Autor Thema: Knödel und Co.  (Gelesen 65291 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline gundi

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 1755
  • Geschlecht: Weiblich
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Knödel, Nockerl und andere Schleckereien
« Antwort #15 am: 16.08.04, 22:19 »
Jetzt noch vom anderen Ende des Bezirkes ein Käserezept!
 Kasnocken
Dazu werden gekochte,kalte Kartoffel grob geraspelt,mit geriebenen Käse,Eiern,Milch und Mehl zu einer dickflüßigen Masse verarbeitet,würzen mit Salz,Pfeffer und Petersilie.Den Teig mit einem Esslöffel als Nocken in eine Pfanne mit heißem Butterschmalz geben und von beiden Seiten braten.
Anstatt Käse kann man auch Wurst od.Kalten Braten verwenden(Resteverwertung).

Dann gibt es noch süße Nocken

 Moosbeernocken
Aus Mehl,Eiern,Milch und etwas Salz einen nicht zu flüßigen Teig zubereiten,dann noch die Moosbeeren(Heidelbeeren) unterrühren.Mit einem Esslöffel von dem Teig Häufchen in heißes Butterschmalz geben--der Teig läuft in der Pfanne etwas auseinander--und von beiden Seiten braten.Diese Nocken schmecken besonders gut mit Vanilleeis.Das Gericht ist bei uns in der Gegend auch auf vielen Dessertkarten der Restaurants zu finden.

Viel Spass beim Nachkochen
gundi :D
Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!

Offline margo

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 54
  • Geschlecht: Weiblich
  • Leben und Leben lassen!!
Re:Knödel, Nockerl und andere Schleckereien
« Antwort #16 am: 17.08.04, 08:04 »
Hallo Geli!
Ja das find ich eine gute Idee!  Obwohl die Speisen gut zum nachkochen sind, schmecken die oft im Region besonders gut.  Wie oft habe ich aus Italien Wurst oder Wein mitgebracht, aber ohne die Lauen  Nächte, das südliche Flair usw. schmeckts ´nimmer ganz so gut wie vor Ort.
Trotzdem wünsche ich viel Spaß am Nachkochen!

Hier noch ein Käse Rezept, allerdings mit Fett rausgebacken:

Kaskrapfen:
300 g Mehl (halb Roggen, halb Weizen)  (Zillertaler nehmen nur Roggen glaube ich)
Salz
Stück Butter
lau bis hießes Wasser
Fett zum Ausbacken

Fülle:
200 g heiße Kartoffel
100 g Topfen(Quark)
100g Graukäse (andere tuts auch)
30 g Butter
1 kl Zwieble fein geschnitten
Schnittlauch
Salz

Mehl Salz und Butter und Wasser zu einen gut abgekneteten Teig bereiten.  Etwas rasten lassen.  Aus einer Teigrolle 1 cm Scheiben abschneiden und diese zu Fladen auswalken.  Auf jeden Fleck einen Löffel  Fülle setzten.  Zusammenschlagen, den Rand gut durchdrücken und die Krapfen in heißem Fett backen.  Für die Fülle die Kartoffel passieren, und mit allen Zutaten gut vermischen.
Guten Apetit
margo

Hansi

  • Gast
Re:Knödel, Nockerl und andere Schleckereien
« Antwort #17 am: 17.08.04, 21:54 »
Als Nichtösterreicher will ich trotzdem meinen Senf dazu geben. Also ein paar Anregungen aus meinen Rezeptbüchern:


Kaasknödel gebacken (4-6 Personen)

200 g Almbrot oder Bauernbrot vom Vortag
1/4L warme Milch
2 gekochte Kartoffeln
1 Bund Bärlauch
2 Eier
3 EL Mehl
200 g Tiroler Bergkäse oder Appenzeller Käse
Frittierfett

Brot würfeln und mit der warmen Milch übergießen. Mindestens 20 Minuten stehen lassen.
Kartoffeln pellen und reiben oder fein mit der Gabel zerdrücken. Bärlauch fein hacken. Kartoffeln, Bärlauch, Eier, Mehl und Käse unter das eingeweichte Brot mengen.
Aus dem Teig kleine Knödel formen und 1 - 2 Minuten im heißen Fett ausbacken .Gut abtropfen lassen.
Entweder zu einem Salat servieren oder auch als kleinen Snack mit einem würzigen oder süßen Dipp.


