Autor Thema: Obst und Gemüse auf Reisen...  (Gelesen 2590 mal)

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Offline suederhof1Topic starter

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Obst und Gemüse auf Reisen...
« am: 18.04.19, 19:51 »
Meinen Ostereinkauf habe ich heute soweit erledigt.
Für den Osterbrunch wollte ich noch Weintrauben und anderes Obst haben.
Auf die Weintrauben habe ich verzichtet, weil sie aus Indien kommen.
Das ist mir dann doch zuweit und keiner kann mir sagen, wie die Trauben angebaut und behandelt werden. Der Flug ist ja auch nicht gerade Klima fördernd.
Erdbeeren hab ich auch liegen gelassen, das ist mit noch nicht zeitgemäß. Da wart ich auf unsere regionalen Erdbeeren.
(pst...ich hatte probiert ,haben noch nicht geschmeckt)
Obstsalat wird dann ein wenig dünner, geht aber auch.

Offline frankenpower41

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #1 am: 18.04.19, 20:30 »
findet sich bei Dir nichts mehr in der GEfriertruhe?
Ich hab noch Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, alles einzeln gefroren, Dann noch knackige Äpfel (die die nicht gefault sind) im Keller.

Außer Bananen, die werden hier viel gegessen und ab und zu mal eine Kiwi kauf ich eigentlich kein Obst.
Weintrauben kauf ich nur im Sommer wenn sie aus Italien kommen und Erdbeeren überhaupt nicht.
Stimmt nicht ganz, Mandarinen und Orangen im Winter haben wir immer.
Ich regte mich schon immer auf wenn SM glaubte Äpfel aus Neuseeland kaufen zu müssen  (weil Aldi hatte keine anderen), und andererseits uns immer wegen Energiesparen kam.
« Letzte Änderung: 18.04.19, 21:12 von frankenpower41 »

Offline gina67

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #2 am: 18.04.19, 20:53 »
Ich muss alles an Obst kaufen. Wir haben nur Johannisbeeren und Äpfel. Die Johannisbeeren werden für Gelee entsaftet und die Äpfel muss man zeitnah essen, weil die nicht lagerfähig sind.
Äpfel kaufe ich immer die die aus dem alten Land kommen, das ist für mich noch fast regional. Ich gebe zu, dass ich heute Weintrauben aus Indien gekauft habe, weil ich die wirklich gerne für unser Osterbrunch haben wollte. Ist aber eine Ausnahme.

