Autor Thema: Es geht wieder abwärts II  (Gelesen 50452 mal)

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Offline gammi

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #165 am: 17.07.16, 10:21 »
Die Quote hat unter anderem nicht funktioniert, weil sie jedes Jahr erhöht wurde.

Die Quote ist weder schuld noch die Rettung.
« Letzte Änderung: 02.08.16, 00:21 von gammi »
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Offline annelie

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #166 am: 17.07.16, 17:18 »
Gammi, so weit ich mich erinnern kann (ich bin ja erst seit 1990 Milchbäurin, die Anfänge der Quote kenne ich nur vom Hörensagen) ist sie nicht jedes Jahr erhöht worden, erst die letzten Jahre zum Ende der Quote und da war der Milchpreis trotz Erhöhung der Quote nicht immer schlecht, siehe hier: http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=51363.0

Die mengenmässig -für unseren Betrieb-  relevanten Quotenerhöhungen die ich persönlich kenne, bis zur geplanten "sanften Landung" die letzten Jahre vor dem Fall der Quote, gingen  über Pacht, Leasing oder Kauf. Kann aber gut sein, dass ich im Laufe der Jahre was vergessen habe.

Liebe Grüße
Annelie

Offline AndreasTopic starter

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #167 am: 19.07.16, 13:52 »

Wenn jetzt gefordert wird, staatliche Hilfen gibt es nur bei verpflichtender Mengenreduzierung............Da freuen sich aber die Ferkelerzeuger, diese haben die Milchmenge überhaupt nicht gesteigert ;D  Bis auf diesem (bürokratischen)Weg  etwas bei den betroffenen Betrieben ankommt, sind diese längst abgeschmiert. Vielleicht ist ja dies der politische Hintergedanke. Nach dem Motto, wir wollten ja helfen, aber der böse DBV wollte ja nicht.

Hallo Internetschdrieler ,
dein Präsident Rukwied fordert jetzt, dass die EU mit ihren Hilfsgeldern die aktiven Milcherzeuger unterstützt.

Quelle: http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Reaktion-zum-EU-Hilfspaket-Rukwied-will-aktive-Milcherzeuger-staerken-4013091.html

Wer ist ein aktiver und wer ein passiver Milcherzeuger ?

Sind nur die aktiv, die ihre Anliefermenge jährlich steigern ?

Offline Internetschdrieler

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #168 am: 21.07.16, 21:59 »
Wer ist ein aktiver und wer ein passiver Milcherzeuger ?

Sind nur die aktiv, die ihre Anliefermenge jährlich steigern ?
Nach deiner Denke wär ich dann auch ein Passiver  ;D
Die "passiven Milcherzeuger" wurden aber abgeschafft und seit dem ist großes Heulen und Zähne knirschen. Jahrelang haben sie an der Milch verdient ohne auch nur einen Tropfen gemolken zu haben. Böse Zungen tauften diese Spezies "Sofamelker"
Alle anderen würde ich Aktive Milcherzeuger nennen, egal ob dem anderen sein Milchtank so groß ist wie dem anderen sein Güllefass.

Von mir aus kann die EU ihre Hilfsgelder behalten, bzw. dafür einsetzen, dass die bereits eingelagerte Interventionsmenge nicht marktbelastend ausgelagert wird.

Das heißt, bei anziehendem Markt die Bestände langsam abbauen. Konkret alte Ware raus und neue in geringerem Umfang einlagern.

Offline Wiese

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #169 am: 22.07.16, 15:46 »
Heute schon das Wochenblatt gelesen. Ich kann dem ganzen hin und her mit den 14 Cent
weniger Milch für drei Monaten gar nichts abgewinnen. Im Windhund - Verfahren soll es laufen und die letzten beissen die Hunde. Irgendwie komm ich mir verschaukelt vor mit dem ganzem Getue.
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
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Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #170 am: 22.07.16, 16:38 »
wr haben Heute kein Wochenblatt bekommen  :'(  hoffe morgen


lg Mucki
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Offline zensi

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #171 am: 05.08.16, 09:09 »
Heute schon das Wochenblatt gelesen. Ich kann dem ganzen hin und her mit den 14 Cent
weniger Milch für drei Monaten gar nichts abgewinnen. Im Windhund - Verfahren soll es laufen und die letzten beissen die Hunde. Irgendwie komm ich mir verschaukelt vor mit dem ganzem Getue.
Rentiert sich das denn mit den 14 Cent ?
Es soll kein windhundverfahren geben.
So wie ich es verstanden habe, erhält man die 14 Cent für die Milch, die ich im vierten Quartal  weniger geliefert habe , als im vierten Quartal 2015.
Und im ersten Quartal 2017 zieht man dann wieder an.
Das hat ja dann nur Sinn, wenn ich sowieso aufhören will.Oder?
Schönen Gruß    Zensi

Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #172 am: 05.08.16, 09:13 »
Wenn das wirklich so läuft wie hier beschrieben, dann nehmen diejenigen die sowieso aufhören das Geld mit und die anderen produzieren fröhlich weiter. Erreicht ist dann gar nichts.

Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #173 am: 05.08.16, 09:55 »
ja des bringt nichts wen die Milch nicht auf dauer gesenkt wird

lg Mucki
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Offline Internetschdrieler

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #174 am: 05.08.16, 11:29 »
so geht das ..... unsere Anlieferung der Jahre 2013 - Juni 2016  ;)  freu mich schon auf die 14 cent ;D

Offline AndreasTopic starter

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #175 am: 05.08.16, 18:40 »
so geht das ..... unsere Anlieferung der Jahre 2013 - Juni 2016  ;)  freu mich schon auf die 14 cent ;D

Aber, aber Internetschdieler,
bekommst du da nicht Probleme mit dem BBV ?
Die haben schon große Angst, dass die Molkereien bald viel mehr Geld für ihre Milch bezahlen müssen:

Hier ein Kommentar von Simon Michel-Berger, Stellvertretender Chefredakteur vom Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt vom 28.07.2016:
 „Wenn genug Landwirte ihre Lieferungen freiwillig reduzieren schadet das unter Umständen der eigenen Molkerei, die dann im schlimmsten Fall ihre langfristigen Lieferverträge nicht erfüllen kann oder sich teure Milch am Spotmarkt kaufen muss, während die eigenen Bauern auf ihre Produktion für 14 Cent je Kilogramm verzichten. Gerade für manche Genossenschaftsmolkerei deren Erzeugnisse im hochpreisigen Marktsegment liegen, könnte das durchaus ein Thema werden.“

Quelle:  http://www.agrarheute.com/wochenblatt/news/heute-schon-gedanken

Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #176 am: 05.08.16, 20:39 »
das wäre dann wohl eine meiner geringsten Sorgen.

Offline gammi

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #177 am: 05.08.16, 21:11 »
Das war schon beim letzten Milchstreik so, dass die Molkereien Probleme hatten weil sie Lieferverträge nicht einhalten konnten.

Und ein (viel) höherer Milchpreis hat zur Folge, dass gerade die verarbeitende Industrie dann eben Magermilchpulver mit billigeren pflanzlichen Fetten ersetzt.
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Offline Luxia

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #178 am: 11.08.16, 09:24 »
Gehört zwar nicht ganz zum Thema, aber ich weiss nicht, wohin sonst meinen Ärger über die DMK.

Die DMK plant jetzt auch ein Programm "Ohne Gentechnik" einzuführen, aber nur in einzelnen Erfassungsgebieten, dort wo Frischprodukte hergestellt werden.  >:(
Das Weideprogramm ist auch nur für den Nordwesten. Für den Nordosten bleibt wohl nur über die Menge an ausreichendes Milchgeld zu kommen, denn hier wird ja bloss Käse für den Export produziert.

Wir machen Weidehaltung, stellen auf gentechnikfreie Fütterung um, weil es uns wichtig ist, aber für unseren Betrieb gibt es keinen cent mehr, da wir kein typischer Lieferbetrieb hier sind und solche Programme deshalb hier nicht in Frage kommen. Ich finde es sehr ungerecht, wenn innerhalb der Genossenschaft solch unterschiedliche Programme gefahren werden, die nicht für jeden Genossen zugänglich sind.
Liebe Grüsse

Offline saba

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #179 am: 11.08.16, 09:53 »
Gehört zwar nicht ganz zum Thema, aber ich weiss nicht, wohin sonst meinen Ärger über die DMK.

Die DMK plant jetzt auch ein Programm "Ohne Gentechnik" einzuführen, aber nur in einzelnen Erfassungsgebieten, dort wo Frischprodukte hergestellt werden.  >:(
Das Weideprogramm ist auch nur für den Nordwesten. Für den Nordosten bleibt wohl nur über die Menge an ausreichendes Milchgeld zu kommen, denn hier wird ja bloss Käse für den Export produziert.

Wir machen Weidehaltung, stellen auf gentechnikfreie Fütterung um, weil es uns wichtig ist, aber für unseren Betrieb gibt es keinen cent mehr, da wir kein typischer Lieferbetrieb hier sind und solche Programme deshalb hier nicht in Frage kommen. Ich finde es sehr ungerecht, wenn innerhalb der Genossenschaft solch unterschiedliche Programme gefahren werden, die nicht für jeden Genossen zugänglich sind.

Vom Weideprogramm jetzt mal abgesehen, möchte ich nur die gentechnikfreie Fütterung aufgreifen. Das ist z.B.  bei uns schon längst zum Standard geworden und es gibt tatsächlich keinen Cent mehr.
Ja, ich weiß wie bei vielen anderen Auflagen auch.  ::)
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