Pinzgauer Kasknödel

5 Semmeln
1/8 ml Milch, evtl. bis 250 ml
2 EL Mehl, evtl. 3
Salz
1 Bund Petersilie, fein gehackt
200 g Käse, (Pinzgauer - fester, eher leicht stinkiger Käse, es geht auch Tilsitter)
2 Kartoffeln, gekocht, gerieben
2 Ei(er)
Öl, zum Ausbacken

Zubereitung:
Semmeln blättrig schneiden, in Milch einweichen, mit Mehl, Salz, Petersilie zu einem Teig vermischen. Käse würfelig schneiden, mit den Erdäpfeln und den Eiern in die Semmelmasse einarbeiten. Kleinere Laibchen (oder Knödel) formen, in Öl schwimmend ausbacken. Wird in Suppe oder zu Kraut, auch als Beilage serviert.



Schinkennockerln

125 ml Milch
100 g Schinken, feingehackt
100 g Mehl
2 EL Butter
2 Ei(er)
etwas Petersilie
etwas Salz
etwas Pfeffer
etwas Parmesan(Reibkäse)

Zubereitung:
Milch mit einem El Butter, Salz und Pfeffer zum Kochen bringen. Mehl einrühren und einige Minuten auf großem Feuer weiterrühren, bis sich der Teig vom Boden löst. Vom Feuer nehmen, Eier im Teig glatt verrühren; Schinken und Petersilie dazugeben. Mit einem nassen Kaffeelöffel Nockerln ausstechen und in Salzwasser kochen. Herausnehmen, mit zerlassener Butter übergießen und mit Käse bestreuen. Auch hier habe ich mindestens eine feingeschnittene, abgeröstete Zwiebel drunter gemischt. Entweder in den Teig oder mit der Butter, allerdings muss da die Zwiebel wirklich ganz fein geschnitten sein. Mit grünen Salat servieren



Speckknödel mit Rahmsauerkraut, steirisch

300 g Semmeln, gewürfelt
250 g Speck (Hamburgerspeck)
1 m.-große Zwiebel(n)
1 Bund Petersilie
2 Ei(er)
2 EL Mehl
125 ml Milch
Öl
Salz
Pfeffer, aus der Mühle
3/4 kg Sauerkraut
2 EL Schmalz
1 Zwiebel(n)
200 ml Suppe
1 Lorbeerblätter
1/2 TLPfeffer - Körner
5 Wacholderbeeren
1 Becher Creme fraiche
Kümmel

Zubereitung:
Die Zwiebel hacken, den Speck in kleine Würfel schneiden. Beides in etwas Öl an rösten. Eier, Milch, Salz und Pfeffer verrühren. Mit Speck, Zwiebel und gehackter Petersilie über die Semmelwürfel gießen. Mischen. Eine halbe Stunde rasten lassen. Mit etwas Mehl festigen. Knödel formen und in Salzwasser etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Für das Kraut die Zwiebel fein hacken und in Schmalz anrösten. Das Sauerkraut und die Gewürze dazugeben. Mit Suppe aufgießen. Bei milder Hitze eine halbe Stunde kochen lassen. Das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner entfernen. Die Creme fraiche einrühren. Offen weitere zehn Minuten kochen lassen. Mit den Knödeln servieren.



Spinatspätzle

200 g Mehl, griffig 480
2 Ei(er)
80 g Spinat, passiert
Salz
20 g Butter
Muskat

Zubereitung:
Alle Zutaten kurz mit dem Kochlöffel zu einem Teig verarbeiten - würzen. Eventuell, wenn es Notwendig ist, Flüssigkeit dazu geben (1/2 Milch und 1/2 Wasser). In Salzwasser einlegen. Einmal aufkochen - abseihen - abschrecken. Bei Bedarf mit Wasser heiß machen - in Butter sautieren - abschmecken. Achtung! Spätzleteig a la minute machen!!



