Autor Thema: "Rezept" gesucht  (Gelesen 16538 mal)

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Christel Nolte

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"Rezept" gesucht
« am: 11.02.16, 14:48 »
HAbe keine passende Box gefunden

1.) Ich suche ein MIxgetränk:

es kommt Malzbier drin vor, rohes Ei, Zucker vielleicht? Kein Alkohol...

Meine Mutter gab es uns nach überstandenen Krankheiten zum aufpäppeln. Leider kann ich sie nicht mehr fragen

2.) Ich suche Mokka (Kaffee):

in meiner Kindheit, also 6oer,  70er Jahre hatte man kleine sog. Mokkatassen und darin wurde ein starker Kaffee serviert.

Ich frage mich nun, war das einfach nur starker Kaffee, gab es exttra "Mokka"-Kaffeepulver? Googlesuche und Suche in alten Kochbüchern hat mich nicht weitergebracht.
Ich denke nicht, das es Espresse war.
Vielleicjht weiß es jemand oder kann die Mutter fragen?

BITTE wer kann, möge den Titel berichtigen!

Offline Entlein

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #1 am: 11.02.16, 15:44 »
Also ich habe zu sportlichen Wettkämpfen und Prüfungen immer folgendes Dopingmittel zu mir genommen:

1 rohes Ei, verquirlt mit 1 Zitrone und Traubenzucker. Das geht aber sofort ins Blut und in den Kopf und hat gut geholfen.

LG,
das Entlein

Offline gini

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #2 am: 11.02.16, 16:07 »
Zu Mokka lies einmal in Wikipedia nach. Ich meine, da ist es recht ausführlich erklärt.
Ist wirklich nur starker Kaffee ohne Milch und Zucker. Ich kann mich noch dunkel an die Mokkatassen erinnern, die es bei uns zu Hause gab. Ich hätte sie immer gern zum Puppenspielen gehabt. Aber leider sehr zerbrechlich :'(, weil ganz dünnes Material.

Das gezuckerte Malzbier mit Ei kenn ich auch noch von meiner Oma. Sie schwörte drauf, wenn sie Kräftigung nötig hatte. Mein Geschmack ist diese Mischung nicht :-X, aber vorstellen kann ich es mir schon, das es einem wieder auf die Beine hilft.
Es grüßt Euch alle
                           gini

Offline maggie

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #3 am: 11.02.16, 16:23 »
2.) Ich suche Mokka (Kaffee):

in meiner Kindheit, also 6oer,  70er Jahre hatte man kleine sog. Mokkatassen und darin wurde ein starker Kaffee serviert.

Ich frage mich nun, war das einfach nur starker Kaffee, gab es exttra "Mokka"-Kaffeepulver? Googlesuche und Suche in alten Kochbüchern hat mich nicht weitergebracht.
Ich denke nicht, das es Espresse war.
Vielleicjht weiß es jemand oder kann die Mutter fragen?

BITTE wer kann, möge den Titel berichtigen!

in der schweiz ist das ein "Espresso" - in der kleinen Tasse, der wird oft getrunken, wer dann doch mehr möchte, bestellt sich einen doppelten ...

es heisst auch, damit könne man anschliessend eher einschlafen, da das wasser nur kurz durch das pulver läuft (weiss ich nicht, da ich Kaffee trinken und anschliessend schlafen kann  ;) )
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Online martina

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #4 am: 11.02.16, 17:40 »
Bei Mokka wird das Kaffeepulver direkt in der Tasse mit kochendem Wasser aufgegossen, der Kaffeesatz bleibt drin.

Bei Espresso wird das Wasser mit hohem Druck durch das Kaffeepulver gedrückt, in der Tasse landet nur der Aufguß, der Kaffeesatz kommt nicht hinein.
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Offline frega

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #5 am: 11.02.16, 19:05 »
hallo
meine sm machte das mit dem ei und dem zucker auch. aber sie mischte mit rotwein oder mit malaga. kann sie lieder auch nicht mehr fragen. aber ich suche mal ich galube dieses rezept habe ich irgendwo.
melde mich
liebe grüsse
frega

Offline Petra2

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #6 am: 11.02.16, 19:16 »
Hallo,
ich kenn auch nur Ei im Kaffee, das gabs bei uns.
Dafür wurde das Ei mit Zucker in der Tasse mit Gabel schaumig aufgeschlagen.
Anschließend mit ganz heißem Kaffee/Caro aufgefüllt.

LG
Petra2
Das Leben ist viel zu kurz für irgendwann.

