Autor Thema: Direktvermarktung  (Gelesen 59010 mal)

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Stephan

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #75 am: 10.09.08, 13:25 »
Liebe Anja,
Zitat
Lieber Stephan,

ich mache dich gern mal mit einigen meiner  Kollegen bekannt, die vom und mit Gemüse- und Obstbau leben müssen... Da ist nicht viel mit Idyll und Träumerei...

genau deswegen hatte ich, weil ich mit so einem Vorwurf gerechnet habe,
 in meinem Posting ein reales Beispiel (erneuertes Wasserkraftwerk in Bad Hindelang) dafür gebracht, wie man trotz "Behördenengagement" etwas machen kann.
Ich beschäftige mich nicht erst seit ein paar Monaten mit dem Themen Nachhaltigkeit, Energie oder Landwirtschaft, auch wenn ich bisher keinen praktischen Bezug zur Landwirtschaft hatte. Aber selbst Landwirte gehen ja bekanntlich auf eine Landwirtschaftsschule und Millionen von Eltern schicken ihre Eltern auf die Schule, damit sie bis zu 13 Jahre lang Theorie lernen.
Vor kurzem hatte ich einen Film gesehen über die Zustände in Italien, d.h. darüber wie osteuropäische Arbeiter mit falschen Versprechungen nach Italien gelockt werden und dann quasi in einem Arbeitslager für praktisch umsonst dort 10-14 Stunden arbeiten.
Aber Vorsicht: Damit wollte ich nur darauf hinweisen, dass ich zumindestens etwas davon Ahnung habe, was da abgeht.
Die Mehrheit würde sicher auch mehr Geld für gutes Essen ausgeben, wenn sie es denn hätte. Und dann könnten die Gemüsebauern den Arbeitern auch mehr zahlen und es wären dann auch Deutsche dafür bereit zu arbeiten. Aber da in Deutschland dank jahrelanger Lohnzurückhaltung wir inzwischen zu einer Art Niedriglohnland (s. das Einkommen deutscher Lokführer im europäischen Vergleich) in Westeuropa geworden sind, müssen wir uns nicht wundern.
Ein großer Teil der Nebenkosten sind vor allem die Krankenkassenbeiträge, aber wahrscheinlich wären die deutlich geringer, wenn die Menschen bessere Lebensmittel essen würden...
Von einem Landwirt aus dem Schwarzwald, ein Bekannter meiner Eltern, der Rinder hält (es ist glaube ich Mutter-Kuh-Haltung), weiß ich, dass inzwischen auch die Bürokratie bzw. die Formulare einiges an Arbeitszeit verlangen, genau wie bei den Ärzten, bei Mittelständlern,....

Und das mit dem "Bekannt machen" wäre eventuell gar keine schlechte Idee. Da könnte ich Deinen Kollegen mal was von den Möglichkeiten von diazotrophen Bakterien berichten und was sie dabei an Geld für Dünger sparen könnten, vor allem dann, wenn sie das Gemüse als Bio-Gemüse anbauen.


Hallo Samy,

Zitat
In Sachsen gibt es jedes Jahr einen Katalog vom Direktvermarktungsverein. Dort sind alle DM, die Mitglied sind, mit Kontaktdaten und Produkten nach Landkreisen sortiert aufgeführt.
Ich schätze, dass sind 80% der DM in Sachsen. In anderen Bundesländern gibt es vielleicht auch sowas. Alle an einen Tisch und die Infos in eine Datenbank. Ruck zuck ist einen brauchbare Plattform entstanden. Soweit die Theorie. In der Praxis ist es leider anders. Da wird um Zuständigekeiten, Macht , Geld etc. gerangelt, so das die Bemühungen Einzelner untergehen.

Meinst Du mit Katalog einen in Schriftform?
Wäre das nicht eine ideale Aufgabe für den DBV? Das ist doch der zentrale Verband für alle Landwirte in Deutschland. Soooo viel würde so etwas ja sicher auch nicht kosten (Das Einpflegen können die einzelnen Betriebe ja selber machen, die machen das sicher sogar sehr gerne, Einloggen z.B. per jeweiliger regionaler Kundennummer: SA-xxxxxx für Sachsen oder so). So eine Software dürte doch eigentlich inzwischen eine Art Standard-Software sein (d.h. maximal 10.000 Euro, eher weniger, weil es nur um die Software geht). Kostenaufwändige Kundenkontakte sind dabei keine nötig . Meinetwegen gibt es dann eine  Ausschreibung dazu - im europäischen Rahmen vielleicht sogar, wegen der Ausschreibungsvorschriften. Aber das dürfte sich ja nur günstig auf den Preis auswirken.