Offline mary

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #3 am: 19.04.19, 04:54 »
Ich hatte neulich Weintrauben gekauft, dass sie aus Indien kamen, hab ich erst zu Hause gesehen- frau müsste die Brille immer im Anschlag haben.
Geschmeckt haben sie mir leider überhaupt nicht, bin da von unseren Trauben wohl etwas verwöhnt.
Die letzten Bananen aus dem Missionsladen haben fast 3 Wochen gebraucht, bis sie nachgereift sind, aber der Geschack war diesmal auch nur mehlig und sonst nichts.
Orangen gibts inzwischen bei den Lagerhäusern in der Advents- und Weihnachtszeit als Direktimport, die waren sehr gut.
Was mich an dem Obst auf Riesen so stört, es ist ziemlich unreif und man merkt es am Geschmack. Ananas z.B. kaufe ich überhaupt nicht mehr, Flugware ist aus klimatechnischen Gründen nicht so meines und die anderen werden einen billigst nachgeschmissen, aber sie werden nie vom Geschmack her so, wie ich mir das vorstelle.
Erdbeeren können wir inzwischen bei Ede- und REW aus den grossen Gewächshäusern aus unserem Lankreis kaufen, aber ich hab noch ziemliche Mengen an Beeren im Gefrierschrank, gestern hab ich einen Beerenmix für Ostern als Versuch  gemacht,
das werd ich sicher noch öfters machen, Kuchen statt mit Erdbeeren mit Himbeeren. Und wenn die Erdbeersaison dann wirklich los geht, dann gibts Erdbeerkuchen satt.
Ich sehe die ganze Zeit die Himbeeren von weitest her, das müssen ganz andere Sorten sein, wenn ich Himbeeren nicht gleich verarbeite, sind sie matschig. Heidelbeeren aus Peru muss ich nicht haben, wenn ich mir im Sommer aus der Heidelbeerplantage welche pflücke, sie lassen sich sehr gut einfrieren.
Bei den Äpfeln, wir haben in der Vergangenheit ziemlich viele alte Sorten eingepflanzt, eine Sorte- Korbinian Aigner hatte letztes Jahr die erste wirkliche Ernte dran- die waren so was von schön und sind jetzt noch nicht faltig und schrumpeln.
Es hat aber auch eine ganze Weile gebraucht, bis ich den Dreh mit der Lagerung heraus hatte.
Birnen würde ich mir sonst auch mal kaufen, aber bis aus so einer harten Birne ein zartschmelzender Genuss wird, das hab ich noch nicht rausgebracht. Wir haben zwar mehrere Sorten im Obstgarten, aber länger als bis Weihnachten gibts leider nix.
Arbeit macht die Herumfuzzlerei mit dem Obst und Beerenzeugs schon- aber so eine Williamsbirne im Sommer :-* - leider halten sie nicht lange, müssen verarbeitet werden.
Was mich am Obst auf Reisen so stört, man bringt den Geschmack auch mit Nachreifen bei ganz wenigen Arten wirklich hin.
Ich liebe Aprikosen, am Liebsten in einen Teig als Knödel gewickelt, aber selbst da, so eine schöne ausgereifte Aprikose kireg ich nur von unserem Baum, ich hab bis jetzt noch keine gekaufte Aprikose aus dem Supermarkt wirklich nachreifen lassen können, wenn ich welche haben möchte, dann hab ich inzwischen andere Quellen. Selbst der Teig und die Zimtzuckerbrösel können mit einer unausgereiften Aprikose niemals den Geschmack hinbringen als von einer ausgereiften Marille.
Eigentlich traurig da wird einem im Supermarkt ein Früchteparadies vorgespiegelt, aber es fehlt der Geschmack.



Offline LuckyLucy

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #4 am: 19.04.19, 06:49 »
Indische Weintrauben? Nun ja, warum nicht. Aber ist das indische Volk nicht groß genug, die Ernte selbst zu verzehren?  :-X

Bananen und Zitrusfrüchte sind ja die Klassiker aus Übersee, und da hat man häufig Sorten mit gutem Geschmack.
Alles andere an Exoten kann man sich wirklich schenken, besonders wenn man zur Saison diese am Ursprungsort mal kosten durfte.

Die besten Aprikosen, so sagte mir einmal ein Marktstandl-Betreiber, kommen aus Griechenland oder Frankreich. Die Ware von dort ist im Vergleich tatsächlich um Klassen besser als italienische oder spanische.
LuckyLucy

Offline gina67

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #5 am: 19.04.19, 08:43 »
Eigentlich traurig da wird einem im Supermarkt ein Früchteparadies vorgespiegelt, aber es fehlt der Geschmack.

...dann ist mein Gaumen nicht verwöhnt. Ich bekomme bei uns im Edeka gute Bananen und auch die Ananas ist meistens saftig und richtig lecker, Apfelsinen sowieso. Die Mandarinen lass ich liegen, da hatte ich die letzten Jahre meistens nur welche die strohig waren.
Wir können hier nicht alles anbauen, auf unserem sandigen trockenen Boden wachsen nur die Äpfel so einigermaßen. Der Mirabellenbaum steht 15 Jahre und hat nur einmal getragen. Kirsche und Pflaume haben meine SE schon probiert, sind eingegangen. Der Birnenbaum mickert seid 20 Jahren vor sich hin, den wollte SV unbedingt haben, hat aber in den 10 Jahren die er noch gelebt, nicht eine davon geerntet.
Ich achte schon darauf, dass ich möglichst das Obst saisonal einkaufe, aber wenn mir mal der Sinn nach außersaisonal und -regional steht, dann kaufe ich trotzdem. Und da lasse ich mir auch kein schlechtes Gewissen einreden.