Kärntner Kas-, Fleisch- und Kletzennudel

Nudelteig (für 16 mittelgroße Nudeln):
250g glattes Mehl
1 TL Salz
1 Ei
6-10 EL Milch oder Wasser

Kasnudelfülle:
500g Kartoffeln
500g Bröseltopfen (trockener Topfen - Schichtkäse)
1 TL Salz
50g Butter
50g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Kräuter (mindestens 1/2 TL pro Kraut!!):
braune Minze
Kerbelkraut
Petersilie
Majoran

Fleischnudelfülle:
300g mageres gekochtes Selchfleich
200g faschiertes Fleisch
ca. 150g Brösel
50g Fett
50g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
je 1/2 TL Basilikum, Majoran, grüne Petersilie
Salz
etwas Liebstöckel
1-2 Eier

Kletzennudeln:
500g Kletzen (gedörrte Birnen)
1 l Wasser
500g Topfen
2 Prisen Salz
1/2 TL Zimt
1 Prise Nelkenpulver
1 EL Honig

Nudelteig:
Mehl,Salz, Flüssigkeit und Ei werden vermischt und zu einem glatten, nicht zu festen Nudelteig verknetet. Mindestens 1 Stunde rasten lassen. Messerrückendick ausrollen, Quadrate ausradeln, die Fülle in die Mitte geben und Teig diagonal zu Dreiecken zusammenlegen. Die Ränder gut andrücken oder "randeln" (einen Kärntner vorzeigen lassen, was das ist.....)
Die Nudeln in reichlich kochendes Salzwasser einlegen und 10 Minuten ziehen lassen.
Anrichten mit Butterschmalz oder Grammelfett.

Kasnudelfülle:
Die Kartoffeln werden in der Schale gekocht, heiß geschält und dann gepreßt. Feingehackte Zwiebeln und Knoblauch in Butter goldbraun rösten und zusammen mit Topfen, Salz und feingehackten Kräutern zu den Kartoffeln geben, alles gut durchkneten und mit eventuell mehr Kräutern abschmecken.

Fleischnudelfülle:
Gehackte Zwiebeln und Knoblauch in Fett anlaufen lassen, faschiertes Fleisch dazugeben und alles gut durchrösten. Das Selchfleisch wird faschiert oder fein gehackt und mit den übrigen Zutaten dazugegeben. Brösel gibt man nur so viel dazu, daß die Masse bindet.

Kletzennudelfülle:
Die Kletzen werden tags zuvor in Wasser eingeweicht. Dann kocht man sie weich und läßt sie gut abtropfen. Stiele und Blütenreste werden entfernt und die Kletzen durch einen Fleischwolf faschiert oder fein gehackt.
Mit den übrigen Zutaten werden sie zusammengeknetet.

Tip:Von diesen Kärnter Spezialitäten kann man am besten gleich mindestens eine doppelte Portion zubereiten und dann einen Teil einfrieren, denn wie man sieht, ist alles ziemlich zeitraubend! Vor dem Einfrieren ca 1 Minute im Salzwasser vorkochen, dann auf einem Blech nebeneinander schockgefrieren und dann kann man die Nudeln in Plastiksackerln verpacken ohne dass sie zusammenkleben!



Topfen Nockerln

500 g mageren Schichtkäse (max. 20%)
4 Eier
8 gestrichene Esslöffel Mehl
1 Prise Salz
25 g Butter
Zimt
Zucker
Preiselbeeren

Den Schichtkäse je nach Feuchtigkeitsgehalt gut ausdrücken, z.B. in einem sauberen Küchenhandtuch.)

Die Eier und das Mehl in eine große Schüssel geben und verrühren. Den ausgedrückten Schichtkäse sowie eine Prise Salz hinzugeben und alles gut miteinander vermengen.

Den Teig kurz ruhen lassen.
Leicht gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und mit einem Esslöffel den Nockerln–Teig löffelweise in das kochende Salzwasser geben. Dabei den Löffel in dem heißen Kochwasser immer etwas anfeuchten, damit der Teig nicht am Löffel haften bleibt.