Stephan

Offline Mannomann

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #76 am: 10.09.08, 15:05 »

Die Mehrheit würde sicher auch mehr Geld für gutes Essen ausgeben, wenn sie es denn hätte. Und dann könnten die Gemüsebauern den Arbeitern auch mehr zahlen und es wären dann auch Deutsche dafür bereit zu arbeiten. Aber da in Deutschland dank jahrelanger Lohnzurückhaltung wir inzwischen zu einer Art Niedriglohnland (s. das Einkommen deutscher Lokführer im europäischen Vergleich) in Westeuropa geworden sind, müssen wir uns nicht wundern.
Ein großer Teil der Nebenkosten sind vor allem die Krankenkassenbeiträge, aber wahrscheinlich wären die deutlich geringer, wenn die Menschen bessere Lebensmittel essen würden...


Wo bekommst du den schlechte Lebensmittel? Kann mir nicht vorstellen das unsere Lebensmittel schlecht sind. Oder warum wird die Bevölkerung immer älter? Die Kassenbeiträge steigen eher weil die Medizin wird immer fortschritlicher, aber dementsprechend teurer wird. Nen weiteren Grund für die hohen Kassenbeiträge ist die hohe Anzahl an Kassen. Österreich kommt mit 5 Krankenkassen aus, aber wir deutsche haben knapp 300. Dementsprechend müssen die Österreicher 5 Vorstände und Verwaltungaperate bezahlen, und wir in Deutschland 300.
Du darfst nicht nur die Deutschen Lokführer sondern musst auch andere Berufsgruppen vergleichen und da schauts anders aus. Ich denk mal wir liegen im Mittelfeld, aber die hohen Löhne der Vergangenheit waren einfach nicht mehr tragbar. Schließlich muss der Lohn von der Firma auf einem vielfach globalisierten Markt erwirtschaftet werden. Und teilweise sind die hohen Löhne einfach schädlich. In Frankreich gibts z.B. nen Mindestlohn von 8,50€ mit dem Ergebnis das die Franzosen mit über 25% die höchste Jugendarbeitslosigkeit in der EU haben.

Mannomann
Nord- Oberbayern

Stephan

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #77 am: 11.09.08, 13:09 »
Zitat
Wo bekommst du den schlechte Lebensmittel?

Gut, einigen wir uns auf gesündere (Industriezucker, Industriemehle, indirekte Beimischung von GVO (Stichwort genverändertes Soja, das Allergien auslöst), etc.).
Zitat aus einem Buch:"Während 1968 "nur" 300.000 Diabetiker registriert waren, wurden es ein Jahr später 600.000, 1970 waren es schon 1,2 Millionen und 1971 stieg die Zahl der Diabetiker in der Bundesrepublik Deutschland auf 3 Millionen an!

Und ein Link vom gleichen Autor:
Zitat
Medicus, quo vadis?
...
Da die Ursachen dieser Krankheiten, obwohl lange erforscht, seit Jahrzehnten verschwiegen werden, nahmen die Bluthochdruckkranken und Diabetiker ständig zu und boten immer mehr Ärzten eine wirtschaftliche Existenzgrundlage. In nur 2 Jahrzehnten nahm so die Zahl der Ärzte in Deutschland von ca. 100.000 im Jahre 1980 (alte Bundesrepublik, ca. 60 Mio. Einwohner) auf sage und schreibe 294.676 Ärzte im Jahre 2001 (vereinigtes Deutschland, ca. 83 Mio. Einwohner) zu! Im gleichen Zeitraum vermehrten sich auch die Zahnärzte von ca. 30.000 (1980) auf 62.120 (2001).
http://www.dr-schnitzer.de/medicusquovadis-d.html

Zitat
Die Kassenbeiträge steigen eher weil die Medizin wird immer fortschritlicher, aber dementsprechend teurer wird.
Ja, vor allem die Apparatemedizin wird immer mehr. Ein Medizinjournalist, der selber als Arzt ausgebildet ist, hat ein Beispiel für dieses Problem genannt: In München werden extrem viele Herzkatheter-Operationen durchgeführt, viel mehr als bei der Bevölkerungszahl zu erwarten wären. Ich nehme mal an, dass er auch dass Umland mit einbezogen hat, weil viele wohl von dort für die Operation nach München fahren.