Offline martina-s

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #7 am: 11.02.16, 21:14 »
Hallo,
Mokka durch Aufgießen  zu bekommen ist eiiiiiigentlich nicht so ganz richtig.

In den Altenheim, in dem ich gearbeitet habe, da verstand sich eine Kroatin in dieser Kunst Mokka zu kochen. Ja, Mokka wird eigentlich gekocht. Jedenfalls nicht gebrüht.

Man verwendet dazu spezielle Kaffeesorten. Diese werden staubfein gemahlen. Aus dem Grund hat Slava auch die Bohnen selbst gemahlen weil man den so gar nicht bekommt (sagte sie immer)

Dann wird in einem Stielpfännchen (ist auch der falsche Ausdruck für das Gefäß welches die Türken, glaub, Ibrik nennen) eine Tasse voll Wasser erhitzt. Wenn das Wasser zu kochen beginnt gibt man einen Teelöffel Zucker dazu. Dadurch fängt das besser zu sprudeln an.
Dann kommt ein gehäufter Teelöffel Mokkapulver dazu. (also der zuvor speziell gemahlene Kaffee)

Das muss man dann alles sehr gut verrühren. Das Mokkapulver darf nimmer an der Oberfläche schwimmen. Der Ibrik bleibt dabei immer auf der Herdplatte. Bzw. unterm Verrühren wird es etwas hochgehoben.
Das muss dann nämlich aufkochen! Und zwar, bis das ganze zum Überschäumen beginnt. Den Vorgang wiederholt man m. W. 2 bis 3 x.

Danach verteilt man den Mokka auf die Mokkatassen. Was ich weiß, achtet die Mokkaköchin darauf, dass jeder was vom Kaffeesatz abbekommt.
Allerdings hat man mir mal erklärt, dass es Länder gibt wo es als Beleidigung angesehen wird den Kaffeesatz auf die Tassen zu verteilen. Da wird honoriert möglichst wenig Gebrösel in den Tassen zu haben.

Weiß aber nimmer welches Land das war.

Die Jugoslawen lasen dann aus dem Kaffeesatz.

Ich fand das immer sehr spannend! Wie ein Ritual!

Da habt Ihr mich wieder an was erinnert. Ich hätte ein Mokkaservice hier in Gold! Ist noch von meiner Mutter. Kann mich aber nie erinnern, sie Mokka trinken gesehen zu haben. Vielleicht einmal...
Liebe Grüße
Martina

Online LunaR

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #8 am: 11.02.16, 21:24 »
Martina, das ist rükischer Mokka. Wenn ich richtig verstanden habe, wollte erika das Rezept für den Mokka, den man hier in D in den 50er und 60 Jahren angeboten hat. Ich weiß leider auch nicht wie er gekocht wird, will morgen mal in einem alten Kochbuch stöbern. ob da etwas drin steht. zumindest vermute ich, dass man zu der Zeit hier weder diese speziellen Kaffeesorten hatte noch die türkischen Mokkakannen. Kann mich aber auch täuschen  ???. Zumindest war er wohl seeehr stark.

 Meine Mutter hat in den Jahren bei Feiern gekocht oder mit geholfen und sie erzählte immer von einer Feier, bei der sie diesem Mokkagenuß erstmals begegnete. Sie hatte diesen zu servieren. Es wurden diese kleinen kunterbunten Mokkatassen, von denen jeder eine andere hatte von den Gästen geholt, wenn sie einen Nachschlag haben wollten und ihnen gefüllt zurück gebracht. Meine Mutter meinte zu dem erfahrenen Kellner, sie hätte Probleme sich zu merken, welche Mokkatasse zu welchem Gast gehöre. Musste ja auch alles fix gehen. Der Kellner meinte, das wäre egal, sie könne einfach irgendeine Tasse hinstellen, der Mokka wäre so stark, da würden die Gäste sich ohnehin nicht mehr an ihre Tasse erinnern.  :o Von daher würde mich das Rezept auch mal interessieren.

LG
Luna
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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #9 am: 11.02.16, 21:43 »
.... nun habe ich mal in den alten Kochbüchern gestoäbert. In einem, vermutlich von Dr. Oethker aus den 50er Jahren (hat leider keinen Umschlag mehr) bin ich auch fündig geworden.

Unter warmen Getränken steht dort

Bohnenkaffee
20-30 g Kaffeebohnen auf 1 l Wasser .....

dazu dann Veränderung:

Unter "Mokka" versteht man einen besonders kräftigen Kaffee mit 60-80 g. Kaffeeauf 1 l Wasser.


