Autor Thema: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?  (Gelesen 2768 mal)

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Offline caraTopic starter

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Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« am: 14.04.17, 19:29 »
Wie sieht es bei euch mit der ärztlichen Versorgung aus?
Habt ihr den Arzt noch im Ort oder müsst ihr schon weiter fahren?

Bei meiner Mutter im Dorf haben sie Glück gehabt, nachdem letzte Jahr der alte Arzt in Ruhestand gegangen ist, hat sich ein Nachfolger gefunden, allerdings ist das auch nur eine knappe halbe Stunde von Hannover weg.
Einen Zahnarzt gibt es auch noch, die Praxis ist von Vater auf den Sohn übergegangen und wird wohl auch noch 20 Jahre da bleiben.
Weiter Ärzte gibt es nicht, für Fachärzte muss man immer raus aus dem Dorf und entweder in die Gemeindestadt (8km) oder in eine der beiden größeren (13km oder 25km).
LiGrüss cara

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Offline maggie

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #1 am: 14.04.17, 20:00 »
auch wir haben glück gehabt,
unser Hausarzt - Jahrgang 49 wie ich - wollte schon länger aufhören, fand aber niemanden -

dann - im letzten sept. meldet sich bei ihm ein arzt aus todtnau (scjwarzwald), er ist 52, hat dort in den letzten jahren eine gemeinschaftspraxis aufgebaut, die wurde ihm nun zu gross -

er suchte sich was, nicht zu weit von zu hause weg !!, und schleitheim - hatte den treffer ca. eine halbe stunde sind wir von dort entfernt

er hätte  in st.gallen und 2 od 3 deutschen spitälern als Spezialist arbeiten können - er ist Internist und Neurologe -
doch er wollte wieder in einer kleinen Praxis als allgemeinmed. arbeiten - und macht Hausbesuche, betreut das Altersheim, und bietet auch noch Seminare, etc. an -

und meine ersten Erfahrungen mit ihm sind einfach grossartig  - natürlich war es schade, dass uns unser "alter" Hausarzt nach 35 jahren verlassen hat, aber er hat seine arbeit geleistet und auch er ist froh dass er uns nun gut versorgt weiss -
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline peka

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #2 am: 14.04.17, 22:05 »
... bei uns im wahrsten Sinne des Wortes.

Vergangenes Jahr ist unsere Hausärztin mit 55 Jahren an Knochenkrebs gestorben. Eine bereits eingearbeitete Nachfolgerin brach sich vor der Praxistür so kompliziert den Ellbogen, das sie anschließend wegen Einschränkungen keine Spritzen mehr setzen durfte und die Praxis geschlossen werden musste. Wir sind ein paar km weiter gezogen - aber nicht wirklich glücklich. Überlege immer wieder mal zu wechseln. Fachärzte sind im Umkreis von 6 - 15 km ausreichend vorhanden. Habe sogar das übergroße Glück beim Rheumatologen noch einen Platz bekommen zu haben. Hätte sonst ca 30 km fahren müssen.

liebe Grüße
peka
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Offline gina67

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #3 am: 14.04.17, 22:23 »
Hallo
wir hatten Glück, als unser Hausarzt in Rente ging, hatte er den Nachfolger schon eingearbeitet.  Es war schon immer eine Gemeinschaftspraxis mit 2 Ärzten, die Frau von dem neuen ist auch Ärztin und so ist die Praxis am Montag, Dienstag und Donnerstag von 7 - 19 Uhr besetzt, mittwochs und freitags von 7 - 12 Uhr. Man lässt sich am besten einen Termin geben, dann braucht man nicht warten.
Zahnarzt, HNO, Gynäkologe, Augenarzt und Kinderarzt haben wir 7-10 km entfernt, nur Orthopäden gibt es keine guten auch nicht in 30 km Umkreis.
LG Gina

Offline Tina

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #4 am: 14.04.17, 23:17 »
Unser Hausarzt ist 9km entfernt, im Nachbardorf ist auch ein Arzt, aber wir waren schon immer in der Praxis und werden dort gut versort.
Unser Hausarzt ist auch Palliativmediziner und das ist nicht zu verachten. Wir hatten schon mal einen Pflegefall.
Fachärzte sind in der Kreisstadt, auch 10 km entfernt.
Was mich stört, ist die Notfallversorgung am WE. Früher hatten sich unsere Landärzte (damals noch 4 Ärzte) in der Region mit dem Wochenenddienst abgewechselt und in der Regel am Samstagvormittag geöffnet. Hatte den Nachteil für die Ärzte, das etliche (u.a. meine SM) grundsätzlich am Samstag hin mußte, wenn unser Hausarzt Bereitschaft hatte. Noch Fragen? ???
Heute haben wir eine Notfallpraxis in der Kreisstadt (Praxisräume sind bei einem großen Rettungswesen angemietet), die abends und am WE besetzt ist, da kann es dir aber passieren, das da gerade ein Urologe oder ein Hautarzt Dienst hat ::)
Wenn man Glück hat, ist da ein Hausarzt oder Internist.
Aber was ich viel schlimmer finde, sind die Folgen. Viele fahren mit ihren Wehwehchen gleich ins Klinikum in die Notaufnahme ::) Und die klagen zu Recht über Überlastung. Ich fände es gut, wenn die hausärztliche Bereitschaft mit am Klinikum angesiedelt wäre, dann könnte da gleich sortiert werden.
LG
Tina

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #5 am: 15.04.17, 10:44 »
Das hast du aber hier in der Stadt auch. Die Kinderklinik auf der Bult hat schon etwas länger auch ein Hausarztteam vor Ort, andere Kliniken ziehen nach...
LiGrüss cara

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Mucki

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #6 am: 15.04.17, 11:19 »
Unsere Arztpraxis ist 8km weg, und sie besteht aus 6Ärzten, 3 über 50 Jahre und 3 um die dreißig kann mich Ned beschweren die Praxis ist in einer Marktgemeinde mit 3000 Einwohnern.
LG Mucki
 

Offline pauline971

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Re: Der Landarzt - eine aussterbende Spezies?
« Antwort #7 am: 15.04.17, 21:37 »
Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir so gut versorgt sind. Und das obwohl es immer heißt "Fachärztemangel auf dem Land". Ich wohl außerhalb auf dem Dorf. In die Stadt sind es 6km. Dort habe ich meinen Zahnarzt und Hausarzt. Beide sind jung. Das Klinikum, welches wirklich sehr gut mit Fachärzten ausgestattet ist, erreiche ich in 20 Min.
Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich hart erarbeiten