Oft würde ein längeres Gespräch einem Patienten viel mehr helfen als hunderte von Medikamenten oder die Inanspruchnahme Millionteurer Geräte - Stichwort "Kranke Seele - kranker Mensch". Aber leider ist die Gesundheitspolitik ja in eine ganz andere Richtung gerichtet - auch in Österreich. Da gehen die Menschen nämlich auch schon auf die Barrikaden wegen der drohenden weiteren Verschlechterung im Gesundheitswesen.

Zitat
Nen weiteren Grund für die hohen Kassenbeiträge ist die hohe Anzahl an Kassen. Österreich kommt mit 5 Krankenkassen aus, aber wir deutsche haben knapp 300. Dementsprechend müssen die Österreicher 5 Vorstände und Verwaltungaperate bezahlen, und wir in Deutschland 300.

D.h. am Besten viele Mitglieder für eine Kasse, oder? Warum hat dann die Barmer, bei der ich übrigens selber Mitglied bin, die zweitgrößte Kasse in Deutschland, mit die höchsten Beitragssätze?

Zitat
Ich denk mal wir liegen im Mittelfeld, aber die hohen Löhne der Vergangenheit waren einfach nicht mehr tragbar. Schließlich muss der Lohn von der Firma auf einem vielfach globalisierten Markt erwirtschaftet werden.
Ich habe gedacht, dass diese Diskussion eigentlich inzwischen geklärt sei? Wie wär es denn, wenn sich die Vorstände der verschiedenen großen Unternehmen in den letzten Jahren "nur" die gleichen Erhöhungen genehmigt hätten, wie ihre Angestellten und Mitarbeiter bekommen haben (im Schnitt ca. 2-3% pro Jahr). Stattdessen waren es oft zweistellige Erhöhungen. Wenn ein Vorstand ein um 3% höheres Gehalt bekommt, kann er sich  mehrere Mitteklassewagen zusätzlich kaufen - pro Jahr! Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Ich bekomme über meine Eltern, die gute Beziehungen zu ein paar (z.T. schon im Ruhestand befindlichen) Managern (Freundschaften aus der Jugend) in ziemlich großen deutschen Unternehmen haben, ab und zu ein paar Infos von deren Treffen. Diese halten das, was da passiert, ebenfalls für nicht mehr gerecht und angemessen.
Da kommt dann das Argument mit den viel höheren amerikanischen Gehältern. Da drüben leben ja auch vier mal mehr Menschen als in Deutschland und zudem wurde da drüben das meiste auf Pump finanziert. Die Folgen erleben wir gerade (IKB, Sachsen LB, UBS, etc.). Wir in Europa bezahlen die Habgier auch dortiger Bank- und Konzernmanager jetzt mit.
Viele Menschen über dem großen Teich haben jetzt keine Altersvorsorge mehr, weil sie auf Versprechen vertraut haben, dass an der Börse nichts schief gehen kann.

Zitat
Und teilweise sind die hohen Löhne einfach schädlich. In Frankreich gibts z.B. nen Mindestlohn von 8,50€ mit dem Ergebnis das die Franzosen mit über 25% die höchste Jugendarbeitslosigkeit in der EU haben.

Wie gut, dass der französischen Regierung das Geld immer noch reicht, um Atomwaffenforschung zu betreiben oder die EDF (Electricité de France = EON, Vattenfall, RWE und ENBW in einem) zu subventionieren.
Die Jugendarbeitlosigkeit dürfte sich zum größten Teil aus den Jugendlichen der Banlieus (die trostlosen Hochhäuser-Wohnorte vor allem rund um Paris) speisen. Selbst wenn diese Jugendliche Abitur oder anderes vorweisen können, bekommen sie keine Anstellung oder Ausbildung weil sie eben aus diesen Vororten kommen.
Die Lösung der französischen Oberschicht dafür nennt sich inzwischen glaube ich "kärchern" (mit dem Hochdruckreiniger ausputzen).

