Autor Thema: Hofübergabe an Alleinerben fair?  (Gelesen 5408 mal)

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Offline mogli

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #30 am: 21.05.20, 10:18 »


Der einzige, der von einer solchen Regelung profitieren würde, wäre der Fiskus.
Durch die Entnahme von Grund und Boden aus dem Betriebsvermögen in dein Privatvermögen werden s.g. "stille Reserven" aufgedeckt, die zu versteuern sind, ohne dass zwischen euch auch nur 1 Cent geflossen ist. Gewisse steuerliche Freibeträge gibt es m. W. zwar, aber nur bei Abgabe zwischen Eltern und Kindern, nicht bei Geschwistern.
Sollte bei den zu übergebenden Grundstücken Bau- oder Bauerwartungsland dabei sein, fände ich es aber schon fair, wenn die Eltern diese zurück behalten (je nach Umfang auch nur teilweise, in Abstimmung mit dem steuerlichen Freibetrag) und an die Geschwister des Übernehmers überschreiben.
[/quote]
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Liebe Grüße Helga

Offline ayla

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #31 am: 21.05.20, 10:57 »
Ich bewundere alle hier , die so ruhig und sachlich schreiben können. Besonders die Aussagen von Eva ( gschmeidlerin) und der Annelie haben mir besonders gefallen.
Ich platze ….. Es ist ganz klar , dass jeder was bekommen soll und wie in diesem Fall bereits bekommen hat. Das Studium ist anscheinend selbstverständlich . ABER Land fordern ist unterste Schublade . Finde ich milde ausgedrückt mehr als unverschämt . Und da kommt dieser Neid raus, denn viele haben, wenn sie  der Scholle entsprungen sind.
Liebe Judith ich denke Du solltest auch mal nachdenken . Du willst Deinem Bruder die Lebensgrundlage wegnehmen .

Geschockte Grüße

Da pflichte ich dir bei. Bei uns in der Schweiz wär so eine Forderung gar nicht möglich, das ist glücklicherweise gesetzlich durch das bäuerliche Bodenrecht geregelt. Ziel ist es ja eigentlich, Liegenschaften zu erhalten, und nicht durch Realteilung immer mehr zu zerstückeln, bis der Hof keine Lebensgrundlage mehr bietet.
 

Offline Hamster

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #32 am: 21.05.20, 12:30 »
Ich bewundere alle hier , die so ruhig und sachlich schreiben können. Besonders die Aussagen von Eva ( gschmeidlerin) und der Annelie haben mir besonders gefallen.
Ich platze ….. Es ist ganz klar , dass jeder was bekommen soll und wie in diesem Fall bereits bekommen hat. Das Studium ist anscheinend selbstverständlich . ABER Land fordern ist unterste Schublade . Finde ich milde ausgedrückt mehr als unverschämt . Und da kommt dieser Neid raus, denn viele haben, wenn sie  der Scholle entsprungen sind.
Liebe Judith ich denke Du solltest auch mal nachdenken . Du willst Deinem Bruder die Lebensgrundlage wegnehmen .

Geschockte Grüße

Hallo Anka,
ich platze jetzt grade nicht und bin auch nicht geschockt.  ;D
Gelesen habe ich, dass sich Judith Gedanken macht.
Aus meiner Sicht fordert sie nicht, sondern versucht einen Standpunkt zu finden.

Und das was am meisten und besten hilft, ist eine sachliche Diskussion.  :-*

Ich bin auf diesen Hof eingeheiratet und wir stehen auch kurz vor der Übergabe.
Ich möchte doch sagen, dass ich beide Seiten kenne und verstehe.

Ich selber bin aber auch sehr dankbar, dass ich keine Erbauseinandersetzungen mit
meinem Bruder gehabt habe. Wir hatten keinen Hof zum beerben.
Nur ein Wohnhaus und Barvermögen.
Doch auch das ist aus verschiedenen Gründen kompliziert gewesen,
und meiner Meinung  nach nicht zwingend "gerecht" ausgegangen.
Aber wir haben dem Erblasser, eine -  seine wunschgemäße Vermögensübergabe
ermöglicht.


Und daher würde ich mich sehr freuen, wenn wir es gemeinsam schaffen
unsere Standpunkte sachlich zu formulieren.

Eine Notarin hat mir einmal gesagt:
Wer "steinern" erbt, der sollte finanziell besser gestellt werden, als jemand, der Bargeld erbt.

In unseren Anfangsjahren, hatten wir es auch nicht leicht, bzw. wir hatten
es eher schwerer, als die weichende Erbin.
Heute bin ich froh, dass wir alles so gut gemeistert haben.

Das, was mein Mann geerbt hat.
War ein sein ARBEITSPLATZ.

