Autor Thema: Kochen für Saisonarbeiter  (Gelesen 6606 mal)

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Offline zensiTopic starter

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Kochen für Saisonarbeiter
« am: 30.04.16, 02:39 »
Wir kochen in der Saison für ALLE.
Die Saisonarbeiter essen mit am Tisch:

Was kocht ihr, wenn ihr auch mit raus sollt?
Schnelle Gericht, die man gut vorbereiten kann?
Schönen Gruß    Zensi

Offline cliff

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #1 am: 30.04.16, 08:38 »
...mein erster Gedanke -Käsesuppe mit Brot, kann man gut vorbereiten, oder Gulaschsuppe, dazu einen Salat und Brot :D :D

Offline martina-s

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #2 am: 30.04.16, 10:00 »
Hallo Zensi,
was meine Gefrierkapazitaten gerade hergeben ist entweder Wild oder Schwein.
Ich mach dann schon auch mal Schweinebraten in größerer Menge. Den schiebe ich rein und eben nur so auf 150° Heißluft und zugedeckt. Dann braucht man nur mal dazwischen gucken und evt. aufgießen. Die Knödel dazu, die sind dann auch noch schnell fabriziert.
Salat oder TK - Gemüse dazu. Und jeder hat gegessen.

Ähnlich mache ich auch Rehschlegel. Hat es bei mir auch schon mal in Arbeitsspitzen gegeben. Die waren ganz hin und weg. Tatsache ist halt, dass sie sehr oft in unseren Breitengraden mit Leberkäs o. ä. abgespeist werden. Das hängt denen schon sonst wo.


Ganz gerne mach ich Quarkspeise als Nachtisch. Wobei ich den Quark ja selber mache und der im TM dann schnell mit Obst zubereitet ist. Schont meinen Geldbeutel.

Und Kaffee ist dann sehr gewünscht.
Liebe Grüße
Martina

Offline annelie

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #3 am: 30.04.16, 12:45 »
Wenn man selber mitarbeitet ist das gar nicht so leicht. Irgendwann kann man keinen Eintopf mehr sehen....
Makkaroniauflauf, Lasange lässt sich gut vorbereiten, bei schönem Wetter wie heute eine Suppe und Wurst- oder Nudelsalat. Der Klassiker ist natürlich Kartoffelnsuppe mit Wiener
Pulled pork: Halsgrad am Vorabend mit Gewürzen (Grillgewürz oder ä.) und Öl marinieren, ich brate das Fleisch in der Früh vor dem Stall an und gieße minimal (meist mit Rest aus der Ketchupflasche) auf und lasse es bis kurz vor dem Essen ganz leise schmoren, funktioniert bei Induktion wunderbar.  Rausnehmen mit 2 Gabeln in kleine Fetzen teilen die Soße mit BBQ-Sauce (würzig und rauchig) stecken und das Fleisch nochmals kurz reingeben. Dazu gibts Semmeln und Krautsalat.
Heute war das Fleisch von 5.30 bis 12 Uhr am Herd. Auf Stufe 1 von 9. In der Zeit war ich insgesamt nur 1/2 Std. im Haus, weil ich zuerst im Stall und dann auf großer Einkaufstour war.

Geschmorrtes Rindfleisch mit Nudeln oder Spätzle (die nur mehr in Butter geschwenkt werden) und Salat, Gerichte aus dem Römertopf, so er den groß genug ist.

Das Rezept ist von Petra2: http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=59257.msg546022#msg546022
Liebe Grüße
Annelie

Offline Margret

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #4 am: 30.04.16, 13:19 »
Zensi,

wieviele Leute essen da immer ungefähr ?  Für wieviele Wochen ?

Sie kommen alle heim,  d.h. du musst das Essen nicht aufs Feld transportieren   sondern hast Herd usw. zur Verfügung ?
Und Tisch auf ebenem Boden und Geschirr usw. ?    (Das ist im Weinberg ja nicht immer der Fall).

