Autor Thema: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite  (Gelesen 21823 mal)

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Offline geli.G

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #210 am: 13.01.21, 13:35 »
Also bei uns war auf dem Gymi eine Klosterschwester für diese Stunden zuständig. Die war richtig hart, dass es alle lernen. Selbst mein Mann und ich haben es schon in der Schule gelernt. Damals hieß es halt noch Schreibmaschinenkurs ;D
Wäre gar nicht drauf gekommen, dass das nicht richtig gelehrt und gelernt wird,

anka

Wenn bei euch eine Klosterschwester unterrichtet, dann ist es auch keine staatliche Schule.....alles klar oder anka? ;D
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline perle

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #211 am: 13.01.21, 14:23 »
Ich hatte auch -freiwillig- als AG Schreibmaschinenkurs- und da meine ersten 6en geschrieben...
war manchmal ziemlich frustrierend, und ich kann heut auch nicht mehr alle 10 Finger nehmen zum schreiben, aber ich weiß wo die Buchstaben zu finden sind.....
Mein Mann hat es nie gelernt, der macht mit 2 Fingern manchmal ewig rum, aber er macht.
Ältester Sohn hat in der Schule 10Fingersystem am Computer gelernt und als Hausaufgabe dann
die Übungsreihen- je einmal geschrieben und dann kopiert ::)
Hab ich geschimpft als ich das gemerkt hab....
naja, viel geholfen hats nix aber er schreibt allemal besser und schneller als der Papa

Offline annelie

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #212 am: 13.01.21, 16:18 »
Als ich in grauer Vorzeit in die Realschule ging, hatten 4 Jahre Schreibmaschinenunterricht, 2 Wochenstunden. 7. Klasse Pflichtfach, 8. Klasse Wahlfach und 9. und 10. Klasse wieder Pflichtfach. Natürlich mußte dann jede in der 8. Klasse das Wahlfach nehmen.  ;)
Es war nicht mein Lieblingsfach, auch wir hatten eine Klosterschwester als strenge Lehrerin Sr. Marina, sie hat mich auch in Steno unterrichtet. Damals haben wir alle auf mechanischen Maschinen gelernt, später durften nur die auf elektrischen Maschinen (Kugelkopf) schreiben, die zu Hause auch eine Elektrische hatten. Ich hatte eine kleine Olympia zu Hause, mit schnell schreiben ging da gar nix, die Typen sind immer zusammengeschlagen.
Wir hatten keinen Karton umgehängt aber Sr. Marina ging durch die Reihen und hat immer unser Kinn angehoben, sollten wir auf die Tastatur geschaut haben. In der 7. Klasse hatten wir eine Klassenstärke von 44 Schülerinnen.
Steno und Schreibmaschine waren damals für mich Abschlußfach. Steno war naja, aber Schreibmaschine war ich sehr gut und schnell. Wir haben da auch bei Wettbewerben mitgemacht.

Göga hatte in der Hauptschule auch Schreibmaschine, aber es hat ihn nicht interessiert, er arbeitet immer noch nach dem Adler-Such-System (über der Schreibmaschine kreisen und dann irgendwann zuschlagen). Tochter und Sohn hatten keinen Schreibmaschinenkurs, aber beide sind schnell beim Tippen. Wenn man es immer braucht, dann klappt das auch mit weniger Fingern
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Liebe Grüße
Annelie

Offline Rohana

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #213 am: 13.01.21, 16:39 »
Rohana, 400 Anschläge? Das ist auf den leichtgängigen Tastaturen easy, aber auf solchen alten Typenhebelmaschinen - holla die Waldfee - da konnte man bei 180 fehlerfreien schon stolz sein.
Ich kenne den Unterschied noch, hab als junges Mädel auf der Schreibmaschine meiner Mama getippt. Ja, das gibt kräftige Finger  :-X da hab ich aber weder ein 10Fingersystem noch 400 Anschläge gehabt ;) meine aktuelle Lieblingstastatur ist die von meinem ersten PC 1999, lebt immernoch (Cherry) und tut wunderbar ihren Dienst. Seit ich vor ein paar Tagen einen gründlichen Putz gemacht hab, sind die Tasten allerdings zu glatt...  (machen das andere Menschen auch? Alle Tasten ab in die Waschmaschine und die übrigen Einzelteile bis auf die ganz empfindlichen gründlich mit Seife schrubben...?)