Stephan
« Letzte Änderung: 11.09.08, 13:15 von Stephan »

Offline Mannomann

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #78 am: 11.09.08, 14:20 »
Gut, einigen wir uns auf gesündere (Industriezucker, Industriemehle, indirekte Beimischung von GVO (Stichwort genverändertes Soja, das Allergien auslöst), etc.).
Zitat aus einem Buch:"Während 1968 "nur" 300.000 Diabetiker registriert waren, wurden es ein Jahr später 600.000, 1970 waren es schon 1,2 Millionen und 1971 stieg die Zahl der Diabetiker in der Bundesrepublik Deutschland auf 3 Millionen an!

Was sind den ungesunde Lebensmittel? Kannst du mir mal den Unterschied zwischen Industriezucker und normalen Mehl bzw. zwischen Industriezucker  normalem Zucker erklären?  Ungesund ist doch nur die Ernährung bzw. der zu geringe Bewegung und nicht das Lebensmittel selbst. 

D.h. am Besten viele Mitglieder für eine Kasse, oder? Warum hat dann die Barmer, bei der ich übrigens selber Mitglied bin, die zweitgrößte Kasse in Deutschland, mit die höchsten Beitragssätze?
Warum jetzt die Barmer den höchsten Beitrag hat weiss ich nicht, kenn deren Struktur und deren Verwaltungspaläste nicht. Fakt ist aber das durch Größe entsteht Kostendegression entsteht. Es werden ja nicht nur weniger Vorstände gebraucht sondern auch weniger IT- Abteilungen etc.


Ich habe gedacht, dass diese Diskussion eigentlich inzwischen geklärt sei? Wie wär es denn, wenn sich die Vorstände der verschiedenen großen Unternehmen in den letzten Jahren "nur" die gleichen Erhöhungen genehmigt hätten, wie ihre Angestellten und Mitarbeiter bekommen haben (im Schnitt ca. 2-3% pro Jahr). Stattdessen waren es oft zweistellige Erhöhungen. Wenn ein Vorstand ein um 3% höheres Gehalt bekommt, kann er sich  mehrere Mitteklassewagen zusätzlich kaufen - pro Jahr! Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Ich bekomme über meine Eltern, die gute Beziehungen zu ein paar (z.T. schon im Ruhestand befindlichen) Managern (Freundschaften aus der Jugend) in ziemlich großen deutschen Unternehmen haben, ab und zu ein paar Infos von deren Treffen. Diese halten das, was da passiert, ebenfalls für nicht mehr gerecht und angemessen.
Da kommt dann das Argument mit den viel höheren amerikanischen Gehältern. Da drüben leben ja auch vier mal mehr Menschen als in Deutschland und zudem wurde da drüben das meiste auf Pump finanziert. Die Folgen erleben wir gerade (IKB, Sachsen LB, UBS, etc.). Wir in Europa bezahlen die Habgier auch dortiger Bank- und Konzernmanager jetzt mit.
Viele Menschen über dem großen Teich haben jetzt keine Altersvorsorge mehr, weil sie auf Versprechen vertraut haben, dass an der Börse nichts schief gehen kann.
Ich fände es absolut richtig wenn sich die Vorstände nur die Gehaltszuwächse genehmigen dürften die sie Ihren Mitarbeitern auch zu stehen. Das sich ein Vorstand von einer Lohnerhöhung mehr leisten kann wie ein Arbeiter ist auch klar. Er trägt ja auch weit mehr Verantwortung wie ein Mitarbeiter der Teile in eine Presse legt. Ich finde es auch unverständlich das untaugliche Manager noch eine Abfindung erhalten, aber das hat jetzt mit den Problem der hohen Löhne nix zu tun. Den diese Kosten werden bei der Suche nach einem neuen Betriebsstandort nicht berückstichtig. Da gehts drum wie hoch die Produktionskosten sind.

Mannomann
Nord- Oberbayern

Clara

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #79 am: 11.09.08, 17:59 »

Und das mit dem "Bekannt machen" wäre eventuell gar keine schlechte Idee. Da könnte ich Deinen Kollegen mal was von den Möglichkeiten von diazotrophen Bakterien berichten und was sie dabei an Geld für Dünger sparen könnten, vor allem dann, wenn sie das Gemüse als Bio-Gemüse anbauen.