Hast du Kühlmöglichkeit auch für z.B. größere Auflaufformen usw. ?    Zeitschaltuhr am Herd  oder  zuverlässige Person daheim ?
Seid ihr weit weg im Hopfen  oder kannst du mal kurz heim huschen zwischendrin, um irgendwas rein- oder rauszutun ?

Da fällt uns dann bestimmt viel ein !  ;)

Margret

« Letzte Änderung: 01.05.16, 19:29 von Margret »

Offline Hopfi

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #5 am: 01.05.16, 15:15 »
Lasagne
« Letzte Änderung: 04.04.17, 19:31 von Hopfi »
Hallo und auf ein Wiederschreiben

Offline zensiTopic starter

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #6 am: 06.05.16, 04:15 »
Zensi,

wieviele Leute essen da immer ungefähr ?  Für wieviele Wochen ?

Sie kommen alle heim,  d.h. du musst das Essen nicht aufs Feld transportieren   sondern hast Herd usw. zur Verfügung ?

Wir sind so im Schnitt zehn Leute. Essen tun wir zu Hause, nur Brotzeit und Kaffe gibts im Hopfengarten.

Hast du Kühlmöglichkeit auch für z.B. größere Auflaufformen usw. ?    Zeitschaltuhr am Herd  oder  zuverlässige Person daheim ?
Seid ihr weit weg im Hopfen  oder kannst du mal kurz heim huschen zwischendrin, um irgendwas rein- oder rauszutun ?


Ich habe einen großen Kühlschrank, da passen auch größere Auflaufformen rein.
Wir sind zwar nicht so weit entfernt von den Hopfengärten, aber dazwischen heim geh ich nicht so gerne, ab und zu habe ich auch eine Köchin.
Mein Herd hat zeitschaltuhr, die automatisch ein und ausschaltet.

Jetzt hab ich schon alle Rezepte durch , die ich so mache, wenn ich nicht daheim bin.
Heut z.B. gibts Bressotschnitzel, die müssen einen Tag ziehen, also hab ich die gestern am Feiertag vorbereiten können. Dazu gibts selbstgebackenes Weißbrot. Der Teig steht im Kühlschrank und wird dann vor dem Stall noch ins Rohr geschoben.
Zur Brotzeit schmiere ich meist Brote und Semmeln oder es gibt nachmittags Kaffee und Kuchen.
Schönen Gruß    Zensi

Offline Petra2

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #7 am: 06.05.16, 07:28 »
Mir fällt noch folgendes ein:

-Kassler mit Röstiecken überbacken
-Auflauf "Dosenfutter", dafür Hackfleisch krümelig braten, salzen, pfeffern,
 mit Dosenravioli, Kidneybohen, Mais, grünen Bohnen etc. in eine Auflaufform und mit Käse überbacken.
- Bic Mac Salat (bei chefkoch.de) mit Wurst ( am Vorabend zubereiten + dopp. Saucenmenge)
- Tortellinis in Schinkensahnesoße mit Frikadellen
- hier irgendwo gibt es noch ein tolles Rezept, dafür werden Hähnchenschnitzel mit Schinken umwickelt
  und in Pfeffersoße (anstatt mit Wasser angerührt mit Sahne) gegart
- Schichtfleisch (abgewandelter Klassiker aus dem Dutch oven)
   Dafür Nackensteaks gut würzen mit Speck und Zwiebeln hochkant in einem Slowcooker/Auflaufform mit Deckel schichten
   und im Backofen garen

LG
Petra2
« Letzte Änderung: 06.05.16, 07:34 von Petra2 »
Das Leben ist viel zu kurz für irgendwann.

Offline Margret

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #8 am: 06.05.16, 21:14 »
Hallo Zensi,

danke für die Antworten - trotzt deiner knappen Zeit gerade.
Aber so kann man sich das jetzt besser vorstellen.

Es hängt ja immer bisschen vom Wetter ab.

