. O. Bircher-Brenner

@mary
Hier ist noch ein Kochbuchtip fuer Dich:
Biologisch Kochen und Backen, von Helma Danner

@ maresi
Ueber das Rezept und einigen Tips fuer Deine selbstgemachten Dinklenudeln wuerde ich mich sehr freun!

Gruss aus Kanada
Maria (erma)

Offline reserl

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #3 am: 07.12.03, 23:49 »
Wenn ich "Vollwert" höre, verbinde ich das immer wieder mit dem Müsli bei meiner Tante, bei der ich als Kind oft in den Sommerferien war. 8) ;D

Jeden Abend wurde dort das Getreide in einer Getreidemühle geschrot/gemahlen und dann über Nacht eingeweicht.
Das ist jetzt gut zwanzig Jahre her, aber das ist mir unvergessen geblieben. ::) :)


Mit welchen Getreidemühlen arbeitet ihr?
Habt ihr die täglich im Einsatz?
Welches Getreide verwendet ihr besonders oft?
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Offline maresi1

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #4 am: 11.12.03, 09:08 »
Liebe Maria,
für die Dinkelnudeln nehme ich 1 Ei, Salz und etwas Wasser. Mehl geb ich soviel dazu, das ein ein eher festerer Teig entsteht( ist dann schneller trocken).
Ich mach den Teig in einem Zerkleinerer (Moulinette). Das geht ganz schnell und du kannst den Teig sofort weiterverarbeiten.

@ Reserl
   ich verwende Dinkel und Roggenvollmehl

LG Maria

Offline maryTopic starter

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #5 am: 21.12.03, 11:24 »
Hallo Maria (Erma)
für mich war Vollwertkost immer so eine Sache,
um die ich einen grossen Bogen gemacht habe.
Reizlose Körnerkost und dieses schwarze Brot,
nicht gerade das, wonach sich mein Gaumen und der
meiner Familie  verzehrt hat.
Und komisch, dann kommt ein Puzzleteilchen zum anderen und irgendwann fängt frau zu lesen und zu fragen an.
Das Buch von Brukker: unsere Nahrung unser Schicksal
hat mich vor einiger Zeit einfach nicht mehr ganz losgelassen.
Und wie es der Zufall so will, schenkt mir jemand von Maria Müller ein Buch über Ernährung im Bauernhaushalt,
und das war dann der Schlüssel,
und vieles was man so im Laufe der Zeit irgendwo mal
gelesen hat, bekommt plötzlich eine Bedeutung und einen Zusammenhang.
Ich bin froh, dass ich mir eine Mühle mit einem eingebauten Flocker gekauft habe,
der ist noch mehr im Gebrauch als die Mühle.
Was ich noch suche, dass sind einfach gute Vollkornbrotrezpte, um einfach auch mal was anderes auf den Tisch zu bringen.
Reines Vollkornbrot mit frischgemahlenem Mehl und Natursauer gelingt mir jetzt schon ganz gut.
Ich hätte das nie geglaubt, dass da meine Familie mitmacht,
aber die sind ganz begeistert von dem Brot,
und der angenehme Nebeneffekt, durch die Ernährungsumstellung mag mich meine Waage auch lieber.
Aber ohne das Buch von Maria Müller hätte ich mich nie
überreden lassen, das mal auszuprobieren.
Was irgendwie komisch ist, früher wurde bei uns
Schokolade und anderes genascht und jetzt liegt das seit Wochen in der Speisekammer rum und keiner
hat mehr das Bedürfnis danach.
Selbst die gebackenen Plätzchen, die sonst sehr gefragt waren (ich habe noch meine alten Plätzchenrezepte gemacht, denn Vollkorn als Brot, da bin ich selbst begeistert, aber mit Plätzchen kann ich nichts anfangen,
einzig ein Lebkuchenrezept, das entspricht meinen Vorstellungen), gehen nicht mehr weg wie die warmen Semmeln.
Häte mir das niemals vorstellen können, dass ich mal vom Vollwertsaulus zum Paulus wechseln würde.
Herzliche Grüsse und Danke
nach Kanada
maria aus Oberbayern
« Letzte Änderung: 21.12.03, 11:27 von mary »