Ansonsten ziemliche Verpflichtungen!

Empfehlungen kann man wenig aussprechen, da die wirtschaftliche Situation
nicht bekannt ist.

Und so, wie es schon empfohlen wurde.
Ganz wichtig, Informationen einholen, bei evtl. Landvolk ,BBV  je nach Bundesland.

Und  reden ist meiner Meinung nach das wichtigste.
evtl. auch mit einem Mediator je nach Familienkonstellation.

Liebe Judith89, ich wünsche Dir eine gute Standpunktfindung.

Herzliche Grüße
Hamster


 
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline martina

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #33 am: 21.05.20, 12:34 »
Oft übernimmt der Hoferbe ja auch noch diverse bestehende Kreditverpflichtungen der Eltern.

Die Geschwister erben Geld als Abfindung und er Arbeit und Schulden? Ist das gerecht? Darüber könnte man jetzt auch philosophieren.
Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
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Offline maggie

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #34 am: 21.05.20, 15:38 »
Ich bewundere alle hier , die so ruhig und sachlich schreiben können. Besonders die Aussagen von Eva ( gschmeidlerin) und der Annelie haben mir besonders gefallen.
Ich platze ….. Es ist ganz klar , dass jeder was bekommen soll und wie in diesem Fall bereits bekommen hat. Das Studium ist anscheinend selbstverständlich . ABER Land fordern ist unterste Schublade . Finde ich milde ausgedrückt mehr als unverschämt . Und da kommt dieser Neid raus, denn viele haben, wenn sie  der Scholle entsprungen sind.
Liebe Judith ich denke Du solltest auch mal nachdenken . Du willst Deinem Bruder die Lebensgrundlage wegnehmen .

Geschockte Grüße

danke anka,
das ging mir auch so …

in dieser Richtung erlebten es mein mann und ich -nur dass da der vater fand, seine töchter hätten mehr zu gut - dabei muss ja in der schweiz der betrieb vom hofnachfolger gekauft werden - relativ günstig,
aber mein mann hatte über jahre zu hause gearbeitet, ohne lohn (er durfte das Geld das er auswärts verdiente - ja behalten - waren auch nur hilfsjobs (Hilfsarbeiter im wald, mitfahren bei einem zügelunternehmen …)
- nach dem Tod von sm - gab es dann den grossen eklat - ein schwager fand, wir hätten viel zu viel für wenig Geld bekommen -
grrrrr - das dauerte 20 jahre … - jetzt geht es wieder - na ja … - er ist alt und nicht mehr fit
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Judith89Topic starter

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #35 am: 22.05.20, 08:34 »
Zitat
Ich bewundere alle hier , die so ruhig und sachlich schreiben können. Besonders die Aussagen von Eva ( gschmeidlerin) und der Annelie haben mir besonders gefallen.
Ich platze ….. Es ist ganz klar , dass jeder was bekommen soll und wie in diesem Fall bereits bekommen hat. Das Studium ist anscheinend selbstverständlich . ABER Land fordern ist unterste Schublade . Finde ich milde ausgedrückt mehr als unverschämt . Und da kommt dieser Neid raus, denn viele haben, wenn sie  der Scholle entsprungen sind.
Liebe Judith ich denke Du solltest auch mal nachdenken . Du willst Deinem Bruder die Lebensgrundlage wegnehmen .

Geschockte Grüße

Danke für die ehrliche Meinung und deutlichen Worte!
So wie Hamster schreibt (Danke für dein Verständnis mir Gegenüber!) Suche ich mir gerade tatsächlich einen Standpunkt und bin, um ehrlich zusein etwas verloren. Ich bin auf der Suche nach Wegen, die die ganze Familie zufrieden Stellt. Mir war aber tatäschlich zum Beispiel nicht bewusst, dass "Landentnahme" überhaupt nicht geht. Aber genau aus diesem Grund, also meiner praktischen Unwissenheit über das Thema, habe ich mich an das Forum gewendet!

Ich denke ich werde fordern, dass in den Übergabevertrag aufgenommen wird, dass falls mein Bruder etwas verkaufen sollte und der erlös nicht in den Betrieb reinvestiert wird auch an uns etwas abfällt.

Mit der Pflege der Eltern bin ich mir letzendlich noch nicht sicher, was hier mein Standpunkt ist.

Viele Grüße
« Letzte Änderung: 22.05.20, 08:37 von Judith89 »

Offline Hamster

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #36 am: 22.05.20, 08:57 »
Hallo Judith,

dass was du meinst, nennt sich Nachabfindungspflicht und gilt meist  10 bis 20 Jahre
und wird auch im Übergabevertrag genannt.