Deckel auflegen und die Nockerln so lange köcheln lassen, bis sie im Topf nach oben steigen. Nun die Hitze reduzieren und die Nockerln so lange ziehen lassen, bis sie ihre Größe ungefähr verdoppelt haben.

Nockerln vorsichtig abgießen. In einer gusseisernen Pfanne die Butter aufschäumen, Nockerln in die zerlassene Butter geben und mit reichlich Zucker und Zimt bestreuen.
Die Topfen–Nockerln auf Tellern anrichten und mit Preiselbeeren servieren.

Dazu passt auch Zwetschgen- oder Birnenkompott.



Ich hoffe, es war etwas für Euch dabei

Hans

Offline margo

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 54
  • Geschlecht: Weiblich
  • Leben und Leben lassen!!
Re:Knödel, Nockerl und andere Schleckereien
« Antwort #18 am: 18.08.04, 18:34 »
 ;DHallo Gundi!
Ja, Broda, den Begriff kenne ich von den Krapfen aber ich habe es mit Broda noch nie gemacht.  Bei uns gibts den nicht zu kaufen, und selber machen???
Ich habe von Bäuerinnen gehört dass die Sennerei WEstendorf Broda macht zum verkaufen.
Wo bekommt Ihr den her?
Na, dann habt Ihr viel Arbeit am Wochenende.  Das kenne ich von unseren Schmankerlfest im September, allerdings machen wir immer Germkiachl mit Kraut oder Preiselbeeren, Kuchen und Kaffee und noch ein drittes Schmankerl dazu, entweder Preßknöde, Kasspatzl oder ähnliches.
Wenns Wetter paßt dann kann man zufrieden sein.  Aber wir hatten schon öfters pech und mußten im Regen stehen, wußten nicht sollen wir einkaufen oder nicht usw....
Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurem Fest!
margo

Offline Mikki

  • *Landfrau*
  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 324
  • Geschlecht: Weiblich
  • BT *Bin on Tour*
Re: Knödel und Co.
« Antwort #19 am: 18.04.05, 15:25 »
Hallo!

Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Kartoffelklöße selber gemacht...bisher hatte ich immer die fertigen aus der Schachtel genommen.
Und zu meinem großen Erstaunen sind die Klößekugeln beim Kochen bzw. Garziehen sogar in der Form gebieben, hatte aber eher befürchtet, dass alles zerfallen würde. In dem Rezept musste ich gekochte Kartoffeln verwenden.
 
Nun möchte ich auch wohl gerne mal Klöße herstellen, wo man gekochte und auch rohe Kartoffeln drin verarbeiten musst. Aber alle Rezepte dazu in meinen Büchern sind ziemlich kompliziert.
 
Hat jemand von Euch vielleicht ein einfaches Rezept, dass auch für Klöße-Koch-Anfänger geeignet ist?
Kann mir vorstellen, dass die BTlerinnen in Bayern, wo Klöße wohl viel verbreiteter sind als bei uns im Norden, mir ein einfaches, gelingsicheres Rezept verraten könnten!
Oder kennt jemand sogar ein Klöße-Rezept mit nur rohen Kartoffeln?
Vielleicht habe ich ja Glück, hier Antworten zu erhalten.

Viele Grüße, Mikki
Fröhlich sein, Gutes tun, .....und die Frauen plaudern lassen!

Lasst es Euch gut gehen!
*************************************************  
:-)

Offline Mirjam

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 5406
  • Geschlecht: Weiblich
  • Change happens!
Re: Knödel und Co.
« Antwort #20 am: 18.04.05, 18:30 »

Hallo,

was ich von meiner Mom bekommen hab: Das kleine Knödelbuch vom Weltbild-Verlag.

Von Tipps und Tricks (möglichst mehlige Kartoffeln mit viel Kartoffelstärke, oder zugeben; zu feuchte/frische/junge Kartoffeln lassen die Knödel nicht gelingen) bis zu zig gut beschriebenen Rezepten von der Suppeneinlage über Hauptspeisen zu Nachtischen ist dort alles gut beschrieben  :D.