Zusätzlich ist später noch erwähnt: Zur Zubereitung eines türkischen Kaffees (mocca turc)setzt man besonders fein gemahlenen Kaffee mit kaltem Wasser und Zucker auf, lässt einmal aufwallen und darauf 5 Minuten ziehen.


Ich habe keine Ahung, wie viel Kaffeepulver man heute auf einen Liter Wasser rechnet und ob die für Mokka genannte Kaffeemenge heute überhaupt noch als besonders kräftig empunden würde.  ???

LG
Luna
Tzsätzlich ist
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Offline martina-s

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #10 am: 11.02.16, 21:52 »
... na, Abwandlungen wird es immer geben.
Nur ich mag auch keine deutsche Pizza wenn ich daneben original italienische Pizza haben kann.
Mir hat der damals immer wunderbar geschmeckt.

Ob es da generell für Deutschland gültige Zubereitungsart gab, das wage ich mal zu bezweifeln.
Ich denke nämlich das haben wir den türkischen Gastarbeitern zu verdanken, dass in DE auch Mokka getrunken wurde.

Es gibt ja auch Geräte zur Zubereitung für Mokka. Ob die noch so genutzt werden... Ähnelt auch eher dem Espresso.
Liebe Grüße
Martina

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #11 am: 11.02.16, 22:46 »
Martina, in den Jahren hatten wir in D noch keine türkischen Gastarbeiter, wohl aber eine Vorstellung vom Orient. Ich denke auch, dass das Original besser schmeckt, aber in den 50er und 60er Jahren tranken viele noch Blümchenkaffee oder Muckefuck. Kann mir vorstellen, dass ein starker Bohnenkaffee da schon ein großer Lustgfewinn war  ;D.

Man machte damals vieles so, wie man es sich vorstellte, eben weil bei den meisten Menschen noch unbekannt. Spagetti wurden z. B. oft klein zerbrochen und weich gekocht. Aus meiner Erinnerung kam bei vielen Sachen die Annäherung an das Original erst später.

LG
Luna
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Offline martina-s

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #12 am: 11.02.16, 23:03 »
Hallo Luna,
ich hab irgendwo gelesen, dass der Mokka erst anfangs 1970 in Deutschland Einzug gehalten hat.
Wegen dieses braunen Gebräus hatte ich mich schon mal vor Jahren beschäftigt weil ich das Geschirr meiner Mutter spülte und wieder weg räumte.
Ich kann mich nämlich noch gut erinnern, wie meine Mutter dieses Service gekauft hatte. Da war ich nimmer so klein. Oder täusche ich mich da so sehr?
Liebe Grüße
Martina

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #13 am: 11.02.16, 23:16 »
Martina, ich habe zu meiner Erstkommunion einige Mokkatassen bekommen (was ich wohl damit machen sollte?) . Das war 1965. Da war das nicht das Neueste, denn meine älteren Cousinen hatten das einige Jahre vorher auch bekommen. Und was ich von meiner Mutter geschildert habe, passierte in der ersten Hälfte der 50er Jahre.

Ich schätze mal, was in den 70ern als Mokka nach D. kam war wohl der richtige, echte türkische Mokka, den du auch beschrieben hast. Vorher war es vermutlich nur der extrastramme Kaffee.

Luna

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Offline Anneke

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Re: "Rezept" gesucht
« Antwort #14 am: 11.02.16, 23:31 »
Also meine Mutter hat 1961 geheiratet und hatte das Mokkaservice schon in der Aussteuer, stand immer hinter Glas im Wohnzimmer, wurde soweit ich mich zurückerinnern  kann, nie genutzt. Bei uns gab es auch nie Bohnenkaffee, nur Malzkaffee. Vielleicht war das damals einfach en vogue mit diesen Mokkatassen. Ich muss meine Mutter doch glatt mal danach fragen.
Die erste Kaffeemaschine wurde gekauft, als ich Ende der 70er Jahre "flügge" wurde. Nach dem Weggehen am WE ging man reihum in der Clique immer noch im Morgengrauen zum Kaffeetrinken zu den Mädels oder Brotzeitmachen bei den Jungs, wir hatten alle landwirtschaftlichen Hintergrund und lösten unsere Runde immer erst kurz vor der morgendlichen Stallzeit auf, manchmal haben wir die Stallgänger auch noch getroffen, die haben nur geschmunzelt, das nur nebenbei, passt zugegebenermaßen gar nicht mehr zum Thema

Gruß Anneke
Zuviel nachdenken ist wie schaukeln, man ist zwar beschäftigt, kommt aber keinen Schritt weiter