Pflege der Eltern ist immer ein schwieriges Thema,
glücklich, wer den Mittelweg zwischen finanzieller Forderung, Liebe
und individueller Versorgung des zu Pflegenden findet.
Als Kind ist man doch immer "betroffen"  ;)

Ganz liebe Grüße
Hamster
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline gschmeidlerin

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #37 am: 22.05.20, 12:38 »
Liebe Judith, man kann dir gratulieren zu deiner Entscheidung und auch, dass du Kritik, die auch manchmal etwas harsch formuliert wurde, ausgehalten hast.

Ich wünsch euch eine gute Übergabe und weiterhin einen guten Zusammenhalt in der Familie.

Außerdem wünsch ich mir, dass du unserem Forum auch weiterhin erhalten bleibst!

Liebe Grüße aus dem Süden!

Eva

Offline Vöglein

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #38 am: 22.05.20, 13:41 »

Ich habe grob überschlagen 25-30k bekommen über das gesamte Studium und immer nebenher gearbeitet.



hallo judith.....ich komme mit dem betrag nicht klar den du angegeben hast.......25 000-30 000 euros ??  ::) für was steht das k ??

habe mich heute erst mit deinem beitrag beschäftigt und viel nachgelesen.....melde mich
Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !

Offline saba

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #39 am: 22.05.20, 14:25 »

Ich habe grob überschlagen 25-30k bekommen über das gesamte Studium und immer nebenher gearbeitet.



hallo judith.....ich komme mit dem betrag nicht klar den du angegeben hast.......25 000-30 000 euros ??  ::) für was steht das k ??

habe mich heute erst mit deinem beitrag beschäftigt und viel nachgelesen.....melde mich

Vöglein " k "  steht für Tausend.
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Offline MeLissa

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #40 am: 30.05.20, 20:56 »
Hallo Judith,

schön, dass du in deiner "Phase der Findung" den Weg zu uns gefunden hast.
Ich wünsche dir und deiner Familie, dass ihr eine Lösung findet, mit der alle dauerhaft zufrieden sind und sich "fair" behandelt fühlen.

Ich habe in diesen Betrieb eingeheiratet.
Mein Mann ist der Hoferbe. Seine Schwester (es gibt nur eine) wurde abgefunden, d.h. sie hat Geld bekommen.
Die ganze Familie hat gemeinsam eine Lösung erarbetet, die dann umgesetzt wurde.
Mein Schwager und ich waren an diesem Prozess (die Übergabe war 2012) nicht beteiligt und wurden völlig rausgehalten, auch wenn wir damals schon mit dem beiden Geschwistern liiert waren.
Das finde ich auch richtig so.

Eine Hofübergabe ist ja nichts anders als eine vorweggenomme Erbfolge, also Vererben zu Lebzeiten.
Daher finde ich liegt es v.a. in der Verantwortung des Erblassers bzw. der übergebenden Generation sich Gedanken zu machen, wie man sein Vermögen "gerecht" verteilt.
Ich weiß, dass meine Schwiegereltern sich sowohl vom Bauernverband, als auch vom Steuerberater und vom Notar haben beraten lassen.

Sowohl mein Mann als auch seine Schwester haben eine tolle Ausbildung bekommen, Führerschein, erstes Auto, etc. Da hatte sicherlich keines der beiden Kinder das (finanzielle) Nachsehen.
Die Summe X, die meine Schwägerin bekommen hat, wurde irgendwie "festgelegt". Wie weiß ich nicht.
Das hat er ihr aber in monatlichen Raten überwiesen und nicht alles auf einmal.

Nachdem ich diesen Thread gelesen habe, habe ich mit ihm darüber gesprochen. Er meinte, er hätte es unfair gefunden, wenn seine Schwester nichts bekommen hätte. Und ihm war es auch wichtig, sie in den Übergabeprozess einzubinden.
Ich bin mir sicher, wenn man ihr einen "fertigen" Übergabevertrag, inkl. Pflichtteilsverzeicht vorgelegt hätte, dann hätte sie sich sehr vor den Kopf gestoßen gefühlt.
Daher kann ich schon grob erahnen, wie es dir geht und wie du dich vielleicht nun fühlst.

Ich wünsche dir alles Gute!