Stephan

Hallo Stephan,

ich will dir nicht zu nah treten, aber ich finde einige deiner Ausführungen sehr abstrakt und theoretisch.

Was die Nutzung diazotropher Bakterien angeht, da haben wir schon unsere Bezugsquelle und auch die fachliche Begleitung- trotzdem vielen lieben Dank für dein Angebot.

Viele Grüße

Anja

Stephan

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #80 am: 15.09.08, 16:51 »
Hallo Clara,
Du kannst mir gerne sagen, was genau Du zu abstrakt findest, dann versuche ich es besser zu erklären.
Aber man kann ja mal mit einem Punkt anfangen:

Warum nicht den DBV mal fragen wie er ein zentrales Portal (einfacher Zugriff für Jedermann, d.h. vor allem für die Verbraucher) für die Direktvermarktung unterstützen könnte, vor allem finanziell natürlich, was aber sicher in einem begrenzten Rahmen bleiben kann (nur quasi eine Softwarehülle und die Betriebe füllen diese Hülle dann selber mit Leben bzw. die Verbraucher). Dann muß man natürlich noch etwas Geld aufwenden, das ist sicher der größte Posten dabei, um dieses Portal der Allgemeinheit bekannt zu machen (Anzeigen in überregionalen und regionalen Zeitungen).
Das würde ja all den direktvermarktenden Betrieben zu gute kommen und dann letztlich dem DBV auch.
Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich versucht habe in Meck-Pomm direktvermarktende Betriebe zu finden. Dabei hatte ich bei Google allerdings die falschen Stichwörter benutzt und vielleicht auch nicht lange genug gesucht und deshalb nichts gefunden. Und ich würde sagen, dass ich mich mit Internetsuche ein bischen auskenne. Wie machen das dann andere Leute, die da nicht so fit sind?

Das sind meine Gedanken dazu.

Stephan

Offline Jochen

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #81 am: 15.09.08, 20:14 »
Zitat
Meinst Du mit Katalog einen in Schriftform?
Wäre das nicht eine ideale Aufgabe für den DBV? Das ist doch der zentrale Verband für alle Landwirte in Deutschland. Soooo viel würde so etwas ja sicher auch nicht kosten
http://www.bayerischerbauernverband.de/sro.php?redid=51195

http://www.bayerischerbauernverband.de/sro.php?redid=16870

http://www.alf-co.bayern.de/erwerbskombination/21656/

http://www.einkaufen-auf-dem-bauernhof.com/page/showpage.php?SiteID=99


Und übrigens ist der Bauernverband nicht der Verband für ALLE Landwirte...
nur für seine Mitglieder..

Und bitte lass uns mit dem Schnitzer in Ruhe...
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_Schnitzer

Zitat
Zur Begründung behauptet er, das menschliche Gebiss zeige, dass der Mensch ein Frugivore (Früchteesser) und Fleisch daher ungeeignet für die menschliche Ernährung sei; neben einem Mangel an Vitalstoffen durch die übliche „denaturierte Zivilisationskost“ und Fastfood seien Einlagerungen von Eiweißüberschüssen, die vor allem aus tierischen Nahrungsmitteln (einschließlich Milch und Milchprodukten) stammten, eine der Hauptursachen chronischer Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ II und dessen Spätfolgen wie Blutungen im Augenhintergrund (Erblindung), Diabetesgangrän (Beinamputation), Nierenversagen (Dialyse), ferner Rheuma und Arthrosen und Beeinträchtigungen des Immunsystems.


Solche Veganerpäpste mit solch hanebüchenen Aussagen können mir gestohlen bleiben.

manurtb

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #82 am: 16.09.08, 11:04 »
Gut, einigen wir uns auf gesündere (Industriezucker, Industriemehle, indirekte Beimischung von GVO (Stichwort genverändertes Soja, das Allergien auslöst), etc.).
Zitat aus einem Buch:"Während 1968 "nur" 300.000 Diabetiker registriert waren, wurden es ein Jahr später 600.000, 1970 waren es schon 1,2 Millionen und 1971 stieg die Zahl der Diabetiker in der Bundesrepublik Deutschland auf 3 Millionen an!
Woher willst Du wissen, dass Diabetes von ungesundem Essen kommt?
Die Diabetikerrate geht nach oben, weil man allen Menschen die gleichen Tipps gibt: mindestens 5 mal am Tag essen. Das befördert das metabolische Syndrom und damit züchtet man sich Diabetiker unter den Menschen, die zum Dicksein neigen.
Und wenn wir noch mehr solcher tollen Tipps zur gesunden Ernährung bekommen, dann werden wir noch mehr Krankheiten 'heranzüchten'.