Übrigens DIE Grießklöschensuppe schlechthin gelingt mit der Packung:

Bernbacher original Nockerlgrieß wo genau für  1 Ei + 30 g Butter Grieß abgewogen ist - gelingt immer (ein Tipp von einer erfahrenen Köchin !! aus einer Gastwirtschaft die dann eben 8 Päckchen davon auf einmal nimmt - weil wenn mal fest, kriegt man Grießklöschen nimmer weichgekocht).

Übrigens - damit die Klöße immer gleich groß werden nehmen manche Köche eine mittlere Suppenkelle als "Maß", wo sie den Teig kurz reindrücken, abstreifen und schon haben sie wunderbar gleichmäßige Knödel.

Damit manche Klöße (wie auch Pfannkuchen) ein bißchen besser aufgehen, hat eine Messerspitze Backpulver noch nie geschadet  8).

viele Grüsse

Mirjam
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline Christine

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 751
  • Geschlecht: Weiblich
  • Ich liebe dieses Forum!
Re: Knödel und Co.
« Antwort #21 am: 19.04.05, 06:57 »
Hallo!

Oder kennt jemand sogar ein Klöße-Rezept mit nur rohen Kartoffeln?
Vielleicht habe ich ja Glück, hier Antworten zu erhalten.

Viele Grüße, Mikki


Hallo, Mikki!

Also - Rezepte für Klöße aus rohen Kartoffeln gibt es wie Sand am Meer hier im Thüringisch-Vogtländischen Grenzgebiet u. wenn Du 10 Frauen nach ihrem Rezept fragst, kriegst Du garantiert 10 verschiedene Abwandlungen. Gib doch einfach mal bei Google ein: Thüringer Klöße, grüne (weil aus rohen=grünen Kartoffeln) Klöße, Vogtländische Klöße... u. Du kriegst jede Menge Rezepte...
Hier hab ich mal eins "geklaut":
 
1,5 kg Kartoffeln
3 Esslöffel Butter
2 Scheiben Weißbrot
Essig
Salz

Kartoffeln schälen. 2/3 fein reiben, einige Tropfen Essig zugeben, um die helle Farbe zu sichern. Im Kartoffelpreßsack möglichst trocken auspressen. Preßwasser auffangen, die Stärke darin absetzen lassen und zu der trockenen Kartoffelmasse geben. Die restlichen Kartoffeln in Salzwasser garen, abgießen und pürieren. Heiß zur Kartoffelmasse geben, kräftig unterrühren, damit die Stärke verkleistert. An der vorher in kaltes Wasser getauchten Hand sollte die Masse nicht mehr kleben. Weißbrot entrinden, in kleine Würfel schneiden. Dann in Butter goldgelb braten. Mit feuchten Händen Klöße formen und jeweils einige Brotwürfel hineindrücken. Salzwasser zum Kochen bringen und die Klöße darin garen. Sind die Klöße im Wasser, darf dieses nicht mehr kochen. Die Klöße sind gar, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen. Sofort servieren. Thüringer Klöße schmecken besonders gut zu Sauer-, Enten- und Wildbraten.

Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt 

Das mit dem fein Reiben u. im Kloßsack auspressen übernimmt heutzutage 'ne Maschine; da gibts verschiedene, die man auch zur Obstsaftgewinnung verwendet. Nur, dass es bei den Kartoffeln dann eigentlich auf den "Abfall" ankommt - also die ausgepresste Masse. Auch die Stärke, die wichtig ist, bleibt so gleich erhalten.

Na, dann viel Spaß beim Probiern wünscht Christine
Herzlichen Gruß - Christine

Humor ist der Knopf, der verhindert, daß einem der Kragen platzt.
Joachim Ringelnatz

