Was es sonst noch gibt > Religion und Glauben

Anonym beerdigt ?

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Tilly:

--- Zitat von: suederhof1 am 22.05.17, 11:39 ---Innerhalb des Friedhofes ist eine grüne Wiese in dem der Sarg gelegt wird.
An einer Säule werden Namensschilder angebracht, um zu sehen wer da liegt. An diesem Platz steht noch eine Bank, es können Blumen, Gestecke oder Dekosachen abgestellt werden, natürlich nur sehr beschränkt.

--- Ende Zitat ---

Bei uns kennt man das so auch, aber nur als Urnengräber.

martina:
Wir bekommen jetzt beides, anonyme Urnen- und Erdgräber, ganz ohne Namenstafel oder halbanonym mit in den Rasen eingelassener Namensplatte. Das halbanonyme Urnenfeld wird dabei unter einem Baum angelegt, so dass man auch auf dem normalen Friedhof einen Friedbaum hat, wenn schon kein Friedwald vorhanden ist.

mary:
Mir fällt zu dieser Frage eine Geschichte ein, die ich in einem Buch gelesen habe,
ein alter Schmied hatte nur noch den Wunsch nach einem würdigen Begräbnis und einer  ebensolchen Grabstätte und mit welcher Schläue er sich das erleistete.
 Beim Gassigehen mit unserem Hund komme ich oft an einem Nachbau eines Grabes für einen  keltischen Fürsten vorbei, ganz schön imposant das Ganze, was damals mit auf die letzt Reise mitgegeben wurde, war auch nicht wenig.
Und heute das Gegenstück, anonym bestattet zu werden, wo nicht mehr viel oder gar nichts mehr vom Verstorbenen zu finden ist,  Mozart wurde angeblich auch in einem Armengrab begraben, ob das stimmt, weiß ich nicht.
Auf den Grabsteinen wird auch immer weniger Info über Verstorbene sichtbar.
Sicher macht die Pflege eines Grabes auch Arbeit und Kosten, aber es erinnert mich immer daran, ein Teil in der Kette der Generationen zu sein.
Macht man es den nachfolgenden Generationen nicht ein wenig zu einfach, wenn man ihnen alles an Verantwortung abnimmt. Ein Grab und seine Pflege kostet  auch was, aber ich kann mir nicht helfen, anonym beerdigt zu werden, ich weiß nicht, ob ich das mal möchte.
Und auf der anderen Seite die Gräber für die Haustiere in Tierfriedhöfen werden liebevollst gepflegt und da wird nicht gespart.

annama:

Zitat von Mary :

Sicher macht die Pflege eines Grabes auch Arbeit und Kosten, aber es erinnert mich immer daran, ein Teil in der Kette der Generationen zu sein.

Gestern war ich mit einer Bekannten den Ruhe-Forst in Niederhosenbach besuchen , mir hat die Gestaltung gut gefallen ......aber es ist nicht meins.

Baum NR. 114 liegt eine Freundin von mir ,die Ehe wurde geschieden ,die Tochter in USA verheiratet , finde ich OK , dass die Mutter hier im Wald beerdigt wurde.

Mein Mann und meine Wenigkeit haben uns für eine Erdbestattung entschieden in einem Doppelgrab.

Die Gesellschaft hat sich auf diesem Gebiet gravierend verändert, keiner hat mehr Zeit ,keiner will die Grabpflege mehr übernehmen uvm.

Aber Jeder muss es selbst für sich entscheiden !







saba:
Onkel und Tante von mir haben schon vor ein paar Jahren in einem Friedwald sich eingekauft bzw. reservieren lassen.
Ich finde das in Ordnung, wenn das so zu Lebzeiten gewünscht wird.
Eine Bekannte von ihnen,  die auch mal dort begraben werden will, sagte angeblich, da gefällt´s  mir, da haben wir mal eine schöne Aussicht.  ;D

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