Mir fallen spontan ein:

-  Pizzawecken (Masse vorbereiten, Wecken schon halbieren,  Ofen vorheizen)
-  chili con carne   mit Brot dazu (oder Reis)
-  bei Hitze: Schichtsalat mit Schinken, Käse, Eiern,  Radieschen usw. drin
-  Kartoffel-Gratin mit untendrin dünnen Kasslerscheiben
-  Pfundstopf / Ofentopf
-  Käsespätzle (mit fertigen Spätzle !) und Salate
-  Wurstsalat
-  Gemüseauflauf


Margret
« Letzte Änderung: 06.05.16, 21:20 von Margret »

Offline zensiTopic starter

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #9 am: 10.05.16, 21:36 »
Hallo,
danke für eure Antworten.
Diese Woche habe ich Glück, da habe ich fast jeden Tag eine Köchin  ;D

Ich habe schon Schaschlikbratwürste ,sämtliche Schnitzelaufläufe, Rühreivariationen oder Leberkäse durch.
Ich bin abends erst spät fertig, da ja der Stall auch gemacht werden muss. Und dann schauts in der Küche ja auch noch aus  ::), dann habe ich keine Lust mehr, abends vorzukochen.

Morgen gibts Bratwürste mit Kraut, da kocht die Schwägerin.
Am Donnerstag ist die Zeit wieder knapp, da gibts dann evtl. Käsespätzle.
Tortelini habe ich auch schon gedacht.
Schönen Gruß    Zensi

Offline Hopfi

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #10 am: 11.05.16, 16:13 »
Pizza essen alle gerne. Man soll auch die Eßgewohnheiten der Saisonarbeiter berücksichtigen.
Hallo und auf ein Wiederschreiben

Offline AnniH

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #11 am: 11.05.16, 19:26 »
Hopfi,

unsere ( Rumänen ) essen alles, allen wird man kaum immer gerecht werden.
Wichtiger erscheint mir, den Aufwand geringer zu halten, Aufläufe, Eintöpfe , Gulasch und Suppe mit Einlagen ist da schon praktischer.
Zensi da hast du aber schon sehr viel zu tun, wenn du auch noch in den Hopfengarten mußt ...
Mir reicht es schon , wenn ich jeden Tag von fünf bis 15 Personen kochen muss, damit ist es ja noch nicht getan, Brotzeiten müssen noch gerichtet werden.....
In 14 Tagen sind es dann ca 60 Saisonarbeiter, seit letzten Jahr kocht eine von ihnen komplett, richtet das Frühstück und sorgt für die Wäsche, das ist für uns die beste Lösung.
Ich liefere das Fleisch, Rind, Wild und Schwein, alles Andere kaufen sie auf unsere Rechnung selber, sie haben in etwa die gleichen Essgewohnheiten wie wir, bevorzugt sind Hähnchenschenkeln in jeder Variation.
Was ich letztes Jahr sehr positiv fand, sie haben bei den Bäckereien immer Brot und Semmeln vom Vortag gekauft, da bekammen sie immer große Mehltüten voll mit Backwerk, sie freuten sich wie Kinder.

Jetzt gehts langsam los , heute bekam ich die ersten Erdbeeren, jeder freut sich schon , aber irgendwann ist man wieder froh wenn die Saison zu Ende ist, keine besonderen Vorkommnisse  waren und sehr wichtig der Absatz gut wird^.

Grüße Anni

Offline zensiTopic starter

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #12 am: 12.05.16, 05:48 »
Anni, für 60 Saisonarbeitger zu kochen ist aber auch eine Herausforderung  ::)


Ich bin auch froh, wenn alle wieder weg sind und alles wieder seinen gewohnten Gang geht. Man ist dann nicht mehr so an Zeiten gebunden.
Schönen Gruß    Zensi

Offline Hopfi

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Re: Kochen für Saisonarbeiter
« Antwort #13 am: 15.05.16, 09:29 »
Einen Teller Gulaschsuppe mögen auch alle bei uns, dazu Brot.
Hallo und auf ein Wiederschreiben