Offline Frieda

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #214 am: 13.01.21, 17:01 »
Ich hab einen (un)freiwilligen Kurs am Gymnasium mitgemacht -  meine Eltern haben das von mir verlangt. Besonders gut bin ich da nicht, aber geht schon.
Mein Vater hat ein Zweifingersystem gehabt, aber SEHR schnell (und fehlerfrei)
Viele Grüße,

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)

Online Morgana

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #215 am: 13.01.21, 17:05 »
mit den älteren Tastaturen haben wir das öfter gemacht. Alles in ein Wäschenetz und ab damit in die Maschine.
Davor ein Foto gemacht, damit man die in akzeptabler Zeit wieder an die richtige Stelle bringt.
Man möchte gar nicht glauben wie schwierig sich das gestalten kann. :o

Bei den neueren eher nicht mehr. Ich blase höchstens mal mit dem Kompressor durch.

Offline peka

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #216 am: 13.01.21, 21:22 »
Ich habe gerade mal nachgerechnet, mein VHS-Kurs Maschinenschreiben ist über40 Jahre her.

Zu der Zeit war ich in der Berufsfachschule Hauswirtschaft und dort wurde viel mit der Hand geschrieben. In der Hauptschule wurde das nicht angeboten.
 
Zuhause hatten wir Gemüsebau und es war die Zeit der Kohlernte, das heißt nach der Schule ab aufs Feld zum schneiden.

Zu dieser Belastung noch das Schreiben auf einer mechanischen Maschine - das war zu viel für meine Sehnen.
Das Ende vom Lied bzw vom VHS-Kurs - ein Voll-Gips am rechten Unterarm.
Begründung des Orthopäden der unsere Familie kannte: Sonst ist der Gips zuhause schnell ab.

Liebe Grüße
peka
Gönne dir Stille,
in der du nur Atem und Herzschlag lauschst.
Dann kehre in den Alltag zurück,
kraftvoll und gelassen.

Offline annelie

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #217 am: 14.01.21, 12:46 »
Unsere Sr. Marina hat nicht nur draufgeschaut, dass wir nicht auf die Tastatur beim Tippen schauen, sondern auch auf die richtige Haltung der Hände. Wir mussten die Hände ganz korrekt halten, mittlerweile bin ich da ganz schlampig geworden, aber die Tastaturen am Pc brauchen ja auch keine Kraft.
Vergangenheit ist Geschichte,
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Liebe Grüße
Annelie

Offline frankenpower41

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #218 am: 15.01.21, 12:42 »
Mein Frust ist ganz anderer Art.
Bayrisches Wochenblatt
Landfrauen am Limit. upps hat das jetzt auch jemand gemerkt. Komisch nach dem jahrelangen Wachsen oder Weichen.
Ich finde den Beginn dieses Artikel einfach eine Verhöhnung
Da sitzt eine ach so glückliche Bäuerin auf der Treppe in ihrem Melkstand  und es steht:  Einfach eine Minute freuen , weil alles klappt. Das geht sogar im Melkstand.
Ja ich verstehe was gemeint ist, aber ich kann mich im Dreck hinsetzen und mich über mein tolles Bäuerinnendasein freuen so kommt es rüber. Ja und für uns reicht ja eine Minute .

anka die sich oft über kleine Dinge freut und sich  über Verhöhnung wahnsinnig ärgert.

Habs zwar noch nicht gesehen, weil Wochenblatt noch nicht da ist, dazu müsste die Post erstmal kommen. - Aber das ist wieder anderer Frust... :-X



Anka du hast Recht, eine Minute wenn schon "Auszeit" sein soll, das ist traurig.
Vielen Menschen ist jetzt óder in den letzten Monaten so was von langweilig gewesen,
dann von einer Minute zu schreiben klingt echt nach Verhöhnung.

Heute nun kam endlich besagtes Wochenblatt mit 7 tägiger Verspätung.  >:(
Ich dachte mir schon, haben wir denn das Wochenblatt abbestellt?

