Autor Thema: Milch -ab - Hof  (Gelesen 7907 mal)

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Offline ankaTopic starter

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #30 am: 26.08.16, 21:27 »
Also

Will mich nicht wiederholen, ich finde es völlig in Ordnung , dass kontrolliert wird und alles passen muss. Ich finde nur den ersten Satz  " aufgrund des Milchpreisverfalls " so schlimm. Genau jetzt kommen sie daher. Klar jetzt verkaufen einige vielleicht wieder mehr, aber es klingt für mich wie Hohn.

@ mary genau wir haben keine Milchtankstelle und auch keinen Ab- Hof - Verkauf
@ lucia vielleicht ist es bei Dir damit abgetan, wünsche ich Dir viel Glück und Erfolg
@cara Du hast völlig recht und ich verstehe es auch so
@ erika es werden alle Milchviehbetriebe in Obb angeschrieben und müssen den Fragebogen beantworten und die Gesetzesgrundlage ist der § 17 Absatz 1 In unserem Schreiben heißt es

Es ist zunächst verboten , Rohmilch an den Verbraucher abzugeben. Verstöße können als Straftat geahndet werden
Dann sind die Kriterien für eine Ausnahme angegeben. Deshalb der Fragebogen, damit alle erfasst (erwischt) werden 8)

So jetzt gebe ich Ruhe und warte bis ihr den Fragebogen zugesandt bekommt :-X
anka

Offline bienchen3

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #31 am: 26.08.16, 21:48 »
So wie ich das verstanden hab, darf man Milch ab Hof schon verkaufen,  wenn man ein Gesundheitszeugnis und regelmäßig zu wiederholende Belehrungen/Auffrischungen macht. Und ganz offiziell bei Vater Staat anmeldet. Und das werden wohl die wenigsten haben alles erfüllen, die ab und zu mal Milch vom Tank weg verkaufen.

Wir haben das Schreiben noch nicht bekommen, aber ich hab es schon gelesen. Mit Hygienevorschriften hab ich grundsätzlich kein Problem, aber das find ich doch ein bisserl arg übertrieben.

Achtung Sarkasmus:
Anka, vielleicht is die Milch doch so knapp, dass den Molkereien der Rohstoff ausgeht,  wenn die Bauern jetzt die Milch von daheim verkaufen..

Offline gammi

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #32 am: 26.08.16, 22:22 »

Achtung Sarkasmus:
Anka, vielleicht is die Milch doch so knapp, dass den Molkereien der Rohstoff ausgeht,  wenn die Bauern jetzt die Milch von daheim verkaufen..


Ich würde den Sarkasmus aus lassen, denn (der Meinung war ich schon immer, und bleibe es auch) Die Milch ist gar nicht so viel zuviel. Aber wenn es halt ständig auch so vorgekaut wird, dann würde ich das als Abnehmer auch ausnutzen.

Christel Nolte

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #33 am: 26.08.16, 22:55 »
Anka erstmal danke für die ausführliche Antwort, aber von was für einer Verordnung ist der Paragraph? Ich will dich nicht nerven, nur wissen, wie das möglich ist, dass da plötzlich solche Erschwernisse erfunden werden.

Offline Frieder

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #34 am: 26.08.16, 23:34 »
Es ist nicht gleich geblieben !!

Wir müssen innerhalb eines Monats einen Fragebogen ausfüllen mit der  wöchentlichen Literangabe der Abgabe und dann uns dann bei den Belehrungskursen anmelden. Gilt auch für Kleinstmengen.

Hatten wir noch nie

n BaWü kam das Schreiben bereits vor ca. zwei Monaten. Bei nem Bekannten wurde auch schon kontrolliert. Bei mir dürfen Sie gerne an 24/7 den Eingang zur Milchkammer bewachen - kommen wir keiner um Milch  8)

Offline cara

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #35 am: 27.08.16, 08:26 »


@ erika es werden alle Milchviehbetriebe in Obb angeschrieben und müssen den Fragebogen beantworten und die Gesetzesgrundlage ist der § 17 Absatz 1 In unserem Schreiben heißt es


aus welchem Gesetz ist denn der §17 Absatz 1?

Offline Mucki

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #36 am: 27.08.16, 08:30 »
Den Frage bogen sollte jeder einfach weg werfen ,wen das alle machen würden hätten sie keine angaben. ;)

Wen jemand zum kontrolieren kommen würde ,würde ich von meinem Hofrecht gebrauche machen und den zutrit verweigern.

