Autor Thema: Es geht wieder abwärts II  (Gelesen 51046 mal)

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Offline Annemie

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #15 am: 21.05.16, 19:02 »
So weit ist es jetzt schon, das Kuhdung mehr wert ist als ein hochwertiges Lebensmittel wie Milch.
Diese Angebote habe ich auf dem Werbeblatt eines Sonderpostenmarktes entdeckt.

L.G.
Annemie

Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #16 am: 25.05.16, 21:44 »
Thema Milchkrise war heute Abend im BR gleich zweimal präsent.
Einmal "Jetz red i" und dann noch in " Kontrovers" 
In der BR-Mediathek zu sehen.


Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #17 am: 26.05.16, 08:44 »
Unsre Molkerei hat schon geschreiben das es unter 20 cent geht.

wie lange halten die betriebe des durch , in einem beitrag sagte letzes mal ein Bauer das er das ungefär ein Jahr überbrücken kann ,und dann ist alles ersparte alle, danach weis er nd wies weiter gehen soll.


Vor allem wie gehts den betrieben die viel geld aufgenommen haben um die letzen Jahre Stall zu bauen, schreklich.

In einem andern Beitrag in der zweitung heißt es das in den beiden Nervenkliniken in der nähe von uns immer mehr Landwirte mit Bornuot eingeliefert werden , wundert mich auch nicht.

Mach mir echt sorgen un die ,die weiter machen müßen  :'(

LG Mucki
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Offline Beate Mahr

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #18 am: 28.05.16, 11:40 »
Hallo

es geht aber nicht nur bei der Milch bergab ... sondern bei allen Betriebszweigen

Zitat

Viele landwirtschaftliche Betriebe sind unmittelbar in ihrer Existenzfähigkeit gefährdet.
Die Liquiditätsreserven sind aufgezehrt. Die Situation auf fast allen wichtigen Agrarmärkten,
insbesondere bei Milch und Schweinen, ist bereits seit über einem Jahr äußerst angespannt.


Deshalb wäre es an der Zeit gemeinsam etwas zu tun

Zitat

Seit der Liberalisierung der Märkte, dem Abbau von Außenschutz und Stützungsinstrumenten
sieht sich die Landwirtschaft in der EU immer stärker den ungesteuerten Marktkräften ausgesetzt.
Die landwirtschaftlichen Betriebe haben sich diesen Herausforderungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gestellt.
Marktungleichgewichte können jedoch nicht alleine von einem Sektor gestemmt werden.


Schaut euch dazu das Positionspapier des Hessischen Bauernverbandes an
unten auf der Seite kann das vollständigen Papier runtergeladen werden

Wir sitzen alle im gleichen Boot ... also bitte keine Grabenkämpfe

Gruß
Beate
Der eine sieht nur Bäume dicht an dicht,
der andere Zwischenräume und das Licht!

~ Gelesen bei einer Wanderung ~

Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #19 am: 28.05.16, 11:44 »
Ich glaube nicht, dass hier jemand denkt., dass es in anderen Zweigen besser aussieht, aber diese Box geht halt um die Milch.

Offline gammi

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #20 am: 28.05.16, 18:04 »
Wenn mir einer von denen mal sagen kann, wie die Mengenreduzierung denn kurzfristig gehen soll................

Für mich ist das schlicht und einfach nicht umsetzbar.
Enjoy the little things

Offline geli.G

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #21 am: 28.05.16, 19:31 »
Wenn mir einer von denen mal sagen kann, wie die Mengenreduzierung denn kurzfristig gehen soll................

Für mich ist das schlicht und einfach nicht umsetzbar.

Unsere Molkerei hat im Februar einen Aufruf an alle Milchlieferanten gestartet.
Entweder es kommt weniger Milch in der Molkerei an, oder der Preis sinkt.
Anscheinend hat das doch was gebracht, der Preis ist seither unverändert, aber wer weiß was nächstes Monat kommt.
Ganz schnell weniger Milch geht schon, wenn man z.B. die Kälber nicht mehr mit MAT füttert und bei Überbelegung mal ein paar Kühe hergibt. Wenn das jeder machen würde, dann hätten wir ja schon was erreicht  ;)
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline Milli

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #22 am: 28.05.16, 19:34 »

Der eine gibt 5 Kühe her,der andere hält dafür 10 mehr.......................................