Offline Rohana

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #41 am: 30.05.20, 22:26 »
Als Eingeheiratete möchte ich anmerken dass es... nunja... irgendwie befremdlich ist wenn man bei diesem Prozess komplett aussen vor ist. Ich meine, die Situation ist nunmal dass ich meine Karriere, meinen Wohnort, meinen Beruf, mein komplettes vorheriges "Leben" für den Mann aufgegeben habe, damit er nun den Hof übernehmen kann und im Prinzip genau das selbe macht was er schon die letzten 15 Jahre gemacht hat. Natürlich bin ich am Hof nicht "beteiligt" was Finanzen angeht, ich darf nur überall aushelfen wo Hilfe nötig ist, Büro, Stall, Haushalt machen und all die kleinen Dinge die man als Frau eben macht.  ::)  Ich bin auf Gedeih und Verderb mit diesem Betrieb verbunden, genauso sehr wie mit diesem Mann.
Nein, ich will niemandem dreinreden. Ich finde es nur seltsam dass die Partner anscheinend so behandelt werden als würde es sie nichts angehen. Ist das überall so?
« Letzte Änderung: 30.05.20, 22:32 von Rohana »

Offline MeLissa

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #42 am: 30.05.20, 22:45 »
Hallo Rohana,
ich finde, man muss die "Beteiligung" der Partner etwas differenzierter betrachten.
Zum Zeitpunkt der Hofübergabe waren mein Mann und ich noch nicht verheiratet. Ich wohnte auch nicht auf dem Hof.
Natürlich bin ich jetzt "mitgehangen, mitgefangen". Aber zum damaligen Zeitpunkt waren wir auch noch nicht so lange zusammen, dass von Heiraten oder ähnlichem die Rede war, da glaube ich hätte ich mich überfahren gefühlt, und was wäre gewesen, wenn wir uns doch noch getrennt hätten und ich hätte mich mords eingemischt?!
Wäre die Hofübergabe und unsere Hochzeit zeitlich nahe Beisammen gewesen, dann hätte ich das sicher anders gesehen. Da gebe ich dir Recht.

So und nun zurück zum Thema... Sorry, Judith. :-)

Online frankenpower41

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Re: Hofübergabe an Alleinerben fair?
« Antwort #43 am: 31.05.20, 10:23 »
Als Eingeheiratete möchte ich anmerken dass es... nunja... irgendwie befremdlich ist wenn man bei diesem Prozess komplett aussen vor ist. Ich meine, die Situation ist nunmal dass ich meine Karriere, meinen Wohnort, meinen Beruf, mein komplettes vorheriges "Leben" für den Mann aufgegeben habe, damit er nun den Hof übernehmen kann und im Prinzip genau das selbe macht was er schon die letzten 15 Jahre gemacht hat. Natürlich bin ich am Hof nicht "beteiligt" was Finanzen angeht, ich darf nur überall aushelfen wo Hilfe nötig ist, Büro, Stall, Haushalt machen und all die kleinen Dinge die man als Frau eben macht.  ::)  Ich bin auf Gedeih und Verderb mit diesem Betrieb verbunden, genauso sehr wie mit diesem Mann.
Nein, ich will niemandem dreinreden. Ich finde es nur seltsam dass die Partner anscheinend so behandelt werden als würde es sie nichts angehen. Ist das überall so?

ich verstehe was Du meinst, kann aber verstehen wenn es sich um eine Sache zwischen Eltern und Kindern (ohne Anhang) handelt.
Das mit Deiner Abhängigkeit ist Sache zwischen deinem Mann und Dir.
Mir sind vom erzählen vom früher Fälle bekannt wo Ehemänner der Töchter sich hinstellten und Forderungen stellten und das kann es schließlich auch nicht sein.
Bei uns war Hof übergeben, mir gehört bis heute nichts und wird auch nie so sein. (mein Mann hätte Gütergemeinschaft vereinbart, ich sah da allerdings keine Notwendigkeit).
Als meine Eltern übergaben bekam ich hinterher den Vertrag vorgelegt zum unterschreiben. Da ist auch einiges was man kritisieren kann, der Hof geht nicht weiter und auch an der Hofstelle leben nur noch meine Eltern. Andererseits wollten meine Eltern dass der Hof als ganzes erhalten bleibt.  (stimmt auch nur bedingt, wurde unter meinen Brüdern geteilt und die müssen sich auch um den Unterhalt der  nicht wenigen Gebäude und um Pflege der Eltern (auch finanziell) kümmern wenn es nötig ist.  Ist natürlich klar dass ich da auch meinen Teil beitrage sollte es sein, aber finanziell bin ich außen vor und sie sind nunmal gleich in der Nachbarschaft und sorgen für sie.

Ich kenne ähnlichen Fall, da wurde beim Notar davon gelaufen, liegt schon über ein Jahrzehnt zurück. Die Geschwister sind sich spinnefeind, da wurden nur Ansprüche gestellt.
Mir ist so etwas unvorstellbar, da ist mir gutes Verhältnis zu Geschwistern tausendmal wichtiger und meine Eltern waren ja auch bemüht gerecht zu sein.
« Letzte Änderung: 31.05.20, 12:02 von frankenpower41 »