Offline gatterl

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #6 am: 19.04.19, 09:11 »
Bei Zitrusfrüchten und Bananen...meinetwegen Kiwi....Ananas ( die ich selten brauche ) kann man ja nicht aus.
Aber Weintrauben?
Die brauche ich um diese Zeit garnicht.
Irgendwie sind die auch immer aus dem Ausland...aber im Sommer wenigstens nicht aus Übersee.......

Ich habe eine grüne Kiste, die bekomme ich einmal die Woche ins Haus geliefert.
Das meiste ist - soweit als das bei uns möglich ist- regional und saisonal, weniges, eben Südfrüchte sind manchmal drin ( muss man nicht nehmen )...die nicht.
Das, was drin ist, wird verarbeitet...dann gibts halt keinen Obstsalat, sondern einen Applecrumble.

Ich habe null Müll dadurch, spare mir die Schlepperei und unterstütze die Arbeit von den Behinderten in der Einrichtug, die das vertreibt.
Sicher kostet das mehr. Aber das ist es mir wert.


Wer reinschauen mag:

https://chiki.biodeliver.de/


Ist natürlich regional...aber sowas ...muss ja nicht bio sein...gibts bestimmt überall.....
« Letzte Änderung: 19.04.19, 09:24 von gatterl »
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Florian Schroeder

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #7 am: 19.04.19, 09:25 »
Mich hat da auch das Teufelchen geritten..... ::)

Nun besteht mein Obstsalat aus Bananen, Orangen, Kiwis, Birnen und Äpfel und Nüsse aus dem eigenen Garten.
Mein TK Erdbeeren brauche ich noch für Torte und alles andere nur für Marmelade und Gelee.

Wenn die Menschheit mal anfinge über solche "Kleinigkeiten" nachzudenken, wäre dem Klima etwas geholfen.
Ich will jetzt nicht von der politischen Seite anfangen. :-X

Offline frankenpower41

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #8 am: 19.04.19, 09:35 »
genau, Deinen Schlusssatz kann ich nur unterstreichen.
Macht die Menschheit aber nicht. Das ist doch in vielen Bereichen so.  An den ökologischen Fußabdruck denken die Wenigsten.
Ich mach es einfach so wie von daheim gewohnt. Wenn was besonderes ist (an den Konfirmationen), da kaufte ich dann auch mal Erdbeeren, aber normal brauch ich das nicht.

Bei N...o  war Vorgestern  Beerenkiste mit Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren drin, das wird gekauft wie nichts.

Offline gatterl

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #9 am: 19.04.19, 10:35 »
Naja.. die Menschheit ...ich sag mir halt, jeder sollte bei sich selbst anfangen.
Nein.
Eigentlich sag ich selbst garnicht mehr.
Ich mach es einfach so.
Ich fange bei mir selbst an.
Weil ich es so möchte.
Und zeige nicht immer auf die anderen.

Sonst bin ich nicht besser als "die"


Das ist dann mein Beitrag.
Dafür fliege ich vielleicht alle paar Jahre Mal mit einem Flugzeug.

« Letzte Änderung: 19.04.19, 10:37 von gatterl »
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Florian Schroeder

Offline LunaR

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #10 am: 19.04.19, 10:54 »
Ich bin da so hin und her gerissen, finde manches an unserer (deutschen) Sichtweise auch etwas heuchlerisch. Eigentlich möchte ich auch nur saisonal und regional (keine Ahnung, wo man da die Grenze ziehen sollte?) leben. Aber dann geht es schon los mit den so lieb gewonnen Gewohnheiten und auch gesundheitlichen Aspekten: Bananen, will und sollte ich aktuell nicht ohne sein. Muss dann wieder an meine Mutter denken, die erzählte, sie habe mit 21 die erste Banane gegessen. Ging damals auch ohne. Bananen haben einen weiten Weg hinter sich, bevor sie hier in den Laden kommen.