Mit der DGE-Initiative '5 am Tag' steigen jetzt schon die Magen-Darm-Probleme an und werden noch vermehrt ansteigen inklusive der Fructose- und Lactoseintoleranzen, die wir ja schon seit der Propaganda für Vollkornprodukte erleben.

Ich mag gerne beim Direktvermarkter kaufen und lasse mir auch einiges an Lebensmittel von solchen liefern. Aber ich mag es nicht, wenn man mir was von gesunder Ernährung erzählt, wenn auf der anderen Seite der Leckstein für die Kühe mit Jod angereichert ist, das ich, wie 25 % der Menschen schlecht vertrage und das mich massiv krank gemacht hat...
Genauso, wie ich gerne Milch mit weniger Soja- und Maiseinsatz kaufen möchte, weil man mittlerweile weiss, dass Soja und Mais nicht besonders gut sind für die Schilddrüse und möglicherweise auch bei ADS/ADHS eine Rolle spielen können. Und da ich der Meinung bin, dass nicht nur der direkte Genuss das beeinflusst, sondern auch, womit ich die Tiere füttere, deren Produkte ich esse, würde ich da gerne drauf achten, allerdings sind die Direktvermarkter bei uns da noch nicht so weit...

Offline Mirjam

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #83 am: 16.09.08, 11:17 »
Hallo,

bitte - solche Zahlen nicht nach 08/15 ohne weitere Berücksichtigung in der Raum werfen: Die Alterspyramide.

Unter Hinzunahme von den Kriegen, den "anderen" Todesursachen, gewachsener Bevölkerung und gekippter Alterspyramide lassen sich solche Zahlen als "Schreckgespenste" an die Wand malen.

Beispiel das ich mal konkret nachgelesen habe: Percy Schmeiser argumentierte mit den erheblich gestiegenen Krebsraten in seinem Staat Satcheswan. Dann las ich die Krebsstatistik nach: Satcheswan gehört grundsätzlich zu den Staaten mit der geringsten Krebsrate in Kanada und die gestiegenen Krebsraten auf dem Land sollte man tunlichst unter Berücksichtigung der "Landflucht" sehen, als dem Wegzug von jungen, noch gesunden Leuten in die Stadt.

Prompt stiegt nämlich der "prozentuale" Anteil an Krebserkrankungen sprunghaft an, weil - einfach die Grundgesamtheit weniger wurde bei einfach "natürlicher" höherer Krebsrate bei den zurückbleibenen älteren Leuten.

@ Stephan: Sicher - Diabetes hat zugenommen, wo zeigt die dt. Gesellschaft für Diabetes die Ursachen? Sicher - zugute, zuviel an Ernährung und zuwenig Bewegung.

Mirjam
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Stephan

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #84 am: 16.09.08, 11:23 »
Hallo,
sind wir jetzt beim Thema Ernährung oder beim Thema Direktvermarktung?

Wir können gerne beim Forum Ernährung weiter diskutieren.


Stephan

manurtb

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #85 am: 16.09.08, 11:36 »
Du hattest doch mit der Ernährung beim Thema Selbstvermarktung angefangen... Ich zeig nur auf, was den Kunden interessieren könnte, wenn er kritisch ist, was man ihm so an die Hand geben will...  ;D

Stephan

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #86 am: 16.09.08, 12:39 »
Ja ich habe versehentlich die Stichworte "gesundes Essen" sowie "bessere Lebensmittel" in einem Beitrag verwendet. Das waren auf jeden Fall die falschen Stichworte.  :-X :-X

Aber ich bedanke mich bei Jochen, auch wenn er mehr auf seinen Blutdruck achten sollte (ich spreche da aus eigener Erfahrung), für die Links bzw. für den Link mit den gelben Seiten bzw. zu "Einkaufen auf dem Bauernhof". Das ist schon etwa das was ich mir vorgestellt habe.

