Autor Thema: Es geht wieder abwärts II  (Gelesen 50100 mal)

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Online gammi

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #150 am: 15.07.16, 16:52 »

Jeder muss seinen eigenen Weg finden und die Politik soll sich bitte nicht zu sehr einmischen, denn sie kann keine gleichberechtigte Hilfe für die vielen verschiedenen Betriebsphilosophien bieten.

Richtig.
Enjoy the little things

Clara

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #151 am: 15.07.16, 19:10 »
Hallo mal eben,


bei aller Schimpferei... Die Politik ist wichtig, weil sie schafft gewisse Rahmenbedingungen. Und wir leben in einem Land, was politisch und wirtschaftlich relativ stabil ist. DAS sind ganz wichtige Massgaben für wirtschaftliche Aktivitäten aller Art.

Ich schreib es schon mal, dass Milchviehhaltung was besonderes ist, was mit keiner anderen ldw. Tierart vergleichbar ist. Einfach weil das Generationsintervall ein gänzlich anderes ist als Schwein oder Geflügel.


Ich finde es spannend, was machbar ist aus ldw. Urprodukten...

Warum kostet Spargel so richtig Geld- besonders am Anfang? Genau, weil er ein saisonales Produkt ist.

Beste Grüße,

Anja


Clara

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #152 am: 15.07.16, 19:14 »
Fragen, denen wir uns im Milchviehbereich stellen müssen sind Fragen rund um Erstbelegung des Tieres, Zwischenkalbezeiten und auch wie und was füttern wir in welchen Mengen-gerade was die Kraftfuttergaben angeht...

Brauchen wir denn wirklich Erstlaktierer, die mit 10.000 kg einsteigen müssen oder reichen auch 8000 kg fürs Erste? Wer sich diese Fragen mal stellt, der weiss, dass sich mit einem Mal auch das Futtermangement nachhaltig ändert...

Wir brauchen wieder mehr das Tier im Blickpunkt der Betrachtungen... und nix anderes.

Beste Grüße,

Anja

Clara

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #153 am: 15.07.16, 19:27 »

Hätte man die Kontigentierung gelassen, hätten wir den Schlammassel jetzt nicht.

Tilly,

was macht dich denn da so sicher?

Fragende Grüße,

Anja

Clara

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #154 am: 15.07.16, 19:30 »
Hat jemand eien Betrieb in der nähe der die Kriese nicht übersteht ? Bei uns in der gegend, giebts noch keien betriebe zu beklagen , bis jetzt.

Aufgehört haben aber einige btriebe wos sowieso ned weiter geht , nun ist es halt schneller gegangen mit dem aufhören


lg Mucki

Mucki,

ich glaube, es gibt Themen, die eher offline von Anfang bis Ende behandelt werden. So leicht gibt keiner (s)einen Betrieb auf. Und falls ja, dann weiss ich nur zu gut, dass da mehr als nur ein Betrieb geschlossen wird und man(n)cher das nie vergisst oder verwindet...

Landwirtschaft ist eine Berufung, sonst könnte ich manches in manchen Zeiten schlicht und ergreifend nicht (er)tragen.

Egal, welche Entscheidung ein Betriebsleiter (und seine Familie) in schwierigen Zeiten trifft, er hat meinen Respekt und Hochachtung dafür. Für Aussenstehende ist es immer leichter zu allem und jedem was zu meinen und zu sagen, ABER sie müssen nicht mit den Konsequenzen leben.

Und ich denke, dass gerade die Familienberatungsstellen im ldw. und ldw-nahen Bereich einiges zu leisten haben.

Beste Grüße,

Anja
« Letzte Änderung: 15.07.16, 19:49 von Clara »

Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #155 am: 15.07.16, 20:54 »
@ Clara,
Ja Landwirtschaft ist eien Berufung aber man sollte auch davon leben können, und wer des nicht mehr kann muß konsiqunt sein , und lieber hört man auf bevor der Hof der Bank gehört, sonst verleirt man mehr ls nur den Baruf (Berufung), dann muß man auch noch den Hof verlassen, und steht vor dem absuluten nichts.

Und nur mit idealsimus kann man keien Hof führen dazu gehört auch Kapital und wen das nicht mehr da ist ,was dann ?

lg Mucki
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Offline Tilly

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #156 am: 16.07.16, 09:36 »
bei aller Schimpferei... Die Politik ist wichtig, weil sie schafft gewisse Rahmenbedingungen. Und wir leben in einem Land, was politisch und wirtschaftlich relativ stabil ist. DAS sind ganz wichtige Massgaben für wirtschaftliche Aktivitäten aller Art.

Ich schreib es schon mal, dass Milchviehhaltung was besonderes ist, was mit keiner anderen ldw. Tierart vergleichbar ist. Einfach weil das Generationsintervall ein gänzlich anderes ist als Schwein oder Geflügel.

Clara, ja die Politik ist wichtig, trotzdem nervt mich dieses auf und ab und hin und her.

Mit Schwein und Geflügel hab ich keinerlei Erfahrung, ich denke aber, dass jede "Art" ihre Vor- und Nachteile hat.
« Letzte Änderung: 16.07.16, 09:42 von Tilly »
Viele Grüße

Tilly

Offline Lexie

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #157 am: 16.07.16, 15:09 »

warum hoffen wir denn nicht, dass er noch weiter fällt.................dann schließen wir halt alle unsere Tore.
Freude Freude.......am Sonntag auch ausschlafen, Urlaub und mal ein verlängertes Wochenende wegfahren........
wieder am gesellschaftl. Leben teil nehmen ( 18.00 Uhr Firmung usw.)................
und endlich keine Sorgen mehr um diesen blöden Milchpreis..................da kann dann melken wer will..........