Apfelsinen, Mandarinen, möchte ich auch nicht aus meiner Ernährung streichen. Und merke, wie inkonsequent ich doch bin, besonders, weil wir uns haben dazu verleiten lassen, eine große Kiste Apfelsinen direkt in Spanien zu bestellen. Die werden direkt von der Ernte geliefert, sehen nicht alle perfekt aus, aber schmecken super.

Ich selbst käme nie auf den Gedanken, jetzt Erdbeeren oder Spargel zu kaufen. Andere Familienmitglieder machen da eher eine Ausnahme. So kauft der Pflegesohn immer mal wieder seine speziellen Sachen ein und brachte dann Erdbeeren mit und Göga war auf dem Markt, da war "unser" Spargelverkäufer und ein Paket Bruchspargel landete auf unserem Speiseplan. Unser Sohn meinte, den wolle er aber lieber nur zur Saison essen, weil man sich auch an den guten Sachen überessen könne und das wolle er beim Spargel nicht (sollte er mal beim Fleisch sagen).

Ganz ohne Politik kommt man bei diesem Thema nicht aus. Es ist ja nicht so, dass wir auch "was" exportieren, nein, wir sind in Europa seit Jahren die "Besten" Exporteure mit einem großen Außenhandelsüberschuß.  Vereinfacht gesehen bedeutet das, wir verkaufen viel mehr an andere als wir bei ihnen einkaufen. Ein System, das die anderen ärmer und uns reicher macht. Auch ist es ja nicht so, dass nur die Produkte, die hierher eingeflogen werden Rohstoffe für den Transport verbrauchen, die Produkte, die von hier in andere Länder gebraucht werden, tun es ja genauso.

Wenn ich das alles zusammenbringe, ist es für mich wirklich schwierig, einen richtigen Weg zu finden.

LG
Luna


@gatterl: so eine grüne Kiste bekomme ich auch unregelmäßig und kann die bestätigen, dass ich dann auch kaum Abfall habe.

Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


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Offline mary

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #11 am: 19.04.19, 11:10 »
@gina,
ich hatte bestimmt nicht vor, dir ein schlechtes Gewissen einzureden. Bei uns gabs in der Vergangenheit über Flurbereinigung und diversen Streuobstprogrammen kostenlos alte Sorten- da hab ich zugeschlagen. ;D Mit einem kleinen Siedlungsgarten hätte ich mir den Traum von der Streuobstwiese mit grosser Sortenvielfalt  ganz schnell abgewöhnen können. Bei jeder Baumaßnahme wurden Bäume bei der Baugenehmigung  zum Pflanzen verlangt, also kamen auch wieder Obstbäume dran.
Für mich war es als Kind wie das Paradies, wenn wir bei Bekannten auf deren Bauernhof waren, Spaliertrauben, Aprikosen, Pfirisiche, riesengrosse Herzkirschen.......... und was man sich nur vorstellen konnte. Hab mir damals als Kind vorgenommen, wenn ich mal Bäuerin werden würde, dann möchte ich auch so ein Früchteparadies, mein Mann hat zum Glück mitgemacht. :-*
Und wegen dieser "Spinnerei" bin ich auf die Bienen gekommen.
Rein aus wirtschaftlichen Gründen braucht man heute weder Obstbäume noch Bienen, aber jeder braucht seinen "Vogel".
Eine Schüssel vollreifer Nektarinen oder Pfirsiche - diesen Duft und Geschmack, das bekommt man eher selten zum Kaufen.
Und bei den Kirschen ist mir letztes Jahr aufgefallen, die waren wirklich sehr teuer, kamen aus der Türkei, ich häng mich jetzt nicht an jeden Ast im Krischbaum, auch die Vögel holen sich ihren Teil, aber die Kirschen frisch vom Baum, der Geschmack war schon was tolles.
 Da Bienen standortstetig sind, arbeiten sie in unserem Obst- und Beerengarten sehr fleissig und wenn am Schluss beim Abschleudern einiges an Honig aus der Schleuder fliesst, ist mein nahrhaftes Hobby.
Ich hab auch etliche Zitronenbäumchen- der Duft der Zitrusblüten im Frühjahr und irgendwann die reifen Früchte- das ersetzt mir den Urlaub in Italien.