Silkeb

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #6 am: 21.12.03, 13:25 »
Interessant sind auch die Ausführungen von Dr. Johann Georg Schnitzer in "Backen  mit Vollkorn", der neben frisch gemahlenen Vollkornmehlen für Voll-Meersalz plädiert. Habe gerade das Weizen-Vollkornbort ausprobiert:
1778 g Weizen, gemahlen
1209 g Wasser, kühl
36 g Hefe
36 g Voll-Meersalz
alle Zutaten vermischen, Achtung: Schnitzer löst die Hefe in kaltem Wasser auf!, kneten, ruhen, wie bekannt.

Offline maryTopic starter

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #7 am: 21.12.03, 16:53 »


Hallo Silkeb

geht es da so genau mit dem Rezept, ich bin da immer ziemlich grosszügig.
Was ich suche, das ist ein Vollkornbrotrezept mit
Gewürz,
gestern habe ich ein Vollkorn-Kartoffelbrot gebacken,
eines war mit Gewürzen, das andere ohne,
die Version mit mehr Geschmack zieht besser.
Kennt jemand Quinoa, was macht Ihr aus diesem Korn?
Mich würde interessieren, was die Indios mit diesem
gemacht haben, habe einen Geschenkkorb mit lauter
Körnern bekommen, darin sind viele Dinge, die ich zwar kenne, aber eigentlich weiß ich nicht so genau, was ich
daraus mache.
Als Flocken in Suppen gerührt kommt schon mal ganz gut an,
aber mich würden immer die Rezepte interessieren,
wo sie herkommen und die oft uralte Geschichte und Bedeutung von verschiedenen Körnern samt ihrer Kultur,
Amaranth, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Braunhirse,Nackthafer,
Sesam, diese Dinge stehen in unserer Speisekammer,
und warten auf Verarbeitung.
Wer hat da Hintergrundwissen und Erfahrung und vor allem brauchbare und wohlschmeckende Rezepte.
Bisher bin ich am besten damit gefahren, dass ich das
einfach druntergemischt habe.
Herzliche Grüsse
maria

Offline Mara

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #8 am: 22.12.03, 21:49 »
Hallo Maria (Mary)!

Mich würde das Buch von Maria Müller interessieren.
Wie heißt es? Vielleicht kannst du mir ja auch ist ISBN mitteilen. Hast du eine Ahnung was es kosten würde?

Meine Geldmittel inbezug auf Bücher sind nämlich im Moment sehr begrenzt.

Mir geht im Grunde fast genauso so wie dir, mit der Vollwertkost. Du bist halt schon um mindestens 2 Schritte weiter als ich, aber was nicht ist kann ja noch werden. *grins*

Liebe Grüße von Mara (Marianne Springer)
3 Wünsche:
Die Gabe, nie zu vergessen, was Du warst,
den Mut das zu sein, was Du bist,
die Kraft, das zu werden, was Du sein möchtest.