Offline Mikki

  • *Landfrau*
  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 324
  • Geschlecht: Weiblich
  • BT *Bin on Tour*
Re: Knödel und Co.
« Antwort #22 am: 19.04.05, 15:48 »
Hallo, Christine!
Danke Dir sehr für Deine Antwort! Werde sicher bald mal versuchen, das Rezept auszuprobieren. Fertige Rohe-Reibe-Klöße von der Firma M. schmecken mir schon gut, selbstgemachte sind aber sicher noch sehr viel leckerer.
Denke nun schon an die spannenden Schrecksekunden beim Kochen, wo man erlebt, ob die kugeligen Dinger im Wasser auch schön kugelig bleiben und schwimmen.....oder in tausend und mehr Teile auseinanderfallen.
  Im Kartoffelpreßsack möglichst trocken auspressen. 
Von einem "Kartoffelpreßsack" habe ich noch nie was gehört *wasesnichtallesgibt!!*
Aber vielleicht geht das auch mit einem Trockentuch aus Leinen? Und eine Maschine dafür? Eine Obstsaftgewinnungsmaschine besitze ich (noch) nicht.
@Mirjam: Eine Suppenkelle als "Maß" für die Klöße ist ein toller Tipp!
@sonny: Auf das Rezept aus Deinem *Bay. Kochbuch* bin ich schon neugierig...!
Noch was, was ich immer schon mal wissen wollte: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "Klößen" und "Knödeln"??
Viele Küchengrüße von Mikki
Fröhlich sein, Gutes tun, .....und die Frauen plaudern lassen!

Lasst es Euch gut gehen!
*************************************************  
:-)

Offline Christine

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 751
  • Geschlecht: Weiblich
  • Ich liebe dieses Forum!
Re: Knödel und Co.
« Antwort #23 am: 19.04.05, 16:50 »
.
  Im Kartoffelpreßsack möglichst trocken auspressen. 
Von einem "Kartoffelpreßsack" habe ich noch nie was gehört *wasesnichtallesgibt!!*
Aber vielleicht geht das auch mit einem Trockentuch aus Leinen?
Hallo, Mikki!
Der Kloßsack zum Auspressen der geriebenen KArtoffeln ist vielleicht nur hier im Thüringischen u. Vogtländischen bekannt. Sicher geht das auch mit einem größeren (vielleicht doppellagigen) Tuch aus Leinen oder so. Die Masse sollte ziemlich trocken sein u. beim hier beschriebenen manuellen Auspressen ist es wichtig, das Wasser aufzufangen u. die sich absetzende Stärke (Wasser vorsichtig abgießen) wieder unter die trockene Masse zu mengen.
Die fertige Kloßmasse sollte eher etwas zu weich als zu fest sein. Ganz wichtig ist ein großer, weiter Topf, in dem die Klöße genug Platz haben zum Aufsteigen. Das Wasser darf nur leise sieden. Klingt vielleicht ein bissel aufwändig, aber es lohnt sich!
Auch auf die "Rösteln" - die Weißbrotwürfel - sollte man nicht verzichten; 1. schmeckt es gut u. 2. garen die Klöße besser durch.
Die "Maschine" ist kein besonderes Teil; eben eine haushaltübliche Presse für Obst- u. Gemüsesäfte..... Ich hab noch meine alte "DDR-Malina"!
Also - öos geht's u. viel Spaß - Christine
Herzlichen Gruß - Christine

Humor ist der Knopf, der verhindert, daß einem der Kragen platzt.
Joachim Ringelnatz

Offline cara

  • Kreiselstadt
  • Administrator
  • *
  • Beiträge: 6045
  • Geschlecht: Weiblich
  • Kann ich nicht, heisst will ich nicht.
Re: Knödel und Co.
« Antwort #24 am: 29.04.05, 16:29 »


Übrigens - damit die Klöße immer gleich groß werden nehmen manche Köche eine mittlere Suppenkelle als "Maß", wo sie den Teig kurz reindrücken, abstreifen und schon haben sie wunderbar gleichmäßige Knödel.


ich kenne das so, dass man aus dem Teig eine Rolle formt und dann gleich grosse Teile absticht und die zu Klössen formt...
LiGrüss cara

It's a magical world, Hobbes, ol' buddy. Let's go exploring!

Offline Landmama

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 1016
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Knödel und Co.
« Antwort #25 am: 09.05.05, 19:08 »
wißt Ihr was ich suche ????