Mometan hab ich das gefühl das wir uns nicht alles gefallen lassen sollen, alles so hinnehmen wie man es uns aufs Auge drückt.

Manchmal hab ich das gefühl das man mit solchen konntrollen den Bauern die lust am Bauer sein vermiesen will damit freiwillig genung verschwinden , dann wird irgend wann die milch weniger

lg Mucki

Offline frankenpower41

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #37 am: 27.08.16, 09:10 »
@Mucki, dein letzter Satz könnte auch von mir sein.
Das andere ist Wunschdenken, Zutritt verweigern darf man eh nicht, da zieht man letztendlich den Kürzeren und Du bringst sowieso keine 2 Bauern unter einen Hut.

LG
Marianne

Offline Heidi.S

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #38 am: 27.08.16, 09:48 »
Soweit ich weiß galt von 1995 bis 2007 die Mvo worin hervor geht das die Abgabe von Rohmilch beim Vetrinäramt gemeldet werden muß und das Hinweisschild, das Rohmilch vor dem Verzehr abgekocht werden muss, muss an der Abgabestelle gut sichtbar hängen.
http://www.buzer.de/gesetz/4970/a69134.htm

Darauf folgte dann das Gesetz bgbl 100s 1178 wobei ich keine Änderung in der Ab Hof Abgabe feststellen kann


§ 17 und 19 beziehen sich meinerachtens auf Anforderungen an das Sammeln der Rohmilch im Erzeugerbetrieb für das Anliefern in Be- und Verarbeitungsbetriebe


Offline Andreas

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #39 am: 27.08.16, 10:51 »
Vielleicht ist auch diese Meldung mit ein Grund:

22.01.2016 13:34
Allergien und Asthma - Warum Rohmilch schützt
Luise Dirscherl Stabsstelle Kommunikation und Presse
Ludwig-Maximilians-Universität München

Unverarbeitete Milch direkt vom Bauernhof hat einen höheren Omega-3-Fettsäuregehalt als pasteurisierte, homogenisierte und fettreduzierte Milch aus dem Laden. Das erklärt teilweise, warum Rohmilch-Trinker seltener Asthma entwickeln.
Kinder, die Rohmilch trinken, entwickeln seltener Asthma als Kinder, die industriell verarbeitete Milch trinken. Dieser Effekt wurde bereits in mehreren Studien nachgewiesen und jetzt auch von LMU-Forschern im Rahmen der Pasture-Studie bestätigt. Wie die LMU-Forscher zugleich zeigen, liegt das unter anderem am unterschiedlichen Gehalt von Omega-3-Fettsäuren in der Milch. Dennoch empfehlen sie nicht den Verzehr von Rohmilch, da diese krankmachende Mikroorganismen enthalten kann. Über ihre Ergebnisse berichten sie aktuell in der Fachzeitschrift Journal of Allergy and Clinical Immunology.

Im Rahmen der Langzeitstudie PASTURE hielten rund 1000 Mütter Ernährung und Gesundheit ihres Kindes bis zum sechsten Lebensjahr regelmäßig fest. Das Risiko, mit sechs Jahren an Asthma zu erkranken, war bei jenen Kinder geringer, die ab der frühen Kindheit regelmäßig unverarbeitete Milch vom Bauernhof tranken. „Dieser Effekt lässt sich teilweise mit dem höheren Fettanteil und einem höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren der Bauernhof-Milch erklären“, sagt Tabea Brick aus der Arbeitsgruppe von Erika von Mutius, Professorin für Pädiatrische Allergologie an der LMU und Leiterin der Asthma- und Allergieambulanz am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU. Die Ergebnisse sind der Studie zufolge unabhängig von anderen möglichen Einflussfaktoren

Omega 3-Fettsäuren sind für den Menschen lebensnotwendig. Sie können vom Körper nicht selbst produziert und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Ihnen werden verschiedene positive Wirkungen zugeschrieben. „Man geht zum Beispiel davon aus, dass sie im Körper zu entzündungshemmenden Stoffen umgewandelt werden “, sagt Brick.

Plädoyer für schonendere Verfahren

Die LMU-Allergologen untersuchten in Zusammenarbeit mit Forschern an der Universität Marburg verschiedene Arten von Milch: unverarbeitete und erhitzte Rohmilch sowie industriell verarbeitete Vollmilch beziehungsweise fettreduzierte Milch. Je stärker die Milch verarbeitet war, desto geringer war der Gehalt an Omega-3- Fettsäuren. Der Gehalt an Omega-6-Fettsäuren, bei deren Abbau im Körper überwiegend entzündungsfördernde Derivate entstehen, veränderte sich jedoch kaum.