Offline maryTopic starter

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #9 am: 23.12.03, 07:31 »
Liebe Marianne,
ich kann Dir die ISBN-Nummer momentan nicht geben,
ich hab das Buch als Kopie geschenkt bekommen und
da fehlt diese Seite,
aber ich kann mich schlau machen,
ich weiß auch nicht, ob es dieses Buch überhaupt noch im Handel gibt, diese Ausgabe, die ich habe, ist von 1979,
aber es gibt noch einen anderen Weg,
um Dein Bücherkonto nicht so hoch zu belasten,
rühr dich einfach bei mir marianne,
zu dem weiter sein, Marianne, ich glaube nicht,
denn ich habe das GEfühl, eigentlich überhaupt nichts mehr zu wissen, egal, ob in der landwirtschaft, in der Fütterung unserer Kühe und jetzt auch bei unserer Ernährung, das, was ich bisher immer als die Wahrheit und das Wissen angesehen habe, verschwindet mit jedem Tag ein Stück mehr.
Es gibt einen Spruch von Isaak Newton,
was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean.
Ich weiß nicht mal, ob ich überhaupt einen Tropfen Wissen habe.
Aber all das, das ich einfach ausprobiere, zeigt relativ schnell, ob etwas brauchbares dran ist oder nicht.
Und das komische dran ist, auf diesem Weg begegnen einen dann immer wieder Menschen, die einem ein Stück weiterbringen.
Ich hab inzwischen einen Tierarzt kennengelernt,
der mir über Rinderfütterung Dinge erklärt hat,
die sogar nicht in das Fütterungsschema passen,
das wir bisher gelernt haben.
Aber die zahlen und Fakten sprechen für sich.
Marianne, bei uns ist inzwischen so ziemlich alles auf dem Prüfstand.
Wer weiß, vielleicht gibts bei uns dann irgendwann auch Vollwerternährung für unsere Rinder?
Denn so wie das ausschaut, haben nicht nur wir Menschen viel zuviel säurebildende Nahrung, sondern auch die Rinder viel zu viel stärkehaltiges Futter.
Aber noch zum Thema Vollwert:
Ich habe gestern viele Plätzchen und Kuchen probiert,
die mit Vollkornmehl gebacken wurden,
Lebkuchen und Apfelkuchen haben mir geschmeckt,
aber das andere brauche ich bei uns gar nicht zu machen, dass isst keiner.
Aber was bei uns einfach machbar ist,
der Salat vor dem Essen,
mindestens 2 Rohkostsalate (am Besten einer über der Erde und einer unter der Erde)
und dann erst das gekochte und vor allem bei den Fetten,
nur noch Butter und naturbelassene Öle,
und es gibt einfach fast keine Fertiggerichte mehr.
Nudeln, Spätzle und Knödel gibt es zwar auch noch,
aber vor allen dingen sehr vieles aus Kartoffeln,
das Fleisch wird núr noch schonend mit der Niedriggarmethode gebraten, und statt Schlecksachen sind getrocknete Äpfel, Birnen und Nüsse am Tisch,
aber das komische, hätte ich eine Zuckererkrankung bekommen und hätte Diät halten müssen,
ich dachte immer, der Verzicht auf Zucker und Süssigkeiten würde mir sehr schwer fallen und dann kommt einem ein Buch in die Hände und es macht klick,
und es ändert sich plötzlich alles.
Man wird neugierig und stellt das gewohnte Wissen in Frage.
Und dann steht man da und frägt sich: Was ist die Wahrheit?
Liebe Grüsse
maria
« Letzte Änderung: 23.12.03, 07:37 von mary »

erma

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #10 am: 23.12.03, 15:06 »
Liebe Maria! (mary)
In Deinen Schreiben spuehrt man ja gerade nur so Deinen Eifer und ich sage Dir, das ist ansteckend.  :D
Nachdem dieses Thema hier von Dir angesprochen wurde habe mich wieder an vieles was vor eingien Jahren so selbstverstaendlich war in unserem Speiseplan erinnert und in den alten Rezepten etwas gewuehlt. Toll finde ich es das Deine Familie so mitmacht!
Auch in meinem Haushalt ist es so das ich nur bestimmte Kuchen, Kekserl usw. aus der Vollwertkueche beliebt sind. Den Grundprinzipen der Vollwerternaehrung bin ich soweit als moeglich immer treu geblieben. Damit meine ich, naturbelassene Nahrungsmittel zu verwenden, die richtigen Fette, genuegend und abwechslungsreiche Rohkost, sowie abwechslungreiche Mahlzeiten und schohnende Zubereitung.
Meine Anregung mich ueberhaupt mit der Vollwertkost zu beschaeftigen kam aus einer ganz spontanen Teilnahme eines Kochkurs von Fachlehrerin Hermine Klein.