Allerdings sind beide Angebote ("Gelbe Seiten" und "Einkaufen auf dem Bauernhof") noch nicht optimal.
Bei den Gelben Seiten habe ich auf der Hauptseite keinerlei Hinweis für Hofläden gefunden. Dann habe ich wie angegeben in der Branche "Lebensmittel" gesucht, in der Nähe angekreuzt und 50km Radius angegeben. Da kamen dann lauter "normale" Geschäfte so wie es aussieht. Zumindestens gab es keine extra Kennzeichnung für Hofläden oder Direktvermarkter. Dann habe ich das Stichwort "Bauernläden" probiert und es kam dann eine ganze Liste mit "Hofläden", weil ich den Umkreis vergessen hatte. Da habe ich dann 25 km Umkreis probiert und es gab keinen Treffer, dafür wurde mir dann angeboten mit dem Stichwort "landwirtschaftliche Erzeugnisse" zu suchen. Das habe ich nicht gemacht, aber dafür meinen Umkreis auf 50km erweitert.
Da gab es dann endlich zwei Treffer für die Rubrik "Hofläden". Von denen habe ich jeweils den Link aufgerufen und mußte feststellen, dass die Links jeweils auf ganz andere Hofläden verwiesen bzw. unter der Rubrik "landwirtschaftliche Erzeugnisse" eingeordnet waren, auch wenn sie innerhalb des Suchkreises liegen. Aber ob ich bei denen jetzt Speise-Kartoffeln oder Wurst bekomme oder nur Saat-Kartoffeln oder Heu, das muß ich dann erst über einen Telefonanruf herausbekommen. Die Einträge geben nur jeweils den Namen, die Adresse und die Telefonnummer an.
Gut, das dürfte die Sache des jeweiligen Anbieters sein, hier mehr Infos zu liefern.
Die falsche Verlinkung ist aber eine Sache des Gelbe-Seiten-Verlages bzw. deren Datenbank und deren Software.

Bei der Homepage "Einkaufen auf dem Bauernhof" fehlt u.a. die Erklärung der Farben und die Bedienung der Suchmaske ist etwas schwierig (links die Produktgruppen und rechts der "Suche starten"-Button, der mit diesen Produktgruppen verbunden ist). Ich hatte mal nach Kartoffeln in Meck-Pomm (insgesamt 9 Betriebe) gesucht.
Ergebnis waren 7 Betriebe, wovon aber nur zwei Kartoffeln angeboten haben und die sind auch noch ganz am Schluß aufgelistet? Oder haben diese 7 Betriebe auch Kartoffeln, haben es aber nicht extra angegeben?

Erstellt hat die Homepage immerhin eine Software-GmbH für Internet, Intranet und Netzwerklösungen.

Stephan

EDIT: Es gab leider auch keinen extra Button bei den "Gelben Seiten" (auf keiner Seite) für Direktvermarktung wie in dem Link hier http://www.bayerischerbauernverband.de/sro.php?redid=51195 erwähnt wurde
« Letzte Änderung: 16.09.08, 16:36 von Stephan »

Offline Mirjam

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #87 am: 16.09.08, 13:01 »
Hallo Stephan,

da WIR nicht der Bauernverband sind - schreib ihm doch dein Anliegen und deinen Vorschlag?

 Mirjam

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Offline mary

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #88 am: 16.09.08, 14:26 »
Hallo Manurth,
das Thema Jod und Salzsteine und deren Auswirkung auf Mensch würd mich echt interessieren.
Wir haben genau von der anderen Seite - bei den Rindern angefangen- nur noch Naturlecksteine zu verabreichen, seither sind unsere Selenmangelprobleme wie weggeblasen. Wir verwenden in der Küche schon jahrelang kein jodiertes Salz mehr.
@Stephan, irgendwie hängts zusammen.
Wobei ich mit der gesunden Ernährung auch inzwischen etwas vorsichtig bin- die vielen Kohlenydrate und rohes Vollkorn, da hab ich auch schon mein Lehrgeld bezahlt.
Mich wundert, dass früher die Leute überlebt haben, nur Hungersnöte wird es sicher nicht gegeben haben. Heute gibts Ernährungskonzepte wie Sand am Meer und wirklich durchblickt das niemand mehr.
Herzl. Grüsse
maria



Stephan

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #89 am: 16.09.08, 16:37 »
Hallo Mirjam,
genau daran hab ich auch schon gedacht. Mal schauen wie man dort diese Idee bewertet.

Stephan