Bei der industriellen Verarbeitung von Milch wird diese erhitzt, beim Pasteurisieren auf Temperaturen zwischen 72 und 75 Grad Celsius. Zudem wird die Milch homogenisiert, damit sie nicht aufrahmt. Die Forscher plädieren für die Entwicklung neuer schonender Verfahren in der industriellen Milchverarbeitung, sodass die Milch ihre schützenden Inhaltsstoffe bewahrt, aber zugleich gesundheitlich unbedenklich ist.
(Journal of Allergy and Clinical Immunology 2016)

Publikation:
ω-3 fatty acids contribute to the asthma-protective effect of unprocessed cow's milk
Tabea Brick, Yvonne Schober, Christian Böcking, Juha Pekkanen, Jon Genuneit, Georg Loss, Jean-Charles Dalphin, Josef Riedler, Roger Lauener, Wolfgang Andreas Nockher, Harald Renz, Outi Vaarala, Charlotte Braun-Fahrländer, Erika von Mutius, Markus Johannes Ege, Petra Ina Pfefferle and the PASTURE Study Group
Journal of Allergy and Clinical Immunology 2016
http://www.jacionline.org/article/S0091-6749(15)01731-5/abstract

Kontakt:
Tabea Brick
Dr. von Haunersches Kinderspital
Klinikum der Universität München
Tel.: 089 / 4400-54113
E-Mail: tabea.brick@med.uni-muenchen.de

Offline Mattea

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #40 am: 27.08.16, 15:07 »


Manchmal hab ich das gefühl das man mit solchen konntrollen den Bauern die lust am Bauer sein vermiesen will damit freiwillig genung verschwinden , dann wird irgend wann die milch weniger

lg Mucki


ja das denke ich auch oft,...

der Bauer wird immer mind. von 2 Personen kontrolliert.

Das gewisse Vorschriften und VO eingehalten werden müssen,... da sagt keiner was,..... doch Schikanen, wenn die Nachbarin mal in der Woche 2 l Milch holt,... deswegen Schulungen und so weiter,... finde ich überzogen.

Ich würde doch niemals ein Produkt vom Hof abgeben, welches ich selbst nicht verzehren würde. 

   

Offline Mucki

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #41 am: 27.08.16, 21:00 »
@Mucki, dein letzter Satz könnte auch von mir sein.
Das andere ist Wunschdenken, Zutritt verweigern darf man eh nicht, da zieht man letztendlich den Kürzeren und Du bringst sowieso keine 2 Bauern unter einen Hut.

LG
Marianne


Ich würde es trotzdem erst mal verweigern, wer meien Hof ohne erlaubnis betritt ist  Hausfriedens bruch ,auch das Steht im Grundgesetz


lg Mucki

Offline roco

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #42 am: 28.08.16, 12:05 »
also wir haben (in BW) nix bekommen,..
wollen auch keins,..
liefern aber auch keine Milch ab,
verkaufen aber Rohmilch ;-)

LG roco

Es ist nicht gleich geblieben !!

Wir müssen innerhalb eines Monats einen Fragebogen ausfüllen mit der  wöchentlichen Literangabe der Abgabe und dann uns dann bei den Belehrungskursen anmelden. Gilt auch für Kleinstmengen.

Hatten wir noch nie

n BaWü kam das Schreiben bereits vor ca. zwei Monaten. Bei nem Bekannten wurde auch schon kontrolliert. Bei mir dürfen Sie gerne an 24/7 den Eingang zur Milchkammer bewachen - kommen wir keiner um Milch  8)

Christel Nolte

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #43 am: 30.08.16, 10:40 »
Kann denn bitte bitte jemand von denen, die das Schreiben bekommen haben, schreiben, auf welcher Gesetzteslage die ganze Angelegenheit beruht.

Offline ankaTopic starter

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Re: Milch -ab - Hof
« Antwort #44 am: 30.08.16, 14:16 »
Ja ich wollte zwar nichts mehr schreiben, aber natürlich bekommst Du die Antwort. Hier steht


Nach § 17  Absatz 1 der Tierischen Lebensmittel-Hygieneverordnung ( Tier-LMHV) ist es zunächst verboten, Rohmilch an Verbraucher abzugeben.

Die Ausnahme wird gewährt mit § 1 Absatz 4 Tier-LMHV. Dann kommen die ganzen Bedingungen.

Reicht das liebe Erika?

anka