Autor Thema: Nischenprodukte als Betriebsperspektive  (Gelesen 12548 mal)

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Offline sonny

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Online silberhaar

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #61 am: 12.06.19, 06:56 »
Hat das jemand gesehen?


https://br.de/mediathek/video/unter-unserem-himmel-09062019-apfel-alpaka-aronia-bauern-wagen-neues-av:5cc0538c014ac500137fd323

Ja, zwischen Bildbearbeitung und rechts kucken. Ich empfinde für solche Manufakturen einen grossen Respekt. Hier musste zuerst getüftelt werden und wurden bestimmt noch belächelt und heute.... haben sie ein Standbein.

silberhaar

Offline martina

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #62 am: 12.06.19, 08:57 »
Hier in der Umgebung gelten wohl in den letzten 3 oder 4 Jahren Hühnermobile als Nische. Und da bleibt es ganz schnell nicht bei einem kleinen mit 350 Tieren, sondern da kommt oft noch ganz fix ein 2. oder 3. oder ein größeres dazu.

Offline Wiese

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #63 am: 12.06.19, 09:16 »
Hier in der Umgebung gelten wohl in den letzten 3 oder 4 Jahren Hühnermobile als Nische. Und da bleibt es ganz schnell nicht bei einem kleinen mit 350 Tieren, sondern da kommt oft noch ganz fix ein 2. oder 3. oder ein größeres dazu.


Ist bei uns auch im Kommen, die Hühnemobile. Aber wenns zuviele werden, wird das vermarken auch wieder ein Problem und mit  Bio Eier hat heuer auch jemand in unserer Nähe angefangen.
Aber wohin mit den Eiern, spüre ich sogar mit meiner kleinen hofeigenen Schar. Bei Überfluß an Eiern im heißen Sommer wird weniger
mit Eiern gekocht und mehr gegrillt.
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
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Online frankenpower41

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #64 am: 12.06.19, 09:45 »
da sagst Du was, ich mit meinen 20 Hühnern hab im Moment auch Absatzproblem, frag dann  die, die immer welche haben oder verschenke mal wieder 20 an die Nachbarin, da bekomme ich im Gegenzug
dann Kuchen.
Manches ist einfach auch eine Standortfrage.  Direktvermarkter in Stadtnähe oder neben einem gut besuchten Biergarten haben da klare Vorteile.
« Letzte Änderung: 12.06.19, 09:46 von frankenpower41 »

Offline gammi

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #65 am: 12.06.19, 10:45 »
Die Standortfrage und das "drumherum" ist schon sehr wichtig.

Nischen sind eine tolle Sache. Mich stört bei den Diskussionen draum halt meisten, dass viele es nicht als Nische sehen, sondern erwarten, dass alle genauso produzieren.
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Online frankenpower41

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #66 am: 12.06.19, 10:57 »
da hab ich vor Jahren bei entfernt Verwandten, grenzen direkt an Großraum Nürnberg-Fürth, ganz anderes gehört.
Sie erzählten mir von den Bauern bei ihnen und was die machen.  Die hielten das durchaus für normal.  Dort lebte man auch noch gut von 20 Kühen, und wunderte sich dass wir das nicht konnten,
da kam dann fast rüber "ihr kriegt nicht genug", aber wir hatten auch keine Bauplätze zu verkaufen.
 Pferdehof in der Pampa ist eben nicht so, wie wenn man nur aus der Stadt raus muss.
Meine Paten hatten da vor 50 Jahren schon Pensionspferde im Garten, da wäre hier zu uns raus niemand gefahren.
Als sie vor 30 Jahren mit Kühen aufhörten haben sie Stall und Scheunengebäude vermietet, das brachte viel mehr als wenn sie sich weiter abgerackert hätten.
Trotzdem bin ich heilfroh hier zu leben.  Kürzlich hat mir jemand von dort (mit noch normalen Hof) erzählt was da so abgeht mit all den Neubürgern.

Offline Luxia

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #67 am: 12.06.19, 14:01 »
Unsere Nische hat mit der Milchtankstelle begonnen und so nach und nach hat sich das Angebot und die Arbeit erweitert. Erst war es ein Hühnermobil und dann, als die Eier an Weihnachten nicht reichten, ein zweites. Leider mussten wir dann lernen, dass Eier nur zwischen Oktober und Ostern nachgefragt werden und wir hatten sehr viele Eier zuviel. So haben wir Nudeln und Eierlikör machen lassen, die sind länger haltbar und verkaufen sich auch gut.

Eine erfolgreiche Nische bleibt aber oft  nicht lange eine Nische, weil andere Landwirte das dann auch anfangen und somit verteilt sich die Nachfrage auf mehrere Anbieter und der Anteil für den Einzelnen sinkt. Also muss man wieder eine neue Nische suchen und der erste sein.

Ideen hätte ich noch einige, aber momentan weder zeitlich, noch arbeitsmässig und vor allem finanziell nicht möglich. Das grösste Manko hier ist unsere fehlende Eigenmechanisierung, weil sich keiner findet, der für kleine Versuchsflächen Lohnarbeit macht.
« Letzte Änderung: 12.06.19, 14:07 von Luxia »
Liebe Grüsse

Offline sonny

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #68 am: 12.06.19, 23:35 »
Luxia,
finde es toll, dass du neue Ideen hast.
Die Zeit wird kommen, da hast du die Kraft und vielleicht auch wieder eine andere Sicht, sie umzusetzen 👍🏻
Liebe Grüße
sonny

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Offline Isarland

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #69 am: 16.08.19, 20:28 »
Das haben wir alles nicht ... aber Fischreiher. Die haben schon früher gern die Forellenteiche abgefischt.
Da müssten wir vielleicht Flatterband drüberspannen oder so ...
Da brauchst was ganz anderes...ist aber leider verboten  :'( :'( :'(

Offline steilufer

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Re: Nischenprodukte als Betriebsperspektive
« Antwort #70 am: 12.11.19, 06:58 »
Unsere Nische entstand aus einer Idee, die wir auf der Grünen Woche vor Jahren aufgegriffen haben:
Hackschnitzel.
Bei mir sehr begehrt, damit ich im Sommer nicht ständig in den garten muss zum Unkraut ziehen.

Aus einem umgebauten Maisgebiss wurde der erste Schredder. Material gabs damals kostenfrei von der Straßenmeisterei. Ruck zuck war dann nicht mehr ich der Hauptabnehmer, sondern viele, auch Gemeinden u.ä. wollten dieses schöne Mulchmaterial. Inzwischen machen wir im Winter Spezialbaumpflege mit Arbeitsbühnen bis 25m, haben zwei Schredder hinterm Unimog mit Kiste und drei mit eigenem Motor hinters Auto zu spannen.

Mit der B-Ware, also mit Tannennadeln und Blättern heizen wir unsere Hackschnitzelheizung, der Rest wird verkauft. Gelagert wird in alten Fahrsilos.

Diese Nische macht inzwischen mehr Arbeit, als die Landwirtschaft.
Liebe Grüße

Karen von der Ostsee