Offline geli.G

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #23 am: 28.05.16, 19:38 »

Der eine gibt 5 Kühe her,der andere hält dafür 10 mehr.......................................

Genau das ist ja das Problem...... ::) :-X
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #24 am: 28.05.16, 20:32 »
ja des ist es der eine wartet bis der andere aufgiebt damit er dann mehr machen kann.

Jrder ist sich selbst der nächte.


Milchmenge zurückfahren ist ganz einfach

-ein paar Kühe verkaufe
-Vollmilch an Kälber verfüttern
-Kraftfutter reduzieren


Wen man will geht alles

lg Mucki
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Offline frankenpower41

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #25 am: 28.05.16, 20:33 »
... wenn aber wie bei den Berchtesgadenern (und dort scheint es ja zu gehen) einfach in der Satzung stehen würde, dass nicht mehr Milch auf den Markt kommen darf und "keiner" mehr liefern darf, dann würde das schon was bringen.
Ich selber glaube auch nicht, dass das durchgeht, denn grade diejenigen, die gebaut haben und sich drauf verlassen haben dass sie jetzt unbegrenzt liefern dürfen, die kriegen dann schon ein Problem und lassen sich darauf nicht ein.
Gerecht fände ich es aber schon, denn all diejenigen, die ihre Produktion nicht gesteigert haben, haben ja an der zu viel Menge (und dass zuviel da ist, streiten mittlerweilen ja nicht mehr viele ab) keine Schuld.

Jetzt bin ich mal gespannt was beim Milchgipfel kommende Woche herauskommt (vermute nichts).
Vermutlich Überbrückungsdarlehen mit Zuschüssen zur Rückzahlung, davon haben aber alldiejenigen, die jetzt ihre Ersparnisse in den Betrieb setzen gar nichts.

Offline Mucki

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #26 am: 28.05.16, 21:00 »
Marianne wo rann machen wir dieMilchmenge fest ? an der alten qute?

Dann können die Betriebe die in den letzen zwei Jahren gebaut haben für 150 Kühe mit einer Milchqute für 50 Kühe gleich zu speren, es haben doch so viel nach dem qutenfall verlangt ,weil wir so eingeschrenkt waren, wo sind die den nun alles die für den quten fall waren , plötzlich sind die alle nicht mehr da.

lg Mucki
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Offline annelie

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #27 am: 28.05.16, 21:09 »
Mucki, ich möchte keine Quote mehr, weil sie kein Allheilmittel ist. Selbst zu Zeiten der Quote hatten wir niedrige Milchpreise und eine flexibele Quote ist nicht unbedingt leicht zu handhaben.
« Letzte Änderung: 28.05.16, 21:11 von annelie »
Liebe Grüße
Annelie

Offline geli.G

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #28 am: 28.05.16, 21:44 »
... wenn aber wie bei den Berchtesgadenern (und dort scheint es ja zu gehen) einfach in der Satzung stehen würde, dass nicht mehr Milch auf den Markt kommen darf und "keiner" mehr liefern darf, dann würde das schon was bringen.

Bei uns steht das nicht in der Satzung.
Das war ein dringender Aufruf an die Bauern, der auf der Rückseite vom "Milchgeldschreiben" stand. Einige wurden wohl auch noch in die Molkerei geladen um ihnen klar zu machen, dass es mit immer mehr Milch nicht geht.

Also alles ganz freiwillig.
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline mogli

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Re: Es geht wieder abwärts II
« Antwort #29 am: 28.05.16, 22:05 »
Das kann bei BGL funktionieren, aber Leute wir sind nicht auf einer Insel.
Wenn wir weniger produzieren kommt das locker von außen und mit TIPP erst recht. Die USA weiten die Milchproduktion aus.
Liebe Grüße Helga