Jetzt sehe ich auch, dass das Bild mit einer Minute auf der Melkstandtreppe gemeint war, konnte es ja im Beitag, den Beate verlinkt hat, nirgend finden.

Nur zur Info

Schau grad Leserbriefe im neuen Landw. Wochenblatt.

Schreib es jetzt mal sinngemäß was eine Bäuerin, ich denke mal sie kennt die Verhältnisse, schreibt.
Was in dem Artikel nicht erwähnt ist, ist dass die Familie keinen "normalen" Bauernhof hat, sondern einen Betrieb mit 25 Angestellten.
Da sieht das alles schon mal ganz anders aus.
Ich kritisiere hiermit aber das Wochenblatt, denn das muss demjenigen/oder derjenigen/ die diesen Artikel verfasst hat wohl nicht entgangen sein.
Ich erwarte mir schon eine objektive Berichterstattung.

Online Morgana

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #219 am: 15.01.21, 13:27 »
objektive Berichterstattung ist leider nicht das wichtigste für Zeitungen.
Habe grad mit Junior drüber gesprochen und er meinte.
es wird geschrieben was der Auftraggeber will.
Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Wie überall.


Offline frankenpower41

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #220 am: 15.01.21, 13:31 »
... nennt sich das dann "Freie Presse"?
Ist mir schon klar dass dem so ist, aber richtig ist es trotzdem nicht. So entstehen für Laien vollkommen andere Sachverhalte.
Aber das Thema hatten wir ja schon oft, grad wir als Landwirte sind davon ja massiv betroffen.

Offline saba

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #221 am: 15.01.21, 13:35 »
Das ist ja echt allerhand!

Und richtig, wie du geschrieben hast, das Wochenblatt unter Kritik zu nehmen.
Ist es nicht immer wieder/öfter so, dass einem alles mögliche untergejubelt werden möchte?
Eigentlich kein Wunder, wenn immer mehr hinterfragt wird bzw. kritisiert wird.

Aber schon ihrer 6 Kinder wegen gebührt dieser Frau meine Achtung, sowas ist kein Klacks.

Um diesen Leserbrief zu lesen, müsste erstmal das Wochenblatt kommen, da ist Geduld gefragt.
Kann sich nur noch um Tage handeln.  ;) Dann kommen plötzlich zwei auf einmal.  8)
Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück!

Online Morgana

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #222 am: 15.01.21, 13:47 »
natürlich, genau das ist freie Presse.

Ich stehe Zeitungs Berichten schon lange kritisch gegenüber.
Wenn man selber mal betroffen ist, weil man hautnah bei einem Ereignis dabei noch viel mehr.
Da merkt man erst richtig, wie manipulativ berichtet wird.
Und das was da gedruckt wird ist beileibe nicht immer das was der Verfasser gesagt bekommen und geschrieben hat.



Offline frankenpower41

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Re: der Frust geht weiter - Frustecke, die Zweite
« Antwort #223 am: 15.01.21, 14:38 »
Ich hab vorhin die Frau Fischer (?) gegoogelt.
Wie schon geschrieben, sie hat sicher auch ihre Arbeit, aber eben doch eine andere als wir, und darum ging es ja in dem Beitrag.

Kam Image-Film auf Youtube von ihr, da waren noch ganz wenige klicks.  Dort erzählt sie von ihrem Betrieb mit den 25 Mitarbeitern.
Aber das im Wochenblatt nicht zu erwähnen, das ist einfach eine Sauerei.

Morgana, Du hast recht, und da braucht man sich nicht zu wundern wenn schon die normale Presse so arbeitet, dass dann Verschwörungen entstehen können.
Unabhängig vom o.g. Artikel, dass Papier geduldig ist (so hieß es früher schon), ist alter Hut.  Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Geschichte die sich mir zeitlebens eingeprägt hat, damals war ich noch nicht mal 20, wir hatten Klassenkameradin, heute würde man sagen "Problemkind extrem, bzw. Jugendliche"
schon in der Schulzeit, hat man ja hautnah mitbekommen, normales Elternhaus.
Irgendwann wurde sie daheim rausgeschmissen und zog zu damaligen Freund in den Wohnwagen. Als der Winter kam war Artikel in der Zeitung, da hätte man die Eltern verurteilt und der noch GEld gespendet  so wie das geschrieben war.