Zu Deiner Frage ueber diese ganz spezialen Koerner muss ich leider sagen das ich nur mit Hirse, Buchweizen und Sesam Erfahrung gemacht habe. Quinoa ist auch mir unbekannt. Ich habe darum gleich einmal in google nachgefragt, die Eintragung "Getreideart + Quinoa"  ergab viele Links, wie z.B diese Seite
http://www.biothemen.de/Qualitaet/index/am.html
Aus meinem neuern Kochbuch "nourisching trations, from Sally Fallon" habe ich noch entnommen das es sehr wichtig ist diese Art von Getreide immer gut einzuweichen um sie leichter verdaulich zu machen.

Sesam verwende ich nicht nur um es (vor dem Backen) auf meine Vollkornbroetchen zu streuen, sondern es gibt auch gemischten Gemuese einen besonders guten Geschmack vor allem wenn man es vor der Beigabe kurz erhitzt.

Buchweizenmehl verwende ich z.B. um schoene lockere Vollkornpfannkuchen zu bekommen, immer ein paar Loeffel voll dem Weizenmehl beigeben. Da Du aber bekanntlich die ganzen Koerner zur Verfuegung hast hier ein Rezept fuer
Buchweizen Risotto.
500g ganzer Buchweizen, 1 Zwiebel (ebentuell ein wenig Knoblauch), 75g Sonnenblumenoel, 100g Karotten, 100g Erbsen, etwas Petersilie, Prise Kraeutersalz.
Die feingehackte Zwiebel, Knoblauch  und die Buchweizenkoerner im Sonnenblumenoel leicht anduensten, 1 Liter  kochendes Wasser hinzugen, das Gemuese und Kraeutersalz dazugeben und in einem geschlossenen Topf auf niedriger Flamme garkochen (15 - 20 Minuten)
Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Aus ganzer Hirse kannst man unter anderem Frikadellen oder Auflaeufe zubereiten, heute moecht ich dir jedoch ein Rezept mitteilen das eher fuer den suessen Gaumen, also als Nachtisch gedacht ist, etwas ganz einfaches.
Hirsecreme mit Fruechten
150g Hirse, Zitronenschale, 0.3 l kochendes Wasser, 70g (2-3 EL.) Honig, Zimt und Nelkenpulver, 1/8 l Obers, Fruechte.
Hirse mit der Zitronenschale in das Wasser einruehren, 5 Min. kochen und 15 Minunten ziehen lassen, abkuehlen.
Honig, Zimt und Nelkenpulver und  das steif geschlagene Obers unter die Masse geben.
Fruechte nach Wahl, (Pfirsiche, Pflaumen, Aprikosen oder auch Beerenobst) puerieren, ev. mit Honig suessen und ueber die Hirse giessen.
Bei uns gibt es diese Suesspeise oefters, schmeckt prima und ich finde damit Verwendung fuer meine vielen eingelegten oder eingefrorenen Fruechte.

Ich habe verschieden erprobte Vollkornbrot Rezepete und gebe sie gerne weiter. Bin jedoch etwas im unklaren wonach du nun tatsaechlich suchst. Mein von mir ueber die Jahre selber erstelltes Dinkelbrot (in Kastenform gebacken) mit Bortgewuerzmischung, Leinsamen und Sonnenblumen Kernen oder Quarck Gewuerzbrot aus Vollweizenmehl.
Freue mich darauf von Dir oder aber auch von anderen daran Interessierten wieder zu hoern.