@Luna, den richtigen Weg weiß ich auch nicht, geht ja nicht nur beim Obst und Gemüse, auch bei anderen Waren vieles nicht so toll.
Gestern war im Radio ein Bericht über Ghana  und wie es dort mit der Hähnchemast aussieht. Die gloabalen Warenströme machen den dortigen Bauern das Leben schwer.
Und der eine oder andere Film über Gemüse aus Spanien, Italien, naja, das ist schon ein wenig makaber, wie so manches läuft.
Oder wie in China der Tomatenanbau und die Verarbeitung abläuft. (Ich bin froh um eigene Tomaten im Garten)
Aber was kann man als einzelner machen, jeder muss sich da wohl seinen eigenen Weg suchen.
Ich hab meine "Gartenaboschüssel", da fällt auch nicht viel an, höchstens für Kaninchen oder Hühner- war eben meine Neugierde, ob es möglich ist, mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Gemüse im Garten ernten zu können.
Und die Frage, was ist besser, die kann ich nicht beantworten, ob jetzt die Flüchtlinge in Spanien als billige Arbeitskräfte für unseren Gemüsebedarf im nördlichen Europa  arbeiten oder in Afrika ohne Lebenschancen dahinfristen,
ich weiß es nicht.
Ob es besser ist, irgendwo in einer Beerenplantage in Marokko  um wenig Geld zu pflücken oder keine Arbeit zu haben, weiß ich auch nicht.






« Letzte Änderung: 19.04.19, 11:46 von mary »

Offline LunaR

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #12 am: 19.04.19, 12:41 »
Ja, wenn man erst mal anfängt, die einzelnen Dinge, die da alle mit reinspielen zu bedenken, kann man schwer ins Grübeln kommen.

Was Weintrauben aus Indien angeht, können die hier durchaus ins Haus kommen, aber nicht von mir. Bei indschen Sachen habe ich so einen Graus. Habe mal einen Bericht über den Ganges gesehen, heilige Mutter aller verdreckten Flüsse, und dann noch so einige andere "heilige" Sachen, vor denen es mich auch graust. Vielleicht sollte ich an meiner Toleranz üben ...
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


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Offline mary

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #13 am: 19.04.19, 14:06 »
Die Trauben aus Indien waren ein einmaliger Kauf und bestimmt nicht wieder. Hab erst zu Hause gesehen, wo sie herkamen. Wir haben von August bis Ende November von unseren Spaliersorten unsere Trauben- kein Vergleich zu den gekauften Trauben.. Dann gibts eben nur in dieser Zeit Trauben, damit kann ich leben.
Die kleinen Gürkchen in den Gläsern kommen so weit ich mitbekommen habe, inzwischen auch aus Indien, vermute mal, dass das mit vielen anderen Obst-  und Gemüsesorten und arten so ist, dass dort, weil die Leute sehr wenig Lohn bekommen, eben produziert wird.
Kann mir vorstellen, dass auch Tunesien, Marokko usw. sehr preiswerte Arbeitskräfte vorfindet.
Anfang April stand ich in der Gemüseabteilung und hab mir gedacht, brauchen wir eigentlich noch unsere heimisches Landwirtschaft, kommt doch fast eh alles von weit her.
Kopfkino, was in anderen Ländern nicht so passt, das mache ich mir eher weniger, aber wenn ich so einen Film sehe, wie so manches einfach total verkehrt läuft, kann ich das auch nicht einfach nur wieder vergessen.
Aber was letztlich die richtige Entscheidung ist, weiß ich auch nicht.


Offline frankenpower41

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Re: Obst und Gemüse auf Reisen...
« Antwort #14 am: 20.04.19, 10:35 »
Hab gesehen dass hier im Haus sich auch Weintrauben aus Indien befinden.
Als ich SM drauf anspreche kommt  "die gibt es auch, wenn ich sie nicht kaufe".  So kann man es natürlich auch sehen::