Knödel aus Hefeteig !!!!!!


mein Bruder ist Koch ...und wißt Ihr wie die Knödel vorbereiten ????
die machen ne Wanne voll Knödelteig und füllen den in die dicken Würstdräme(die aus Kunststoff/Folie)
richtig reinstopfen...dann wird der gekocht und eingefroren...somit haben die immer Vorrat und schöne Scheiben zum abschneiden

Offline Mikki

  • *Landfrau*
  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 324
  • Geschlecht: Weiblich
  • BT *Bin on Tour*
Re: Knödel und Co.
« Antwort #26 am: 11.05.05, 09:29 »
Hallo,..kann mir jemand helfen??
Ich suche ein Rezept für Kartoffelknödel mit nur gekochten Kartoffeln,..hat jemand so ein Rezept?

Moin, BirgittSp!

Nun schreib ich Dir mal mein Rezept...aber ich bin keine erfahrene Kartoffel-Klöße-Köchin ;-)
also, ich mache die Dinger so:

Kartoffelklöße aus gekochten Kartoffeln

*** 1 kg geschälte Kartoffeln kochen, abdämpfen lassen

*** die heißen Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken, kalt werden lassen (ausdampfen und abkühlen lassen ist wichtig, sonst wird die Masse zäh und kleistrig!)

*** 2 Eier, Salz, Muskat, 50 g Weizenmehl, 50 g Kartoffelmehl -> zur Kartoffelmasse geben und mit den Knethaken (+Händen) rasch zusammenkneten, nicht zu lange kneten (ich verwende nicht mehr ganz frische Eier)

*** aus dem Teig Klöße in gewünschter Größe formen (wobei Hände mit Mehl bestäuben)
 
*** Tipp: in das Zentrum der Klöße in wenig Fett geröstete Toastbrotwürfel drücken -> so garen die Klöße besser

*** zwischenzeitlich einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, nach dem Kochen die Klöße hineingeben und ca. 15 bis 20 Min. gar ziehen lassen. Sie sind gar, wenn sie nach oben kommen und sich beim Anstoßen leicht drehen.

*** Bei meiner Herstellung ergibt 1 Rezept ca. 15 dickere Klöße.

.....eine 100%tige Gelinggarantie für dieses Rezept kann ich nicht geben...aber bei mir klappt es so.
     Viel Erfolg wünscht Mikki

Fröhlich sein, Gutes tun, .....und die Frauen plaudern lassen!

Lasst es Euch gut gehen!
*************************************************  
:-)

Online Sigrid

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 2941
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Knödel und Co.
« Antwort #27 am: 06.02.06, 11:17 »
Warum Dein Kloßversuch in Deutschland daneben ging kann ich nur vermuten. Hast Du damals nur rohe Kartoffeln genommen oder "gemischt" oder die rohe Masse vielleicht gar mit heißem Grießbrei (kannte ich so in meiner Jugendzeit ;D) gebrüht? Dann kann das mit den Wurfgeschossen leicht passieren!
Also, nee, Christine, mit Griesbrei o. ae. habe ich nie gearbeitet, soweit ich mich erinnere, war es das gleiche Rezept, wie heute. Und darin heisst es 2/3 rohe Kartoffel, 1/3 gekochte Kartoffeln. Und der Rest, und natuerlich geroestete Brotwuerfel. Aber das ist ja nun lange vorbei, jetzt klappt's ja.

                                                                                                         Gruss, Sigrid  :-*

Offline Corina

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 516
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Knödel und Co.
« Antwort #28 am: 01.04.08, 20:51 »
Es ist Bärlauchzeit!!!

Bärlauchknödel sind ganz einfach zu machen, die Zutaten wie bei Semmelknödel und kleingeschnittenen Bärlauch dazu. Mit Rahm-Käsesoße einfach nur köstlich.

Offline Wendi

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 118
  • Geschlecht: Weiblich
  • Das Leben ist schööön!
Re: Knödel und Co.
« Antwort #29 am: 01.04.08, 23:25 »
Hallo,
wird der Bärlauch wie der Lauch im vorigen Rezept auch gedünstet oder roh in den Knödelteig gegeben und wieviel ungefähr?

Ich liebe Bärlauch!

Gruß Wendi
Landwirtschaft aus Leidenschaft