mfg
Maria (erma

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #11 am: 31.12.03, 15:35 »
Hallo Erma,
danke für Deine Rezepte,
die Hirsespeise habe ich jetzt ausprobiert,
das schmeckt seht gut und es stimmt, mit Früchten ist es einfach superlecker.
Bei den Brotrezepten suche ich Rezepte, die Brot ergeben, dass nicht nur gesund ausschaut sondern auch gut schmeckt.
Ich habe 7 Kastenkuchenformen und mache dann immer gleich so eine Menge.
Wenn es Dich interessiert, ich habe ein Rezept mit einem bayerischen Mischbrot, das ist einfach mein Standartrezept.
Habe mir über die Weihnachtsfeiertage ein paar Bücher von Dr. O. Brukker vorgenommen,
wenn das stimmt, dann kann ich eigentlich mit allem einpacken.
Irgendwie vermute ich, dass es einen Weg geben muss,
der in der Mitte verläuft.
Was mir heute aufgefallen ist,
den Salat am Anfang des Essens, und man bekommt ein netteres Verhältnis zur Waage.
Sonst war jedes Jahr um die Weihnachtsfeiertage immer das Gefühl, dass sich ein paar heimliche Pfunde einschleichen, heuer ist das nicht passiert, obwohl ich in keinster Weise gefastet habe.
Und was noch auffällt, das selbstgemachte Flockenmüsli
schmeckt gut und hält viel länger her.
Bei uns stapeln sich in der Speisekammer etliche Pralinenschachteln, alles Geschenke zu Weihnachten,
irgendwie ist der grosse Run auf die Süssigkeiten weg.
Ich habe jetzt mal einige Vollwertgerichte ausprobiert,
den Geschmack meiner Lieben kenne ich ja, wenn es mir gelingt, dass es ähnlich schmeckt, dann wird es auch mit Appetit gegessen.
Essen, das gesund und wohlschmeckend ist, ja nicht den Touch von fader und verzichtiger Körnerkost hat,
damit kann ich punkten.
Aber je mehr ich mich damit befasse, umso mehr erstaunt mich etwas, Bücher mit diesem Wissen liegen bei uns schon seit mehr als 15 Jahren herum,
mein Schwiegervater hat mir solche Lektüre immer geschenkt und ich hatte bei Vollkorn und Vollwerternährung immer blinde Augen und taube Ohren.
Erst wenn bei einem der Groschen fällt, dann beginnt man zu verstehen.
So wird es bei vielen Dingen sein, erst wenn man was verstanden hat, wird man sehend.
Für Tips und Tricks einer erfahrenen Vollwertlerin wäre ich sehr dankbar.
herzliche Grüsse nach kanada,
mary
« Letzte Änderung: 31.12.03, 15:39 von mary »

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #12 am: 31.12.03, 16:02 »
Liebe Reserl,
Du wolltest wissen, mit welchen Getreidemühlen gearbeitet wird,
ich bin noch Lehrling, habe eine Mühle, die sich Duett nennt, weil Mühle und Flocker in einem Gerät beieinander sind.
ZumBrotbacken mahle ich Roggen, Weizen und Dinkel,
ebenso die Gewürze gleich mit.
Habe jetzt ein paar verschiedene Rezepte ausprobiert,
und am Brotabsatz kann ich dann sehen, ob ich das wieder backen soll oder nicht mehr.
Kartoffelbrot mit Vollkonrmehl ist momentan der Renner,
und das am Anfang verschmähte Dinkelsauerteigbrot ist inzwischen auch sehr gefragt.
Dampfnudeln mit halb Weizen und halb Dinkelvollkonrmehl kann ich wieder machen.
Zwiebelkuchen mit Dinkelvollkorn hat auch einen guten Absatz gefunden.
Was mir auffällt, dass beim Gehen man viel mehr zeit einrechnen muss, bis das schön aufgegangen ist.
Habe aber noch nicht herausgefunden, warum das so ist.Ich nehme das Vollkonmehl zum Sossenbinden, eigentlich überall, wo ich vorher 4o5 Mehl brauchte, wird jetzt halt kurz die Mühle angeworfen und frisch gemahlen.
Aber Kuchen werde ich sicher nicht aus Vollkonrmehl machen, ein bauner Bisquittteig schaut einfach nicht einladend aus und bei den Nudeln weiß ich es noch nicht,
die gekauften sind nicht gefragt.
Spätzle mache ich aus halb und halb,
und statt Zucker nehme ich jetzt einfach nur noch Honig,
ich möchte das mal ein halbes Jahr probieren,
und dann kann ich selbst sehen, ob das, was in den Büchern über Vollkorn steht, so stimmt.
Und wenn das stimmt, das Zucker ein Räuber der B Vitamine ist, dann kann ich im Interesse meiner Nerven gut drauf verzichten.
Ich bin einfach auf der Suche, bin ja selbst gespannt,
ob es möglich ist,  diese Selbstversorgung mit meiner Arbeit im Betrieb so zu verbinden, dass es nicht nur in Stress und hektik ausartet.
Aber vieles habe ich bisher auch schon selbst gemacht,
schaun wir halt mal.
Bis jetzt geht es uns allen ganz gut und so schöne und friedliche Weihnachten habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Herzliche Grüsse von Mary
Vollwertlehrling im ersten Lehrjahr