Also ich für meinen Teil hab es aufgegeben mich über die Landwirtschaft aufzuregen, bringt doch eh nichts.
In anderen Branchen ist es nicht viel besser.

LG Lexie

Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #158 am: 16.07.16, 15:17 »
Das denke ich auch oft, nur mein Umfeld noch nicht.
Leider schaffe ich es noch nicht mich nicht aufzuregen. (rege mich allerdings auch über andere Sachen auf)

Kann evtl. jemand den Link von "Unser Land" von gestern, Beitrag aus dem Jahre 1969 reinsetzen.
Interessant, wenn man das nach fast 50 Jahren sieht und auf welche Gedanken die damals kamen.
Hätte man das umgesetzt bräuchten wir uns heute keine Gedanken mehr machen.

Offline Wiese

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #159 am: 16.07.16, 15:30 »
Hallo Marianne
Hier der Link, und unten ist auch der Link ( 5 Min ) von 1969, drauf klicken.
Unser Land vom 15.07.2016: Die Sendung vom 15.07.2016 | BR ...
www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/unser-land112.html
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "

Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #160 am: 16.07.16, 16:27 »
danke, ich bin leider immer noch zu blöd dazu.

Offline annelie

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #161 am: 16.07.16, 19:33 »

Also ich für meinen Teil hab es aufgegeben mich über die Landwirtschaft aufzuregen, bringt doch eh nichts.
In anderen Branchen ist es nicht viel besser.

LG Lexie

Da stimm ich Dir zu.
Liebe Grüße
Annelie

Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #162 am: 16.07.16, 22:24 »
Aufregen hilft nimanden , aber nachdenken tun wir alle, und irgend wie hilflos sind wir auch, wie man in Unserland geteren sehen konnte ahtten sie des Problem ja schon 1968 und wir hebn nichts daraus gelernt  ???
Überproduktion und Preis fällt , darum wurde damals die Qute eingeführt nicht aus wilkür sondern aus berchnung, nun ist sie weg und wir sind wieder soweit wie 1968 welcher rückschritt.

lg mucki
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Offline annelie

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #163 am: 17.07.16, 09:22 »
Aufregen hilft nimanden , aber nachdenken tun wir alle, und irgend wie hilflos sind wir auch, wie man in Unserland geteren sehen konnte ahtten sie des Problem ja schon 1968 und wir hebn nichts daraus gelernt  ???
Überproduktion und Preis fällt , darum wurde damals die Qute eingeführt nicht aus wilkür sondern aus berchnung, nun ist sie weg und wir sind wieder soweit wie 1968 welcher rückschritt.

lg mucki

Stimmt Mucki, nix gelernt.

Als wir 1996 unseren Stallum- und Neubau geplant haben, hat uns der Berater vom Landwirtschaftsamt sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass der Milchpreis auf 0,50 DM (bei 4,20 % Fett) fallen wird. Im Landwirtschaftlichen Wochenblatt wurde das auch rauf und runter geschrieben. Wir haben es trotzdem gewagt und der Preis ist überigens so tief gefallen, aber auch wieder gestiegen.... Als wir die Quote nachweisen mußten, also eingekauft haben, war der Quotenpreis zwischen 1,25 (die billigste) und 1,75 DM/kg (die teuerste) Damals sollte die Quote ja früher fallen, ist dann verlängert worden. Zusätzlich zu den Baukosten hatten wir also pro Jahr (bei 10 Jahren Nutzungsdauer) und zugekauften kg Milch zwischen 0,12 und 0,17 DM Mehrkosten ohne Berechnung des Kapitaldienstes. Ich habs schon ein paarmal geschrieben, die Quotenkosten waren höher als die Stallbaukosten.

Komischerweise war damals der Milchpreis trotz Quote so tief, übrigens über die Jahre immer mal wieder, siehe u. a. 2008/2009.

Die Quote hat meiner Meinung nach nicht funktioniert.
Aber vielleicht hab ich eine andere Denkweise, ich komme ursprünglich aus dem Ackerbau und wir hatten früher Masttiere, ich kenne diese Auf und Ab´s zur Genüge und auch (gekaufte nicht zugeteilte) Quote die man nur zu 60 % beliefern darf......
« Letzte Änderung: 17.07.16, 09:30 von annelie »
Liebe Grüße
Annelie

Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #164 am: 17.07.16, 09:54 »
Wir haben unseren Stall 1997 Gebaut , damals wurde uns vom Amt geraten auszusiedeln da wir in der Dorf mitte Wohnen und nur für 50 Kühe platz hatten (nach den neubau) , uns war des risiko zu groß für 100 Kühe zu bauen und auszusiedeln.

Wir waren immer froh darüber das wir nicht so groß gebaut haben den die Kosten für Milchkontogent, und Pacht (die ständig stieg) und dazu die schulden , das hätten wir nicht gepackt. Weiter gemacht hätte von den Söhnen auch da keiner, aber wir könnten nun nicht einfach aufhören ,da wir noch schulden abbezahlen müßten.

lg Mucki
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