Autor Thema: Demo für agrarökologische und bäuerliche Landwirtschaft  (Gelesen 1892 mal)

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Offline AnninaTopic starter

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Heute im Schweizerbauer ist ein Artikel über eine bevorstehende Demontration. Aufgerufen dazu wird von der Initative "Landwirtschaft mit Zukunft".
Sie wollen eine "soziale, bäuerliche und agrarökollogische Landwirtschaft" in der Schweiz.
Mich stimmt das nachdenklich. Mir scheint, als produzierende Landwirte haben wir nicht nur gegen Unverständnis aus der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung zu kämpfen, auch die Bauern untereinander "bekämpfen" sich.
Einen Landwirt aus dem Bündnis "Landwirtschaft mit Zukunft" kenne ich persönlich. Wobei Landwirt? Sein Geld verdient er hauptsächlich mit Kindergeburtstagen auf dem Hof. Die Kühe hat er mittlerweile nicht mehr.
Nicht alle Bauern leben in Stadtnähe, und es ist nicht jedem gegeben, Gemüseabos zu vermarkten.
Schade, dass man nicht neben- und miteinander, sondern gegeneinander kämpft.
Liebe Grüsse, Annina

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.  Aristoteles

Offline Corina

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@ annina:
warum hast du das Gefühl, daß das gegen "andere" Bauern geht??
Ich weiß nicht wie das bei euch in der Schweiz ist, aber ich verbinde mit dem Begriff agrarökologische Landwirtschaft nicht zwingend bio, sondern eine Landwirtschaft, die das regionale und die Vielfalt fördert und gegen Monokulturen und Massentierhaltung ist.
lg

Offline AnninaTopic starter

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ich weiss nicht so recht, was unter dem Begriff "agrarökologisch" zu verstehen ist. "Bäuerlich" geht in Ordnung, das steht für mich für Familienbetriebe.
Zu dem Bündnis gehört auch "Gegengift - Vereinigung gegen Pestizide" und "lebenstattgift". Zwischen den Zeilen lese ich da einfach einen Wiederstand gegen alle Bauern die nicht Biologisch produzieren. Kurz vor der Trinkwasserinitiative finde ich das schlecht.
Liebe Grüsse, Annina

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Offline Rohana

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Das sind alles so tolle Kampfbegriffe... ja, Annina, es geht gegen Bauern. Nämlich alle die nicht "agrarökologisch" genug sind.

Offline gammi

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Jetzt hätte ich gedacht, dass das in der Schweiz besser ist.
Enjoy the little things

Offline züsi

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ach gammi,

in der schweiz sind die gleichen idioten am werk wie überall!!

die trinkwasser initiative ist ein gutes beispiel, da werden nur die daten veröffentlich die etwas mit lw zu tun haben. was sonst noch im wasser
herumschwimmt, seien es medis oder kokain, gifte aller art oder microplastik das liest man höchstens - wenn überhaupt - im kleingedruckten.

wenn einem bauern mal etwas gülle abhaut oder beim spritze waschen etwas in einen bach läuft dann ist eine mind. 3 cm hohe überschrift in
der zeitung gewiss, wenn einem industriebetrieb schweröl in den bach fliesst und er kilometerweit verschmutz wird dann nur eine kleine notiz
am rande ohne dass der urheber erwähnt wird! so ist das halt, hauptsache die bauern sind schuld. manchmal verleidet es einem richtig!

gruss s.

Offline Bergli

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@züsi
👍
Recht hast du, die Bauern sind "immer" Schuld. 🙈

Offline züsi

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und wenn man heute in der bauernzeitung liest, dass es zuviel bio-milch hat und die neu umgestiegenen vertröstet werden bis mindestens august -
dann passt das doch prima, oder nid?

einerseits sollen alle bio machen aber keiner will die ware kaufen! bei uns rennen sie lieber über die grenze in 'billigere' nachbarland!!

verkehrte welt, aber keiner ist schuld!

grüessli s.