erma

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Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #13 am: 08.01.04, 19:41 »
Liebe mary!
Freut mich das die Hirsecreme schmeckt!
Ein oder zwei Brotrezepte werde ich dann gleich in die Box "Brotrezepte" reinstellen und es wuerde mich freuen wenn auch du dein bayrisches Mischbrot dort bekannt gibst, bin immer an neuen erprobten Rezepten interessiert. Ich habe gestern wieder einmal nach laengerer Zeit Leinsamenbrot mit Sauerteig gemacht, sieht gut aus, angeschnitten wirds erst heut.  ::) bin schon neugierig wie's schmeckt.
Welche Treibmittel verwendest du hauptsaechlich, bei mir war es ja nun fuer laengere zeit nur Hefe, obwohl Sauerteigbrote viel wohlschmeckender sind, "Frau" ist wird "manchmal" nachlaessig.     ;) Hast du Erfahrung mit Backferment? Vor vielen Jahren verwendete ich es haeufig, ist ein sehr natuerliches Treibmittel und der Grundansatz haelt sich lange im Kuehlschrank, also fuer den Fall das man nicht allzuoft baeckt, ausserdem bringt es ein stabileres Aufgehn des Teiges wenn man Brote macht mit viel Koernern darin oder auch nicht so geeignetes Getreide, wie Gerste oder Hafer, zum Backen mit verwendet.
Da hast Du bestimmt recht das der Heisshunger nach suessen nachlaesst wenn man ausgeglichene Vollwertkost isst, ich gebe jedoch gerne zu das ich nie nein sage bei einem guten Stueck Schokolade.  :D

Quote[Irgendwie vermute ich, dass es einen Weg geben muss,
der in der Mitte verläuft.
]

Ja, das denke ich auch und ich hoffe das wir/ meine Familie und ich in gefunden haben. Man sollte sich gewiss keinen zwang auferlegen, verantwortungsbewusst mit etwas Wissen und Beruecksichtigung der Familienmitglieder geht das bestimmt.

Nun moechte ich dich fragen ob du auch Sojaprodukte in Deiner Kueche verwendest, wie z.B. Tofu oder Sojagranulat?

Gutes Gelingen und viel Spass bei all dem neuen das du nun haeufig ausprobierst!
mfg
Maria



Offline martina

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  • Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben
Re:Vollwert (k)ein Thema
« Antwort #14 am: 15.04.04, 11:12 »
So mehr aus Zufall/langeweile heraus hab ich mal bei ebay nach Getreidmühlen passend zu meiner Küchenmaschine geschaut, bin fündig gewordne und hab auch ein Schnäppchen gemacht ;)

Nun meine Frage, woher bezieht Ihr das Getreide? Nehmt Ihr eigenes Getreide und laßt es aufbereiten/reinigen? Und wenn, dann wo?

Wir haben zwar eigenen Weizen, aber keine eigene Reinigung.

Das Getreide für mein Müsli dann aber teuer im Reformhaus/Bioladen kaufen widerstrebt mir auch gewaltig.
Wir sehen uns in Weimar. Ich freue mich auf Euch.